Mobilfunk-Netztest 2021: Das sind die Gewinner in diesem Jahr

Die Kollegen von der Connect haben ihren jährlichen Netztest durchgeführt. Keine Überraschung an der Spitze: Erneut erhält die Telekom in Deutschland die beste Bewertung für ihr mobiles Netz. Aber nicht nur in Deutschland, auch in Österreich und der Schweiz bleibt die Reihenfolge der Mobilfunkanbieter im Ranking das dritte Mal in Folge identisch.

Allerdings sei das nicht unbedingt so schlecht für die Kunden. Erstmals könne sich nämlich 2020 nun auch Telefónica in die Riege der „sehr gut“ bewerteten Anbieter einreihen. Aber auch der Spitzenreiter in Deutschland, die Telekom, habe sich leicht gesteigert. Zudem habe das Unternehmen derzeit beim 5G-Ausbau die Nase vorne.

Vodafone auf Platz 2 habe sich ebenfalls in allen Bereichen verbessert. Aber die größte Neuerung sei eben laut Connect, dass Telefónica/ O2 so nach vorne geprescht sei und sich damit vom Vorurteil löse, in Deutschland Probleme mit der Netzabdeckung zu haben. Sollte sich diese Tendenz fortsetzen, könnte es also nächstes Jahr spannende Kämpfe um die Ränge geben.

In Österreich führt Magenta erneut mit der Bestnote „überragend“. Auch in Sachen 5G liegt der Anbieter dabei vorne. A1 Telekom liegt bei unseren Nachbarn auf Platz 2. Auf dem dritten Platz ruht die Hutchison Marke Drei mit der Note „sehr gut“ – allerdings mit weniger Punkten als im Vorjahr. Dafür handelt es sich hier auch um den kleinsten Anbieter. In der Schweiz wiederum liegt Swisscom erneut vorne. Sunrise, den Zweitplatzierten, übertrumpft man aber nur durch die Disziplinen „Sprache“ und „Crowdsourcing“. In den Aspekten „Daten“ und auch „5G-Ausbau“ liegen beide Anbieter gleichauf. Salt hat sich in der Schweiz ebenfalls leicht verbessert

Falls es euch noch nach ein paar Punktewerten dürstet: In Deutschland konnte die Telekom 926 Punkte für die Gesamtwertung mit nach Hause nehmen. 876 Punkte erreicht Vodafone. Und Telefónica steht bei 852 Punkten. Für alle drei ist dabei als Resultat eben die Bewertung „sehr gut“ drin. Als Vergleich: Die Erstplatzierten in Österreich und der Schweiz, Magenta bzw. Swisscom, haben jeweils 955 bzw. 960 Punkte erhalten.

Connect hat seine Walking-Tests in Deutschland vom 22. Oktober 2020 bis 2. November 2020 durchgeführt. In Österreich war man vom 12. Oktober bis 19. Oktober 2020 zugange. Und in der Schweiz testete man vom 21. bis 31. Oktober 2020. Für die Crowdsourcing-Analysen wählte man sich längere Zeiträume – in Deutschland etwa von Mitte Mai 2020 bis Ende Oktober 2020. Erstmals wurde dieses Jahr auch der 5G-Ausbau in den Wertungen berücksichtigt. Falls ihr euch den gesamten Bericht einmal durchlesen möchtet, findet ihr hier dazu ein PDF.

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Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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12 Kommentare

  1. Ich denke schön langsam sollten sie Ihre Bewertungskriterien anpassen, denn als sehr gut würde ich keines der drei deutschen Netze einstufen. Gut geht in Ordnung, aber sehr gut?

    Aber im Grunde zeigt der Test genau das, was man auch selbst immer stärker bemerkt. Vodafone und Telefonica liegen relativ gleichauf nur Telekom hat noch die eine oder andere Lücke weniger. Natürlich liegen die Datenraten bei rosa Riesen noch deutlich über denen von o2 aber o2 ist eben nicht mehr nur der Netzbetreiber für Stadtkinder.

    • Das ist das Problem bei diesem Test – es ist eine Momentaufnahme an einem Ort zu einer Zeit. Dei fahren mit ihren Testfahrzeugen normalerweise nur Autobahnen ab und durch große Städte auf den Hauptstrassen. 500m kann die Versrogung schon ganz anders aussehen.

      Ich würde mich wünschen – das sage ich schon seit Jahren – das bei den Test die Priorität auf Crowdsourcing liegt ( mind. 80% ) und mit deutlich mehr Nutzern und max. 20% Drive- und Walktest an stark besuchten Orten, auf Autobahnen usw. . Den nur das spiegelt das reale Kundenempfinden wieder.
      Die Technik dafür ist lange vorhanden.

