Mozilla Chef macht sich unbeliebt, OkCupid warnt Nutzer vor Firefox

Brendan Eich wurde letzte Woche zum neuen Vorstandsvorsitzenden bei Mozilla ernannt. Klingt erst einmal unspannend, interessant ist jedoch die Einstellung des Herrn. Dieser spendete bereits 2008 für ein Verbot gleichgeschlechtlicher Ehe. Kurz nach seiner Ernennung zum Vorstandsvorsitzenden haben 3 Mitglieder den Aufsichtsrat verlassen, die Gründe dafür sollen allerdings nicht bei Brendan Eich liegen. Mitarbeiter von Mozilla machten ihrem Ärger über Twitter Luft, Eich reagierte mit einem Blogpost, der natürlich hervorhebt, dass bei Mozilla alle Menschen gleich behandelt würden. Jemanden, der zu seinen Prinzipien steht, das ist genau das, was sich jedes Unternehmen wünscht.

OKCUPID

Wir haben also einen vermutlich homophoben Mozilla-Chef, Chef eines Unternehmens, das so oft von einer Gleichstellung aller träumt und wir haben Mozilla-Mitarbeiter und mittlerweile auch Webseiten, die Eich als CEO für nicht tragbar halten. Die Dating-Webseite OkCupid warnt Firefox-Nutzer sogar mit einer Willkommensbotschaft, die Nutzer dazu aufruft, auf einen anderen Browser auszuweichen. Grund hierfür ist Eichs Einstellung zu gleichgeschlechtlichen Paaren.

Die Geschichte ist sicher noch nicht gegessen. Wenn Eich noch ein paar Wellen schlägt, könnte das Ganze auch einen tatsächlichen Schaden für Firefox bringen. Keiner empört sich so schnell, wie die „Netzgemeinde“, allerdings ist dort auch meist die Luft ganz schnell wieder raus. Unschön ist es trotzdem, sowohl Eichs Einstellung, als auch die öffentliche Reaktion darauf. Aber manchmal hilft eben nur laut. Würdet Ihr den Browser wechseln, weil der neue Chef eine andere Einstellung habt als Ihr?

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Sascha Ostermaier

*Mitglied der Redaktion 2013 bis 2019* Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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65 Kommentare

  1. Die ganzen intoleranten Randgruppen im Promille Bereich nerven allesamt. Es ist nur noch peinlich, wie sich Schwule, Moslems, Feministen usw. ständig als Opfer darstellen müssen. Ich finde das nur noch peinlich. Dazu noch deren Hexenjagd auf Menschen die anderer Meinung sind – ist das nicht faschistisch und völlig intolerant ?

  2. @Abe:
    Der Klassiker ist wahr. Es ist mir ziemlich egal ob Du mir glaubst oder nicht, Es ändert nichts an der Tatsache, daß die Meinungsdikatur andere Meinungen nicht mehr zuläßt. Bist Du ein Sexist, weil Du in der Damentoilette kein Stehpinkelmöglichkeit einrichtest? Es gibt nun mal Unterschiede zwischen Mann und Frau. D.h. aber nicht, daß es eine andere Wertschätzung gibt. Genauso gibt es Unterschiede zwischen Hetero und Homoehen. D.h. nicht, daß sie unterschiedlich wert sind.
    und wenn Du genau gelesen hättest, dann hättest Du erkannt, daß ich gegen die Homoehe bin, aber Homopaaren die gleichen Rechte wie Ehepaaren einräumen möchte. Der einzige Unterschied ist daher nur, daß man sie nicht Ehepaar nennt. Wo ist das bitte diskriminierend? Also das nächste Mal genau lesen bevor Du meinungsdikatorisch im Stile einer Claudia Roth meckerst bevor Du verstanden hast.

  3. @Michael
    …ist das nicht faschistisch und völlig intolerant ?

    Schon. Nur sobald man anderer Meinung ist, ist man ein Stammtischnazi der am 3. Weltkrieg arbeitet.

