Musikstreaming-Dienste verzeichneten 2019 weltweit über 358 Millionen Abonnenten

Photo by Zarak Khan on Unsplash

Die Analysten von Counterpoint-Research haben einen neuen Bericht veröffentlicht, aus dem hervorgeht, dass die Anbieter für Musikstreaming gemeinsam im vergangenen Jahr auf über 358 Millionen Abonnenten weltweit gekommen sind, was einem Wachstum von 32 Prozent entspreche. Laut Bericht bleibe Spotify weiterhin Marktführer und konnte seine Gesamteinnahmen gegenüber 2018 um 23 Prozent erhöhen.

Laut Counterpoint Research seien es dabei vor allem die exklusiven Inhalte, wie Podcasts und andere Originals, die für den weltweiten Anstieg an Abonnements verantwortlich waren. Bis Ende dieses Jahres erwarte man, dass die Anbieter gemeinsam auf über 450 Millionen Abonnements kommen werden.

Spotify erreichte 2019 einen Anteil von 35 Prozent aller bezahlten Abos. Direkt dahinter lag Apple Music mit einem Anteil von 24 Prozent an den Gesamteinnahmen der Branche und einem Anteil von 19 Prozent aller bezahlten Abonnements. Für Apple heißt das 36 Prozent mehr zahlende Abonnenten als noch 2018.

Amazon Music konnte 2019 dann immerhin noch einen Abonnenten-Anteil von 15 Prozent gegenüber der 10 Prozent von 2018 für sich verbuchen. Mehr als 80 Prozent der Einnahmen aus dem Musikstreaming stammen laut dem Bericht aus kostenpflichtigen Abonnements. Der Rest entstamme der Werbung und Partnerschaften mit Marken und Telekommunikationsunternehmen.

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Benjamin Mamerow

Nordlicht, Ehemann und Vater, hauptberuflich mit der Marine verbündet. Außerdem zu finden auf Twitter. PayPal-Kaffeespende an den Autor. Mail: benjamin@caschys.blog

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25 Kommentare

  1. Interessant, dass YouTube Music überhaupt auftaucht. Finde zwar Amazon Music von der Qualität am besten, aber bei YouTube Premium zahlt man ja leider für Music mit.

  2. Ist Amazon Music wirklich gut?
    Bin da noch skeptisch.
    Mich wundert das Deezer nicht auftaucht.
    Dachte immer die wären Platz zwei nach Spotify.

    • Ich persönlich halte Deezer auch für den besten alle Anbieter, aber tatsächlich ist der eher unbekannt. Ich habe jedenfalls festgestellt, dass in diesen Namen niemand kennt, wenn das Thema mal darauf kommt.
      Und ich halte Amazon Music schon für gut, letztendlich haben alle Anbieter mehr oder weniger den gleichen Katalog. Letztlich nutze ich aber eben doch Spotify, weil das sehr viel breiter integriert ist in andere Apps und auch Geräte.

      • Dass alle Anbieter mehr oder weniger den gleichen Katalog haben, stimmt so nicht. Jüngstes Beispiel: Meditation 432 von Riopy. Erschienen am 03.04.2020 ist es auf Amazon Music (HD) vorhanden, bei Deezer und Spotify jedoch (noch) nicht.

        Ich kenne aktuell Spotify, Deezer, Amazon Music HD, Tidal sowie Youtube Music und vergleiche alle Dienste dauerhaft miteinander. Einfach, weil mich das interessiert. Spotify ist für mich noch immer ungeschlagen, was die Empfehlungen angeht, hat aber den schlechtesten Klang von allen Diensten. Dazu habe ich auch mehrere Blindtests mit verschiedenen Gruppen durchgeführt, die alle zum gleichen Ergebnis kamen. Deezer normal konnte auf einer High-End-Anlage übrigens niemand von den Hifi-Angeboten von Amazon und Tidal unterscheiden. Was für mich überraschend und auch ein wenig enttäuschend war.

        Bei der Zuverlässigkeit der Apps (v.a. Android) ist auch wieder Deezer ganz vorne mit dabei. Im Mitteld befindet sich Youtube mit einigen Fehlern, die seit Jahren von den Machern ignoriert werden. Und am Ende befindet sich die Spotify-App mit im Gegensatz zu Youtube richtig gravierenden Fehlern inklusive verschwundenen Downloads.

        Bei den Windows-Apps ist für mich die Reihenfolge: Spotify, nah gefolgt von Deezer, Amazon Music, Tidal und ganz abgeschlagen Youtube Music.

        Unterschiede gibt es auch noch bei den exklusiven Inhalten. Hier muss man selber schauen, ob diese und welche davon für einen interessant sind.

        Zusammenfassend ist Deezer für mich nach wie vor der beste Dienst. Allerdings mit der Einschränkung, dass die Empfehlungen bei fast jedem Anbieter besser sind und der Musikkatalog nicht optimal organisiert ist. Zum Beispiel, was die Neuerscheinungen über alle Genres anbetrifft, um neue Musik zu entdecken.

        Von den Kosten her ist Amazon Music natürlich vor allem für Prime-Kunden sehr interessant. Spotify bekommt man z.B. mit einem Amazon-Gutschein sehr günstig und für Tidal gibt es immer wieder günstige 3-Monats-Testabos, durch die der Jahrespreis wieder sehr attraktiv wird. Deezer kann man vor allem als GMX-Kunde sehr günstig beziehen. Bleibt noch Youtube-Music, das sich nur über ein Probeabo auf das Jahr gerechnet günstiger beziehen lässt. Für manche User ist vielleicht auch Youtube Video interessant, das neben Youtube Music auch die Videoplattform mit Exklusivinhalten und ohne Werbung enthält. Interessant ist hier, dass man bei Videos auch nur den Ton für die Offline-Wiedergabe herunterladen kann. Das spart das Audio-Ripping in Youtube.

