Mountain Duck 4 erschienen: Server als Laufwerk mounten

Leser, die lange dabei sind, wissen: wir berichten oft über kleine Tools und Helferlein. Beispielsweise Cyberduck, das FTP-und-mehr-Programm für macOS und Windows. Aus der gleichen Software-Schmiede aus der Schweiz kommt auch Mountain Duck, welches jetzt in Version 4 erschienen ist. Der Unterschied zu Cyberduck ist bei Mountain Duck die Kostenpflichtigkeit (und natürlich die Arbeitsweise).

Spricht vermutlich aber eh andere Zielgruppen an. Mit Mountain Duck können Anwender Server- und Cloud-Storage im Finder unter MacOS und im Datei-Explorer unter Windows als Festplatte mounten. Sprich: Ihr könnt Amazon S3, Nextcloud Dropbox, WebDAV, SFTP und den Google Drive in Finder und Explorer einbinden.

Version 4 fügt eine Dateihistorie mit einer detaillierten Ansicht der laufenden Übertragungen und der Historie der zuletzt bearbeiteten Dateien auf dem Computer und auf dem Server hinzu. Benutzer können ein Element auswählen, um die geänderte Datei schnell im Datei-Explorer anzuzeigen.

Die Zuweisung von Labels zu Lesezeichen ermöglicht die Gruppierung von Lesezeichen in Ordnern im Menü, wodurch die Benutzeroberfläche weiter verbessert werden soll.

Funktionen für Teams findet man auch vor. Das Sperren von Dateien verhindert Bearbeitungen durch andere während der Bearbeitung eines Dokuments. Es wurde auch die Unterstützung für das Sperren von Dateien beim Verbinden mit einem WebDAV-Server eingeführt.

Auch bei der Arbeit mit versionierten Buckets in S3 können Benutzer frühere Versionen von Dateien öffnen und rückgängig machen, so die Entwickler. 35 Euro zahlen Neukunden für Mountain Duck 4 – die neue Version ist übrigens eine kostenpflichtige Angelegenheit – bestehende Kunden erhalten je nach Kaufdatum einen Upgrade-Rabatt zwischen 40% und 100%.

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caschy

Hallo, ich bin Carsten! Ich bin gelernter IT-Systemelektroniker und habe das Blog 2005 gegründet. Seit 2008 ist es Beruf(ung). Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Fan und Vater eines Sohnes. Auch zu finden bei LinkedIn, Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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17 Kommentare

  1. Das ist ein stolzer Preis, für ein Frontend bereits existierender CLI Tools.

  2. Hmm … mir wurden nur 30% upgrade discount angeboten 🙁

  3. So ganz genau verstehe ich es nicht. Was ist denn der elementare Vorteile? Mehrere Cloud-Speicher-Zugänge über ein Tool?

  4. Ich nutzte Transmit von Panic und das kann auch als Laufwerk gemountet werden, wenn man es denn braucht. Mit Cyberduck bin ich nie ganz warm geworden. Es lädt und verbindet bei mir auch immer irgendwie träge. Aber hey, das System mit dem kostenlos nutzen und bezahlen, wenn man es angenehm via AppStore will, finde ich ganz cool.

  5. Auch wenn ich vermutlich das Update kaufen werde, da ich die Cryptomator-Integration mag, das Hauptproblem mit Mountainduck (und Cyberduck) ist, dass es bei einer Vielzahl an kleinen Dateien unglaublich langsam im Upload ist. Trotz diverser berichte lehnen es die Entwickler ab, das wirklich einzugestehen.

    Leider ist mir keine sinnvolle Alternative unter Windows bekannt, lokale Daten on-the-fly in einen Offsite-Vault zu verschieben (was auch der größte Nachteil von Boxcryptor in meinen Augen ist).

    Wobei, theoretisch sollte ich mit einem anderen Tool Dropbox etc einbinden können und dann „lokal“ wie Cryptomator etc. drauf zugreifen können. Das erhöht dann im Zweifel aber die Fehleranfälligkeit.

    • Hast du dir eventuell schon einmal odrive angeschaut ob das was für dich ist? Ich hab eine Zeit lang ExpanDrive verwendet und fand es ganz ok. Allerdings habe ich es wirklich nur als zusätzliches Laufwerk ohne große Anforderungen verwendet.

  6. Gamerfreak says:

    Das man in der Richtung überhaupt mal etwas liest. Ich suche aktuell auch in der Richtung eine ordentliche Software.
    Leider stelle ich fest das es echt sehr wenige Tests oder Erfahrungsberichte diesbezüglich gibt.