    Die Natur hat sich schon was dabei gedacht warum Homosexuelle Paare keine Kinder kriegen können.

  4. @Sören, du mißverstehst da etwas: Ich erwarte von dir keinerlei Eingehen, du darfst hier ruhig die Leberwurst spielen; ich schreibe das nicht, damit du darauf reagierst, sondern damit für Dritte der Kram, den du schreibst, nicht unwidersprochen stehen bleibt. Welche Temperatur meinst du? Hier sind es wohltemperierte 18°C.
    Wenn du das schon einführst, also deine ach so tolerante Erziehung in Anschlag bringst, wird man ja wohl noch darauf eingehen können. Sonst verschweig sowas doch einfach und bleibe sachlich. Wenn du das anbringst, kann ich ja nicht anders, als es zur Sache der Diskussion zu zählen, denn meiner Auffassung nach sind deine Aussagen alles andere als tolerant und deine Behauptung, du seist es doch, reiner Voluntarismus bzw. impression management.

    • @Abe: „Wenn du das schon einführst […] wird man ja wohl noch darauf eingehen können. Sonst verschweig sowas doch einfach und bleibe sachlich.“ – irgendwelche Andeutungen zu machen und damit indirekt etwas zu unterstellen ist nicht sehr seriös. Also befolge erst einmal deinen eigenen Rat.

      „denn meiner Auffassung nach sind deine Aussagen alles andere als tolerant“

      Ausgerechnet mir das unterstellen zu wollen, das ist schon ein ganz starkes Stück und spottet jeder Realität. Diese Unterstellung trifft auf keine meiner Aussagen zu, ganz im Gegenteil.

  5. PerfectBlue says:

    @Fraggle

    „Bist Du ein Sexist, weil Du in der Damentoilette kein Stehpinkelmöglichkeit einrichtest?“

    Wenn die Frauen mehrheitlich eine Stehpinkelmöglichkeit wollen und du sie auch benutzen ihnen nur mit der Begründung verweigerst das sie Frauen sind dann: Ja du bist ein Sexist.

  6. Also ehrlich gesagt geht meine Kritik an dem Artikel in eine ganz andere Richtung.
    Die Diskussion läuft schon einige Tage – so ist dann auch der verlinkte Brendan Eich-Blogpost vom 26.03. Und der diesmal wieder recht opportune Sören 🙂 hat bereits am 24. in einem Blog Artikel darüber geschrieben. Also entweder man bringt eine News oder man lässt es ganz bleiben.

  7. @Perfectblue:
    Tja, ich könnte über Unwissen lachen, wenn es nicht so traurig wäre. Ich sehe das ganze von der biologischen Seite her, beruflich bedingt. Und biologische sind Mann und Frau darauf ausgelegt Kinder zu bekommen, Dafür bedarf es des anderen Geschlechts. Die Ehe ist ein Relikt aus der Religionszeit und war verbunden mit Keuschheit vor der Ehe. Packst Du beides zusammen, paßt es.
    Wenn Du es also genau nimmst, hätte ich kein Problem mit der Abschaffung der Ehe aus der Gesellschaft, also bei Religionen (ohne Auswirkungen auf rechtliche Belange).
    Für mich bestätigt sich bei diesem Thema aber ein Vorurteil: Die, die am lautesten schreien wenn sie für Randgruppen auftreten (was prinzipiell wünschenswert und richtig in meinen Augen ist), sind oft intolerant gegenüber anderen, hören nicht richtig zu und urteilen vorschnell in Schubladenmanier. Sie schaffen es oft nicht kontrovers eine Diskussion zu führen und kommen mit Totschlagargumenten.

    Und da einige mich ja nicht verstehen wollen:
    Ich möchte, daß homosexuelle Paare alle Rechte erhalten, die ein Ehepaar mit der Eheschließung bekommen. Nur möchte ich nicht, daß es Ehe heißt. Wo benachteilige ich denn nun homosexuelle Paare, wenn ich ihnen keine Rechte vorenthalten will?

