Musikstreaming: So sehen die Marktanteile von Spotify und Co. aus

Die Marktforscher von MIDiA Research haben sich den Markt für Musikstreaming angeschaut und blicken rückwirkend auf das Jahr 2021. Dabei hebt man nicht nur das Wachstum des Marktes an sich hervor, sondern schaut auch auf die Verteilung der Anteile.

International habe es dabei Ende des zweiten Quartals 2021 bereits rund 523,9 Mio. Abonnenten von Musikstreaming-Diensten gegeben. Dies entspricht einem Wachstum von 109,5 Mio. bzw. 26,4 %, wenn man mit dem gleichen Zeitraum 2020 vergleicht. Allerdings müsse man genauer hinschauen, denn es gebe immer Unterschiede zwischen dem Wachstum bei den Abonnenten und den Einnahmen. Zumal viele Nutzer sich Multi-User-Konten anlegen. Ich selbst habe beispielsweise ebenfalls Spotify Duo gemeinsam mit meiner im selben Haushalt lebenden Freundin abonniert.

Spotify bleibt dann auch der Marktführer mit 31 % Marktanteil. Allerdings konnte man im zweiten Quartal 2020 noch 33 % der Marktanteile einheimsen. 2019 waren es sogar noch 34 %. Sorgen machen muss sich Spotify aber (noch) nicht, denn man konnte mehr Abonnenten als jeder andere Musikstreaming-Anbieter hinzugewinnen. Apple Music ist nach großem Abstand mit 15 % Marktanteil auf Platz 2 zu finden. Amazon Music konnte zwar ein starkes Wachstum verzeichnen (25 %), aber in diesem Bezug schließt vor allem YouTube Music mit einem prozentualen Wachstum von 50 % auf.

YouTube Music spreche dabei laut MIDiA Research vor allem die Gen Z und jüngere Millennials an. In Schwellenländern wiederum können vor allem Tencent Music und NetEase Cloud Music punkten, die hierzulande natürlich keine Rolle spielen. Deezer muss sich mit 2 % Marktanteil begnügen und so viel steht dann auch dem russischen Anbieter Yandex zu. Tidal? Die sind „unter ferner liefen“ bzw. „Others“ aufsummiert. Hätte ich nicht gedacht, aber da erreicht man derzeit offenbar nur eine Nische.

Die Marktforscher geben an, dass der Markt für Musikstreaming immer mehr reife und das Wachstum in den nächsten Jahren daher mehr und mehr durch Schwellenländer befeuert werden dürfte. Nutzt ihr denn einen der Anbieter? Ich selbst habe auch schon Tidal und Deezer ausprobiert, landete aber am Ende wieder bei Spotify. Dies ist der Fall, weil es dort das für meinen Musikgeschmack breiteste Angebot gibt, die Empfehlungen am besten passen und die App und die Playlists mir schlichtweg am besten gefallen.

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31 Kommentare

  1. Ich habe selbst einige Streamingdienste ausprobiert. Bin aber bei Spotify geblieben. Das Musikangebot ist für mich am größten, man findet selbst kleinere Unbekannte Künstler dort. Ein ebenfalls sehr wichtiger Punkt für mich ist Spotify Connect. Ich habe in jedem Raum einen Echo, inkl. Büro. Ich kann jederzeit das Abspielgerät wechseln ohne das Lied neu auszuwählen oder mein Handy in die Hand zu nehmen. Apple Music ist was die Künstler angeht noch ganz ok, allerdings fehlt mir dort die Connect Funktion. Spotify ist was die Oberfläche der Apps betrifft nicht perfekt, aber für mich in Ordnung. Amazon Music war mir irgendwie zu kompliziert in der Bedienung mit all meinen Geräten. Alexa und Siri können mein Spotify sehr gut bedienen.

