Modulare USB-C-Ports sind Geschichte: Das Samsung Galaxy S10 und S10e im iFixit-Teardown

Neben dem Galaxy S10+ (hier unser Erfahrungsbericht) hat Samsung natürlich noch das „normale“ Galaxy S10 als auch den etwas abgespeckten Ableger, das Galaxy S10e vorgestellt. Mit neuem In-Display-Fingerabdruckleser (zumindest im S10 und S10+) und der Möglichkeit, kabellos geladen zu werden, stellt sich doch bei Reparaturbedarf sicherlich das eine oder andere Problem dar? Dieser Frage ist iFixit in einem neuen Teardown nachgegangen.

Und dabei musste das Team feststellen, dass sich die Geräte ähnlich simpel reparieren lassen, wie ein Meteoritendurchschuss an Bord der ISS – so gut wie gar nicht nämlich. Schuld daran sind mehrere Faktoren und Samsung bleibt bisher wohl auch noch die eine oder andere Antwort schuldig, wie sich um Himmels Willen einige Teile überhaupt ausbauen lassen, ohne sie völlig zu zerstören.

Den Anfang macht der nun leider nicht mehr modular verbaute USB-C-Ladeanschluss. Dieser sitzt nun fest an der Platine und kann demnach nicht mehr „mal eben“ einzeln ersetzt werden. Außerdem sollen auch die Akkus der Geräte wieder einmal sehr stark im Gehäuse festgeklebt sein, sodass sich ein Austausch gar nicht ohne weiteres vollziehen ließe.

Was sich leider so gar nicht ohne Schaden zu nehmen entfernen lässt, sei der im Display integrierte Fingerabdruckleser des S10 (und damit natürlich auch des S10+). Sollte der Sensor also eines Tages Probleme bescheren, könnte dies den Austausch des kompletten Displays bedeuten.

Gut gelöst habe Samsung wiederum das Problem der Hitzeentwicklung beim kabellosen Laden. Dank großer Kupfer-Heatpipes soll die entstehende Wärme sehr gut abgeleitet werden, so iFixit. Am Ende erreichen das Samsung Galaxy S10 und S10e dann aber aufgrund der zahlreichen Hürden beim Zerlegen und Zusammensetzen nur noch einen Repairability-Score von 3 von 10 Punkten, ein recht mieses Ergebnis für den Kunden.

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Benjamin Mamerow

Nordlicht, Ehemann und Vater, hauptberuflich mit der Marine verbündet. Außerdem zu finden auf Twitter. PayPal-Kaffeespende an den Autor. Mail: benjamin@caschys.blog

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35 Kommentare

  1. Wer heute noch Samsung kauft hat noch nichts kapiert. Xiaomi schafft das selbe für ein Fünftel des Preises eines S10. Bisher konnte ich alle meine Xiaomi Smartphones problemlos reparieren. Sei es der Display oder der Akku.

    Mein letztes Samsung war ein S5. Da hätte mich der Display genauso viel gekostet wie ein neues aktuelles Telefon von redmi.

    • Es heißt das Display

    • Warum soll man nichts kapiert haben? Hardware und Preis ist eben nicht alles. Vielleicht fühlt man sich im Samsung Ökosystem einfach wohl? Genauso wie bei Apple hat Samsung oftmals eine VIelzahl eigener Produkte die eng verzahnt sind, habe eine eigene Oberfläche bzw. eigenes Look-And-Feel

    • Wenn der Preis der einzige Grund sein soll…

    • Bockwurst mit neuem Namen.

    • Hab schon mehrere Xiaomis eingerichtet, für Bekannte die unbedingt billig kaufen wollten. Tja, für das was man zahlt, kriegt man auch viel Smartphone. Aber, ein Vergleich mit Samsung, Apple, etc. halten sie nicht Stand! ZB nicht nur bei Xiaomi auch bei Honor, brechen die Displays sehr leicht, da nur minderwertiges Glas verbaut. Da sind zB Motorola Geräte, in etwa gleichen Preisklasse, viel besser unterwegs… 😉

      • Also minderwertiges Glas wird da nicht verbaut. Weder bei meinem Mi5 noch bei meinem Note 5 hab ich es geschafft das Glas kaputt zu bekommen. Auch von den Geräten die ich „vermittelt“ habe, hat noch kein einziges einen Glasbruch erlitten. Gefühlt brechen die Displaygläser bei meinen Freuden mit Premiumhandys dafür im Halbjahresrhythmus.