    @Petet:
    Natürlich sollten auch Meinung gegen Eichs Sache zu Wort kommen. Berufliche Konsequenzen wären aber schon mehr als nur Meinungsäußerung.

  8. @Fraggle:
    „Der Klassiker [er habe homosexuelle Freunde und könne deswegen gar nicht homophob sein] ist wahr. Es ist mir ziemlich egal ob Du mir glaubst oder nicht,“

    Es ist mir ja egal, wen du zu deinen Freunden zählst und wen nicht. Mir ging es darum, diese als Argument für irgendwas zu instrumentalisieren. Das ist ein Autoritätsargument. Ich habe z.B. viele mänliche, heterosexuelle, weiße Freunde, die das so sehen wie ich. Und nun? Wer hat gewonnen?

    „Es ändert nichts an der Tatsache, daß die Meinungsdikatur andere Meinungen nicht mehr zuläßt.“

    Wessen Diktatur? Du kannst doch deine unappetitliche Meinung hier ausbreiten und niemand hindert dich daran. Eine Erwiderung darauf schon als ‚Diktatur‘ zu bezeichnen, zeugt nicht gerade von historischer Urteilskraft.

    „Es gibt nun mal Unterschiede zwischen Mann und Frau. D.h. aber nicht, daß es eine andere Wertschätzung gibt. Genauso gibt es Unterschiede zwischen Hetero und Homoehen. D.h. nicht, daß sie unterschiedlich wert sind.“

    Es geht hier nicht um die erste, sondern die zweite Natur, d.h. die gesellschaftliche. Ehe ist ja keine Naturtatsache, sondern eine gesellschaftliche Einrichtung. Und wer einigen diese verwehrt, bemisst ihnen natürlich einen unterschiedlichen Wert zu, weil das ja einhergeht, mit vielen Privilegien, nicht zuletzt monetären.

    „…und wenn Du genau gelesen hättest, dann hättest Du erkannt, daß ich gegen die Homoehe bin, aber Homopaaren die gleichen Rechte wie Ehepaaren einräumen möchte. Der einzige Unterschied ist daher nur, daß man sie nicht Ehepaar nennt. Wo ist das bitte diskriminierend?“

    Habe ich von Diskriminierung gesprochen? Ich schrieb von Homophobie. Gleiche Rechte einzuräumen, hieße die Ehe für Homosexuelle zuzulassen. Warum hängst du dich so sehr an dem Wort auf, denn du bereit bist, ansonsten gleiche Rechte einzuräumen? Das wäre dann de facto eine Ehe und der Unterschied nur noch ein terminologischer… warum willst du also unbedingt, das man es nicht Ehe nennt?

  9. PerfectBlue says:

    @Fraggle

    Die Ehe ist nunmal ein symbolischer Akt. Nimmst du Homsexuellen das Recht ihre Verbindung Ehe zu nennen sind sie diskriminiert gegenüber heterosexuellen Paaren.

    Ob du die Ehe als solches Abschaffen würdest tut da garnix zur Sache das kann man auch wenn Schwule heiraten dürfen aber dann für alle und nicht nur für einige Gruppen unserer Gesellschaft.

  10. @Sören: Nun ja, ich habe das ja begründet. Tut mir leid, dich da getroffen zu haben. Vielleicht solltest du dich dann folglich nicht zu Sachen äußern, von denen du nicht sooo viel verstehst.
    Was war denn eine Andeutung? Du schriebst, du seist tolerant, was m.E. nur ein Kniff ist, weil du genau weist, das alles andere, was du geschieben hast, den Eindruck erweckte, intolerant zu sein. Ich habe das nicht angedeutet, sondern dir vorgeworfen. Um Seriösität geht es mir da auch gar nicht, du darst das ruhig für ganz unseriös halten.

  11. Danke Abe für deine Auseinandersetzung hier mit einigen Kommentaren! Ich vertrete zwar auch deine Sichtweise, doch deine Argumentationsweise war dann doch erfrischend anders.

