Microsoft vergleicht mal wieder: Chromebooks gegen Windows-Laptops

Microsoft vergleicht ja recht gerne Äpfel mit Birnen. Sahen wir bereits beim iPad und Surface-Vergleich zu Genüge, ebenfalls gab es erst kürzlich einen Rundumschlag gegen die Geräte der Konkurrenz. Nun hat man sich die Chromebooks von Google vorgenommen. Um einen scheinbar fairen Vergleich anzustellen, zeigt Microsoft, dass Windows-Laptops bereits ab 249 Dollar starten. Und hier gibt es auch schon den ersten großen Haken.

Chromebook_Windows

[werbung] Ein Argument von Microsoft ist, dass man PC Spiele wie Call of Duty, Age of Empires oder „jedes andere der bevorzugten PC Spiele“ nicht auf einem Chromebook installieren kann. Während die Installation eventuell auf einem 249 Dollar Windows Laptop noch funktioniert, dürfte jedoch das Spielen an sich entweder gar nicht klappen oder keinesfalls für den Spieler befriedigend sein.

Ähnlich verhält es sich mit populären Programmen wie Photoshop, Quicken und anderen Programmen. Auch lassen sich Filme und Serien mit einem Chromebook nicht offline schauen. Schaut Euch einfach einmal die Liste von Microsoft an und urteilt selbst. Was meint Ihr, kann man ein Chromebook überhaupt mit einem Windows Laptop vergleichen? Und steht ein 249 Dollar Windows Laptop für das, was ein Windows-Laptop leisten kann?

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Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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25 Kommentare

  1. Nächster Halt... (@Taunusanlage) says:

    Finde ich eher lustig: wieso soll eine Finanzverwaltung wie Quicken nicht auf einem 249 Euro-Laptop laufen? Bei Spielen sieht das natürlich schon wieder anders aus. Ich hab‘ in Frankfurt die derzeitige Plakataktion von Microsoft gesehen und finde sie ganz ansprechend. Besonders das gezeigte Asus-Gerät, bei dem man den Bildschirm einfach von der Tastatur abklemmen kann, finde ich echt pfiffig. Denn was mir an meinem Nexus 10 halt hin und wieder fehlt, ist eine Tastatur. Ich bin Schnellschreiber und mag nicht auf Bildschirmen rumtippen.

  2. Das ist immer so wem die Argumente ausgehen, muss mit dem Hammer ausholen! und die anderen an den Pranger stellen, dabei werden die W8 Notebooks subventioniert damit sie in dem Preis nach in die Nähe der Chromebooks kommen!?

  3. Naja es stimmt schon, nur kann man fast jeden Punkt auch aufs Surface oder allgemein Win RT anwenden..

  4. Ich hab auf meinem Chromebook schon so einige Filme offline geschaut. Microsoft sollte sich vorher vielleicht mal informieren >.>

  5. Lächerliche und mal wieder sehr peinliche Aktion von Microsoft.
    Verzweiflungstat.

  6. Ich finde es erstaunlich, daß Microsoft iTunes erwähnt und nicht den eigenen Media Player.

  7. Also dass man auf einem Windows Notebook für $249 und andere halbwegs aktuelle Spiele spielen kann, bezweifle ich ganz ehrlich. Dieses mal Lügen sie wenigstens nicht ;-). Ach doch, Filme + Musik offline schauen geht nicht? Komisch, auf meinem schon. Microsoft ist wirklich sowas von lächerlich.

    Auf der anderen Seite hab ich mir von ChromeOS auch mehr erwartet und jede Kritik ist gut. Meine Hoffnungen, dass ChromeOS oder SteamOS den Linux Desktop ein wenig voran bringen, bewahrheiten sich leider nicht. Also weiterhin in den sauren Apfel und Windows nutzen :(.

  8. Cool, ich glaub ich kauf mir ein chromebook !!!!

  9. Ich weis nicht was an der List falsch sein soll ? Außer zum surfen wüsste nicht ich was ich mit einem Chromebook machen soll. Mit einem 250 Euro Windows Notebook dagegen kann man deutlich mehr anfangen. Und selbst mit einer Intel Onboard Grafik kann man verdammt viele Spiele spielen.

  10. Für Leute die mit ihren Computern wirklich Arbeiten reicht häufig schon ein 250€ Windows/Linux Notebook. Mit einem Chromebook kann man doch fast nur konsumieren und ein bisschen Web machen.

  11. @Alex:
    Komisch, mein 1/2 Jahre altes Arbeitsnotebook mit i5, GT660M 8GB RAM, 512GB SSD schafft die „neuen“ Games wie BF3, GW2, FIFA14 auf niedrigen Grafikeinstellungen gerade so mit stabilen Framerates über 40. Und dann sollen „verdammt viele Spiele“ auf einem Atom Prozessor ohne zusätzliche Grafikkarte laufen? VIelleicht die ersten Call of Duty oder AoE Teile, aber mit Sicherheit nichts aktuelles aus dem nicht-indiegaming Bereich.
    Aber Verleumdung, Täuschung und Lügen gehören halt zu den normalen Marketingmaschen von Microsoft ;-).

