Mozilla Chef macht sich unbeliebt, OkCupid warnt Nutzer vor Firefox

Brendan Eich wurde letzte Woche zum neuen Vorstandsvorsitzenden bei Mozilla ernannt. Klingt erst einmal unspannend, interessant ist jedoch die Einstellung des Herrn. Dieser spendete bereits 2008 für ein Verbot gleichgeschlechtlicher Ehe. Kurz nach seiner Ernennung zum Vorstandsvorsitzenden haben 3 Mitglieder den Aufsichtsrat verlassen, die Gründe dafür sollen allerdings nicht bei Brendan Eich liegen. Mitarbeiter von Mozilla machten ihrem Ärger über Twitter Luft, Eich reagierte mit einem Blogpost, der natürlich hervorhebt, dass bei Mozilla alle Menschen gleich behandelt würden. Jemanden, der zu seinen Prinzipien steht, das ist genau das, was sich jedes Unternehmen wünscht.

OKCUPID

Wir haben also einen vermutlich homophoben Mozilla-Chef, Chef eines Unternehmens, das so oft von einer Gleichstellung aller träumt und wir haben Mozilla-Mitarbeiter und mittlerweile auch Webseiten, die Eich als CEO für nicht tragbar halten. Die Dating-Webseite OkCupid warnt Firefox-Nutzer sogar mit einer Willkommensbotschaft, die Nutzer dazu aufruft, auf einen anderen Browser auszuweichen. Grund hierfür ist Eichs Einstellung zu gleichgeschlechtlichen Paaren.

Die Geschichte ist sicher noch nicht gegessen. Wenn Eich noch ein paar Wellen schlägt, könnte das Ganze auch einen tatsächlichen Schaden für Firefox bringen. Keiner empört sich so schnell, wie die „Netzgemeinde“, allerdings ist dort auch meist die Luft ganz schnell wieder raus. Unschön ist es trotzdem, sowohl Eichs Einstellung, als auch die öffentliche Reaktion darauf. Aber manchmal hilft eben nur laut. Würdet Ihr den Browser wechseln, weil der neue Chef eine andere Einstellung habt als Ihr?

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Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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65 Kommentare

  1. Was für ein Unsinn, sich darüber so aufzuregen.

  2. Sebastian says:

    Zuerst hielt ich es für einen Aprilscherz, aber wirkt durchaus ernst zu nehmen.
    Natürlich ist die Einstellung des Herrn Eich unschön – andererseits ist bei einem Browser für mich dann doch die technische Seite das Entscheidende und nicht persönliche Meinungen des CEO.
    Für mich ist der Firefox momentan die Erste Wahl. Vorher nutzte ich Chrome, aber Chrome bekommt derzeit seine Darstellung auf High-DPI-Displays einfach nicht hin und ist (auch mit aktivierter High-DPI-Funktion) auf meinem Thinkpad Yoga nicht wirklich nutzbar.
    Ich nutze den Browser der mir das beste Surf-Erlebnis bietet – CEOs kommen und gehen.

  3. Firefox existiert noch? Das überrascht mir viel mehr als der ganze Tumult um den neuen CEO.

  4. Tja, Meinungsfreiheit gilt nur solange, wie man die Meinung der political correctness hat.
    Warum muß eigentlich jemand der gegen Homoehe ist direkt homophob sein? Ich bin auch gegen die Homoehe und daß ich nicht homophob bin, können meine homosexuellen Freunde bestätigen. Auch muß eine Einstellung gegen Homoehe nicht gegen die Gleichstellung sein. Eine Ehe hängt für mich mit Reproduktion zusammen. Dies ist nunmal nicht möglich. Weiter bin ich auch der Meinung, daß bei Adoption auch mal an die Rechte des Kindes gedacht werden soll. Wie oft merkt man, daß bei alleinerziehenden dem Kind der jeweils anders geschlechtliche Elternteil fehlt? Wir gehen immer mehr in die Richtung, daß Gleichberechtigung (wichtig und soll umgesetzt werden) mit Gleichmacherei verwechselt wird.

  5. @Bernd, möchtest Du einfach nur ein bisschen rum flamen oder sollen wir Deinen Kommentar irgendwie ernst nehmen??? *facepalm*

  6. Also mit Verlaub, aber das ist doch abartig. Der Herr Eich hat ein Recht auf seine Meinung und ein Recht auf die freie Äußerung eben dieser. Und nur weil jemand für ein Verbot gleichgeschlechtlicher Ehe spendet, ist er auch noch lange nicht homophob. Da gibt es das Argument des heiligen Sakramentes, zum Beispiel. Für mich persönlich spielt das keine Rolle, aber man muss ja die Meinung anderer akzeptieren können.

    Auf solch einer Basis jemanden als homophob abzustempeln ist schlicht weg falsch und populistisch, Caschy.

  7. Was ist denn an der öffentlichen Reaktion unschön?

    Boykott ist das einzige Mittel, dass wir als Nutzer haben. Sei es nun Mozilla (klar muss solch eine Organisation für jeden halbwegs offenen Menschen damit zunehmend kritisch beäugt werden. Firefox nicht mehr zu nutzen ist dämlich – aber hoffentlich werden die Spenden massiv zurückgehen) oder Borussia Dortmund, welches nach wie vor absolut nichts relevantes gegen den rechtsextremen Block in ihrer Security tut (siehe bspw. diverse WDR Dokumentationen der letzten zwei Jahre). Bei beiden gibt es nur Lippenbekenntnisse.

  8. Es gibt noch ne offizielle Erklärung von Mozilla dazu:
    https://blog.mozilla.org/blog/2014/03/29/mozilla-supports-lgbt-equality/

  9. Moment! „Wir haben also einen vermutlich homophoben Mozilla-Chef“ – Gegen die gleichgeschlechtliche Ehe zu sein und Homophobie sind immer noch zwei paar Stiefel. Ersteres ist bekannt, für zweiteres will ich einen Beleg sehen, wenn das so formuliert wird. Es ist schon schlimm genug, was da momentan diskutiert wird, da kann man dann auf weitere Interpretationen gut verzichten. Homophobie ist ein extrem starkes Wort und sagt mehr aus als das, was wir wissen.

    Passend zum Thema Interpretation: Jemand hat in die Welt gesetzt, dass drei Aufsichtsratsmitglieder zurückgetreten wären und alle schreiben es nach. Ein Name davon ist John Lilly. Dumm nur, dass er bereits eine Woche zurückgetreten ist bevor Eich zum CEO ernannt worden ist.

    In jedem Fall finde ich die derzeitige Aufregung ziemlich künstlich. Die Spende war 2008 und lange bekannt, das ist absolut keine neue Information. Als CTO hatte er zudem bereits vorher eine der höchsten Ränge innerhalb Mozillas, ja als Gründer von Mozilla ist er sogar seit über 15 Jahren in führender Position bei Mozilla. Wenn ich mich also über Eichs Stellung aufregen möchte, dann wäre das doch bitteschön vor spätestens zwei Jahren angebracht gewesen, als das Thema bereits in den Medien war. Jetzt wird etwas wiedergekaut, was längst diskutiert worden ist.

    Nur damit wir uns richtig verstehen: Unterstütze ich Eichs Spende von vor sechs Jahren? Nein, definitiv nicht. Halte ich Eich für den richtigen CEO? Auf jeden Fall. Gab es innerhalb Mozillas jemals Probleme aufgrund seiner persönlichen Einstellung? Zu keinem Zeitpunkt, das bestätigen alle Mozilla-Mitarbeiter, welche sich zu dem Thema geäußert haben, auch diejenigen, welche um seinen Rücktritt als CEO bitten.

    Man darf bitte auch eines nicht vergessen: Niemand kennt seine Beweggründe für seine Einstellung. So etwas kann viel mit Erziehung zu tun haben, mit dem Umfeld, in dem man aufwächst, ja das kann sogar religiös motiviert sein. Wollen wir mal nicht vergessen, dass auch die christliche Bibel recht eindeutige Passagen diesbezüglich hat. Was ich auf einer anderen Seite gelesen habe und worüber man mal nachdenken sollte: Wir sind hier heute auch alle der Meinung (da bin ich mir sicher), dass Sklaverei etwas Schlechtes ist. Nun, aber wer kann mit absoluter Sicherheit garantieren, dass er genau so denken würde, wenn er in eine andere Zeit in eine Sklavenhalter-Familie geboren wäre? Auch ein Eich wurde in seinem Leben durch gewisse Dinge beeinflusst. Ich will damit sagen: Eich denkt nicht zwangsläufig so, weil er ein schlechter Mensch sei, es kann durchaus „schlüssige“ Gründe dafür geben, auch wenn es nach unseren Vorstellungen eine falsche Einstellung ist. Entscheidend für seine Rolle als CEO und ein Fakt ist, dass er in seiner Rolle für Mozilla nie etwas getan hat, was homosexuelle Menschen in irgendeiner Weise benachteiligt. Und was Prop 8 betrifft, ja das hätte Menschen benachteiligt, aber das Spiel ist aus, das hat er verloren.

