Microsoft und Google: zusammen für mehr Transparenz in der Überwachung

Google und Microsoft sind nun nicht gerade als die besten Freunde bekannt. Mal geht es um Googles Suchmaschine, ein anderes mal um eine mobile YouTube-App. Nun kämpfen beide Unternehmen zusammen gegen die Regierung, dies es untersagt, FISA-Anfragen im Detail zu veröffentlichen. Google und Microsoft sind der Ansicht, dass nach der Verfassung jeder das Recht habe, diese Daten zu erfahren.

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Sechs mal wurde eine Entscheidung des Justizministeriums zu dieser Angelegenheit nach hinten verschoben, gestern gab es dann die Entscheidung. Die Regierung wird alle 12 Monate alle National Security-Anfragen veröffentlichen. Während dies ein Schritt nach vorne ist, kann es für Microsoft und Google nur der Anfang sein. Die beiden Unternehmen fordern eine differenziertere Aufsplittung der Anfragen.

[werbung] Man möchte differenzieren, wann nur Metadaten über einen Email-Account abgefragt wurden und wann auch tatsächlich Inhalte herausgegeben wurden. Man ist sich sicher, dass man diese Zahlen gefahrlos veröffentlichen könnte. Auch sagt man, dass die Diskussion um die Praktiken des Staates und der Provider nie vollständig verstummen werden, wenn man diese Informationen nicht transparent preisgibt.

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Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

5 Kommentare

  1. Das Problem ist, dass besagte Firmen zwar rein Amerikanische sind, diese aber Global ihr Geschäft machen. Somit müssen sie nicht nur US Recht berücksichtigen sondern internationales Recht der Länder in denen sie aktiv sind. Die US Regierung kümmert sich aber einen Keks um die Belange anderer Regierungen und deren Rechte.
    Als Schlussfolgerung müssten die anderen Länder das Nutzen dieser US-Services verbieten, weil ihr Rechte nicht beachtet werden. Welche Konsequenzen das dann für besagte Firmen und letztendlich für die USA hat, kann man erraten, wenn man sich vorstellt wieviel Millionen Nutzer dann nicht mehr diese Dienste nutzen können. Dies wäre wahrscheinlich die beste Lösung um der Ignoranz der US Regierung zu begegnen.
    Inzwischen können sich die anderen Länder mal Gedanken machen ob sie nicht eigene, gleichwertige Dienste anbieten können. Wir sind doch nicht blöder als die Amis, oder etwa doch?!

  2. @Holgi:

    In Deutschland könnte man Firmen wie Google oder Microsoft gar nicht hochziehen. Wenn das so einfach wie in den USA wäre, dann wären ja nicht alle großen Firmen größtenteils in den USA zu Hause. Klar gibt es auch größere deutsche Firmen, aber sicher nicht in dem Umfang wie Google, Microsoft oder Amazon.

  3. @Holgi
    Klar könnten wir das auch. In unserem Land gibt es aber so viele unnütze und für den Unternehmer teure Gesetze, das DE einfach ein wenig unattraktiv im Gegensatz zu vielen anderen Ländern ist. Nicht umsonst haben viele DE Unternehmen einen Teil ihres Firmensitzes ins Ausland verlegt, um Onlinegeschäfte unkomplizierter zu betreiben.

  4. @ Erwin:
    Nennst du bitte mal ein paar Beispiele für „so viele unnütze und für den Unternehmer teure Gesetze“?
    Und könnte es nicht sein, dass die Firmen, von denen du sprichst, ihren Firmensitz aufgrund noch besserer Steuerschlupflöcher oder sog. „Steuersparmodelle“ ins Ausland verlegt haben?

  5. @ Sascha: Das ist ja das alte Microsoft Logo…
    Hier gehts zum neuen: http://is.gd/msftlogo 🙂