Microsoft zeigt Entstehung eines 20 Gigapixel-Panoramas von Seattle

Wer dieses Wochenende noch nichts weiter vor hat, der kann sich ja einmal Seattle anschauen. Gigapixel ArtZoom heißt das Projekt, das nicht nur detailreich Seattle an sich abbildet, sondern auch gleich noch verschiedene Kunstprojekte in der Stadt. Wie aufwändig dies ist, wird in 2 Videos zur Entstehung des Panoramas erklärt. Verschiedene Künstlergruppen mussten genau abgestimmt werden, damit diese auch entsprechend zur Geltung kommen. Herausgekommen ist ein riesiges Panorama, das neben den schnöden Gebäuden eben auch das Leben in der Stadt zeigt. Sehr cool gemacht. Das Panorama findet Ihr hier.

2368 Einzelbilder mit 22 Megapixel Auflösung wurden zur Gesamtkomposition zusammengefügt, aufgenommen wurden die Bilder mit Canon Digitalkameras, ausgestattet mit einem professionellem 400mm Objektiv. Für Fotografen bestimmt so etwas wie Tech-Porn. Für normale Leute ist zumindest das Ergebnis beeindruckend (und für die dazwischen der Entstehungsprozess zumindest faszinierend). Falls Euch das Projekt gefällt und Ihr etwas spektakuläres in dem Bild entdeckt, gebt doch in den Kommentaren Bescheid. Das Panorama wurde übrigens auch ausgedruckt. Auf einer Länge von gut 7,3 Metern in einem Zylinder – das bedeutet, das selbst dieser Ausdruck nur ein Tausendstel der Größe des Originals entspricht.

Die eingesetzte Software für das Zusammenfügen der Einzelbilder war ICE von Microsoft Research. Könnt Ihr an dieser Stelle herunterladen und anfangen, Eure eigenen Gigapixel-Panoramen zu erstellen.

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Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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21 Kommentare

  1. Hat die Software nicht vernünftig gearbeitet?
    Habe bei mir im Bild zwei senkrechte Graue Balken drin.
    Das spricht ja nicht unbedingt für das Microsoft Tool :-/

  2. ms buzz team bei der arbeit. die sollen sich mal in ihrer kernkompetenz anstrengen, und nicht beim gänseblümchen pflücken filme drehn… lol

  3. Dank Frasier hatte ich ein völlig andere Skyline von Seattle erwartet 😉

  4. Dass das mit dem MS ICE gemacht ist bezweifle ich extrem. Für einreihige Panoramen ist das ok, aber sowas komplexes traue ich dem Ding nicht zu.

  5. MS sollte wirklich das machen was sie können. Windows und Office.

    Das hier ist einfach nur schlecht.

  6. Spannen in fremde Wohnungen 🙂
    Im übrigen so schlecht ist ICE definitiv nicht und man kan. damit sehr wohl solche Panoramen erstellen

  7. Es sind übrigens 600mm-Objektive – hab’s gerade extra nochmal nachgehört 😉

  8. Ich habe gleich mal ein Panorama aus 21 Fotos zusammengebaut (90 MP, jeweils im RAW Format). Die Software ist extrem schnell (ca. 8 Minuten), deutlich schneller als Photoshop CC. Photoshop braucht circa 1,5 Stunden! Die Übergänge sind tendenziell etwas besser als bei Photoshop.

    Ich bin beeindruckt!

  9. wurde das nicht Photosynth gemacht ? sieht bei dem menü bisschen danach aus

  10. In Deutschland wäre sowas aus Datenschutzgründen völlig unmöglich! Jeder 10. Hausbesitzer würde das Unkenntlich-machen seines Hauses einklagen…, siehe StreetView. 🙁

  11. Stuttgart : https://dl.dropboxusercontent.com/u/22755689/panos/birkenkopf/Birkenkopf.htm

    Leider kein HTML5 verfügbar , auf dem pc gehts …

  12. Matt Uyttendaele – der Name kommt mir doch bekannt vor 🙂 Die haben schon anno 2007 beeindruckende Gigapixel-Panos gemacht, die man im Browser anschauen konnte. Erinnert ihr euch noch an die Kletterfelsen? HDView hieß das Anzeige-Tool glaube ich, damals beeindruckend, in Zeiten von HTML5 und Mobile Devices sicher überholt. Schön, dass man wieder mal was von denen hört, danke für den Artikel!

