Mozilla Codemoji: Tool soll Verschlüsselung spielerisch erklären

artikel_emojiIn der heutigen Zeit wird immer noch viel zu wenig Wert auf eine ordentliche Verschlüsselung wirklich wichtiger Daten gelegt. Bankdaten oder auch viele andere wichtige persönliche Informationen sollten gerade bei der Verwendung im Internet dringend geschützt werden vor den Zugriffen Dritter. Eine vernünftige Verschlüsselung ist ein enorm wichtiger Bestandteil dieser Sicherheit, so Mozilla. Um den Sinn des Otto-Normalnutzers für diesen Aspekt zu schärfen, hat sich das Team hinter Mozilla mit ihren Freunden bei „TODO“ zusammengetan und gemeinsam „Codemoji“ entworfen, eine Plattform, die spielerisch die Funktionsweise von Verschlüsselungen beibringt.

Codemoji kann über eine Website aufgesucht werden und bringt dem Besucher Schritt für Schritt die Thematik näher. Am Ende lässt das Tool eine selbst-verschlüsselte Nachricht an einen Bekannten weiterleiten, der dann wiederum an der Reihe ist, das Prinzip zu verstehen. Die Idee ist nicht dumm, denn so kann Codemoji seine Philosophie ähnlich einem Schneeballprinzip immer weiter tragen.

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Man wählt quasi nach dem Eingeben der Nachricht ein Emoji als Schlüssel aus, um welches herum die folgende Verschlüsselung aufgebaut und umgesetzt wird. Das Resultat kann man dann direkt betrachten und weiter teilen. Zusätzlich wird darauf hingewiesen, dass man noch einen umschreibenden Hinweis an den Empfänger übermitteln soll, damit dieser das Schlüssel-Emoji auch wirklich erraten kann. Ohne dieses kann ansonsten natürlich nicht entschlüsselt werden. Probiert Codemoji einfach mal aus, das Konzept ist gut und nun wirklich nicht verwerflich. Immerhin sollte heutzutage am besten jeder über die Möglichkeiten der Verschlüsselung Bescheid wissen.

(via Mozilla Blog)

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7 Kommentare

  1. Naja entweder habe ich den richtigen Link auf der Seite nicht gefunden, oder habe zu viel erwartet, aber außer „jeder Buchstabe wird auf mysteriöse Weise durch einen Smiley ersetzt“ und „wenn ich den falschen Smiley anklicke, kommt nur Buchstabensalat raus“ war da nicht viel Holz.

    Keine für mich sichtbare Erklärung, nach welchen Kriterien die Buchstaben ersetzt werden (A = 2. Smiley nach dem angeklickten, B = 3. Smiley, C = 4. Smiley etc.)

    Viel „gelernt“ habe ich also nicht, ehrlich gesagt.

  2. Es stimmt schon, dass die Funktionsweise der Verschlüsselung durchaus tiefgründiger erklärt werden könnte. Ich denke aber, dass Codemoji so simpel wie möglich aufzeigen soll, dass Verschlüsselung wichtig ist und nach gewissen Kriterien funktioniert. Für mehr Informationen sollte man als Interessierter dann schon noch andere Quellen als dieses kleine „Projekt“ nutzen, ich denke aber, dass das Jedem einleuchtet. Sicherlich wird es Personen geben, die nach dem Nutzen von Codemoji behaupten können, nun mehr über das Thema zu wissen als davor 😉

  3. Das ist doch nur eine einfache Caesar Verschlüsselung. Gleiche Buchstaben werden immer durch gleiche Smilies ersetzt. So kann man durch einfaches ausprobieren des Schlüsselsmily die Nachricht „entschlüsseln“.

    Nur leider wird diese Art der Verschlüsselung auch noch heute genutzt. So hat http://www.spiegel.de seit kurzem das Plus angebot, bei dem man für Artikel Geld bezahlen muss. Vorher ist der Text durch einen Blurfilter (welcher sich einfach umgehen lässt -> Lesemodus oder css bearbeiten) und eine Verschlüsselung gesichert. Wenn man nun den verschlüsselten Text in einen Online entschlüsseler kopiert, kann man kostenlos den Artikel lesen. Warum macht man es hier so einfach???

  4. @Jack Danke für den Tipp mit Spiegel Plus, funktioniert super!

  5. @ Max
    jetzt wohl nicht mehr lange 😉

  6. Das ist ja echt schwach von SPON!
    Da wollte wohl unbedingt einer mit CSS rumspielen und eine Technik, die zum Verändern des Aussehens von Websites da ist, zur „Verschlüsselung“ verwenden… Als ob es so schwierig wäre, den Inhalt nur dann vollständig anzuzeigen, wenn der Nutzer dazu berechtigt ist.
    Das kann doch nun wirklich jeder, der schonmal eine dynamisch generierte Website erstellt hat, besser! Bzw. wäre der Aufwand, es richtig zu machen sogar geringer, als die verwendete ROT-Verschlüsselung (die den Namen „Verschlüsselung“ garnicht verdient hat, wenn dann höchstens Verschleierung) samt dem eingesetzten CSS-Spielkrams.

  7. Ihr denkt aber schon dran, dass man in Deutschland keine technisch wirksame Kopierbremse aushebeln darf? Und dann auch noch eine Anleitung posten, schämt euch was. 😀