Brendan Eich wurde letzte Woche zum neuen Vorstandsvorsitzenden bei Mozilla ernannt. Klingt erst einmal unspannend, interessant ist jedoch die Einstellung des Herrn. Dieser spendete bereits 2008 für ein Verbot gleichgeschlechtlicher Ehe. Kurz nach seiner Ernennung zum Vorstandsvorsitzenden haben 3 Mitglieder den Aufsichtsrat verlassen, die Gründe dafür sollen allerdings nicht bei Brendan Eich liegen. Mitarbeiter von Mozilla machten ihrem Ärger über Twitter Luft, Eich reagierte mit einem Blogpost, der natürlich hervorhebt, dass bei Mozilla alle Menschen gleich behandelt würden. Jemanden, der zu seinen Prinzipien steht, das ist genau das, was sich jedes Unternehmen wünscht.
Wir haben also einen vermutlich homophoben Mozilla-Chef, Chef eines Unternehmens, das so oft von einer Gleichstellung aller träumt und wir haben Mozilla-Mitarbeiter und mittlerweile auch Webseiten, die Eich als CEO für nicht tragbar halten. Die Dating-Webseite OkCupid warnt Firefox-Nutzer sogar mit einer Willkommensbotschaft, die Nutzer dazu aufruft, auf einen anderen Browser auszuweichen. Grund hierfür ist Eichs Einstellung zu gleichgeschlechtlichen Paaren.
Die Geschichte ist sicher noch nicht gegessen. Wenn Eich noch ein paar Wellen schlägt, könnte das Ganze auch einen tatsächlichen Schaden für Firefox bringen. Keiner empört sich so schnell, wie die „Netzgemeinde“, allerdings ist dort auch meist die Luft ganz schnell wieder raus. Unschön ist es trotzdem, sowohl Eichs Einstellung, als auch die öffentliche Reaktion darauf. Aber manchmal hilft eben nur laut. Würdet Ihr den Browser wechseln, weil der neue Chef eine andere Einstellung habt als Ihr?