  13. @ggg
    auch wenn vermeintlich unwichtig: research hat meistens einen hintergrund der durchaus wichtig ist. und wer glaubst eine software wird besser weil 500 programmierer daran arbeiten anstatt nur 100, der hat ohnehin wenig ahnung von der materie.

    btw: nette idee das ganze. mich würde mal interessieren ob es für die zukunft hier schon neue rechtsentwürfe gibt. aktuell ist es – jetzt mal in deutschland geblieben – ja so, dass man alles das man als „zivilist“ sehen kann auch fotographieren kann, alles wofür man offenkundig „hilfmittel“ braucht – z.b. eine Leiter um bem nachbar über die mauer zu gucken, ist hingegen tabu. auch tabu ist, wenn im zentrum der aufnahme eine person steht – ist sie allerdings nur im „hintergrund“ ist es okay. so habe ich das zumindest noch vor ein paar jahren gelernt.

    mit dem einzig von gigapixel aufnahmen ändert sich das allerdings gravierend. immerhin kann ich jetzt von einem öffentlichen ort aus – z.b. einer aussichtsplattform – fotos machen bei denen man bei millionen von menschen durch die fenster ins wohnzimmer schauen kann. und die sind dann ja nur „im hintergrund“ – ich zoome ja nicht bewusst auf ein fenster.

    spannendes thema imo. bin mal gespannt wie viele jahrzehnte die politik brauchen wird um hier entsprechende gesetze anzupassen. wahrscheinlich erst, sobald irgend ein wirtschaftsmagnat persönlich betroffen ist.

  14. Manche Artisten wurden aber von Microsoft reingephotoshoppt…

    z.B. der hier: http://gigapixelartzoom.com/#Artists/EzraDickinson

    Wer findet weitere Photoshop-Veränderungen? 😉

  15. Auch hier passt einiges nicht. Schaut Euch mal den Schatten der Umgebung und dann von der Tanzgruppe an. Während der Schatten generell von links nach rechts oben fällt, ist es bei der Tanzgruppe nach links oben…

    Außerdem scheint die Auflösung des Bildes etwas besser zu sein…

    http://gigapixelartzoom.com/#Artists/3rdShiftDance

  16. @Martin Wenn du solch ein Projekt machst, dann fotografierst du die Bilder ja auch nicht in in einem Rutsch sondern über Stunden. Und in der Zeit verändert sich der Stand der Sonne, also auch der der Schatten.

  17. Auf einer Länge von gut 7,3 Metern in „einem Zylinder – das bedeutet, das selbst dieser Ausdruck nur ein Tausendstel der Größe des Originals entspricht.“
    Vollkommen falsche Schlussfolgerung! Ohne die Auflösung des Ausdrucks zu kennen kann man so eine Behauptung nicht aufstellen. Und „groß“ ist eigentlich auch nicht das richtige Wort für den Vergleich.

  18. Sascha Ostermaier says:

    @laderio: Sorry, keine Schlussfolgerung meinserseits, sondern Angabe in der Quelle.

  19. Das scheinen die meisten Berichterstatter zu überlesen: die meisten (alle?) Künstler wurden erst NACH dem Panorama einzeln fotografiert und später in das Gesamtbild montiert.

    „Over the next few weeks, we climbed to the roof six more times to capture individual artists, acrobats, and other performers at dozens of locations visible in the panorama.“
    …verrät die About-Page des Projekts (http://gigapixelartzoom.com/#About)

  20. @Sascha:
    Zunächst mal war es kein Zitat bzw. nicht als solches erkenntlich. Daher musst du dir das schon teilweise anlasten lassen, wenn du es ungeprüft übernimmst.
    Zeigt dann aber zumindest, dass man nicht alles unüberlegt übernehmen sollte. 😉

    PS:
    In der Quelle steht es übrigens etwas anders, so dass das ganze eine andere Bedeutung bekommt.
    „Even this massive canvas, though, will only be big enough to show ArtZoom at 1:1,000th scale.“
    Also dieser spezielle Ausdruck kann das Bild nur in einem Maßstab von 1:1.000 wiedergeben.
    Du hingegen schreibst, dass auf Grund der Größe generell nur ein Maßstab von 1:1.000 möglich ist.
    „Auf einer Länge von gut 7,3 Metern in einem Zylinder – das bedeutet, das selbst dieser Ausdruck nur ein Tausendstel der Größe des Originals entspricht“
    Du schließt direkt von der Länge auf den Maßstab.
    Also so gesehen liegt der Fehler erst Recht bei dir 😉

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