Nach Kritik: Microsoft will nicht mehr selber in Mails schnüffeln

Jüngst wurde bekannt, dass ein ehemaliger Microsoft-Mitarbeiter verhaftet wurde. Er soll interne Informationen aus dem Hause Microsoft an einen Blogger herausgegeben haben. Das Ganze kam heraus, nachdem Microsoft die Mailbox des Bloggers überprüfte, da diese ein Hotmail-Account war. Diese Nachricht sorgte natürlich für jede Menge negative Schlagzeilen.

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So negativ, dass sich Microsoft heute erklären musste. Nun heißt es, dass man die Nutzungsbestimmungen dahingehend ändere, dass man nicht mehr selber zum Schutz des eigenen geistigen Eigentums in die Mailboxen schaue, stattdessen werde man das Ganze immer in die Hände von Behörden geben.  Bislang war es so, dass die Anbieter tatsächlich selber eingreifen konnten, wenn sie einen Diebstahl geistigen Eigentums vermuteten – Yahoo und Google bilden da keine Ausnahme.

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caschy

Hallo, ich bin Carsten! Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Getaufter und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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8 Kommentare

  1. Mal ehrlich: Sie haben es getan, sie wussten, was sie tun. Herzlichen Glückwunsch. Nur: das war es dann. Eine Firma, die in der Post anderer Leute rumschnüffelt geht gar nicht. Möglicherweise ist die Konkurrenz auch nicht wesentlich besser, aber sie lassen sich dabei wenigstens nicht erwischen oder geben es offen zu. Insofern fehlt noch ein Beweis. Aber wer in den Mails seiner Kunden rumwuselt oder ihnen aufgrund von Fotos mit zuviel nackter Haut den Cloud-Speicher dichtmacht, kann nach Hause gehen. Jedenfalls für mich.

  2. Hans Wurst says:

    Tja Caschy, dann wirst du wohl nie irgendwelche brisanten Informationen über Google erhalten. 😉
    obei ich ohnehin nicht den Eindruck habe, dass hier auch mal kritisch über jene Firma berichtet wird.
    Ist durchaus als ernstgemeinte Kritik zu verstehen. Du bekommst sicher des öfteren diverse Informationen, die nicht an die Öffentlichkeit gelangen sollen, nennst ja beispielsweise auch teilweise keine Namen zu deinen Quellen, aber das ganze läuft über einen GMail-Account?!

  3. besucherpete says:

    Ich bin davon überzeugt, dass nahezu jeder, der jetzt gegen Microsoft wettert, die Sache anders sehen würde, wenn er selbst an deren Stelle wäre.

  4. Microsoft gibt bei solchen Dingen leider immer ein gutes Opfer ab. Ist man als Microsoft Mitarbeiter nicht auch generell verpflichtet seine geschäftlich Korrespondenz über eine MS Mailadresse laufen zu lassen? Das würde es dann ja ein bißchen kniffliger machen.
    Goldene Löffel klauen ist nie gut, oder?
    – Ich hab gestern mal kurz in die Präsentation rein geguckt, wirklich nur sehr kurz. Machte einen guten Eindruck auf mich der Neue. Sicherlich ganz anders als man einen Bill Gates oder einen Ballmer kennt aber vielleicht ist das gerade genau richtig für Microsoft.

  5. @besucherpete

    Was mich an Großkonzernen ankotzt ist das sie sich aufführen als wären sie ein eigener Staat inkl. Geheimdienst.

    Man erinnere sich nur mal an die Telekom die ihre eigenen Vorstandsmitglieder und einige Reporter bespitzelt hat.
    Oder die Bahn die über 1000 der eigenen Mitarbeiter und ihre Angehörigen hat ausspionieren lassen.

    Wenn ich an Microsofts Stelle gewesen wäre hätte ich das ganze einfach den Strafverfolgungsbehörden übergeben statt selber Polizei zu spielen.

    Und die lahme Ausrede das sie wohl kaum einen Gerichtsbeschluss bekommen hätten um sich selber zu durchsuchen ist völliger Quatsch. Sie haben Postfächer auf einem Kundenmailserver durchsucht und nicht auf einem internen Mailserver der Firma.
    Damit waren das Private Mailkonten.

  6. Bei allen bissherigen Fällen dieser Art sind Köpfe gerollt. Die Verantwortlichen sind gefeuert…..
    MS zieht da jetzt keine Konsequenzen oder was ??? Nicht wirklich….

  7. Irgendwie scheinen bei der ganzen Empörung alle zu übersehen, dass nun dem offiziellen Behördenzugriff Tür und Tor geöffnet wurden. Ob ich das so viel besser finde ist ziemlich fraglich.

  8. Mich würde dazu interessieren ob das bisher nur moralisch geregelt war, das Mailanbieter nicht in die Mails von Kunden sehen dürfen, oder ob das in den AGBs bzw. dem Fernmeldegeheimnis unterliegt. Ich kenn mich dafür mit der Rechtslage in den USA nicht gut genug aus.

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