Mozilla will mit „mozjpeg“ JPEG-Dateien um bis zu 10% verkleinern

Mit einem Projekt namens „mozjpeg“ möchte Mozilla den Internet-Traffic reduzieren, der durch die breite verwendung von Bildern entsteht. Das Ziel ist es, JPEG-Dateien um bis zu 10% komprimieren zu können, ohne dass die Qualität leidet oder JPEG-Decoder in Browsern und Bildanzeige-Programmen damit Probleme haben. In Version 1.0 ist „mozjpeg“ nun veröffentlicht worden. Es basiert auf „libjpeg-turbo“ und hat die „jpgcrush“-Funktionalität integriert. Somit kommt noch einmal etwas Kompressions-Schwung in das weitverbreitete, seit 1992 bestehende, JPEG-Format. Da Bilder einen Großteil des Internet-Traffics ausmachen, kann eine Reduzierung der Dateigröße enorme Auswirkungen auf den von einem Bild verursachten Traffic bedeuten. Die JPEG-Kompressionsverfahren stagnierten in den letzten Jahren, dennoch meint Mozilla, dass das Ende der Fahnenstange im Bereich Bildkompression noch nicht erreicht ist.

Mozilla_Research

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Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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7 Kommentare

  1. Namenlos, weil Cookies gelöscht... says:

    Von mir aus…, ich hätts aber lieber umgekehrt: 10% mehr Qualität (gerade im Rotbereich), bei gleicher resultierender Dateigröße….

  2. Bevorzuge da eigentlich PNG, aufgrund der deutlich besseren Bildqualität!

  3. Wie wär’s denn einfach mal damit, nicht überall zwangsweise ein Bild reinzuklatschen? Bei jeder noch so kurzen oder unwichtigen „Nachricht“ ist heutzutage ein Bild drin, was einem genau gar nichts bringt – wie z.B. auch gerade hier das „Mozilla Reseach“-Bild, 49kb und für was?

  4. der andere Peter says:

    @Peter: Verlustbehaftete mit verlustfreier Komprimierung zu vergleichen ist sinnlos! Beide Verfahren haben ihre Anwendungsgebiete und damit ihre Berechtigung.

    Gerade für Fotografien, die ja sicher einen großen Teil der Grafik-Dateien ausmachen, ist JPEG aber deutlich praktikabler:

    Erstens ist das mit der „deutlich besseren Qualität“ da Quatsch. Im täglichen Gebrauch bemerkt man die Unterschiede zwischen JPEG und PNG doch gar nicht, mir zumindest ist beim Surfen selten eine Grafik aufgefallen, der ich die Kompressionsartefakte direkt angesehen habe.

    Zweitens ist gerade bei billigen Kamerasensoren eher dieser das Nadelöhr bei der Qualität und nicht die Verluste bei der Komprimierung, die fallen im allgemeinen Bildrauschen gar nicht mehr auf.

    Drittens speichern sehr viele Kameras eh als JPEG, damit ist das Kind aber schon in den Brunnen gefallen, eine spätere Umwandlung bringt außer größeren Dateien gar nichts mehr.

    Und wenn ich wirklich mit einer Highend-Kamera fotografiere und Wert auf allerhöchste Bildqualität lege, speichere ich in einem für diesen Anwendungsfall geschaffenen RAW-Format.

  5. In der Theorie ja ganz nett, wenn man die Algos um 10% verbessert – nur wenn diese Funktionen niemand benutzt, bringt das alles gar nichts. Da müsste direkt im Upload-Vorgang angeboten werden, die Dateien zu optimieren.

  6. unbenannt says:

    Dafür dass Mozilla immer händeringend nach neuen Investoren suchen muss, um Firefox am Leben zu erhalten, beschäftigt man sich aber mit fragwürdigen Projekten. Wäre es aus meiner Sicht zumindest, sollte man hier ernsthaft ein neues Dateiformat voranbringen wollen. Gibt ja schließlich genug Formate, die Exoten geblieben sind.

    Anders wäre es, wenn es lediglich um eine interne Datenkompression gehen würde, wie es Google mit Chrome anbietet. Aber ich vermute mal nicht, so wie ich es verstanden hab.

    Es sollten aber mal die Seitenbetreiber überlegen, ob sie nicht ein Verfahren entwickeln, welches hochgeladene Bilder besser auf ihre Eigenschaften überprüft und dann das richtige Format wählt. Viele Bilder mit nur wenigen Farben, wie z.B. diese Spruchbilder, sehen als Jpeg furchtbar aus, oder verbrauchen wesentlich mehr als vernünftig als Gif gespeichert.
    Dass das Facebook, Google, Tumblr oder alle anderen Imagehoster noch nicht hinbekommen haben, wundert mich.

  7. Google hat das WebP-Format für Bilder entwickelt, erreicht eine Kompression von bis zu 34% bei JPEG. Facebook hat das ganze mal getestet, damit aber seine Nutzer verärgert, weil nicht alle Browser das Format anzeigen.
    Wofür Mozilla sich die Mühe macht, noch ein Format zu entwickeln?

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