        • Ach ja, und die Integration in andere Apps ist wie von Chris R. bereits gesagt bei Spotify deutlich besser als bei allen anderen Kandidaten.

          • für mich der einzige Grund, Spotify zu nehmen. Denn die App ist extrem schlecht und nicht intuitiv. Aber Spotify Connect überall ist leider ein Alleinstellungsmerkmal.

    • Bin mit Amazon Music zufrieden. Lässt sich halt gut mit Alexa steuern.
      Und als Prime Kunde ist das Abo etwas günstiger, daher hab ich dann auch auf Apple Music verzichtet.

      • chilibrenntzweimal says:

        Hast du ne Apple Watch? Wie läuft Amazon Music darauf, mich stört auch das Amazon keinen Equalizer für IOS nachliefert, wie Napster. Das muss unter IOS der Entwickler selbst tuen, macht Amazon aber seit Jahren nicht

        • Ich habe eine Apple Watch. Darüber kann man allerdings nur die Wiedergabe steuern.
          Nur macht das aber so nichts, da ich eh nicht downloade und nur per Stream höre.
          Einen Equalizer hab ich auch noch nicht vermisst. Mir gefällt der Klang auf den iPods auch so.

    • Qualitativ wirst du kaum noch Unterschiede finden egal bei welchem Anbieter. Ich habe auch Amazon Music, günstiger als für 79 € im Jahr wirst du es weder bei Apple noch bei Spotify finden.

    • @ Tandeki: Dass es manche Titel bei dem einen Anbieter gibt und bei dem anderen nicht, kommt ja schon mal vor, und genau das hab ich ja auch mit „mehr oder weniger identisch“ gemeint. Dennoch aber ist doch die Auswahl insgesamt vergleichbar. Für die Masse der Nutzer jedenfalls ist es unter diesem Aspekt egal, für welchen Dienst sie sich entscheiden.

  3. Nur als Ergänzung: Deezer lag im 1. Halbjahr 2019 bei weltweit 3%.

    • Echt krass wenig. Aber auch nachvollziehbar, da über Deezer relativ selten berichtet wird. Selbst Tidal verzeichnet mehr Treffer auf Google als Deezer. Und sogar die kürzliche Überarbeitung des Markenauftritts von Deezer ging ziemlich unter. Vielleicht arbeitet Deezer aber auch zu gut. Fehler finde ich so gut wie keine, vor allem keine gravierenden. Und App-Updates funktionieren einfach, ohne für Shitstorms bei Usern zu sorgen. Vielleicht fehlt aber dadurch Fokus auf diesen Anbieter. Schließlich gilt für manche „every news are good news“.

  4. Bin seit Jahren bei Spotify und hatte jetzt mal mit Yotube Premium geliebäugelt, weil man dort halt auch werbesfreies Yotube bekommt. Die Integration in andere Systeme ist dort allerdings nicht mal ansatzweise mit Spotify zu vergleichen 🙁

    Dank Spotify Connect kann ich quasi auf alles meine Musik streamen (Amazon Echo, Yamaha AV-Receiver etc.), bei YT Premium/Music gibt’s nur Chromecast. Außer Bluetooth kann ich meine Echos damit gar nicht versorgen, was leider ein Dealbreaker ist…

    • Naja, Google versus Amazon. Ich wundere mich ja auch nicht, dass Amazon Music nicht von Google Home unterstützt wird. Aber ja, doof ist dieses Silodenken schon. Ich würde mich ja nach wie vor freuen, wenn ein Anbieter mal einen Sprachassistenten ohne Google, Amazon und Co. herausbringen würde. Einfach nur, um einen beliebigen Musikdienst damit steuern zu können.

      • Ich glaube allerdings, dass eine Öffnung auch für die Absatzzahlen förderlich wäre. Google Home hatte ich eine lange Zeit, aber da fehlt einfach immer noch so viel…und spätestens nachdem ich 3 Ring-Kameras habe, ist (Stichwort Silo) Echo Pflicht.

  5. Ich hab Spotify genutzt und bin dann zu Youtube Music gewechselt.

    – Genial Android App, super integriert in die Smart Displays und Smart Speaker (die ich eh von Google bzw. Lenovo im Haus hab).

    Das Google einiges richtig macht zeigen auf jeden Fall die deutlich steigenden Abonennenten-Zahlen der vergangenen 10 Monate.

    • Ist YouTube music auch in einer gratis Version nutzbar wie Spotify oder dann nur für lokale Musik?

    • Google macht was richtig? Sorry, ich war ja auch mal ein Google Heavy-User, komplett mit Gmail, Google Home, Nest Hub, Google Drive etc. – aber die schaffen es ja nicht einmal, die eigenen Dienste untereinander vernünftig zu integrieren.

      Aber das ist dann eine andere Geschichte, leider eine traurige, weil soviel Potenzial liegen gelassen wird und man gerade eine Firma wie Apple sehenden Auges davon ziehen lässt…:-(

  6. Das ist jetzt zwar nicht ganz passend, aber hat einer von euch eine Idee, wie man mal etwas günstiger an einen SoundCloud+ Account kommen kann?

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