      • Crowdsourcing Tests sind aber auch nicht ohne, so könnte bei falscher Implementierung der Durchschnittspeed sinken, alleine weil die Nutzer nicht angegeben haben, dass sie nur 21/25Mbit Tarife haben. Außerdem beeinflusst unterschiedliche Hardware auch die Ergebnisse.

        • Genau, aber genau das ist die Realität.
          Was bringt mir, das die Telekom im Düsseldorf 1 GBit/s ünber 5G bereitstellt, aber die Tarife nur 300MBit/s erlauben ?
          Der Drive- bzw. Walktest wird mit einem Gerätetypen durchgeführt und 99% der Nutzer haben diese Gerät sicherlich nicht.

          P3 bzw. Umlaut wie die Firma heute heisst, ist in Sachen Netztest absolut vorne dabei, die Leute wissen was die machen – u.a. bereiten die auch Netzbetreiber bei der Netzoptimierung. Ich bin mir sicher, das die genau wissen, was die testen und wie das am besten geht. Zumindest ist das meine Erfahrung mit denen

  2. Das Vodafone und O2 ein „Sehr gut“ bekommen, sagt doch schon alles über die Qualität des Tests aus.

    • International gesehen hat auch die Telekom kein „sehr gut verdient“

    • Vor allem aber sagt es doch aus, dass o2 in der Summe nicht schlechter ist als insbesondere Vodafone. Und das auch zumindest meiner Erfahrung nach nicht erst jetzt, sondern schon viele Jahre. Aber so ist das eben mit den Erfahrungen, jeder macht da seine eigenen.

      • Die Reihenfolge passt aus meiner Erfahrung ganz gut, zumindest was hier der Niederrhein und Raum Düsseldorf betrifft. Aber die Abstände sind deutlich größer
        Telekom sehr gut, Vodafone gut, Telefonica befriedigend.

  3. Seit 3 Jahren das gleiche sehr gute Ergebnis. Ich komme vor Lachen nicht in den Schlaf.
    Ich nutze Telekom und O2 ( dienstlich bzw privat) und meine Meinung ist, es hat sich nichts verändert, seit 10 Jahren. In der Stadt gerade mal eine 2 das ist ok. Aber auf dem Land reicht es gerade so für eine 4-. Wie oft ich im Haus oder auf dem Grundstück hin und her laufe um Empfang zu haben. Nein. Wenn das sehr gute Werte sind dann gute Nacht.
    Und 5G können Sie sich in den ….

  4. Mich wundert immer warum dreistellige Datenraten bei den mobilen Internet-Datenraten ein Qualitätsmerkmal sind. Erstens Abdeckung – das ist das A und O. Dann Verbindungssicherheit , das ist nummer 2. Pingzeiten ist nummer drei. Geschwindigkeit erst Nummer 4. Denn was heißt mobil – man arbeitet mit Smartphone , vielleicht Tablet allenfalls laptop mit eigener Modemkarte. Braucht es da pro Verbindung wirklich dreistellige MBit/s-zahlen? die habe ich persönlich nicht mal im Festnetz. Könnte wohl 100 haben , ich bleibe bei 50 MBit/s denn mehr brauche ich nicht über DSL Wenn mir ein anbieter diese 50 Mbit /s stabil in ganz DL bietet , mit kurzem Ping und guter Verbindungsqualität auch an Hotspots also wo viele menschen auf einmal sind dann ist das ein „sehr gut“. Alles Andre ist „digitales Pimmelfechten“ von „kleinen Junges“ die nicht groß werden wollen oder können . wie heißt es im Jungelbuch : The bare necessitys „. Genau . darauf kommt es an .

    • Naja, Mobilfunk ist ein Shared Medium, daher sind hohe Geschwindigkeiten nicht schlecht, denn wenn die Datenraten in dem Test in einem Netz höher sind als im anderen hat dieses Netz schlicht tendenziell mehr Gesamtkapazität. Und erst dadurch wird es möglich, dass am Ende jeder Nutzer relativ stabil seine 20Mbit abrufen kann wenn er sie benötigt.

      Aber ja die Netzabdeckung ist auch für mich Punkt 1.

    • Das ist die gleiche scheiße wie mit der Megapixel-Schlacht bei Kameras. Irgend ein Pfosten hat das mal als alleiniges Qualitätsmerkmal erkoren (zugegeben, 19vordemkrieg gab es sicher eine Zeit, zu der das auch der Fall war) und seither folgen dem Wahlspruch alle wie die Lemminge, statt sich einfach kurz zu informieren.

      Okay, als demografisch zweitältestes Land der Welt ist es nicht wirklich verwunderlich, dass die meisten einfach keinen Plan von der „neuen Technik“ aka das Neuland haben…leider fällt mir das aber auch bei den Altersgenossen um die 30 auf. Und von Datenschutz-Themen will ich gar nicht erst anfangen.

      So. Rant over 😀

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