MWC 2015: VR-Headset HTC Vive vorgestellt

Vorstellung Nummer 3 von HTC auf dem Mobile World Congress, nachdem man bereits das Smartphone HTC M9 und den Fitnesstracker HTC Grip vorstellte: HTC Vive, ein Virtual Reality-Headset. Hierzu hat man eine strategische Partnerschaft mit Valve abgeschlossen – womit auch das Geheimnis gelüftet ist, was man seitens Steam so an VR ankündigen will. Die HTC Vive Developer Edition wird im Frühling dieses Jahres erscheinen, die Edition für Endnutzer soll bis Ende 2015 verfügbar sein.

HTC Vive_White

Vive soll ein VR-Headset-Erlebnis bieten, bei dem Nutzer von einem Moment zum anderen in neue Welten eintauchen können. Dank 360-Grad-Raum-Tracking lässt Vive den Anwender im virtuellen Raum aufstehen, umhergehen und den Raum erkunden, Objekte von jedem Winkel aus inspizieren und wirklich mit der Umgebung interagieren. Das VR-Headset bietet nach Aussage von HTC eine extrem gute Performance, höchste Grafikqualität eine Bildwiederholungsrate von 90 Hz und eine „verblüffend klare“ Audio-Wiedergabe.

HTC stellt zugleich einen passenden Universal VR Controller vor, der dem Nutzer das Gefühl geben soll, eins mit seiner virtuellen Umgebung zu werden. Der Controller arbeitet reibungslos mit dem neuen VR-Headset und den neuen HTC Laser Lighthouses zusammen und soll selbst kleinste Handbewegungen wahrnehmen.

HTC wird im Rahmen der strategischen Partnerschaft mit Valve eine Developer Edition mit vollem Funktionsumfang veröffentlichen, die es Entwicklern auf der ganzen Welt erlauben soll, ein breites Angebot an Entertainment-Inhalten zu entwickeln. In enger Zusammenarbeit mit diversen Spieleentwicklern, darunter Vertigo Games, Bossa, Barry – Fireproof, Dovetail Games, Wemo Labs, Google, Steel Wool Games und Owlchemy, will Vive vollkommen neue, umfassende Spielerlebnisse ermöglichen, die die gesamte Raum-Dimension nutzen.

Tja, dann schauen wir mal, was in Sachen Gaming auf uns zukommt – wobei sicherlich auch die Porno-Industrie wieder auf die neuen Möglichkeiten schielt und Wachstumstreiber sein wird.

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Hallo, ich bin Carsten! Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Getaufter und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

9 Kommentare

  1. Schade, dass keine technischen Details mitgeteilt wurden. Kabelgebunden? Wo wird das Geschehen berechnet? Steam Machine? PC? HTC Smartphone?

  2. @Felix Nun, Kabelgebunden leitet sich ja schon vom Bild ab. Und ich denke da es in Zusammenarbeit mit Valve läuft am Rechner. Alleine schon wenn das vorne Sensoren sind und da die Kabel am oberen Rand sind passt da kein Smartphone rein.

  3. Mehr Infos hier: http://www.htcvr.com/

    1200×1080 Display pro Auge, 90 Hz.

  4. @Kevin: Ja das Kabel habe ich gesehen. Fraglich ist aber, ob das zur Steam Machine/PC muss, oder zu einem zusätzlichen Gerät am Gürtel zum Beispiel. Oder halt zu einem HTC Phone. Irgendwie kann ich mir nicht vorstellen, dass die ein Gerät auf den Markt bringen, mit dem man den Raum erkunden können soll und das einen dann über ein Kabel stolpern lässt. Ein zweites Gerät „am Mann“ würde auch das angeblich geringe Gewicht erklären. Wenn nämlich der Akku ausgelagert ist.

    @Puro: FPS sind sehr gut. Auflösung weniger.

  5. Raum erkunden verstehe ich da (ohne zusätzliche Infos) aber anders. Ich meine wenn Raum erkunden herum laufen bedeutet, wo sollst du das Spielen? In einem Flugzeughangar? Das scheint kein AR zu sein bei dem du siehst wenn da eine Wand ist sondern VR bei dem das Raum erkunden durch die Sensoren auf der Vorderseite geschieht. Quasi wie wenn ein Leap Motion an der Oculus montiert ist. Zumindest habe ich das jetzt so verstanden. Man kann mit den realen Händen im Raum agieren.

  6. Naja, man muss halt bedenken: Es ist noch eine Entwicklerversion. Wie das Gerät am Ende aussieht und was es kann, steht vermutlich noch in den Sternen.

  7. Raum erkunden heisst hier was anderes – denke ich zumindest. Die Bewegung des „Spielers“ im virtuellen Raum wird durch die Bewegung im echten Raum gesteuert. Gehe ich zwei Schritte nach vorn, dann tut das mein Avatar ebenso. Realisiert wird das wahrscheinlich durch die diversen tracking-Sensoren, die der Brille von vorn dieses futuristische Äußere verleihen. So habe ich mir das zusammengereimt. Aber klar. Das kann auch völlig falsch gedacht sein.

  8. @Felix: So stelle ich mir eher die Hololens vor. Aber bezogen auf ein durchschnittliches Wohnzimmer/Computerzimmer ist es kaum realistisch sowas sinnvoll zu nutzen. Nicht jeder wird sich mMn zu einem VR Headset ein Omni kaufen (s. http://is.gd/5uDo0D ). Das ist unrealistisch. Aber im Endeffekt bleibt eh erstmal nur warten bis mehr Infos raus sind oder noch besser Videos.
    @puro Denke ich nicht. Das Teil soll immerhin Weihnachten dieses Jahres im Laden sein.