    • Ich finde tatsächlich die Oberfläche von Spotify immer noch recht verwirrend, obwohl ich schon über ein Jahr dort das Abo habe. Davor auch Amazon Music und Google Play Music probiert. Da hat mir bei Google die Oberfläche am besten gefallen, dann Amazon und dann erst Spotify. Ist wohl also von Person zu Person unterschiedlich. Mehr als die 3 habe ich aber noch nicht durchprobiert.
      Deezer steht noch als Option im Raum…

      Mein Problem (und das gerade auch in Bezug auf mehrere Geräte wie bei dir) ist, dass ich mit Spotify nur einen Account mit meinen Echos verbinden kann. Wir sind ne Family und schön wäre natürlich mehrere Accounts zu verbinden. Aber das kann ja nicht mal Amazon. Was aber noch viel schlimmer ist, ist, dass ich mit Spotify nur auf einem Echo Musik hören kann – also keine parallele Streams, trotz Family. Sobald jemand auf einem anderen Echo etwas startet, wird ein bestehender Stream abgebrochen. Extrem nervig 🙁
      Das kann Amazon besser, dort gehen zumindest verschiedene parallele Streams auf den Echos.

      Das ist auch der Grund, warum ich Deezer erstmal nicht teste. Die Alexa/Echo Anbindung soll ja echt mies sein und zudem gibt es für die Hörbücher keinen Alexa Skill 🙁

      • Das ist übrigens der Grund, warum ich vor Jahren von Alexa auf Google umgestiegen bin. Das nutze ich mit Youtube Music und es funktioniert 1a. Allerdings streamen wir nicht parallel, hatten dafür unter Alexa aber andere Probleme. Zwei meiner Top-Probleme waren: Alexa sagt, dass sie etwas abspielt, aber nichts wird abgespielt. Alexa sagt, dass sie etwas abspielt und dann spielt sie trotz Abo nur Lieder an oder stoppt nach einem Lied. Solche Probleme hatte ich bei Google und Youtube Music zum Glück noch nie.

        Deezer und Amazon Alexa kann ich übrigens tatsächlich nicht empfehlen. Ständig Probleme und bei Supportanfragen ist natürlich immer die andere Seite schuld.

  2. Ich habe Deezer, Spotify und Tidal ausprobiert, und bin bei Deezer hängen geblieben. Da finde ich die App übersichtlich und die Vorschläge (Flow) am besten. Mit Spotify wurde ich nicht warm.

    • Peter Gaede says:

      Auch ich bin mittlerweile bei Deezer gelandet und sehr zufrieden. Im Gegensatz zu Spotify scheint man da beim Rippen der Tracks mehr nachzuarbeiten, was Anfang bzw. Ende des jeweiligen Titels angeht.

  3. Spotify wäre imho für ehe ältere Generation gut geeignet (schöne altmodische Oberfläche, wenig Innovationen, läuft nahezu auf jedem Bügeleisen). ApM (und YM entwickeln sich ständig und bieten am meisten Features. AmM ein Bestandteil von Amazon Echo Ökosystem, läuft da am besten. Rest ist alternative. Also für jeden Geschmack gibt es etwas schöne. Finde ich gut:)

    • Hast du deinen Text einmal durchgelesen bevor du ihn abgeschickt hast? Vor lauter Abkürzungen und Fehlern ist er schier unlesbar.

  4. War erst bei Google Music, dann Spotify und jetzt Amazon Music Unlimited.
    HD ist kostenlos dabei und als Prime/Alexa User passt alles gut zusammen.

  5. Ich fand Google Music super, konnte aber mit Youtube Musik nichts anfangen da Musik und geschaute Videos vermischt wurden.
    Danach Spotify ausprobiert, aber trotz Family Abo wurde die Wiedergabe auf einen Google Speaker beendet wenn im anderen Zimmer eine Wiedergabe gestartet wurde.
    Nun bin ich bei Deezer, da funktioniert so gut wie alles.
    Da ich keine Playlisten immer übertragen habe, kann ich sagen das alle Anbieter mehr oder weniger das gleiche Angebot haben. Kleine Lücken haben aber alle.

    • Du kannst in deinem Google Konto unterschiedliche Profile erstellen (Brand-Konto). Dann wird gar nichts mehr vermischt. YouTube Music ist ein No Brainer, vor allem für YouTube Premium Abonnenten

  6. Finde persönlich eigentlich Spotify am besten, allerdings ist es mir den Aufpreis gegenüber Apple Music nicht wert. Da geht die Strategie von Apple mit Apple One tatsächlich voll auf.