    Allerdings teile ich Sörens Missfallen bezüglich deines letzten Punktes. Leider tust du ihm damit einen Gefallen. Es bietet ihm das Schlupfloch sich auf den einzig wenig argumentativen Punkt zu beziehen und sich so aus der Affäre zu ziehen. Auch wenn das extreme Hilflosigkeit seinerseits ausdrückt.

    Sören, ich würde mich freuen, wenn du zu späterer Stunde, ohne den Hintergedanken darauf reagieren zu müssen, dir die Aufführungen zu deinen Kommentaren nochmal durchliest. Vielleicht kannst du dann nochmal gänzlich unemotional darüber nachdenken. Ob das dann irgendetwas ändert sei mal dahingestellt, wünschenswert wäre es aber.

  12. Endlich sagt mal ein Chef einer großen Organisation wie Mozilla was ALLE denken. Er traut es sich zu sagen, dass sich eine Homoehe einfach nicht gehört. Und wir plappern nur das nach was wir von den Medien eingetrichttert bekommen. Alle müssen gleich sein. So ein Quatsch. So weit kommt’s noch, dass die heiraten dürfen. Machen die dann reihenweise um weniger Steuern zahlen zu müssen, aber eine Familie gründen sie nicht. Größter Quatsch ever.
    Der Vorfall hat mir gezeigt, dass ich in Zukunft verstärkt auf Mozilla-Software setzen muss.

  13. Dieser Sören würde jeden Scheiß aus dem Mozilla Lager verteidigen. Also einfach nicht ernst nehmen

  14. Top Marketing für OKCupid. Noch nie was davon gehört und zack: Mit einem mal bei Heise und Caschy. Mit Homophobie lässt sich noch immer gutes Geld machen.

  15. der ist NICHT homophob. der will einfach nicht, dass solche Leute die Ehe eingehen

  16. dr. reiner mayersche says:

    schwul sein, wird nicht umsonst in vielen wissenschaftlichen thesen als „krankheit“ betrachtet, auch wenn das in dieser gesellschaft gern nur mit vorgehobener hand besprochen wird und einige beleidigt. aber warum soll man etwas dagegen haben, wenn jemand krankes in der führungsposition ist? ich bleibe bei firefox als zweitbrowser. er eignet sich hervorragend gerade für webdesigner. niemand kann etwas dafür wenn er mit einer genetischen sonderart gebohren wird, welche von der natur so eigentlich nicht vorgesehen war. das zeigt nur ie vielschichtig und facettenreich die natur ist. sowas muss man tolerieren. wir tolerieren ja auch daunsysndrom, behinderungen und ähnliches. ist halt nur die frage wie man „krank“ deffiniert. man könnte es auch einfach „anders“ nennen oder „nicht der gewollten norm entsprechend“ wobei das ja nichts schlimmes für die natur und dem menschen ist. menschen vermehren sich auch mit dieser „krankheit“ ausreichend. ich empfehle jedem folgende artikel um sich über die krankheit zu informieren: http://de.wikipedia.org/wiki/Homosexualit%C3%A4t#Wandel_von_der_Straftat_zur_.E2.80.9Epsychischen_Krankheit.E2.80.9C

    und für die dauernixchecker und blind durch die weltgeher:
    auch führende politiker in deutschland nennen homosexualität krank. googlen kann ja jeder…

  17. Danke Michael, PerfectBlue und Abe. Die wichtigsten Punkte habt ihr gebracht.

    Wenn Brendan Eich nicht homosexuell heiraten möchte oder es in seinem stillen Kämmerlein nicht gut findet ist das eine Sache.

    Spendet er dafür öffentlich um anderen Menschen diese Möglichkeit zu nehmen, die weder direkte negative Auswirkungen auf ihn oder Dritte hat, muss er nunmal mit Gegenwind rechnen.

    Ähnlichen Debatten wurden schon beim Ende der Sklaverei oder bei der Einführung des Frauenwahlrechts geführt.