    • CodeSight says:

      Ich versteh‘ dieses Preisgesülze nicht. Ich zahle jetzt für mein S10 effektiv 642€. Bevor man bei Apple komplett irre geworden ist, hat das iPhone 6 zur Markteinführung auch 699€ gekostet. ich seh da jetzt kein gravierendes Problem.

      • Bockwurst says:

        Weil ein Preis auch viel über die Qualität aussagt. Vom Rekordhalter in Sachen Preisverfall bei den Galaxy Phones ganz abgesehen. Kein andere Hersteller kann da mithalten.

        • CodeSight says:

          Hast du auch ein inhaltlich sinnvolles Argument oder willst du nur bashen?

          • Bockwurst grundlegende Fehlannahme ist es, dass alle Menschen seine Ansprüche an ein Smartphone teilen. Da ist eine sachgebundene Argumentation, jedenfalls hinsichtlich der Produktauswahl, unmöglich.

            • Und darum ist ein Samsung-Smartphone nun ein schlechtes Smartphone? Für einen Händler mag der Ein- und Verkauf so eine Herausforderung sein, aber für den Endnutzer ist das doch hinsichtlich der Gerätefunktionalität völlig egal!?

              • Bockwurst says:

                Was an den Geräten bemängelt dürftest du doch nun schon oft genug in den Kommentar spalten gelesen haben. Und klar den Händler freut ist, er lebt ja von so Käufern wie euch.

                • Hehe, Du hast noch nie ein Argument anderer Kommentatoren verstanden und nun auch wieder nicht.

                  Aber Du schaffst es ja nicht einmal, sachlich Argumente auszutauschen. Gleich ist die Rede von „euch“. Wer ist denn das? Ich, weil ich nach Argumenten frage? Das ist doch Unsinn.

                  Und nochmal, Preisverfall ist kein Feature eines Smartphones. Wieso sollte es also ein Argument für ein schlechtes Gerät sein?

                  • Bockwurst says:

                    Falsch euch fehlt einfach das Verständnis die Argumente zu verstehen. Wir diskutieren hier über einen Taschencomputer mit Linux Kernel und sehr ähnlicher Hardware.

        • Moment, also ist der Chinakrempel den du uns so verzweifelt andrehen willst eigentlich Schrott, weil billig?

          Preisverfall ist mir übrigens egal, wir sind hier ja nicht bei armen Leuten und am Ende zählt, dass das S10 allem klar überlegen ist, was Xiaomi so zu bieten hat.

  2. Warum soll man das ganze auch reparaturfreundlicher bauen wenn jedes Jahr ein neues Gerät angeschafft wird?
    Wobei bei den Preisen die aufgerufen werden wohl der eine oder andere Samsung-Fan vlt noch ein Jahr wartet oder sich anderweitig orientiert. Zwei Kollegen die sich bislang jährlich immer das aktuelle Samsung Flagschiff angeschaft haben überlegen zu Huawei über zu laufen, P30 ist da im Gespräch. Alles nicht meine Liga, mir persönlich waren die S-Modelle immer zu teuer, in der A- oder J-Reihe wurde ich meistens fündig, aber mein nächstes Gerät wird wohl auch eher ein Xiaomi werden.

    • Wird es ja nur, weil kaum jemand wahrhaben will, wie viel die Geräte ohne Vertrag kosten. Bekomme das im Familien-/Bekanntenkreis regelmäßig mit. Da wird über einen Vertrag ein neues Galaxy S subventioniert erworben, wofür man vermeintlich nur ein paar Euro zahlt. Oft werden die Geräte auch entsprechend sorglos behandelt und nicht wie ein Gerät, das >600,-€ kostet. Sprich, es wird zur Vertragsverlängerung eben ein aktuelleres Modell genommen, sofern verfügbar.
      Den meisten Nutzern würde ein Mittelklassegerät doch völlig ausreichen für Whatsapp und Facebook. Es soll Menschen geben, die es nicht mal gebacken bekommen, vom Smartphone aus ein Foto via Mail zu verschicken, wenn man sie darum bittet, weil sie nicht verstehen wollen, dass WA die Qualität komprimiert.
      Du hast also auf Basis dieser Argumentation recht.