    • Bei Spotify haben mich aber auch ein paar Sachen gestört. Zum Beispiel, dass immer ganz penibel darauf geachtet wird, dass es auf nur einem Gerät läuft (und nein, ich nutze meinen Account AGB-konform).

      Außerdem ist Spotify immer extrem langsam, was das Integrieren neuer Funktionen betrifft. Unterstützung der AW dauerte ja ewig, Unterstützung von HomePods gibt es leider bis heute nicht.

  7. Ich bin auch bei Deezer hängen geblieben. Davor hatte ich Google Play Music genutzt, aber Youtube Music hat mich verschreckt. Danach alles was so gibt durchprobiert und Deezer hat gepasst.

    Ich kenne ne Menge die inzwischen bei Deezer sind. Und wenn ich das hier so lese, denke ich, dass Deezer in Deutschland deutlich mehr Marktanteile hat. Auch in Frankreich sind die recht groß. Nur Weltweit sind die noch so verbreitet.

  8. Ich habe lange Zeit Spotify genutzt (zwischendurch mal Amazon und Soundcloud probiert), aber bin vor fast einem Jahr zu Deezer gewechselt. Die Vorschläge sind für mich deutlich besser, die Web-App arbeitet geschmeidiger, Podcasts sind schön vom Musik-Bereich getrennt und es gibt eine extra Hörbuch-App.

    • Das mit der Hörbuch-App kann ich unterschreiben, das ist ein echter Pluspunkt von Deezer. Auch fand ich, dass Deezer im Vergleich der „Standard-Bitraten-Anbieter“ den besten bzw. dynamischsten Sound hat. Mit dem Katalog und den Vorschlägen war ich allerdings bei Deezer nie so richtig zufrieden. Oftmals wurden mir billige Kopien von Liedern vorgeschlagen. Also nachgesungene Lieder, die nicht vom Originalinterpreten waren. Und neue Musik habe ich eher bei Spotify oder Tidal entdeckt. Bei Deezer waren die Empfehlungen aber immer sehr schlecht. So wurden mir teilweise Künstler angeboten, die ich explizit ausgeschlossen habe (Ed Sheeran grinst mich noch immer an…).

    • Die Hröbuch-App hat mich auch zu Deezer gebracht. Zuvor habe ich eine Hörbuch-App für Spotify genutzt, nur war die nie wirklich komfortabel. Bei Deezer sind jetzt meine Hörbücher/-spiele von der Musik getrennt. Gefällt mir so sehr gut.

  9. Für neue Musik nutze ich Bandcamp, für den Rest YTM..

  10. Bei Spotify sind ja fast die Hälfte Free User. Sind die in den 31% Marktanteil mit eingerechnet? Und bei Amazon, sind da alle Prime User mit dabei?

    • Es geht bei der Statistik um „Subscriptions“, also „monetarisierte User“. Damit sollten die Free-User nicht Teil der Statistik sein. Bei Prime sollten nur die „Music Unlimited“-User dabei sein. Aber darüber kann man sicherlich trefflich streiten, denn mit Prime bezahlt man ja auch für den Schmalspurzugang zu Amazon Music. Es ist quasi „eingepreist“. Die Studie spricht nur von „Amazon Music’s subscriber base“. Entweder sind sie damit in ihrem Wording unpräzise oder die Prime-User sind per se dabei.

    • Laut der Statistik oben hat Spotify ca. 160Mio User und Amazon knapp 70 Mio. User.
      Das passt nicht mit Zahlen zusammen, die z.B. bei Statista erhoben sind, dort wird bei Spotify von ~380Mio Usern gesprochen und Prime hat über 200 Mio. User.
      Also GEHE ICH DAVON AUS, dass die hier genannten Zahlen ohne Free User sind und auch nur explizite Amauon Music Unlimited Konten…

  11. DanielJackson85 says:

    gehöre zu den indischen YTM Kunden. reicht und obendrein hat YT keine werbung mehr

  12. Mit Aldi-LifeMusik (Napster) hatte ich in einem AldiTalk-Musikpaket angefangen – seit gut 2 Jahren sind wir mit einem Familienaccount bei Amazon Music Unlimited HD.
    Bei der Jahreszahlung sind wir damit umgerechnet bei 12 Euro im Monat für 6 Accounts – und auf den Echos läuft es super. Alle 8 Echos im Haus laufen auf meinem Account und können auch gleichzeitig angesteuert werden (geht aber nur beim Familytarif!).