    Womit ich ein Problem habe ist wenn Menschen nun aber ohne Hintergrundwissen einen auf Moralaposten tun und dann selbst Meinungen diktieren wollen. Eich ist gegen die gleichgeschlechtliche Ehe vor sechs Jahren gewesen, das wissen wir. Okay, die meisten von uns wahrscheinlich nicht. Das ist kein Grund für Hetzereien. Es gibt so viele kontroverse Themen und ich bin mir sicher, dass ausnahmslos jeder irgendwelche Einstellungen hat, für die andere kein Verständnis aufbringen können. Wollen wir über Abtreibungen reden, über Kriege zur „Sicherung der Demokratie“? Ich bin mir sicher, da haben manche auch sehr genaue Vorstellungen über Richtig und Falsch.

  10. Ich bin für die Homo-Ehe.
    Muss ich deshalb alle schlecht finden die dagegen sind?
    Und deren Produkte boykottieren?
    Daneben!

  11. „Boykott ist das einzige Mittel, dass wir als Nutzer haben. Sei es nun Mozilla (klar muss solch eine Organisation für jeden halbwegs offenen Menschen damit zunehmend kritisch beäugt werden. Firefox nicht mehr zu nutzen ist dämlich – aber hoffentlich werden die Spenden massiv zurückgehen)“

    Ich kann nur hoffen, dass du das nicht ernst meinst. Wer würde davon denn profitieren? Der Firefox-Nutzer? Nein. Das Web? Definitiv nicht, das braucht Mozilla. Aber Google würde davon profitieren. Unterstützen wir noch mehr Google:

    http://pando.com/2014/01/23/the-techtopus-how-silicon-valleys-most-celebrated-ceos-conspired-to-drive-down-100000-tech-engineers-wages/

    (geht auch um andere Namen, aber nicht Mozilla. Das betrifft aber wirklich die Firma und nicht das, was eine einzelne Person mit seinem Privatvermögen anstellt)

  12. @Soeren Waehrend ich es generell wuenschenswert finde, dass jemand hier etwas vernuenftiger argumentiert, gibt es dennoch zwei Punkte, die meines Erachtens problematisch sind:

    -der Zeitpunkt der Aufregung: als CTO stehst Du bei weitem nicht so im Rampenlicht sondern bist, effektiv, weiterhin nur ein Befehlsempfaenger. Als CEO bist Du nicht nur der Mensch der Entscheidungen trifft, sondern auch der, der in der Oeffentlichkeit steht. Von daher ist ein heutiger Aufschrei weder verkehrt noch „kuenstlich“.

    – noch viel wichtiger: natuerlich ist die vehemente Ablehnung der gleichgeschlechtlichen Ehe eine homophobe Einstellung. Man verwehrt zwei homosexuellen Menschen das Recht darauf, sozial anerkannt einen Bund fuers Leben einzugehen. Dies ist, fuer aufgeklaerte Menschen, schlicht diskriminierend. Diskriminierung gegen Homosexuelle = aktive Homophobie. Unabhaengig davon, ob das einen persoenlichen oder religioesen Hintergrund hat.

    Daher, wie schon oben geschrieben, ist es durchaus legitim, ein Unternehmen, welches sich bewusst fuer solch eine Repraesentationsfigur entscheidet, zu meiden. Das heisst nicht, dass wir nun sein Leben zur Hoelle machen sollen (um im religioesen Bild zu bleiben), da es ausreichend andere Menschen gibt, die noch viel asozialer sind. Allerdings hat Eich es versaeumt, sich von seiner damaligen Spende zu distanzieren sondern schickt die PR Abteilung vor. Das ist nicht nur aus strategischer Sicht ausserordentlich dumm, sondern zeigt auch deutlich, dass er seine Grundauffassung nicht geaendert hat. Daher sollte man sich als (theoretisch) selbstbestimmender und weltoffener Mensch halt ueberlegen, ob man Mozilla weiterhin unterstuetzen moechte.

    • „als CTO stehst Du bei weitem nicht so im Rampenlicht sondern bist, effektiv, weiterhin nur ein Befehlsempfaenger. Als CEO bist Du nicht nur der Mensch der Entscheidungen trifft, sondern auch der, der in der Oeffentlichkeit steht. Von daher ist ein heutiger Aufschrei weder verkehrt noch “kuenstlich”.“

      Eich ist aber definitiv kein Befehlsempfänger, er ist einer der führenden Köpfe von Mozilla, nicht erst seit der Ernennung zum CEO. Eich stand schon vorher sehr in der Öffentlichkeit. Eich ist ja auch kein x-beliebiger CEO, er ist der Gründer von Mozilla, er ist der Erfinder von JavaScript, er ist eine der wichtigsten Personen des Webs.

      „natuerlich ist die vehemente Ablehnung der gleichgeschlechtlichen Ehe eine homophobe Einstellung. Man verwehrt zwei homosexuellen Menschen das Recht darauf, sozial anerkannt einen Bund fuers Leben einzugehen. Dies ist, fuer aufgeklaerte Menschen, schlicht diskriminierend. Diskriminierung gegen Homosexuelle = aktive Homophobie. Unabhaengig davon, ob das einen persoenlichen oder religioesen Hintergrund hat“

      Das ist eine Sichtweise. Aber es gibt noch eine andere. Wer bestimmt nun, was die *korrekte* Sichtweise ist? Ich bin nicht der Meinung, dass man das uneingeschränkt so pauschalisieren kann. Man kann gegen die homosexuelle Ehe sein ohne homosexuelle Menschen gleich zu hassen. Ich bin weder gegen das eine noch gegen das andere, aber für mich ist das auch nicht schwierig, ich wurde tolerant erzogen, ich gehöre keiner Religion an, die etwas Schlechtes darin sieht, meine beste Freundin ist homosexuell, insofern ist Toleranz da überhaupt kein Problem für mich. Mein Punkt ist: Wir sollten nur über das reden, was wir wissen. Und von Eich wissen wir nur, dass er vor einigen Jahren für Prop 8 gespendet hat. Wir wissen nicht, ob mehr dahinter steckt, wir kennen auch seine Gründe dafür nicht.

      „Allerdings hat Eich es versaeumt, sich von seiner damaligen Spende zu distanzieren sondern schickt die PR Abteilung vor. Das ist nicht nur aus strategischer Sicht ausserordentlich dumm, sondern zeigt auch deutlich, dass er seine Grundauffassung nicht geaendert hat.“

      Was für eine PR-Abteilung? Dass Mozilla ein Statement veröffentlicht hat, dass Mitchell Baker ein Statement veröffentlicht hat, dass 20 wenn nicht mehr weitere Mozilla-Mitarbeiter dazu etwas geschrieben haben, da ist ganz sicher nicht von Eich angeordnet worden, das merkt man den Artikeln nämlich deutlich an, dass es persönliche Meinungen sind. Und das hier kommt von Eich, für mich klingt das entschuldigend:

      „I know some will be skeptical about this, and that words alone will not change anything. I can only ask for your support to have the time to “show, not tell”; and in the meantime express my sorrow at having caused pain.“

      „Daher sollte man sich als (theoretisch) selbstbestimmender und weltoffener Mensch halt ueberlegen, ob man Mozilla weiterhin unterstuetzen moechte.“

      Erscheint mir eine übertriebene Maßnahme, weil Mozilla dafür ziemlich wenig kann. Und was die Posten des CEO betrifft, nenne mir eine bessere Wahl für diesen Posten.

    • @Michael: „Soeren: Die Gesellschaft wuerde profitieren. Ist das nicht genug?“

      Äh, nein? Inwiefern würde die Gesellschaft davon profitieren, wenn Menschen keinen Firefox mehr benutze beziehungsweise Mozilla weniger Spenden erhält um seine Mission zu erreichen. Ich behaupte, „die Gesellschaft“ tangiert das nicht im Geringsten.

