Microsoft Windows & Xbox One: Eltern können für Apps und Spiele Zeitlimits festlegen

Kontrollmöglichkeiten für Eltern sind heutzutage im Software-Bereich alles andere als ungewöhnlich. Microsoft will da nun sowohl unter Windows 10 als auch an der Spielekonsole Xbox One die Optionen aufmotzen. Zunächst kommen aber nur Preview-Nutzer in den Genuss. So hält eine neue Einstellung Einzug, die es ermöglicht, für einzelne Apps und Spiele Zeitlimits zu setzen.

Auch im Microsoft Launcher für Android führt das Unternehmen die neue Option ein. Statt also für das gesamte System eine Zeitgrenze zu setzen, funktioniert das nun separat für einzelne Programme. Das ergibt ja auch durchaus Sinn: Vielleicht soll der Sohn oder die Tochter zwar kein „Minecraft“ mehr zocken, aber immer noch am PC die Hausaufgaben in Word abtippen. Da wäre eine systemweite Sperre hinderlich.

Deswegen erlaubt Microsoft es nun, z. B. für ein Spiel wie das erwähnte „Minecraft“ ein eigenes Zeitlimit festzulegen, das dann eben auch nur für jenen Titel greift. Es sind aber weiterhin auch systemweite Zeitlimits möglich – die sogar plattformübergreifend über Windows 10, die Xbox One und den Microsoft Launcher kombiniert werden können. Daraus ergeben sich aber auch für einzelne Apps gute Möglichkeiten.

Etwa könnt ihr festlegen, dass eure Kinder eine Stunde am Tag Netflix nutzen dürfen. Dieses kombinierte Limit gilt dann nicht nur unter Windows 10, sondern auch an der Xbox One und im Microsoft Launcher. Das bedeutet: Hat das Kind bereits eine halbe Stunde an der Xbox One mit Netflix gestreamt, verbleibt unter Windows 10 nur noch eine weitere halbe Stunde – die Zeit wird synchronisiert. Außerdem sind je nach Tag separate Limits und Nutzungszeiten für die Apps möglich. Falls eure Kids also in der Woche früher zu Bett gehen sollen als am Wochenende, könnt ihr die erlaubten Nutzungszeiten jeweils unterschiedlich gestalten.

Damit die Einstellungen nutzbar sind, muss eine Familien-Gruppe bestehen und die Kinder müssen eigene Microsoft-Konten als Mitglieder der Gruppe betreiben. Die Kinder erhalten dann bei der Nutzung auch Erinnerungen, wenn etwa nur 15 oder 5 Minuten Zeit verbleiben. Sie können dann auch um eine Verlängerung bitten – die könnt ihr via E-Mail oder über den Microsoft Launcher entweder gestatten oder ablehnen.

Wie bereits erwähnt: Ab heute gibt es die Funktion für Preview-Nutzer. Wann man das Feature für alle ausrollt, ist aktuell noch offen.

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André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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4 Kommentare

  1. Naja ich finde diese ganzen Kontollsachen schön und gut.. Aber ich denke in Vorrag sollte doch die Erziehung stehen. MS hat das hier gut gelöst . Die frage ist wie siehts halt aus wenn der Nachwuchs sich dann halt nen anderen Launcher drauf macht.?? Also müsste man ja auf dem Smartphone nochmal mehr hand anlegen und es so einstellen, dass das wechseln des Launchers nicht möglich ist..

    Ich sag nur Kontrolle ist gut Vertrauen ist besser. Außerdem hat sich doch über Jahrzehnte nix geändert „Eine Lösung zu suchen um die Verbote zu umgehen ist doch am intressantesten“

    • War doch klar, dass sich bei einem solchen Thema gleich ein Super-Pädagoge melden muss, der als einziger weiss, wie man mit Kindern umzugehen hat.

  2. Geht das dann auch mit Gruppen von Programmen? Letztlich geht es ja nicht um einzelne Spiele, sondern um die Spielzeit insgesamt. Wie sich das zwischen den Spielen aufteilt wird das Kind ja noch selbst entscheiden dürfen.

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