Microsoft will PCs und Xbox One noch deutlich enger verknüpfen

artikel_xboxoneEs ist kein Geheimnis, dass Microsoft versucht all seine Plattformen enger miteinander zu vernetzen: Mehr oder minder erfolgreich erprobt man dies bereits intensiv mit Windows 10 und Windows 10 Mobile – und auch die Xbox One arbeitet mittlerweile mit einem Dashboard auf Windows-10-Basis. Besonders die Universal Windows Platform liegt Microsoft dabei am Herzen, um sowohl Anwendungsprogramme als auch Games zu streuen. Auch das Game-Streaming zwischen PC und Konsole rückt die Plattformen näher aneinander. Für die Zukunft soll Microsoft aber wohl noch deutlich anspruchsvollere Pläne ausgetüftelt haben.

Dass Microsoft so intensiv nach Synergien sucht, ist naheliegend: Sony lag von Anfang an in den Verkaufszahlen mit der PlayStation 4 weit vor der Xbox One – nicht nur in Asien und Europa, sondern sogar in den USA. Um Gamer langfristig zur Xbox One zu holen, suchen die Redmonder nach Alleinstellungsmerkmalen. Die engere Vernetzung mit PCs, die eben zumeist mit Windows laufen, bietet sich an. Gerade das für den Sommer anstehende Anniversary Update soll hier deftig drauflegen. Etwa will Microsoft nach aktuellem Kenntnisstand die Windows- und Xbox-Stores zusammenlegen. Der Ausbau der Cross-Buy-Initiative deutete diese Richtung bereits an.

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Intern soll Microsoft unter dem Namen „Project Helix“ daran arbeiten Xbox One und Windows 10 aber weitaus enger zu verzahnen. Etwa soll es nicht nur möglich werden Xbox-One-Spiele via Stream an den PC weiterzureichen, sondern auch umgekehrt. Schenkt man den Gerüchten Glauben, wolle Microsoft am liebsten die komplette Oberfläche der Xbox One direkt als Option in die PC-Variante von Windows 10 integrieren. Kombiniert mit dem Game-Streaming könnte man dann im Grunde einen Windows-10-PC wie eine Xbox One einsetzen. Eventuell könnte Microsoft sogar noch einen Schritt weiter gehen: Angeblich wolle Microsoft es möglich machen, dass Xbox-One-Titel auch nativ an PCs spielbar sind. Hier klingt alles aber noch sehr vage, so dass man abwarten sollte.

Bald findet ohnehin die Spielemesse E3 statt, nämlich vom 14. bis zum 16. Juni 2016. Auf der Messe dürfte Microsoft nicht nur seine neue Xbox One Slim enthüllen, sondern wohl vielleicht auch mehr zum Anniversary Update oder sogar dem angeblichen Hardware-Upgrade „Scorpio“ ausplaudern. Während die Kollegen von The Verge Gaming-PCs und Xbox One nahezu schon verschmelzen sehen, bin ich noch etwas skeptisch: Ab einem gewissen Grad würde sich nämlich die Frage eröffnen, wozu die Xbox One noch nötig wäre, wenn eh alle Features und Games auch unter Windows 10 zur Verfügung stehen. Microsoft dürfte schon etwas daran gelegen sein, seine Konsole als Plattform mit eigenen Reizen zu erhalten.

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André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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2 Kommentare

  1. Naja, der Unterschied wäre meiner Meinung nach immer noch klar gegeben. Die Xbox wäre halt weiterhin ein No Brainer-Gerät wo du einfach den Knopf drückst und ruck zuck bei deinen Spielen und deinen Medien bist und das mit einer Gamepad-optimierten Oberfläche gegenüber den Tastatur und Maur-orientierten Oberflächen des normalen Windows. Etwas was perfekt ins Wohnzimmer passt. Steam hat das ja ähnlich gemacht indem sie einfach eine Linuxdistribution entsprechend angepasst haben, auch wenn sie damit nicht so wirklich erfolgreich sind, war die Grundidee nicht schlecht.
    Und man könnte halt mit der Xbox weiterhin einen gewissen Standard für Gaming halten, der ein gewisses Spielerlebnis für einige Jahre garantiert. Hast du die und die Hardware verbaut, hast du bei Xbox-(Version*)-optimierten Games die Garantie, dass sie flüssig in guter Auflösung laufen. Ich denke also schon, dass da auch bei noch stärkerer Verschmelzung ein Markt für Xbox wäre. Unter Umständen könnte der Markt da sogar wachsen indem dann halt auch andere Xboxen bauen, wenn sich Windows entsprechend konfigurieren lässt. Vielleicht ist ja auch genau das die Strategie von Microsoft? Mehr Xboxen in den Wohnzimmern, durch mehr individuell an den verschiedenen Bedürfnissen der Konsumenten ausgerichteten Variationen. Lassen wir uns überraschen was da kommt.

  2. Ähh André, ist dir schon klar, dass es auch etliche Menschen gibt die kein Windows 10 haben und es auch nicht wollen, weil sie Mac oder Linux benutzen?

    Ich zocke auf der Xbox und arbeite mim Mac und das soll auch so bleiben bitte, wenn was verschmolzen wird ist mir das erst mal egal, solange das nicht zu Lasten der Xbox geht 🙂

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