  13. Soeren: Die Gesellschaft wuerde profitieren. Ist das nicht genug?

  14. OK, dann sollten die Homosexuellen die gegen den Herrn Eich bashen, auch ohne Javascript im Internet surfen. Viel spass im Internet!

  15. „Ich bin auch gegen die Homoehe und daß ich nicht homophob bin, können meine homosexuellen Freunde bestätigen.“

    Der Klassiker. In Internetkommentarspalten lässt es sich nur so schlecht ausmachen, ob jemand wirklich noch so abgedroschene Phrasen von sich gibt oder ob das fehlplatzierte Ironie ist.

    „Moment! “Wir haben also einen vermutlich homophoben Mozilla-Chef” – Gegen die gleichgeschlechtliche Ehe zu sein und Homophobie sind immer noch zwei paar Stiefel. Ersteres ist bekannt, für zweiteres will ich einen Beleg sehen, wenn das so formuliert wird.“

    Was für einen ‚Beleg‘ möchtest du denn da sehen? Eine Doppel-Blind-Studie in einem peer-review Magazin zum Thema? Homophobia Quaterly…? Was soll denn das sonst sein, außer Homophobie? Anders herum wird ein Schuh draus: Die Argumente jener, die einem bestimmten Teil der Gesellschaft Rechte verwehrt, die man selbst in Anspruch nehmen kann, sollten belegt werden (btw. einem Land, daß zw. Staat und Kirche trennt, kann das heilige Sakrament wohl kaum ein Argument sein, das bezöge sich höchstens auf kirchliche Trauung).

    Deine Aussage wäre allein sinnvoll, wenn du auf die Position anspielen würdest, die Ablehnung der Homoehe erfolge aus der Erwägung, daß die bürgerliche Ehe sowieso ein schales Glücksversprechen ist und keine Emanzipation für Homosexuelle. Das ist m.E. aber eher eine Position von Homosexuellen selbst, von außen wäre das schon arg anmaßend, en passant jemanden die Erkämpfung von Rechten ausreden zu wollen, die man selbst genießt.

    ————
    Dass das natürlich von Homophobie motiviert ist, merkt man auch sehr schön am irrationalen Selbtwiderspruch in er Argumentation. Sascha hat das ja schon erwähnt: Eine Gesellschaft, die sich aufgrund der Durchsetzung von Freiheit und gleichberechtigter Teilhabe an der Gesellschaft erst gegründet hat – Mozilla nämlich – wählt einen CEO, der gegen Gleichberechtigung ist. Kommentarspalten-Philosophen, die sonst nicht müde werden, gegen „die da oben“, „den Staat und seine Datenkrake“ usw. zu argumentieren, kommen auf einmal ganz schnell wieder aufs Kinderkriegen für den Staat/die Gesellschaft, individuelle/familiäre Reproduktion als Grundlage der kollektiven. Dass einem der Widerspruch gar nicht mehr auffällt, spricht ja schon Bände.

  16. PerfectBlue says:

    Sollen sie aus homophob eben schwulen feindlich machen und es passt. Mir sind die Beweggründe warum er schwulen die Ehe vorenthalten will auch ziemlich egal wichtig ist nur WIE er Handelt (spenden dagegen ist eine Handlung) und nicht warum.

    Wenn einem das Thema egal ist muss man ja nicht boykottieren aber es ist auf jeden Fall eine valide Option ihm zu zeigen was man von seiner Einstellung hält.

    Über diesen Quatsch von Fraggle wegen „Eine Ehe hängt für mich mit Reproduktion zusammen“ kann man eigentlich nur lachen wenn es nicht so ernst wäre. Damit hätten Millionen Ehepaare kein Recht verheiratet zu sein weil sie aus verschiedensten Gründen keine Kinder bekommen können/wollen….

  17. mseelmann says:

    Um zur eigentlich Frage zurückzukommen :

    Nein!

    Und ganz ehrlich, verurteile ich deshalb z.B. CDU Symphatisanten, nur weil einige Personen dieser Partei auch Probleme mit NON-Heteros haben.
    Nein.

    Leben und leben lassen.

  18. @ Fraggle: Meinungsfreiheit bedeutet dass der Staat jeden seine Meinung äußern lässt (was er ja auch tut), nicht dass man jeden Dummfug unkommentiert stehen lassen muss. Denn genauso wie Eich das Recht hat seine Meinung zu sagen haben die User das Recht ihm mitzuteilen dass sie seine Aussagen ablehnen.
    Finde es sehr sonderbar das gerade Homophobe beim kleinsten Gegenwind sofort „Meinungsfreiheit!“ rumschreien.

  19. Ich bin auch mit der Meinung von Brendan Eich alles andere als einverstanden. Wenn zwei Menschen gleichen Geschlechts sich lieben lernen und später auch noch heiraten wollen, dann sollen sie das machen und glücklich werden. Da hat jeder ein Recht drauf und letztlich sind auch Homosexuelle weder bessere noch schlechtere Menschen als jeder andere auch, insofern ist Homophobie grundsätzlich abzulehnen in einer liberalen und toleranten Gesellschaft, die wir ja so gerne sein wollen (passiert leider noch viel zu selten).

    Auf der anderen Seite sehe ich momentan nicht, warum ich Mozilla und damit Firefox und Thunderbird aufgeben sollte. Bei den Mailclients passiert momentan viel zu wenig und eine wirkliche Alternative zu Thunderbird (nebenbei eines meiner Lieblingsprogramme) gibt es auf Windows einfach nicht. Bei Firefox ist das nicht anders. Die anderen Gecko-Browser bieten mir beileibe nicht das, was Firefox mir bieten kann, und die Chromium-Browser, die sich erweiterungstechnisch aus dem CWS bedienen, werden ab Sommer bestenfalls noch stark kastrierte und damit kaum brauchbare Extensions liefern können. Sicher, ich stehe dem Internet Explorer auch offener gegenüber als viele andere und mit Opera stünde ein dritter moderner Browser bei mir bereit, jederzeit von Firefox zu übernehmen, aber grundsätzlich ist Firefox als Standardbrowser aus technischer Sicht für mich momentan alternativlos und wird daher auch bleiben. Andere quelloffene Browser wie QupZilla oder QtWeb sind einfach noch lange nicht soweit. Es geht hier um die Technik, nicht um einen einzelnen Menschen innerhalb eines großen Rades. Sollte der Druck auf Mozilla wegen Eich zu groß werden, wird der eh zurücktreten müssen, so läuft das in den oberen Etagen solcher Stiftungen und Unternehmen, insofern wird sich das Problem irgendwann von alleine lösen, da bin ich mir ziemlich sicher.

  20. @Sören Hentzschel:
    „Das ist eine Sichtweise. Aber es gibt noch eine andere. Wer bestimmt nun, was die *korrekte* Sichtweise ist? Ich bin nicht der Meinung, dass man das uneingeschränkt so pauschalisieren kann. Man kann gegen die homosexuelle Ehe sein ohne homosexuelle Menschen gleich zu hassen. “

    Warum erst ‚Belege‘ fordern, also ein Argument dafür, daß die eine Sichtweise ‚korrekt‘ ist – nennen wir es der Einfachheit halber: plausibler, denn hier „Korrektheit“ einzufordern, ist ein strawman argument – dann relativierst du das ganze zu „hat halt jeder so seine Sichtweise“. Da es nunmal verschiedene Sichtweisen gibt, kodifiziert man Normen in Gesetzen. Die werden natürlich auch verschieden ‚gesehen‘, deswegen müssen sie juristisch ausgelegt werden in Prozessen etc. Glücklicherweise haben diverse Gerichte in den USA das bereits getan und die gleichgeschlechtliche Ehe erlaubt… da hast du deine ‚korrekt Sichtweise‘.
    Noch eine Methode, die ‚korrekt‘ herauszufinden, wäre sich mal mit der Geschichte und Genese von Homophobie zu beschäftigen, anstatt wilde Spekulationen in Internet-Kommentarspalten damit abrunden zu wollen, bei Argumentationsnot den Relativierer zu spielen.
    In welchem Szenario kann man denn gegen homosexuelle Ehe sein, ohne homophob zu sein? Und dass „Hass“ zu nennen, ist auch ein strawman argument. Wie sprechen von Homophobie, eine irrationale Angst. Die schlägt natürlich erfahrungsgemäß oft in Hass um, gerade bei Homophobie. Aber das schon so zu schreiben, also schon zum Hass zu stilisieren, soll nur die Messlate hochlegen, jemanden nachzuweisen, er sei homophob. Dieser Methode nach ist niemand mehr homophob.
    Entgegen deiner dir selbst ggü. sehr wohlmeinenden Behauptung, du seist tolerant erzogen, argumentierst du ganz schön energisch für etwas, in dem du deiner Auffassung nach ja nur der ganz neutrale Beobachter aus dem Krähennest bist. Ja, ja…

    • @Abe:

      „Entgegen deiner dir selbst ggü. sehr wohlmeinenden Behauptung, du seist tolerant erzogen, argumentierst du ganz schön energisch für etwas, in dem du deiner Auffassung nach ja nur der ganz neutrale Beobachter aus dem Krähennest bist. Ja, ja…“

      Nach der Nummer brauchst du nicht zu erwarten, dass ich auf den Rest deines Kommentars überhaupt eingehe. Manchen steigt wohl die Temperatur zu Kopf.