      Wenn aber versierte Nutzer ein Smartphone zu dem Preis erwerben, weil sie die verbaute Technik nutzen möchte – und das länger als zwei Jahre, was die Leistung sicherlich hergibt – ist das natürlich schlecht. Denn nach zwei Jahren ist es auch vorbei mit der Garantie. Da hilft es eben, sich ein Smartphone grundlegend auch selbst reparieren zu können.

  3. Versteh nicht warum ihr bei USB-C so dermaßen drüber her zieht. iFix it sind auch nicht die Helden zu denen die ganzen Blogs sie gemacht haben. Beschäftige mich seit längerem (andere Job) nicht mehr so sehr mit der Thematik, aber in der Vergangenheit haben die auch in den Videos gezeigt das es 0 8 15 Leute sind die teils 0-Plan von der Materie haben. Allein bei manchen Griffen würde sich die ISO Reparaturzertifizierung in Luft auflösen.
    USB war ein Problem vor allem bei Tablets da die IDIOTEN einfach mit Gewalt ihre Stecker reingeschoben haben ohne vorher nachzugucken.
    – Ja beim Handy ist es ja auch so.
    > Nein, der Stecker muss um 180° gedreht werden.
    – Ja aber so steck ich es am Handy immer rein, warum geht das beim Tablet nicht auch so?
    > Weil der eben um 180° verkehrt eingebaut ist.
    – Warum?
    > Weil das der Hersteller so gemacht hat!!! Deshalb sollte man immer vorher hinschauen.

    Solche Gespräche hatten wir im Repair mit den Kunden.
    Toshiba hat damals 1A Arbeit geleistet, Modular aufgebaute Tablets VERSCHRAUBT nicht FUCKING VERKLEBT und haben häufig den ersten mit GEWALT kaputt gemachte, verlötete USB Buchsen auf Kulanz ausgetauscht + Schreiben dazugelegt das der Kunde gucken muß war er macht sonst zahlt er für seine DÄMLICHKEIT! (Letzteres meine Meinung).

    Mit USB-C sollte dies kein Problem mehr sein, dafür hat man ja ein Spiegelverkehrtes Teil eingebaut. Wenn der Kunde dann immer noch meint mit Gewalt etwas machen zu müssen soll er lieber die Finger GANZ von technischem Gerät die Finger lassen.

    Ich bin zu Ende der 90er zu meinem ersten Handy gekommen (Schüler + selbstverdientes Geld) und habe seit dem kein einziges Handy oder Smartphone kaputt gemacht, weder Buchse, Stecker noch Display (letzteres hat mein Fater zu Handyzeiten gern kaputt bekommen, komisch seitdem er Smartphones hat kein einziger Glasbruch???). Auch meine Tablet, mehrere Laptops alles ok, Defekte waren mit der Zeit durch andere Dinge. Aber niemals die Anschlüsse die verlötet waren, nur 1x ein USB Stecker kaputt bekommen, jedoch weiß ich das ich das war, zu viel Kraft ausgeübt in einer falschen Position stehend wo ich die Krafteinwirkung nicht einschätzen konnte, also definitiv Mist gebaut. Normalnutzung währe dies nie passiert.
    Bei den Geräten muss eben die Buchse abgelötet und neu angelötet werden, heißt 2te Stufe der Reparatur nötig, kein Modultausch. Ist jetzt auch nicht die Welt und sollte normal selten repariert werden müssen.
    ca. 1.000.000 mal mehr werden jedoch Glasschäden der Fall sein, wie zu 95%+ in der Reparatur, darüber sollte man sich Gedanken machen. Die x-fach Stürze die jeder hat, ich auch nur mein Glück ist schnelle Reaktion mit den Füßen und umlenkung der Geräte in eine flachere Bahn dazu Abfangen einiger Energie des Falls + Rückseite ist aus Plastik was nochmals sich Dämpfens auswirkt. Dennoch fiel auf Fließen mein Hand auf Glasseite, jedoch nie direkt sondern umgelenkt über ein Abfangen des Fußes und damit weniger Energie die dann beim Fall bzw flachere Winkel, was auch keine Kratzer reingemacht hat, GLÜCK.
    Wenn man schon über was herziehen will dann bitte auch Gedanken drüber machen, was sich im welchem Verhältniss sich wie auswirkt. Danke

