Mozilla Firefox OS: Weitere Konsequenzen des Exitus

Firefox os logoDas Mozilla Firefox OS wird für mobile Endgeräte nicht mehr weiterentwickelt. Gut, das ist nichts Neues, sondern bereits seit einiger Zeit bekannt. Trotzdem habe es laut Mozilla noch von einigen Seiten Interesse an Firefox OS als Smartphone-Plattform gegeben. Deswegen rief man das Firefox OS Transition Project ins Leben, um den B2G-Code (Boot2Gecko) aufzuräumen und ihn der Community als Open-Source-Projekt zu überlassen. Es gibt aber noch weitere Entwicklungen und Nachwehen rund um das Firefox OS.

Etwa soll das Firefox OS TV für Fernseher von einem kommerziellen Partner betreut werden und nicht mehr seitens Mozilla selbst. Zudem stellte man fest, dass es sich nicht lohnte das Firefox OS für andere Connected Devices weiter zu entwickeln. Jetzt will man den nächsten Schritt gehen: Den Code für die Web-Platform-Engine, Gecko, will man in Firefox noch zusammenhalten und vorantreiben. Um hier das Tempo anzuziehen, will man hier wiederum den B2G-Code raushaben. Entsprechend wird für das B2G OS eine eigene Codebase notwendig sein. Es steht somit ein separater Fork von Gecko an.

Mozilla mahnt etwas wehmütig, dass klar sei, dass es nun Enttäuschung bei denjenigen geben werde, die sich auf eine große Zukunft für das Firefox OS gefreut hätten. Zudem würden die neuen Entscheidungen die Arbeit der B2G-Community erschweren. Einen anderen Weg habe man allerdings nicht gesehen, um Firefox und Gecko auf die beste Weise in eine Zukunft zu führen.

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André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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5 Kommentare

  1. B2G steht für „Boot to Gecko“, nicht für „Business to Government“ 😉 https://github.com/mozilla-b2g/B2G

  2. Karl Kurzschluss says:

    Der flinke Fuchs war mal vor Jahren die Rettung vor dem Buggy-IE. Und nun das. Irgendwie haben Open-Source-Geschichten kein Happy-End. Gut, noch ist der Firefox-Browser nicht tot, aber mehr als ein paar Jahre gebe ich dem auch nicht. Dann hat ihn Chrome endgültig platt gemacht.

  3. Mozilla hat doch bereits mit Servo den Nachfolger von Gecko in den Startlöchern. Irgendwie versteh‘ ich das nicht.

    @Karl Kurzschluss: Firefox (als Phoenix/Firebird) war ein flinker Fork der trägen Mozilla Suite (heute SeaMonkey), früher Netscape. Bitte erst die wesentlichen Details nachlesen. Im Übrigen: So lange dieser Chromequatsch mir den RAM vollmüllt, ist mir der Fuchs noch um ein Vielfaches lieber.

  4. Chrome? Nope mag ich nicht auf Oberflächen und schon gar nicht im PC.
    Dazu kommt der Mist auch noch von Google.

  5. Die hätten von Anfang an ein offenes OS für Android Apps machen sollen mit eigener Oberfläche

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