  21. Die ganzen intoleranten Randgruppen im Promille Bereich nerven allesamt. Es ist nur noch peinlich, wie sich Schwule, Moslems, Feministen usw. ständig als Opfer darstellen müssen. Ich finde das nur noch peinlich. Dazu noch deren Hexenjagd auf Menschen die anderer Meinung sind – ist das nicht faschistisch und völlig intolerant ?

  22. @Abe:
    Der Klassiker ist wahr. Es ist mir ziemlich egal ob Du mir glaubst oder nicht, Es ändert nichts an der Tatsache, daß die Meinungsdikatur andere Meinungen nicht mehr zuläßt. Bist Du ein Sexist, weil Du in der Damentoilette kein Stehpinkelmöglichkeit einrichtest? Es gibt nun mal Unterschiede zwischen Mann und Frau. D.h. aber nicht, daß es eine andere Wertschätzung gibt. Genauso gibt es Unterschiede zwischen Hetero und Homoehen. D.h. nicht, daß sie unterschiedlich wert sind.
    und wenn Du genau gelesen hättest, dann hättest Du erkannt, daß ich gegen die Homoehe bin, aber Homopaaren die gleichen Rechte wie Ehepaaren einräumen möchte. Der einzige Unterschied ist daher nur, daß man sie nicht Ehepaar nennt. Wo ist das bitte diskriminierend? Also das nächste Mal genau lesen bevor Du meinungsdikatorisch im Stile einer Claudia Roth meckerst bevor Du verstanden hast.

  23. @Michael
    …ist das nicht faschistisch und völlig intolerant ?

    Schon. Nur sobald man anderer Meinung ist, ist man ein Stammtischnazi der am 3. Weltkrieg arbeitet.

    Die Natur hat sich schon was dabei gedacht warum Homosexuelle Paare keine Kinder kriegen können.

  24. @Sören, du mißverstehst da etwas: Ich erwarte von dir keinerlei Eingehen, du darfst hier ruhig die Leberwurst spielen; ich schreibe das nicht, damit du darauf reagierst, sondern damit für Dritte der Kram, den du schreibst, nicht unwidersprochen stehen bleibt. Welche Temperatur meinst du? Hier sind es wohltemperierte 18°C.
    Wenn du das schon einführst, also deine ach so tolerante Erziehung in Anschlag bringst, wird man ja wohl noch darauf eingehen können. Sonst verschweig sowas doch einfach und bleibe sachlich. Wenn du das anbringst, kann ich ja nicht anders, als es zur Sache der Diskussion zu zählen, denn meiner Auffassung nach sind deine Aussagen alles andere als tolerant und deine Behauptung, du seist es doch, reiner Voluntarismus bzw. impression management.

    • @Abe: „Wenn du das schon einführst […] wird man ja wohl noch darauf eingehen können. Sonst verschweig sowas doch einfach und bleibe sachlich.“ – irgendwelche Andeutungen zu machen und damit indirekt etwas zu unterstellen ist nicht sehr seriös. Also befolge erst einmal deinen eigenen Rat.

      „denn meiner Auffassung nach sind deine Aussagen alles andere als tolerant“

      Ausgerechnet mir das unterstellen zu wollen, das ist schon ein ganz starkes Stück und spottet jeder Realität. Diese Unterstellung trifft auf keine meiner Aussagen zu, ganz im Gegenteil.

  25. PerfectBlue says:

    @Fraggle

    „Bist Du ein Sexist, weil Du in der Damentoilette kein Stehpinkelmöglichkeit einrichtest?“

    Wenn die Frauen mehrheitlich eine Stehpinkelmöglichkeit wollen und du sie auch benutzen ihnen nur mit der Begründung verweigerst das sie Frauen sind dann: Ja du bist ein Sexist.

  26. Also ehrlich gesagt geht meine Kritik an dem Artikel in eine ganz andere Richtung.
    Die Diskussion läuft schon einige Tage – so ist dann auch der verlinkte Brendan Eich-Blogpost vom 26.03. Und der diesmal wieder recht opportune Sören 🙂 hat bereits am 24. in einem Blog Artikel darüber geschrieben. Also entweder man bringt eine News oder man lässt es ganz bleiben.

  27. @Perfectblue:
    Tja, ich könnte über Unwissen lachen, wenn es nicht so traurig wäre. Ich sehe das ganze von der biologischen Seite her, beruflich bedingt. Und biologische sind Mann und Frau darauf ausgelegt Kinder zu bekommen, Dafür bedarf es des anderen Geschlechts. Die Ehe ist ein Relikt aus der Religionszeit und war verbunden mit Keuschheit vor der Ehe. Packst Du beides zusammen, paßt es.
    Wenn Du es also genau nimmst, hätte ich kein Problem mit der Abschaffung der Ehe aus der Gesellschaft, also bei Religionen (ohne Auswirkungen auf rechtliche Belange).
    Für mich bestätigt sich bei diesem Thema aber ein Vorurteil: Die, die am lautesten schreien wenn sie für Randgruppen auftreten (was prinzipiell wünschenswert und richtig in meinen Augen ist), sind oft intolerant gegenüber anderen, hören nicht richtig zu und urteilen vorschnell in Schubladenmanier. Sie schaffen es oft nicht kontrovers eine Diskussion zu führen und kommen mit Totschlagargumenten.

    Und da einige mich ja nicht verstehen wollen:
    Ich möchte, daß homosexuelle Paare alle Rechte erhalten, die ein Ehepaar mit der Eheschließung bekommen. Nur möchte ich nicht, daß es Ehe heißt. Wo benachteilige ich denn nun homosexuelle Paare, wenn ich ihnen keine Rechte vorenthalten will?

    @Petet:
    Natürlich sollten auch Meinung gegen Eichs Sache zu Wort kommen. Berufliche Konsequenzen wären aber schon mehr als nur Meinungsäußerung.

  28. @Fraggle:
    „Der Klassiker [er habe homosexuelle Freunde und könne deswegen gar nicht homophob sein] ist wahr. Es ist mir ziemlich egal ob Du mir glaubst oder nicht,“

    Es ist mir ja egal, wen du zu deinen Freunden zählst und wen nicht. Mir ging es darum, diese als Argument für irgendwas zu instrumentalisieren. Das ist ein Autoritätsargument. Ich habe z.B. viele mänliche, heterosexuelle, weiße Freunde, die das so sehen wie ich. Und nun? Wer hat gewonnen?

    „Es ändert nichts an der Tatsache, daß die Meinungsdikatur andere Meinungen nicht mehr zuläßt.“

    Wessen Diktatur? Du kannst doch deine unappetitliche Meinung hier ausbreiten und niemand hindert dich daran. Eine Erwiderung darauf schon als ‚Diktatur‘ zu bezeichnen, zeugt nicht gerade von historischer Urteilskraft.

    „Es gibt nun mal Unterschiede zwischen Mann und Frau. D.h. aber nicht, daß es eine andere Wertschätzung gibt. Genauso gibt es Unterschiede zwischen Hetero und Homoehen. D.h. nicht, daß sie unterschiedlich wert sind.“

    Es geht hier nicht um die erste, sondern die zweite Natur, d.h. die gesellschaftliche. Ehe ist ja keine Naturtatsache, sondern eine gesellschaftliche Einrichtung. Und wer einigen diese verwehrt, bemisst ihnen natürlich einen unterschiedlichen Wert zu, weil das ja einhergeht, mit vielen Privilegien, nicht zuletzt monetären.