    • Hart nachzuverfolgen, an wie vielen Stellen du hier mit deinem Unmut daneben liegst. Zuerst einmal: Woher nimmst du die Behauptung, dass hier über irgendetwas „hergezogen“ wird? Hier wird doch lediglich berichtet, was die von ifixit bei ihrer Zerlegerei festgestellt haben? Zweitens: USB-C-Stecker können auch heute trotz ihrer Bauart kaputt gehen. Es geht auch gar nicht darum, WIE es passiert ist, sondern DASS es passiert ist, wenn es zu einer Reparatur kommen sollte. Und dass sich dann der entsprechende Anschluss nicht mehr modular entfernen lässt, sondern vielleicht das ganze Board getauscht werden muss, macht schon einen deutlichen Unterschied aus. Mir hat es auch schon einen solchen Anschluss zerlegt, weil Töchterchen das Ladekabel „dezent“ schief in den Anschluss drückte und ihr das mit einem leisen Knacken beantwortet wurde. Sie meinte es nicht böse, kaputt war der Anschluss dennoch – wo hilft mir nun Deine Aussage, dass das alles ja gar nicht mehr passieren kann? Eben. Soweit hoffe ich alles korrekt aus deinem Text herausklabüstert bekommen zu haben, das war alles andere als einfach (siehe „Dennoch fiel auf Fließen mein Hand auf Glasseite“ – WAS ZUM?). Gruß, Lutz

  4. Geklebt sind die Akkus bei fast allen um ihnen Halt zu geben – immerhin ist es der schwerste Part im inneren. Mit etwas wärme und einem Spudger bekommt man die problemlos lose – das war bisher bei allen S Modellen so.

    Bei USB-C ist’s halt die Frage ob die noch so leicht kaputt gehen wie früher Micro USB. Ein falsches Einstecken ist mittlerweile ausgeschlossen und durch Wireless Charging werden sie deutlich weniger beansprucht.

    Samsung und Apple sind sich im innern recht Nahe, wobei Samsung bisher schon noch etwas modularer ist und deutlich mehr Schrauben und weniger Kleber verwendet. Wenn man sich das Video anschaut ist es halb so wild
    https://www.youtube.com/watch?v=JgvEZCo77_s

    • Also ein Galaxy S10 hat zum öffnen keinerlei Schrauben und ist nur verklebt.

      Ein iPhone hat unten zusätzlich zwei Schrauben.

      Die Batterie ist bei Samsung verklebt und hat keinerlei Erleichterung zum entfernen.

      Ein iPhone hat dafür „Stripes“ mit denen man den Kleber einfach entfernen kann.

    • Also ich sehe nicht, wo Apple viel Kleber verwendet, bei meinem XR z.b. nur beim Display und Akku. Der Rest sind auch nur Schrauben bei Apple. Das XR Kommt auch mit der besseren Bewertung was die Reparaturen angeht weg.

  5. Ich brauchte bei meinen ganzen Galaxy Geräten noch nie irgendwas ausbauen oder sonst was fummeln. Selbst würde ich eh nie selbst den gehen an einem fast 1000 Euro Gerät. Für mich also egal ob das Gerät fest geklebt geschweißt oder sonst was ist.
    Hauptsache es macht sein Dienst und 2 Jahre hielt bei mir jedes Gerät mindestens, das s6 ist bei meinem Eltern noch in Betrieb von mir und es läuft immer noch 1a ohne irgendwelche Akku wechsel oder so.

  6. SavanTorian says:

    Ab Teardown 5 wirds schwierig.
    Ich erinnere mich noch an mein Galaxy Note 4. Das Gerät war diesbezüglich ein Traum. Auch wegen des Wechselakkus.

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