    Mal ganz ehrlich, geben sich die Dienste denn wirklich so viel Inhaltlich? Meine vor allem Spotify, Amazon Music und AppleMusic?
    Habe so den Eindruck, dass die Unterschiede im Musik-Bereich nicht so groß sind wie im Video-Bereich bei Netflix zu Amazon zu Disney.

  13. Ich höre viel Elektronische Musik und da ist meiner Erfahrung nach kein umherkommen um Soundcloud gegeben.
    Wundert mich persönlich schon ein wenig das die kaum einer auf dem Schirm hat.
    Die App, läuft gut und ist übersichtlich gestaltet.
    Das einzige was mich etwas stört ist die noch offiziell fehlende Verbindung ins Auto (Android Auto).

  14. Ich nutze nur Apple Music, da ich vor allem auf der Hifi Anlage höre, ist mir Apple`s Qualität mit Lossless das schlagende Argument.

  15. Ich kin auch bei Deezer hängen geblieben – inzwischen auch mit HiFi.
    Ein Argument sind hier die Hörbücher und auch Hörspiele – letztere scheinen mir da am meisten zu sein, und Hörbücher gibt es bei Amazon und Apple wegen der gesonderten Vermarktung ja nur bedingt. Hinzu kommt, dass Apple im Mobilbereich eine echt grausige App hat. Mit Spotify bin ich nach Testphase vor Jahren nicht warm geworden. YouTube Music hab ich nie probiert und mag auch Google kein Geld in den Rachen schieben, Tidal war auch beim Test nicht meins (und irgendwas hatte ich da, auch nicht gefunden). Soundcloud ist zu spezifisch und unvollständig. Groove Music hatte ich früher mal, aber das hat Microsoft dann ja dichtgemacht…
    Amazon hat zudem das Problem, dass ich über meinen Pioneer-Receiver nur den Account an Sie verbinden kann, aber kein Zugriff auf die Playlists möglich ist. Bei Deezer geht das hingegen.
    Und letztlich mag ich hier gerne auch einen europäischen Anbieter unterstützen…

    • Löblich, denn Deezer sitzt in Paris. Dennoch glaube ich, dass mittlerweile ein in den USA lebender Milliardär aus der Soviet Union und Investoren aus Saudi Arabien zu den Hauptfinanzinvestoren gehören.

  16. Ich habe momentan Spotify und Youtube Music (über Premium) im Abo. Deezer hatte ich 3 Monate getestet – tolle Hörbuch App, wenig Auswahl, die automatisch generierten Vorschläge waren eine Katastrophe.
    Zum Musikhören nutze ich fast nur noch YT, vor allem weil es da Videos gibt und die Vorschläge wirklich gut sind. Spotify bleibt trotzdem wegen der Kinder, leider kommt kein anderer Anbieter an das Angebot an Hörspielen und Hörbüchern momentan heran. Das „leider“ kann man noch doppelt unterstreichen, weil die technische Unterstützung für Hörbücher bei Spotify so dermaßen schlecht ist, das ist einfach traurig. Keine Bookmarks. Und wenn die Kinder im Auto „Papa, können wir das Hörbuch weiter hören“ fragen, und man in den 91 Tracks genau den „Ein Artemis-Fowl-Roman, Folge 2, Die Verschwörung, Teil 62.2“, wiederfinden möchte, fragt man sich auch jedes mal, welcher Vollhorst keine Tracknummern VOR den Tracknamen stellt.

    • Scheinbar gar nicht.
      Schau dir Tidal, Deezer HiFi oder Qubuz an. Bieten auch eine bessere Qualität, natürlich mit den richtigen Abspielgeräten und Lautsprechern bzw. Kopfhörern.

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