    „…und wenn Du genau gelesen hättest, dann hättest Du erkannt, daß ich gegen die Homoehe bin, aber Homopaaren die gleichen Rechte wie Ehepaaren einräumen möchte. Der einzige Unterschied ist daher nur, daß man sie nicht Ehepaar nennt. Wo ist das bitte diskriminierend?“

    Habe ich von Diskriminierung gesprochen? Ich schrieb von Homophobie. Gleiche Rechte einzuräumen, hieße die Ehe für Homosexuelle zuzulassen. Warum hängst du dich so sehr an dem Wort auf, denn du bereit bist, ansonsten gleiche Rechte einzuräumen? Das wäre dann de facto eine Ehe und der Unterschied nur noch ein terminologischer… warum willst du also unbedingt, das man es nicht Ehe nennt?

  29. PerfectBlue says:

    @Fraggle

    Die Ehe ist nunmal ein symbolischer Akt. Nimmst du Homsexuellen das Recht ihre Verbindung Ehe zu nennen sind sie diskriminiert gegenüber heterosexuellen Paaren.

    Ob du die Ehe als solches Abschaffen würdest tut da garnix zur Sache das kann man auch wenn Schwule heiraten dürfen aber dann für alle und nicht nur für einige Gruppen unserer Gesellschaft.

  30. @Sören: Nun ja, ich habe das ja begründet. Tut mir leid, dich da getroffen zu haben. Vielleicht solltest du dich dann folglich nicht zu Sachen äußern, von denen du nicht sooo viel verstehst.
    Was war denn eine Andeutung? Du schriebst, du seist tolerant, was m.E. nur ein Kniff ist, weil du genau weist, das alles andere, was du geschieben hast, den Eindruck erweckte, intolerant zu sein. Ich habe das nicht angedeutet, sondern dir vorgeworfen. Um Seriösität geht es mir da auch gar nicht, du darst das ruhig für ganz unseriös halten.

  31. Danke Abe für deine Auseinandersetzung hier mit einigen Kommentaren! Ich vertrete zwar auch deine Sichtweise, doch deine Argumentationsweise war dann doch erfrischend anders.

    Allerdings teile ich Sörens Missfallen bezüglich deines letzten Punktes. Leider tust du ihm damit einen Gefallen. Es bietet ihm das Schlupfloch sich auf den einzig wenig argumentativen Punkt zu beziehen und sich so aus der Affäre zu ziehen. Auch wenn das extreme Hilflosigkeit seinerseits ausdrückt.

    Sören, ich würde mich freuen, wenn du zu späterer Stunde, ohne den Hintergedanken darauf reagieren zu müssen, dir die Aufführungen zu deinen Kommentaren nochmal durchliest. Vielleicht kannst du dann nochmal gänzlich unemotional darüber nachdenken. Ob das dann irgendetwas ändert sei mal dahingestellt, wünschenswert wäre es aber.

  32. Endlich sagt mal ein Chef einer großen Organisation wie Mozilla was ALLE denken. Er traut es sich zu sagen, dass sich eine Homoehe einfach nicht gehört. Und wir plappern nur das nach was wir von den Medien eingetrichttert bekommen. Alle müssen gleich sein. So ein Quatsch. So weit kommt’s noch, dass die heiraten dürfen. Machen die dann reihenweise um weniger Steuern zahlen zu müssen, aber eine Familie gründen sie nicht. Größter Quatsch ever.
    Der Vorfall hat mir gezeigt, dass ich in Zukunft verstärkt auf Mozilla-Software setzen muss.

  33. Dieser Sören würde jeden Scheiß aus dem Mozilla Lager verteidigen. Also einfach nicht ernst nehmen

  34. Top Marketing für OKCupid. Noch nie was davon gehört und zack: Mit einem mal bei Heise und Caschy. Mit Homophobie lässt sich noch immer gutes Geld machen.

  35. der ist NICHT homophob. der will einfach nicht, dass solche Leute die Ehe eingehen

  36. dr. reiner mayersche says:

    schwul sein, wird nicht umsonst in vielen wissenschaftlichen thesen als „krankheit“ betrachtet, auch wenn das in dieser gesellschaft gern nur mit vorgehobener hand besprochen wird und einige beleidigt. aber warum soll man etwas dagegen haben, wenn jemand krankes in der führungsposition ist? ich bleibe bei firefox als zweitbrowser. er eignet sich hervorragend gerade für webdesigner. niemand kann etwas dafür wenn er mit einer genetischen sonderart gebohren wird, welche von der natur so eigentlich nicht vorgesehen war. das zeigt nur ie vielschichtig und facettenreich die natur ist. sowas muss man tolerieren. wir tolerieren ja auch daunsysndrom, behinderungen und ähnliches. ist halt nur die frage wie man „krank“ deffiniert. man könnte es auch einfach „anders“ nennen oder „nicht der gewollten norm entsprechend“ wobei das ja nichts schlimmes für die natur und dem menschen ist. menschen vermehren sich auch mit dieser „krankheit“ ausreichend. ich empfehle jedem folgende artikel um sich über die krankheit zu informieren: http://de.wikipedia.org/wiki/Homosexualit%C3%A4t#Wandel_von_der_Straftat_zur_.E2.80.9Epsychischen_Krankheit.E2.80.9C

    und für die dauernixchecker und blind durch die weltgeher:
    auch führende politiker in deutschland nennen homosexualität krank. googlen kann ja jeder…

  37. Danke Michael, PerfectBlue und Abe. Die wichtigsten Punkte habt ihr gebracht.

    Wenn Brendan Eich nicht homosexuell heiraten möchte oder es in seinem stillen Kämmerlein nicht gut findet ist das eine Sache.

    Spendet er dafür öffentlich um anderen Menschen diese Möglichkeit zu nehmen, die weder direkte negative Auswirkungen auf ihn oder Dritte hat, muss er nunmal mit Gegenwind rechnen.

    Ähnlichen Debatten wurden schon beim Ende der Sklaverei oder bei der Einführung des Frauenwahlrechts geführt.

    Die Argumente erinnern mich hieran: http://ekladata.com/lGGL9hOS2jQopBbMqiTv8Lg0e-0.jpg

    Aktive Diskriminierung von gesellschaftlich benachteiligten Gruppen sollte nicht unwidersprochen bleiben.

  38. @abe: Lassen wir es gut sein. Wenn es dir nur darum geht, mich anzugreifen, dann ist das keine Diskussionsgrundlage. Wenn du dir meine Beiträge mal genauer durchliest, wirst du feststellen, dass deine Unterstellung vollkommen an den Haaren herbeigezogen ist und sogar das Gegenteil zutrifft: Ich bin nicht nur sehr tolerant gegenüber Homosexuellen, ich bin auch tolerant gegenüber der Tatsache, dass Menschen durch viele verschiedene Faktoren beeinflusst werden, du ganz genau, das trifft auf ausnahmslos jeden zu. Und tut mir Leid, aber ich weigere mich einen MENSCHEN zu denunzieren, nur weil ich zu diesem Thema eine vollkommen andere Meinung als Eich habe.

    @jmk: Für „diesen Sören“ geht es hier nicht um Mozilla, sondern um Eich. Wir hätten die EXAKT selbe Diskussion, wenn es um den CEO von Apple oder Microsoft ginge. Aber Unterstellungen sind ja immer einfach, wenn man die halbe Wahrheit dabei unterschlägt, wie zum Beispiel dass ich mich ganz genauso gegen die Unterstützung von Prop 8 geäußert habe. Der ganz große Unterschied ist, dass ich öffentliche Hetze verabscheuenswürdig finde und daher an den menschlichen Verstand appelliere. Das nennt man erwachsenes Verhalten.

  39. @reiner mayersche: Es fällt mir ein wenig schwer, bei dieser – nennen wir es mal – originellen Interpunktion und Rechtschreibung deine Position zu erahnen (es gibt auch nicht umsonst viele wissenschaftlichen ‚thesen‘ die die Fähigkeit zur Rechtschreibung als Bedingung der Möglichkeit an der Teilhabe einer Diskussion sehen). Wer ist denn dieser Kranke in der Führungsposition? Ich kann nur darauf schließen, daß du den Mozilla CEO meinst und folglich du Homophobie als ‚krankhaft‘ bezeichnest; dann muss ich dir zustimmen. Aber im Absatz darüber schreibst du ja noch, das Homosexualität eine Krankheit sei. Das ergibt alles keinen Sinn.

