Natürlich unterstützen auch Vodafone und Deutsche Telekom ab sofort AML bei Notrufen


Wir berichteten heute schon darüber, dass Telefónica im O2-Netz ab sofort Advanced Mobile Location (AML) unterstützt, um im Fall eines Notrufs direkt die genauen Standortdaten mit übermitteln zu können. Telefónica ist nicht der einzige Anbieter, der über die Verfügbarkeit informiert, auch Vodafone und die Deutsche Telekom sind dabei. Also alle Anbieter in Deutschland. Da bislang nur rund ein Drittel der Rettungsleitstellen auch etwas mit AML anfangen können (der Ausbau soll aber zügig vonstattengehen), heißt das leider nicht automatisch, dass die Funktion auch schon im Fall der Fälle verfügbar ist. Kommt dann wohl ganz drauf an, wo man sich gerade befindet.

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Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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12 Kommentare

  1. – Alle unterstützen es jetzt alle Netzanbieter.
    – Aber nur 1/3 aller Notruf-Leitstellen.
    – Alle Android-Smartphones ab 4.1 (?!?)
    – iPhones sind seit iOS 11.3 (also ab iPhone 5s, 2013) auch dazu fähig, jedoch wurde die Kompatibilität in Deutschland zu Leitstellen noch nicht hergestellt (?)

    Richtig?

    • Die anderen Leitstellen werden aktuell umgerüstet, diese Umrüstung ist nach verschiedenen Quellen innerhalb der nächsten paar Monate abgeschlossen.

      Insgesamt ist das eine sehr gute Sache, und auch die einzige sinnvolle Lösung da es ohne zusätzliche Apps und weitere Interaktion des Nutzers funktioniert. Da hat jemand beim entwickeln wirklich mitgedacht.

  2. Das wird auch auch mal langsam Zeit und könnte/wird hunderte bis tausende Leben jährlich retten oder Folgeschäden stark mindern können.

    Persönliche Erfahrungen wo ich Standorte nicht schnell genug mitteilen konnte: Wattenmeer, Landstraße im Nirgendwo wo ich mich nicht auskannte, und beim Mountainbiken ebenfalls weit abseits von Orten die ich nennen konnte. Beim Beispiel Wattenmeer hat es 8-10 Minuten gedauert, bis wir die Position damals weit genug eingrenzen konnten.

    Wirklich gut. Auch für Menschen welche ggf. die Sprache nicht beherrschen oder Sprachstörungen haben oder ältere Menschen welche zwar den Notruf abszen können, aber schon zu verwirrt sind um zu schildern wo sie genau sind.

    • Wo denkst du denn hin? Was ist mit den Datenschutz? Der Bürger muss vor seiner eigenen Dummheit geschützt werden. (Achtung Ironie)

      • Unterschied zwischen bewußter Übermittlung uns unbewußter bekannt? Achtung, Sarkasmus.

      • Das System ist wirklich vorbildlich umgesetzt – auch im Hinblick auf den Datenschutz.
        Wie kann man da ernsthaft immer noch meckern?

        Die Entwicklung ist eine sehr gute Sache, und die einzige sinnvolle Umsetzung da sie ohne zusätzliche Apps und weitere Interaktion des Nutzer funktioniert, der sich in dem Moment in einer Notsituation befindet.

        Davon abgesehen kann ich Dir aus Erfahrung sagen, dass Du in dem Moment mit den Gedanken ganz wo anders bist. Wenn – wie in meinem Fall – eine gute Freundin da liegt und aufgehört hat zu atmen, fällt Dir das im ersten Moment schwer den Ort genau zu beschreiben selbst wenn Du Dich in der Umgebung gut auskennst. Wie es dann erst ist wenn Du nicht keine Ahnung hast wo Du Dich gerade befindest kannst Du Dir sicher denken.

  3. In dem Zusammenhang interessant „Emergency Eye“ was wohl auch mit allen Geräten funktionieren soll. Wird wohl auch von immer mehr Leitstellen implementiert. Dadurch lässt sich wohl auch auf Kamera usw zugreifen, auch ohne Fremdapp.
    https://sz-magazin.sueddeutsche.de/die-loesung-fuer-alles/die-rettung-naht-86113

    • Ohne Fremdapp ja, aber dafür mit dem Browser über die Internetverbindung. Bei dem deutschen Netz, wo man an genügend Orten zwar mobiles Netz aber kein oder nur geringen Datenempfang hat, würde ich mich dann doch lieber auf AML verlassen. Zumal der Anrufer für Emergency Eye einige Schritte durchführen muss (Link in SMS antippen, ggf. Standortbestimmung erst aktivieren, Standort freigeben was evt. auch länger dauert wenn man wie ich den Browser instruiert hat Standortanfragen gar nicht erst anzuzeigen), die der Anrufer in Not oder Schock nicht mehr oder nur verzögert durchführen kann.

      Die Idee ist sicher gut, Funktionen direkt im OS und vom Carrier sind dem aber in jedem Fall vorzuziehen.

  4. Ich glaube, bei iOS muss es explizit eingeschaltet werden unter Einstellungen – Datenschutz – Systemdienste – Notruf & SOS

  5. Tolle Sache, war aber auch schon lange überfällig. Mein Huawei hat sowas schon eingebaut. 5x schnell auf den Ein/Aus-Knopf drücken und es wird eine SMS mit dem Standort an Notfallkontakte gesendet.

    Im Sommer war ich froh, dass mein Auto über einen Notfallknopf verfügt. Ich hatte einen Herzinfarkt in unbekannter Region. Mercedes hat sofort an die Leitstelle weiterverbunden und Standortdaten mitgeteilt. Das hat mir das Leben gerettet.
    Ich war mit meiner Frau unterwegs, sie hat erst mit dem Handy versucht anzurufen, aber es hatte keinen Empfang. Das LTE-Modul des Autos aber zum Glück schon.

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