    Die Argumente erinnern mich hieran: http://ekladata.com/lGGL9hOS2jQopBbMqiTv8Lg0e-0.jpg

    Aktive Diskriminierung von gesellschaftlich benachteiligten Gruppen sollte nicht unwidersprochen bleiben.

  18. @abe: Lassen wir es gut sein. Wenn es dir nur darum geht, mich anzugreifen, dann ist das keine Diskussionsgrundlage. Wenn du dir meine Beiträge mal genauer durchliest, wirst du feststellen, dass deine Unterstellung vollkommen an den Haaren herbeigezogen ist und sogar das Gegenteil zutrifft: Ich bin nicht nur sehr tolerant gegenüber Homosexuellen, ich bin auch tolerant gegenüber der Tatsache, dass Menschen durch viele verschiedene Faktoren beeinflusst werden, du ganz genau, das trifft auf ausnahmslos jeden zu. Und tut mir Leid, aber ich weigere mich einen MENSCHEN zu denunzieren, nur weil ich zu diesem Thema eine vollkommen andere Meinung als Eich habe.

    @jmk: Für „diesen Sören“ geht es hier nicht um Mozilla, sondern um Eich. Wir hätten die EXAKT selbe Diskussion, wenn es um den CEO von Apple oder Microsoft ginge. Aber Unterstellungen sind ja immer einfach, wenn man die halbe Wahrheit dabei unterschlägt, wie zum Beispiel dass ich mich ganz genauso gegen die Unterstützung von Prop 8 geäußert habe. Der ganz große Unterschied ist, dass ich öffentliche Hetze verabscheuenswürdig finde und daher an den menschlichen Verstand appelliere. Das nennt man erwachsenes Verhalten.

  19. @reiner mayersche: Es fällt mir ein wenig schwer, bei dieser – nennen wir es mal – originellen Interpunktion und Rechtschreibung deine Position zu erahnen (es gibt auch nicht umsonst viele wissenschaftlichen ‚thesen‘ die die Fähigkeit zur Rechtschreibung als Bedingung der Möglichkeit an der Teilhabe einer Diskussion sehen). Wer ist denn dieser Kranke in der Führungsposition? Ich kann nur darauf schließen, daß du den Mozilla CEO meinst und folglich du Homophobie als ‚krankhaft‘ bezeichnest; dann muss ich dir zustimmen. Aber im Absatz darüber schreibst du ja noch, das Homosexualität eine Krankheit sei. Das ergibt alles keinen Sinn.

    Der ‚Artikel‘, den du da verlinkst, kann dir gar nicht als Beleg gelten, denn er verweist lustigerweise nicht auf Homosexualität als Krankheit, sondern ihre Stellung im Wandel der wiss. und juristischen Geschichte, mit dem Resultat, daß dies eine Klassifikation vergangener Tage war. Es hat also nur vermittelt mit Homosexualität selbst zu tun, sondern mit der gesellschaftlichen Reaktion auf sie. Ich empfehle, nicht einfach irgendwelche Artikel hinzurotzen, mit dem lakonischen Verweis, man solle sich mal ‚informieren‘. Damit will man nur die Deutungshoheit in einer Diskussion gewinnen, indem man unterstelle, das sei nur eine Sache der richtigen Information und die habe der Opponent nur noch nicht.

    Wenn du schon so mit ‚vielen wissenschaftlichen Thesen‘ argumentierst, also mit einer Pluralität von wissenschaftlichen Auffassungen, impliziert das ja, daß es auch viele andere Thesen gibt, die das gerade Gegenteil behaupten. Mit einer solchen Aussage schießt du dir also nur ins eigene Knie.

    Ich erspare mir, diese anderen ‚Thesen‘ zu diskutieren, mir ging es lediglich darum, aufzuzeigen, daß deine Argumentation in sich schon völlig widersprüchlich ist.

    Komisch, wie hier, bei einem solchen Thema, die basalste Argumentationslogik abhanden kommt.

  20. Siliconectar says:

    @Abe: +1
    Solch Klarheit wünsch ich mir bei so einem Thema. Unreflektierte Meinungen mehr als genug hier :/

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