    Der ‚Artikel‘, den du da verlinkst, kann dir gar nicht als Beleg gelten, denn er verweist lustigerweise nicht auf Homosexualität als Krankheit, sondern ihre Stellung im Wandel der wiss. und juristischen Geschichte, mit dem Resultat, daß dies eine Klassifikation vergangener Tage war. Es hat also nur vermittelt mit Homosexualität selbst zu tun, sondern mit der gesellschaftlichen Reaktion auf sie. Ich empfehle, nicht einfach irgendwelche Artikel hinzurotzen, mit dem lakonischen Verweis, man solle sich mal ‚informieren‘. Damit will man nur die Deutungshoheit in einer Diskussion gewinnen, indem man unterstelle, das sei nur eine Sache der richtigen Information und die habe der Opponent nur noch nicht.

    Wenn du schon so mit ‚vielen wissenschaftlichen Thesen‘ argumentierst, also mit einer Pluralität von wissenschaftlichen Auffassungen, impliziert das ja, daß es auch viele andere Thesen gibt, die das gerade Gegenteil behaupten. Mit einer solchen Aussage schießt du dir also nur ins eigene Knie.

    Ich erspare mir, diese anderen ‚Thesen‘ zu diskutieren, mir ging es lediglich darum, aufzuzeigen, daß deine Argumentation in sich schon völlig widersprüchlich ist.

    Komisch, wie hier, bei einem solchen Thema, die basalste Argumentationslogik abhanden kommt.

  40. Siliconectar says:

    @Abe: +1
    Solch Klarheit wünsch ich mir bei so einem Thema. Unreflektierte Meinungen mehr als genug hier :/

  41. entscheiden ist doch folgender inhalt „Dieser spendete bereits 2008 für ein Verbot gleichgeschlechtlicher Ehe.“….

    das impliziert, dass der liebe herr nicht einfach nur seine meinung vertritt, sondern diese versucht durch spenden durchsetzen zu lassen…vielleicht sogar versucht politische einflußnahme auf diesem gebiet durch spenden zu erlangen. DAS ist der grund, warum dieser aufruf auch gerechtfertigt ist.

    ob man deswegen firefox meidet oder nicht sei dahingestellt und jedem selbst überlassen! dennoch finde ich den aufruf legitim. aber der mensch ist einfach zu egoistisch und ignorant um überhaupt für seine überzeugungen auf irgendetwas zu verzichten! die wenigsten wären doch bereit waren zu meiden, deren produzenten kriege provozieren oder das auto stehen zu lassen oder tankstellen zu meiden die ihre kraftstoffe von bp beziehen, nach der ölkatastrophe…

    der mensch ist ein gewohnheitstier und nur die wenigsten würden ihre gewohnheiten aufgeben, egal wie viel gutes sie damit tun könnten…

    davon abgesehen hat nicht jeder die wahl, ob er nun firefox nutzt oder nicht, wenn z.b. die firmenrechner nur mit firefox ausgestattet sind und man als anwender keine adminrechte besitzt etc.pp….

    aber das nur die netzgemeinde sich überragend schnell aufregt und danach schnell vergisst kann ich nicht bestätigen…sobald bestimmte skandale aus den medien verschwunden sind (zeitung, nachrichten im tv..) haben die meisten es doch auch wieder vergessen…wer denke bei dem ganzen trubel um putin noch an den nsa skandal? wer denkt heutzutage noch daran, dass wir einen finanzminister haben, der spenden in höhe von 150.000 dm von einem bekannten waffenproduzenten angenommen hat? welcher cdu-wähler denkt heute noch an die selbstgefälligkeit eines herrn kohl und der cdu-führung im damaligen spendenskandal? diese liste könnte man endlos fortführen!

  42. @hp:

    „[die Spende an eine homophobe politische Organisation 2008] impliziert, dass der liebe herr nicht einfach nur seine meinung vertritt, sondern diese versucht durch spenden durchsetzen zu lassen…vielleicht sogar versucht politische einflußnahme auf diesem gebiet durch spenden zu erlangen. DAS ist der grund, warum dieser aufruf auch gerechtfertigt ist.“

    Grundsätzlich stimme ich dir da zu. Was man nur jedem unterstellen muß, ist, daß er/sie seine Einstellung ändern könnte. 2008 ist ja schon über ein halbes Jahrzehnt her. Würde dieser CEO nun sagen, daß sei damals ein Fehler gewesen, kann das natürlich immer noch reines Kalkül sein und ‚in Wahrheit‘ denkt er immer noch so. Aber so wie die Spende natürlich ein Versuch der Einflußnahme war, wäre ja auch so ein Statement – unabhängig davon, ob ‚im innersten‘ wahr oder nicht – ein ebensolcher (Gegen-)Einfluss. Es hätte ähnliche Wirkung.
    Dass er nun so etwas nicht äußerst, sondern von der Firma Mozilla ein absichtlich allgemein gehaltenes Presse-Bla geäußert wird, läßt aber eher darauf schließen, daß sich da nichts geändert hat.

    • @abe: „Dass er nun so etwas nicht äußerst, sondern von der Firma Mozilla ein absichtlich allgemein gehaltenes Presse-Bla geäußert wird, läßt aber eher darauf schließen, daß sich da nichts geändert hat.“

      Du weißt aber schon, dass er selbst auf seinem Blog dazu etwas veröffentlicht hat? Vielleicht einfach mal seinen Blog ansteuern. Ich hab davon sogar weiter oben zitiert… 😉

      @C:

      „@Sören: Wie sieht es mit geschlechtsumgewandelten Männern aus, die jetzt eine Frau sind? Dürfen die dann Männer heiraten und es Ehe nennen? Wie ist es mit Personen, die sich weder als Mann noch als Frau sehen?“

      Wieso stellst du diese Frage an mich? Was hab denn bitte ich damit zu tun, ob man das darf oder nicht? Klar dürfen die das und das ist auch gut so. In Deutschland zumindest, was weiß ich, wie es in anderen Ländern aussieht.

    • Interessant übrigens, dass ausgerechnet OKCupid protestiert. Deren SSL-Zertifikate sind von GoDaddy signiert, welche bekannt für sexistische und frauenfeinliche Werbung sind. Wer das nicht weiß, einfach mal nach „godaddy misogyny“ googeln. Also wenn Eich Mozilla in diesem Maße repräsentiert, dann trifft eine ähnliche Repräsentation auch hier zu. Und damit sind wir beim Punkt der Doppelmoral von OKCupid. Zugegeben, eine tolle Marketing-Aktion ist es wirklich von denen, hatten bestimmt so viele Besucher wie nie.

  43. @Sören:
    Wie sieht es mit geschlechtsumgewandelten Männern aus, die jetzt eine Frau sind? Dürfen die dann Männer heiraten und es Ehe nennen?

    Wie ist es mit Personen, die sich weder als Mann noch als Frau sehen?

  44. puuuh, mann, frau, schwarz, weiß, deutsch, türke, chinese, araber…ich verstehe die leute nicht die sich damit heute noch befassen…wie serdar somuncu (wenn ich es richtig erinnere sagte er es) es schon richtig erkannte..ich habe genug damit zutun ein mensch zu sein, da kann ich mir nicht noch über herkunft oder sonstwas gedanken machen (es ist kein direktes zitat, da mir der wortlaut nicht mehr einfällt)..es gibt gute menschen und schlechte menschen und das in allen form, egal ob hetero- oder homosexuell, egal ob deutscher oder z.b. arabischer oder amerikanischer herkunft..oft prägt das leben den menschen mehr als das land woher er kommt oder auf welches geschlecht er steht, demnach kann man nicht sagen das man jemanden aufgrund von herkunft oder sexueller vorlieben etc. nicht magt oder ihm nicht das gleiche recht einräumen sollte wie allen anderen..allerdings spalten medien und evtl. ist auch der herr nur opfer von propaganda ohne eigene meinung und kenntnisse..wer weiß das schon so genau? es gibt halt überall arschlöcher..keine kaste ist davor gefeit

    @abe

    dann sind wir uns im grundkern ja einig…ich denke du weißt auch so gut wie ich, dass man mit pressemeldungen etc.pp eher vorsichtig umgehen sollte und lieber selbst denken und hinterfragen sollte statt dem was uns als allgemeingültig verkauft wird zu „schlucken“…in diesem sinne..die sonne scheint