  12. Microsoft übertreibt maßlos. Manch einer aber auch hier in den Kommentaren. Was Microsoft den Leuten klarzumachen versucht, ist einfach nur die Inkompatibilität von Windows-Programmen mit Chromebooks.

    Jetzt lassen sich die „Microsoft-Hasser“ in den Kommentaren aus. Okay, teilweise habt ihr recht. Microsoft stellt einige Dinge nicht korrekt dar. Aber es ist ja auch nicht so, dass ich mit einem Chromebook alles machen kann, was ich mit einem Windows-Notebook machen kann. Umgekehrt gibt es aber nichts, was ich mit einem Chromebook machen kann, was aber nicht mit einem Windows-Notebook geht (auch zu diesem Preis). Insofern hat Microsoft recht.

    Das sollten Käufer auch wissen, bevor sie sich ein Chromebook kaufen und um die Wahrheit zu sagen, sagt Google selbst das natürlich nicht. Ich selbst habe mich mal in einem Elektronikmarkt von so einem Chromebook-Promoter „beraten“ lassen und die verschweigen einem die ganzen Nachteile und der Otto-Normal-Verbraucher fällt schnell drauf rein.

    Insofern ist es gut, dass Microsoft hier „aufklärt“, sie tun es halt ein bisschen falsch, in dem sie einige Tatsachen verdrehen. Darunter leidet dann die Glaubwürdigkeit der gesamten Aktion.

    Was ich an dieser Kampagne erkenne: MS geht langsam aber sicher der Arsch auf Grundeis. Denn der berühmte Otto-Normal-Vebraucher, den ich gerade erwähnte (und Bernd auch), kann mit einem Chromebook mittlerweile fast alles machen, was er eigentlich machen will. Für Microsoft ist das ein echtes Problem. Redmond muss den Leuten erklären, wozu sie noch eine teures Windows brauchen und der einzige echte Vorteil, der denen einfällt, ist die Software von Drittanbietern und Office. Das zeigt ziemlich genau das Problem, das Microsoft hat.

    @Brainvoid: Wenn Du FIFA14 auf dieser Hardware nur gerade so ans Laufen kriegst, machst Du was falsch!!! Ich bin hier mit einem fast 4 Jahre alten Notebook unterwegs: i5, 4GB RAM, GT330M und eine normale HDD. Und ich habe keine Probleme.

  13. Gut, bei FIFA ist „gerade so“ etwas übertrieben. Läuft schon gut ;-).

    Und kurz zum Thema M$ Hasser, da habe ich nämlich vor ein paar Wochen schon mal etwas (zu meinem Teil) gesagt: Ich hab generell nichts gegen die Produkte von MS. Bin selbst ein Freund von XBox und vor allem Visual Studio und Office, war auch eine Zeit lang MS Student Partner.
    Mein rum-ragen kommt vielmehr daher, dass ich die Qualität vieler Produkte zu schätzen weiß und es schade finde, dass Microsoft mit diesen Lügenkampagnen sein eigenes Image so kaputt macht.

  14. Ich glaube, dass Microsoft hier wirklich über das Ziel hinausschießt – ich finde so macht man eher Leute auf ChromeOS aufmerksam als es als „minderwertig“ darzustellen. Ich sehe es so wie Johannes, die Frage für einen unglaublich großen Anteil der Privatleute ist doch: brauche ich noch einen Windows-Rechner?! Wahrscheinlich würde ich an Stelle von MS aber auch nichts anderes machen, wenn ich in absehbarer Zeit bei den Privatleuten eben nur noch einer unter vielen Anbietern sein werde, und nicht mehr der 95% Platzhirsch – jetzt nochmal so viel es geht von dem Wechsel abhalten… ob das aber so funktioniert?

  15. Microsoft vergleicht mal wieder. Die sollen mal anfangen wieder gute Produkte zu entwickeln. Denn momentan ziehen sie, wie der Name MICRO SOFT andeutet, deutlich den kürzeren, gegenüber der Konkurrenz….

  16. „Microsoft vergleicht ja recht gerne Äpfel mit Birnen. Sahen wir bereits beim iPad und Surface-Vergleich zu Genüge[..]“

    Der vergleich Chromebook vs. Windows finde ich lächerlich. Der vergleich Surface vs. iPad hingegen finde ich gar nicht mal so umwegig.

