Mozilla bastelt an einer Open-Source-Spracherkennung

Spracherkennung, das ist aktuell ein wichtiges Thema, denn Apple hat Siri, Samsung Bixby, Amazon Alexa, Microsoft Cortana, Google den Assistant und so könnte man die Reihe weiter fortführen: Digitale Assistenten arbeiten exzessiv mit automatischer Spracherkennung und viele Hersteller sehen darin die Zukunft. Nun will sich auch Mozilla einklinken – mit einer Open-Source-Variante.

Laut Mozilla sei das Problem, dass aktuelle Techniken zur Spracherkennung / -verarbeitung in der Hand weniger, großer Firmen seien. Dem Gros der Entwickler bleibe der Zugriff verwehrt. Das verhindere größere Innovationen und deswegen habe ich Mozilla entschieden, die Sache selbst in die Hand zu nehmen. Mit dem Project Common Voice will man Spracherkennung für alle verfügbar machen.

Was ihr als Community-Mitglieder aktuell tun könnt, um das Projekt zu unterstützen? Sprachaufnahmen aufnehmen und beisteuern, um die Spracherkennung zu verbessern. Oder aber ihr könnt andere Aufnahmen bzw. deren Erkennung kontrollieren. So könnt ihr Fehler entlarven und ebenfalls den Lernprozess fördern. Aktuell geht es aber erst einmal nur um englischsprachige Aufnahmen.

Auf diese Weile will Mozilla 10.000 Stunden Audiomaterial zusammenbekommen – noch in diesem Jahr. Mehr Informationen findet ihr direkt auf der Website von Project Common Voice.

Danke an Matthias!

Gefällt dir der Artikel? Dann teile ihn mit deinen Freunden.

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

12 Kommentare

  1. Es ist wie immer: wenn dann wirklich alle großen und kleinen Firmen irgendwas auf den Markt geworfen haben, kommt die OpenSource-Gemeinde als Letztes und meint, sie könne da noch was reissen. Naja, viel Spaß. Mehr bringt das auch nicht.

  2. Wolfgang D. says:

    „das Problem, dass aktuelle Techniken zur Spracherkennung / -verarbeitung in der Hand weniger, großer Firmen seien“

    Das wird auch so bleiben, weil nur die „Großen“ sich die nötigen Patente und Lizenzen leisten können. Warum wohl sind Sound und Kamerabilder bei OpenSource Androiden so mies? Keine geschützten Algorithmen in Verwendung. Aber egal, irgendwo muss die MF die angesammelten Werbemillionen ja wieder verbrennen. Warum also nicht hier?

  3. Grundsätzlich toll, was das Bemühen um techn. Fortschritt angeht, aber….mal ehrlich.
    An jeder Ecke kommt nun ein Assistent daher und will mir das Leben erleichtern. Bis ich jedem Assistenten alle meine Geräte beigebracht habe (sofern überhaupt möglich) u. was ich will, bzw. anders herum, bis jedes Gerät mit „einem“ Assistenten klar kommt, habe ich mir wahrscheinlich schon die Kugel gegeben, weil mein Leben voll von unfähigen Assistenten, umständlicher, einsamer u. voll lauter unbeantworteter Fragen geworden ist.
    Nach dem Motto: „OK Google“ wenn du es nicht weist frage ich „Alexa, wie wird das Wetter heute“ (bescheuert , oder?)
    Vielleicht schaut es in 20-30 Jahren anders aus wenn es 1-2 Assistenten gibt die wirklich was können. Aktuell kommt mir das eher so vor wie in Matrix mit dem Agenten Smith der beliebig oft auftaucht aber nur beschränkt brauchbar ist.

  4. Das wird genau so ein Grab wie Firefox OS. Mozilla soll endlich aufhören Ressourcen in Projekte zu investieren wo man sowieso keine Chance gegen die Großen hat. Mozilla muss sich auf das konzentrieren was sie groß gemacht hat, und das ist der Browser !

    Da ist Google, Cortana, Alexa, Bixby, Siri und heute habe ich gelesen das Lenovo jetzt auch noch mitwerkeln will. Sorry, aber ich sehe den Markt für Mozilla einfach nicht.

  5. Eine Open-Source-Spracherkennung wäre die einzige, die ich nutzen würde.

  6. „ich sehe den Markt für Mozilla einfach nicht“ welche davon geht offline ohne irgend einen grusligen „cloud“ Schrott ?

    Alexa und Co kann man ja nicht einsetzen wenn einem seine Daten irgendwas wert sind und da kommt so eine Offline Variante gerade recht. Alternativ hat man eine Wanze mit Cloud Anbindung in der Wohnung, jeder wie er mag. Ein system was nur mit Internet funktioniert ist halt murks.

  7. Ich bin froh das Mozills das tut.

  8. Die Ressourcen können Sie sich wirklich sparen, und stattdessen lieber in die Entwicklung von Firefox stecken, damit sie wieder ein konkurrenzfähiges Produkt auf den Markt bringen. Davon ist Firefox aktuell nämlich weit entfernt, was man auch schon dran sieht dass ihnen die Nutzer in Scharen davon laufen.

  9. Endlich tut es jemand. Closed source Spracherkennung kommt mir nicht ins Haus.

  10. Soll nicht auch Andy Rubins Essential Home ne lokale, quelloffene Spracherkennung haben?

    Ich begrüße datenschutzfreundliche Alternativen zu Alexa, Siri und Co.
    Besonders glaube ich dass ein Assistent, der überall dort verbaut wird, wo Hersteller nicht die Ressourcen für einen eigenen Assistenten haben, durchaus Sinn ergeben würde.
    Das selbe hat Android als OS mal stark gemacht!

  11. Ich seh das wie HDS. Aktuell können die nicht wirklich viel. Da bleib ich lieber oldschool und hol mir einen Sklaven. Äh ich meine Diener 😉

  12. Ähh… es geht doch garnicht um einen Open Source Assistenten, sondern nur um eine Spracherkennung. Hat mit den Fähigkeiten von Siri & Co erstmal wenig zu tun.

Es kann einen Augenblick dauern, bis dein Kommentar erscheint.

Du willst nichts verpassen?
Neben der E-Mail-Benachrichtigung habt ihr auch die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den Hauptfeed abonnieren. Alternativ könnt ihr euch via E-Mail über alle neuen Beiträge hier im Blog informieren lassen. Einfach eure E-Mail-Adresse hier eingeben, dann bekommt ihr 1x täglich morgens eine Zusammenstellung.