  45. @Sören Hentzschel: Mir ging es ja auch nicht darum, ein persönliches Urteil über diesen CEO, dessen Namen ich vorher noch nie gehört oder gelesen habe, zu fällen. Das Thema bei dem ich eingehakt habe, war die Behauptung, gegen gleichgeschlechtliche Ehe zu sein habe nichts mit Homophobie zu tun.
    Wenn man sich nun das Statement dieses CEO durchliest, so mag man als Angestellter und Apostel der Sach Mozilla beruhigt sein – dagegen ist auch gar nichts einzuwenden. Mir persönlich ist das recht humpe, es ging mir darum, was in diesem Disput objektiv zum Ausdruck kommt. Da nimmt es ja nicht Wunder, daß der Blogeintrag äquidistantes Inklusionsgeschwafel ist, das – wie oben bereits erwähnt – ja für Mitarbeiter durchaus relevant sein kann, weil man sich bei Präzedenzfällen darauf berufen kann.
    Das macht inhaltich aber einen Unterschied, wenn man die Nomenklatur der öffentlichen Phraseologie kennt:Wenn irgendwelche Personen öffentl. Interesses (Politiker, Schauspieler, Fußballmanager…) etwas macht, was die Gesellschaft in Gänze als falsch ansieht, gibt man den reumütigen Sünder, der fortan alles anders machen will und einräumt, Fehler gemacht zu haben; sitzt man zwischen den Stühlen, äußert man sich äquidistant und versichert formell Gleichheit anstatt zu behaupten, die damaligen Taten seien ein Fehler gewesen. Also nun inhaltlich zu sagen: Meine damalige Entscheidung beruhte auf einer Ansicht, die falsch ist, wird man in diesem Kontext nicht hören. Wenn man das ändern will, sodaß solcherlei Taten in Zukunft ebenso gesamtgesellschaftlich geächtet werden, muß man nun dafür kämpfen. Solange Pappenheimer wie @Fraggle zwar bei einem solchen Thema von „Meinungsdiktatur“ schwafeln, das Wort aber nicht in den Mund genommen wird, wenn einhellig die „Meinung“ besteht, Steuerhinterziehung sei scheiße, sollte man dagegen polemisieren.

  46. @Sören:
    „Interessant übrigens, dass ausgerechnet OKCupid protestiert. Deren SSL-Zertifikate sind von GoDaddy signiert, welche bekannt für sexistische und frauenfeinliche Werbung sind.“

    Was soll daran nun so interessant sein? Diese guilty by association fallacy ist nur eine argumentative Nebelkerze.
    Würdest du mich kennen, könntest du mir bestimmt auch ’nachweisen‘ in dieser oder jener Hinsicht falsch gehandelt zu haben. Macht das den Inhalt meiner Argumente weniger wahr? Also bitte nicht ablenken.

  47. Wurde eben nicht übernommen, deswegen als Nachtrag:

    @Sören

    „Interessant übrigens, dass ausgerechnet OKCupid protestiert. Deren SSL-Zertifikate sind von GoDaddy signiert, welche bekannt für sexistische und frauenfeinliche Werbung sind.“

    Du tust dir mit dieser Argumentation auch keinen Gefallen: Wenn du OKCupid damit diskreditieren willst, kannst du das ja nur, indem du die Standards anerkennst, die die Kritiker an GoDaddy anlegen, um sie sexistisch etc. zu nennen. Genau diese Standards teilst du aber ja nicht, da jene Kritiker eben auch behaupten, die Verweigerung der gleichgeschlechtlichen Ehe ist ein Resultat der grassierenden Homophobie. Du hingegen behauptest das nicht. Was also nun? OKCupid kritisieren und damit deinen Standpunkt revidieren oder deinen Standpunkt beibehalten, aber dafür nicht auf diese Art und Weise den Kritiker OKCupid diskreditieren wollen. Ich kann es nur immer wieder schreiben: Bei diesem Thema wird wirklich nichtmal die basalste Argumentationslogik befolgt, hauptsache man kann seine Behauptungen durchdrücken…

  48. „Das Thema bei dem ich eingehakt habe, war die Behauptung, gegen gleichgeschlechtliche Ehe zu sein habe nichts mit Homophobie zu tun.“

    Ganz wichtiger Unterschied: Ich habe nie gesagt: Hat _nichts_ damit zu tun. Ich habe ausgesagt: Bedeutet nicht _zwangsläufig_ das und man benötigt mehr Hintergrund, um es dahingehend zu bewerten. Meine Argumentation hat wenig mit Mozilla zu tun und wenig mit bestimmten Personen, meine Argumentation ist auf einer viel allgemeineren Ebene: Man sollte nur die bekannten Faktoren in die Beurteilung einfließen lassen und sich kein Urteil auf Grundlage von Spekulationen bilden, die deutlich härter ausfallen, als das, was man tatsächlich weiß.

    „Würdest du mich kennen, könntest du mir bestimmt auch ‘nachweisen’ in dieser oder jener Hinsicht falsch gehandelt zu haben. Macht das den Inhalt meiner Argumente weniger wahr? Also bitte nicht ablenken.“

    Der Kommentar von mir hatte mit dir absolut gar nichts zu tun, darum habe ich das in einem eigenen Kommentar geschrieben und dich auch nicht mit deinem Pseudonym angesprochen. Keine Ahnung, wieso du das auf dich beziehst.

    „Du tust dir mit dieser Argumentation auch keinen Gefallen: Wenn du OKCupid damit diskreditieren willst, kannst du das ja nur, indem du die Standards anerkennst, die die Kritiker an GoDaddy anlegen, um sie sexistisch etc. zu nennen. Genau diese Standards teilst du aber ja nicht, da jene Kritiker eben auch behaupten, die Verweigerung der gleichgeschlechtlichen Ehe ist ein Resultat der grassierenden Homophobie. Du hingegen behauptest das nicht. Was also nun? OKCupid kritisieren und damit deinen Standpunkt revidieren oder deinen Standpunkt beibehalten, aber dafür nicht auf diese Art und Weise den Kritiker OKCupid diskreditieren wollen.“

    Du hast meinen Punkt überhaupt nicht verstanden. Ich selbst diskreditiere weder Eich noch OKCupid, ich merke an, dass die Menschen von OKCupid eine Doppelmoral an den Tag legen, weil diese Eich diskreditieren, sich selbst aber auch Kritik ähnlicher Art gefallen lassen müssten. Mit anderen Worten: OKCupid ist nicht wirklich in der Position, solche Hetzereien zu starten. Das ist eine ganz andere Aussage als das, was du mir unterstellst.

    „Bei diesem Thema wird wirklich nichtmal die basalste Argumentationslogik befolgt, hauptsache man kann seine Behauptungen durchdrücken…“

    Du glaubst gar nicht, wie sehr ich dir bei diesem Satz zustimme…

  49. @Sören:
    „Ganz wichtiger Unterschied: Ich habe nie gesagt: Hat _nichts_ damit zu tun. Ich habe ausgesagt: Bedeutet nicht _zwangsläufig_ das“

    Der Unterschied ist mir gar nicht so wichtig. Ich habe kein Problem damit, zu sagen, daß es _zwangsläufig_ damit etwas zu tun hat. Nur auf der Grundlage kann man ja auch behaupten, das sei keine Spekulation, sondern gesichertes Wissen.

    „Der Kommentar von mir hatte mit dir absolut gar nichts zu tun, darum habe ich das in einem eigenen Kommentar geschrieben und dich auch nicht mit deinem Pseudonym angesprochen. Keine Ahnung, wieso du das auf dich beziehst.“

    Ich habe das im Konjunktiv geschrieben („würdest du mich kennen, könntest du…“). Das war ein Beispiel dafür, daß auch ich, als Kritiker dieses homophoben Möchtegern-Menschenfreundes bestimmt nicht mit Steinen werfe, weil ich frei von Sünde bin. Der Inhalt der Kritik wird nicht vom Sprechort berührt, du verstehst? Man kann in diesem Fall nicht „nicht in der Position“ sein (wie du das formulierst), keine Kritik zu äußern. Es geht um den Inhalt der Kritik und deine Anmerkung, OKCupid sei ja selbst gar nicht so unschuldig, ist nur eine Nebelkerze, weil sie vom Inhalt der Kritik ablenkt. Die gesamte Gesellschaft besteht aus Sündern, es geht aber um den objektiven Gehalt, der in solcher Kritik zur Sprache kommt, egal von wem.

