Mozilla Firefox 57.0.3: Bugfix-Release unterbindet Crash-Report-Übermittlung ohne Zustimmung

Ist ein Bug erst dann vorhanden, wenn er auch entdeckt wird? Wohl kaum, aber vor der Behebung eines Fehlers, muss dieser auch eben erst einmal entdeckt werden. So kommt auch Firefox 57.0.3 zustande, das Bugfix-Release behebt einen Fehler, der bereits seit Firefox 52 vorhanden war, aber erst jetzt entdeckt und eben sofort behoben wurde. Es geht um die Übermittlung von Nutzerdaten beim Absturz von Hintergrund-Tabs. Diese wurden nämlich immer übermittelt, auch wenn der Nutzer der Übermittlung nicht zugestimmt hat.

Wie dem Fehlerbericht zu entnehmen ist, kann Mozilla nicht unterschieden, ob ein Nutzer seine Zustimmung für die Übermittlung der Crash-Reports gegeben hat oder nicht. Als Folge können so auch Inhalte übertragen worden sein, die persönliche Informationen beinhalten. Die Konsequenz daraus ist, dass Mozilla alle Daten löscht und auch nicht mehr automatisch überträgt.

Erst mit der neuen Version werden Daten wieder übertragen, aber auch erst dann, wenn der Nutzer seine Zustimmung gegeben hat. Das Update steht ab sofort zur Verfügung.

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Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

7 Kommentare

  1. Und wieder ein Vertrauensverlust für mich. Ich werde den Browser nicht mehr verwenden.
    Das war es jetzt endgültig.

  2. Was benutzt du stattdessen? Chrome?

  3. @iZerf Würde den Fehler nicht zu hoch bewerten. Das ist kaum mehr als eine verpfuschte Bedingung im Code, die man halt nicht im Detail getestet hat. Sowas kommt immer mal wieder vor und wird sobald man es bemerkt in der Regel schnell geschlossen, wie auch hier.

    Das mit dem Vertrauensverlust kann ich jedoch nachvollziehen – nicht wegen dem Fehler, aber wegen dem, was sich Mozilla in letzter Zeit sonst so geleistet hat.

  4. @iZerf
    Das ist natürlich Unsinn, solche Fehler gibt es immer wieder und in allen Browsern…

    Ein Vertrauensverlust bei den Eskapaden der letzten Zeit, wie das unterjubeln von schwachsinngigen Addons etc – ist allerdings verständlich.

  5. Herr Hauser says:

    Wie immer ist es auch eine Einstellungssache des Nutzers in den Einstellungen (Datenerhebung durch Firefox und deren Verwendung).

  6. „Die Konsequenz daraus ist, dass Mozilla alle Daten löscht und auch nicht mehr automatisch überträgt.“ Verstehe ich das richtig, wenn ich das als „es wurden selbst bei Zustimmung vorsichtshalber keine persönlichen Daten übermittelt“ interpretiere?

  7. @Karl: Nein, ich denke, das soll ausdrücken, dass man alle eingegangenen Reports ohne Ansehen/Auswertung löscht und auch keine mehr annimmt, die nicht von der neuen, gefixten FF Version kommen. Weil man ja aus dem gesendeten Report nachträglich nicht erkennen kann, ob es gewoll oder ungewollt verschickt wurde. Möglicherweise eine harte, aber m.M.n. sehr saubere Lösung.

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