  17. @weissertiger2 naja, das surface ist eher unter den ultrabooks einzuordnen (wegen der architektur und dem type cover), also wäre einv ergleich zw. surface und macbook angebracht 😀

  18. Klar sind Chromebooks schon recht vielseitig zu verwenden. ABER, wenn ich in meinem Verwandten- oder Bekanntenkreis ‚was günstiges‘ empfehlen soll, komme ich sicher nicht auf ein Chromebook. Denn auch wenn man viel machen kann stossen dann aber doch viele irgendwann mal an die Grenzen von ChromeOS – spätestens wenn man mal doch einen Brief ausdrucken will streikt der alte, noch funktionsfähige Drucker oder hat schon mal jemand versucht, seine Steuererklärung daran zu machen?
    Für mich ist es derzeit so, ich stelle mir die Frage, welche Vorteile ein Chromebook hat und komme eigentlich auf – nichts außer – vielleicht – dem Preis. Mit einem sehr günstigen Notebook mit Windows oder selbst Linux kann ich mehr machen und wenn ich mal so ein Asus T100 anschaue, dann habe ich neben allen bestehenden Möglichkeiten noch den Vorteil, dass ich doppelt so lange auf das Stromnetz verzichten kann. Gerade die günstigen Chromes sind ja nicht wirklich lange ohne Netz aktiv.

    Unter dem Strich empfehle ich also ein anderes System und begründe das mit einer Anzeige, die ich vor vielen Jahren mal für einen Telefonanbieter entworfen habe: kleines Kind schläft auf dem Bauch seines Vaters. Unterschrift: Es gibt Menschen, die wollen nicht telefonieren – aber sie könnten.
    Genauso verhält es sich mit ChromeOS zu Win (oder Linux). Es gibt Menschen, die wollen nicht alles installieren – aber ohne ChromeOS könnten sie es…

  19. MS stellt in seiner Werbung klar heraus wozu das Surface entwicklet wurde und was es auch kann. Und sie haben Recht damit. Klar sind ein paar Punkte schwammig und natürlich nicht zum Nachteil von Surface bewertet, aber wayne. Für das Geld bietet MS deutlich mehr als das Gerät von Google. Das ist Fakt.

  20. Ich glaub, inzwischen geht es Microsoft nicht mehr darum, wirkliche Vergleiche anzustellen. Es scheint, als wollen sie einfach nur in aller Munde sein. Und das kriegen sie mit ihren Aktionen immer wieder hin (merke: Es gibt keine negative PR).

  21. So lenkt M$ nur von ihrem Dauerflop Surface ab.
    Ich finde das Chromebook richtig genial, oute mich aber auch als Google-Jünger. Überlege sogar aktuell mein Macbook Air zugunsten des Acer C720 zu verkaufen, weil ich feststelle, dass ich irgendwie für das Sofa nicht mehr brauche als das Chromebook bietet.
    Einziger Makel sind die Billigdisplays der Chromebooks. Das hält mich noch davon ab direkt das MBA zu verkaufen. Mit den 11.6″ komme ich klar, aber mit dem Blickwinkel nicht so wirklich, aber wenn mich demnächst die Geldnot packen sollte, geht mein MBA weg. Die Akkuzeit des Acer C720 schlägt mein 2012er MBA übrigens klar und auch auf der (unbeleuchteten) Tastatur lässt sich gut schreiben.

  22. Mit Chromebooks hat man halt einfach ein äusserst problemloses Produkt. Da gibt es kein Ärger und nichts zum Basteln. Dies ist der grösste Vorteil gegenüber einem Windows PC. Gerade deshalb würde ich der Verwandschaft ein Chromebook und nicht ein Windows Notebook empfehlen. Und die Chromeapps sind sehr praxisgerecht und ebenfalls problemlos. Neben dem vielen Ärger erspart man sich auch viele Kosten für den Support, wenn man sich für ein Chromebook entscheidet.

  23. MS macht das sehr geschickt. Es ist ähnlich, wie in der Politik. Es geht darum, dass die Leute einem Recht geben. Um das zu erreichen, muss man es schaffen, dass die Leute darüber reden, was man gut kann und die Leute darauf stoßen, sodass sie das Gefühl haben, sie wären selbst darauf gekommen.
    Apple baut bei den Menschen Emotionen ein. Sieht man ein Apple-Produkt verbindet man es mit einem Gefühl und einer Botschaft. Selten steht da was rationelles dahinter, weil Preisleistung nicht wirklich stimmt.
    Google bauscht nichts auf. Ihr Message ist relativ emotionslos, einfach, simple, weiß, aus dem Hintergrund, gratis. Es bietet sich irgendwie unaufdringlich auf, weil das Geld ja in Wahrheit wo anders verdient wird, nicht am User.
    MS hingegen stößt die Menschen auf Fakten, reelle Fakten. Nutzen, der Klassiker eben, wie früher. Da liegen auch ihre Stärken. Wenn sie es schaffen, dass die Leute darüber reden, werden diese wohl oder übel zum selben Schluss kommen: Diktieren sie das Diskussionsthema, bekommen sie Recht.

    MS baut auch am besten Öko-System von allen, davon müssen sie die Leute überzeugen.

  24. Microsoft scheint der Allerwerteste ganz schön auf Grundeis zu gehen, wenn das einzige Argument, das sie FÜR Ihre Geräte bringen, ein Fingerpointing auf mögliche Nachteile der Konkurrenz ist.

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