MWC 2015: PayPal stellt neues NFC-Lesegerät für Mobile Payments vor

PayPal will versuchen, sein Geschäft mit dem Offline-Bezahlen zu erweitern. Aus diesem Grund wurde ein neues PayPal Here Chip & PIN Kartenlesegerät vorgestellt, das zudem mit NFC ausgestattet ist. Mit diesem neuen Reader ergeben sich neue Möglichkeiten zur Bezahlung per PayPal. Man kann kontaktlos mit Karten oder dem Smartphone bezahlen, aber auch über die PayPal-Check-In-Methode können Zahlungen vorgenommen werden und selbst Zahlungen per Scheck oder Bargeld lassen sich tracken.

PayPal_Here_NFC

PayPal möchte mit diesem Kartenleser ein Stück vom Mobile Payment-Kuchen abbekommen, immerhin fallen bei Nutzung nicht unerhebliche Gebühren an. Bis zu 3,5 Prozent vom Umsatz plus eine Gebühr von 0,15 Dollar werden pro Transaktion fällig. Die Bezahlung per Smartphone erfolgt über eine Bluetooth-Kopplung, die via NFC initiiert wird und über die PayPal Here-App abgewickelt wird (Android und iOS). Dies funktioniert auch mit entsprechenden NFC-Karten.

Die neuen Lesegeräte sind zuerst ab Sommer in UK und Australien verfügbar, sollen später im Jahr dann in die USA kommen. Händler müssen für die Geräte eine einmalige Gebühr bezahlen.

Im Hinblick auf Apple Pay und Android Pay und vielleicht sogar Samsung Pay eine spannende Sache, da Mobile Payment nun anscheinend wirklich Fahrt aufnimmt. Je mehr Anbieter es in dieser frühen Phase gibt, umso besser für den Nutzer, da er mehrere Möglichkeiten hat, unabhängig vom System, das er selber nutzt. Wie immer ist Deutschland erst einmal nicht dabei, das kommt leider davon, wenn man sich an Bargeld und EC-Karten festklammert.

(Quelle: PayPal)

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Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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12 Kommentare

  1. Man sollte sich lieber mal für einen Standard stark machen. Wenn jeder wieder sein eigenes Süppchen kocht, ist das doch schon wieder ne halbe Totgeburt…

  2. „Nur Bares ist Wahres!“

    Warum sollte ein amerikanisches Unternehmen – welches mit Steuerbetrügereien in Europa kaum etwas versteuert – mit verdienen, wenn ich als Europäer in Europa was kaufe?

  3. Herr Hauser says:

    @ Knut

    Die machen keinen Steuerbetrug, den dort wo die das machen, ist es (noch) legal. Auch machen es einige deutsche Unternehmen die in so Ländchen ihren Briefkasten mit aufgehängt haben, nur so nebenbei.

  4. cash is king

    ist doch klar, dass die Bankenwelt möchte, dass alle Zahlungen über sie gehen die verdienen an jedem Zahlvorgang mit. Wir Endverbraucher brauchen uns doch nicht einbilden, dass uns das nix kostet. Die Bankgebühren, die die Händler (Zahlungsempfänger) bezahlen, fließen in die Kalkulation der Produkte ein.
    Klartext: jede unbare Zahlung macht höhere Preise

  5. @mm nicht unbedingt. Bargeld erfordert Sicherheitsvorkehrungen wie Tresor, Kasse abschöpfen, Zählen, zur Bank bringen, Falschgeld, Rechenfehler…. Bei Kartenzahlung habe ich zwar die Gebühren, aber weniger Risiko. Klaro, ganz ohne Bargeld geht es nicht aber so easy, dass jede unbare Zahlung ein Produkt verteuert ist es auch nicht.
    Und mal aus der Verbrauchersicht: In Australien fand ich die Möglichkeiten klasse. in jedem Geschäft konnte ich zunächst einmal Geld abholen, auch an Selbstbedienungskassen. Dann konnte ich überall per NFC zahlen. Ging schnell und war klasse, weil mein Magnetstreifen gebrochen war. In Deutschland hätte ich eine neue Karte benötigt. In Zusammenarbeit mit paypal gab es zudem klasse apps. Noch während ich in Sidney mit der Fähre morgens auf dem Weg zur arbeit übersetzte, konnte ich meinen Kaffee ordern. Im Cafe ging ich an der Schlange vorbei und nahm den Kaffee mit meinem Namen drauf. Bezahlung erfolgte schon vorher über paypal. Das haben viele so gemacht und ich glaube, dass die Angestellten so viel Zeit sparen und mehr „analoge“ Kunden bedienen können. Vielleicht rechnet sich das dann doch?

  6. Edit von oben: Natürlich hängen nicht alle von mir in Australien gemachten positiven Erfahrungen mit Banken/NFC zusammen, aber alles genannte ist dort möglich, weil die grundsätzliche Bereitschaft solche Sachen zu nutzen mehr verbreitet ist. Selbstverständlich ist es sinnvoll, so etwas zu hinterfragen. ich frage mich nur manchmal, ob es nicht hin und wieder. auch im europäischen Bereich, etwas überzogen ist.
    Mal völlig davon abgesehen, das einige Leute Kreditkarten und neuere Zahlungsmöglichkeiten mit Verweis auf Datenschutz ablehnen und dann glücklich die Kundenkarte durch den Scanner ziehen 😀

  7. ach ja. Deutschland. Kreditkarten böse, aber paypal richtig geil.
    Die stehen auf einer Stufe der Seriosität mit Jamba.

  8. @mm
    Bargeld verursacht auch Kosten für den Händler, sogar relativ hohe. Einige davon hat Sven bereits aufgeführt, aber noch lange nicht alle. Es fallen auch direkte Kosten, wie z.B. die Kosten für Wechselgeld an (ja das lassen sich die Banken wirklich bezahlen). Wenn man alle direkten und indirekten Kosten berücksichtigt dürfte sich das mehr oder weniger in etwa die Waage halten zwischen den Kosten für Bargeldzahlungen und denen für bargeldlose Zahlungen.

  9. Ich sehe ehrlich gesagt den Mehrwert zur EC-Karte nicht. Ist bestimmt witzig mit dem Handy zu zahlen, aber mal ehrlich, was für einen Vorteil hab ich davon?

  10. @rrQ
    Es geht bei einer wirklich gut umgesetzten Lösung schneller als eine Zahlung mit EC-Karte und PIN.

  11. @sven
    @elknipso
    klaro, Bargeld verursacht auch Kosten, aber die neuen Zahlungsarten verursachen ZUSÄTZLICHE Kosten, Bargeld fällt ja dafüt nicht weg

    Das ist so ähnlich wie mit Auto- und Bahnfahren.
    Die Bahn ist günstig, aber nur wenn man kein Auto braucht, dummerweise gehts meistens ohne Auto nicht..Beides zusammen ist teurer (ich weiß komischer Vergleich)

  12. @mm
    Jein :). Du hast nur teilweise Recht, Du musst bedenken, dass dadurch, dass immer mehr Leute dann elektronisch zahlen würden, auch gleichzeitig weniger Wechselgeld vorgehalten, und weniger Bargeld gezählt, sicher verstaut etc. werden müsste was die Kosten wiederum senkt.

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