    Doppelmoral darfst du da gerne unterstellen, aber zum einen eben nur unter der falschen Prämisse „guilty by association“, zum anderen, ich werde nicht müde das zu sagen, ändert das nichts am Inhalt der Kritik.

  50. Ich habe eure Diskussion bis jetzt mitverfolgt und kann beide Seiten teilweise verstehen. Aber anscheinend leidet jeder Mensch der etwas gegen Homos an Homophobie und vermutlich ist auch jeder, der etwas gegen die EU sagt, ein Anti-Europäer und ist heimlich ein Nazi.
    Ach ja… man kann es sich alles so einfach machen wenn man direkt solche Wörter benutzt :D.
    Übrigens bin ich eher auf der Seite von Hr. Sören, weil er wie ich es finde differenzierter die Sache angeht.

  51. Ach, hätte ich mal vorher nachgesehen, dann müsste ich nicht so viele einzelne Kommentare hintereinander schreiben.

    @Sören, du hast nämlich eingangs geschrieben, daß seien „zwei paar Stiefel“. Du weiß also entweder nicht, wie man diese rhetorische Wendung benutzt (kann ja mal passieren), oder du hast dir jetzt, nachträglich, dazugedichtet, ganz tolerant zuzugestehen, daß Homophobie schon manchmal was mit der Verweigerung der gleichgeschlechtlichen Ehe zu tun haben könne, nur eben nicht ‚zwangsläufig‘. Was denn nun? Wenn du dem Satz, man möge doch ein wenig mehr auf die Logik seines Argumentationsganges achten, so sehr zustimmst, dann achte doch bitte auch darauf…

  52. @Saber: Zwei Seiten einer Medaille: Dem Argument zufolge, Kritiker XY hat ja auch Dreck am Stecken, sind alle Sünder und können folglich nicht mit Steinen werfen; dem notorischen Einklagen von „Differenziertheit“ zufolge ist niemand Sünder, es dürfen also auch keine Steine geworfen werden. Was genau sollte denn da ‚differenziert‘ werden?

  53. Ich denke, was ich sagen wollte, dürfte aus dem Kontext meiner Aussagen klar geworden sein und spätestens durch Folgekommentare klargestellt worden sein, sollte dies zu Beginn noch nicht klar gewesen sein. Damit bin ich vorerst aus dem Thema, muss noch ein bisschen was tun, die Zeit vergeht heute zu schnell.

  54. qwertzman says:

    ich finde eichs homophobie nicht gut. bei siemens und der krankenkasse sind homophobe, trotzdem kaufe ich ihre produkte.

  55. wassn dünnschiss! minderheitenpolitik kotzt mich an!

  56. Das angenehme an Brendan Eichs Meinung ist, dass sie von der Mehrheit der Kalifornischen Wähler geteilt wurde. Wieso sollte er sich für etwas entschuldigen, was die Mehrheit will?

  57. Ganz ehrlich ich bin nicht mit Eich einer Meinung … aber das bin ich politisch oder ethisch oder wie auch immer bestimmt auch nicht immer mit den anderen großen und vorallem nicht mit Eric Schmidt … aber wieso sollte ich dann nicht mehr die Software derer nutzen? Homophobie ist sicher nichts schönes aber ich denk bei mir wärs so dass ich die Software erst nicht mehr nutzen würde wenn es um Menschenleben geht weil da is defintiv Schluss. Aber wenn Eich diese Meinung hat dann soll er sie halt vertreten ich mein er richtet ja mit seiner Meinung keinen Schaden an. Im Endeffekt is es halt so dass ich Mozilla echt toll finde und den Firefox nicht missen möchte. Er ist zwar langsamer als Chrome und bestimmt gibts noch mehr argumente nicht den Firefox aus technischer Sicht zu nutzen aber ich versuche halt mich möglichst weit von Google fernzuhalten … aber das ist ein anderes Thema

  58. Und Brendan Eich ist schon wieder geschichte.

    Aber der Imageschaden für Mozilla ist da. Hat man es sich erst mit den Befürwortern für Homosexuellen Beziehungen verscherzt geht jetzt die andere Seite auf die Barrikaden die Homosexualität ablehnt und Eichs erzwungenes Ausscheiden als Angriff auf die Meinungsfreiheit wütend macht *lol*

    Und so geht der Niedergang von Firefox in eine weitere Runde.

    Und es beweist wieder mal eins.. Von Krisenmanagment und Krisenprevention hat Mozilla NULL Ahnung. Wäre es eine verantwortungsvolle Organisation hätten sie eine vorurteilsfreie – neutrale Person gewählt.

    Wäre ich nicht wegen Australis abgewandert wäre es wohl mit diesem selbst geschaffenen Chaos soweit gewesen „Bye Bye Firefox“ zu sagen.

    Wer sich blauäugig in eine solche Situation manövriert und BEWUSST Imageschaden in Kauf nimmt behört boykottiert!

    Mehr gibts zu diesem marketingtechnischen Trauerspiel nicht zu sagen…

    Sehr enttäuschend! Und erneut bin ich froh nun mit der Pale Moon und Maxthon Kolonne zu fahren.

  59. Die dümmliche Hetze gegen Mozilla (bzw. Firefox, Thunderbird) von rechtskonservativen Christianisten auf der einen und „political correctness“-Fanatikern auf der anderen Seite (und schwätzenden Mitläufern dazwischen) bringt mich zum Kotzen!

    Mozilla ist keine politische Organisation sondern eine Non-Profit-Stiftung (Foundation) mit einer kommerziellen Tochter, der Mozilla Corporation. Deren Zwecke und Aktivitäten sind nicht die Politik, sondern Internet, Firefox, Thunderbird etc. – also technische Belange und eindeutig nicht die einer politischen Organisation oder Partei!

    Wäre Mozilla eine Politische Organisation, würde ich deren Produkte nur dann nicht nutzen, wenn ihre politische Gesamtausrichtung der meinen zu sehr entgegen stünde.
    Dass Mozilla sich in der Sache Brendan Eich nicht sehr geschickt verhalten hat, ist unbestritten – doch es war für Mozilla auch fast unmöglich, aus dieser Zwickmühle zwischen „rechts“ und „links“ unbeschadet herauszukommen. Es sind nun mal keine in politischem Lavieren durchtrainierte Parteifunktionäre oder Political-Correctness-Aktivisten.

    Für vernünftig halte ich nur, über die Nutzung/Nichtnutzung der Produkte Firefox und Thunderbird nur entlang von Aspekten der Performance, Sicherheit und Benutzerfreundlichkeit zu entscheiden.
    Aus genannten Gründen habe ich mich für die weitere Nutzung von Thunderbird entschieden – ich habe bisher nichts für mich Dienlicheres gefunden.
    Ich habe den Firefox nur wegen technischen, aus meiner Sicht userunfreundlichen Entwicklungen und nicht aus scheinpolitischen Gründen de-installiert – einfach weil mir das neue Australis-Design und gestrichene Features zu null % gefallen. Als Hauptbrowser habe ich den „Pale Moon für ATOM“ installiert und bin begeistert über seine bessere Performance und Nutzerdienlichkeit.

    Allerdings mache ich jetzt zu meinen bisher rein technischen Motiven der Entscheidung für oder gegen einen Browser eine Ausnahme:
    Ich installiere den Firefox wieder (die noch einige Zeit Australis-freie ESR-Version, als Zweitbrowser) – als kleine Geste der Solidarität mit der auf’s unfairste angegifteten Mozilla Fondation/Corporation – als, zugegeben winzig kleines, Gegengewicht zu den grotesken, lächerlichen Boykottaufrufen gegen Mozilla.
    Ohne Mozilla wäre es um die Vielfalt im Internet sehr viel schlechter bestellt, es gäbe auch keinen „Pale Moon“, keinen „Waterfox“, kein „FossaMail“ und wie die vielen Firefox- Thunderbird-Forks alle heißen!

    P.S.: Da ich manche Antworten auf Kommentare nur als langweilige, nicht zielführende Retourkutschen empfinde, habe ich die Benachrichtigungsfunktion bei Antworten abgeschaltet und lasse generell einen gewissen Störenfried gezielt ausblenden. Zu inhaltsleeren Hate-Debatten habe ich kein Lust mehr und werde den Antwort-Bereich dieses Beitrags auch nicht mehr besuchen.
    Dieses Statement pro Mozilla und contra die Hasskampagne gegen Mozilla war mir als meine abschließende Antwort wichtig!

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