    Stablebit Clouddrive hatte ich zuerst auf dem Schirm. Da hab ich bei Reddit aber eine Diskussion gefunden die von massiven Datenverlusten in Kombination mit Google Drive spricht.

    Raidrive sieht gut aus, aber leider nur als Abo Modell.

    Cloudmounter liest sich gut, aber lässt sich kein neutraler Bericht zu finden.

    Bleiben ExpanDrive und Mountain Duck übrig. Die finden wenigstens öfters Erwähnung.

    Gibt es hier jemanden der vielleicht eine Empfehlung aussprechen kann oder Erfahrungen mit eines der Programme hat?

    • Ich habe CloudMounter im seltenen Einsatz (weil es im Setapp Abo enthalten ist) und auch Transmit sowie Mountain Duck in Version 2 und 3.

      Mein Einsatzzweck ist, dass ich zwei Dropbox Accounts parallel nutzen möchte und auch via OneDrive oder Google Drive mit mehreren Accounts hin und wieder verbinden möchte/muss und auch direkt in den gemounteten Laufwerken arbeiten will.

      Ich kann eigentlich keines der Programme empfehlen, weil es immer wieder Probleme gibt und der unbedarfte Nutzer nicht ganz nachvollziehen kann, was jetzt genau schief ging. Die oben erwähnten langsamen Syncs kenne ich auch. Oder ein Upload der nicht fertig ist, der Rechner aber in den Ruhezustand geschickt wird. Mit Glück wird der Upload fortgesetzt, häufig nicht.

      Ich bin durchaus technisch versiert, aber durch Dropbox und Co. so sehr an die einfache, funktionierende Integration mit automatischer Fehlerbehebung gewöhnt, dass es für mich einfach nicht vertrauneswürdig funktioniert.

      Die Tolls nutzen auch häufig die APIs der Dienste, sodass das Verlaufsprotokoll in Dropbox z. B. mit dutzenden API-Calls vollgestopft wird. RAM und HDD-Cache war bei mir oft auch derart hoch, dass sich die parallele Installation von den Originalanwendungen direkt lohnt.

      Cyberduck mag ich auch, empfehle ich auch gern Windows-Usern. Mountain Duck hatte ich im November 2018 in Version 2 gekauft und 2019 noch einmal in Version 3 getestet. Dass jetzt schon Version 4 erscheint, lässt zumindest auf einen höheren Preis schließen.

      So, was kann ich empfehlen? Ausprobieren in jedem Fall – vlt. ist dein Anwendungsfall ja super abgedeckt.
      Persönlich nutze ich wieder eine Kombination aus dem guten alten Thumbdrive (SSD von Samsung) und Webinterfaces bzw. einem eigenen Server und b2 für sehr große Online-Dateien.

    • ich nutze CloudMounter um OneDrive und Dropbox einzubinden am Mac. Funktioniert ohne Probleme als zusätzliches Laufwerk. Auch der Upload gestaltet sich sehr komfortabel. Ich kann das Programm empfehlen!

  7. Nutze seit Jahren zufrieden AirLiveDrive Pro, das bei mir Raidrive ersetzt hat. Die Software setzt auf die Dokan Library auf und wird gut gepflegt. Die Entwickler sind freundlich und aufgeschlossen und die Lizenzkosten m.E. überschaubar. Da die Software bei mir lediglich „Bequemlichkeitsdienste“ leisten muss, kann ich leider keine Erkenntnisse zur Tauglichkeit der Software im harten Arbeitseinsatz beisteuern. Für mich passt sie halt.

  8. HerrrSchnitzel says:

    Ich hatte im Dezember 2019 die Version 3 gekauft und mir wurde jetzt nach 6 Monaten ein Rabatt von 40% angeboten.
    Da kann man auch eine Abolösung wie“Raidrive“ nutzen was deutlich mehr Anbieter unterstützt.
    Bei dieser Art Software ist man meist gezwungen die aktuelle Version zu kaufen da die Anbieter die API ständig verändern.

  9. Gamerfreak says:

    Erst einmal vielen Dank. So wie ich es sehe gibt es scheinbar keine klare Empfehlung. Also werde ich, wo es geht, erst einmal die Trial Versionen ausprobieren und schauen was wie gut funktioniert.
    Generell tendiere ich ja immer zu Software wie Expandrive, da dort die Möglichkeit besteht eine Lifetime Lizenz zu kaufen.

  10. Gamerfreak says:

    Also Cloudmounter hat sich bereits nach der Installation disqualifiziert. Noch nie auf meinem Rechner installiert gewesen kommt sofort nach dem Start die Meldung das meine 14 Tage Testphase abgelaufen sind.

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