Microsoft: Über günstige Telefone den Kunden an Dienste binden

In einem Beitrag im Blog von Nokia gibt es ein paar Einblicke, warum sich der Kauf von Nokia durch Microsoft für das Redmonder Unternehmen am Ende doch gelohnt hat. So wird mitgeteilt, dass in vielen Regionen der Erde Windows Phone nicht verfügbar ist, was auch sicherlich auch am Verkaufspreis der Smartphones liegen dürfte. In diesen Breitengraden will man aber mit den günstigen Geräten anfangen, den Menschen Microsoft-Dienste nahezubringen.

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Im Beitrag ist die Rede von 1,3 Milliarden Nutzern von Nokia-Geräten; bei vielen ist dieses Telefon der erste Einstieg in die Thematik „Personal Computer“ – der Name Microsoft ist dabei oftmals unbekannt, während Nokia gleichbedeutend für „Telefon“ sein. Hier will man mit den Diensten aus dem eigenen Hause ansetzen, Kunden sollen frühzeitig die Microsoft-Dienste kennenlernen, beziehungsweise mit ihnen in Kontakt kommen. Wie und vor allem welche Dienste man auf die günstigen Smartphones für Entwicklungs- und Schwellenländer bringen will, wird hingegen nicht erläutert.

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Hallo, ich bin Carsten! Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Getaufter und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

15 Kommentare

  1. Meiner Meinung nach ein richtiger und wichtiger Schritt von Microsoft. In den Schwellenländern kann Microsoft sich so einiges an Marktanteil sichern…

  2. Man kommt jetzt schon frühzeitig mit Microsoft-Produkten in Kontakt. In meiner Grundschule wurde Windows 98 und 2000 eingesetzt, jetzt am Gymnasium Windows 7 und Microsoft Office 2010. Da muss Microsoft gar nichts mehr tun.
    Microsoft hat ja auch schon erreicht, dass man als Linuxnutzer und Microsoft-Verweigerer von anderen Schülern schief angeschaut wird und es wird versucht mit Kommentaren wie „Linux ist sch**ße“ oder „Open Source ist sch**ße“ denjenigen (mich) zu einem Wechsel zu bewegen. [Diese Bemerkungen sind mir allerdings egal, da ich so viel Selbstbewusstsein besitze, dass ich so etwas getrost ignorieren kann, denn ich lasse mich nicht von anderen beeinflussen] Bei Microsoft beginnt das, was bei Apple gerade aufhört: Die vielen Fanboys.
    In Schwellenländern wird auch häufig Windows (XP) genutzt, da diese häufig unsere alten Rechner nutzen müssen –> Microsoft ist auch hier vertreten.

    Ich musste dazu wirklich mal meinen Senf abgeben, denn ich finde dieses Thema wichtig und kann nicht verstehen, wie man in einer Schule jährlich Lizenzgebühren an M$ zahlen kann, wo doch den Schulen das Geld fehlt. Außerdem werden die Schüler damit an kostenpflichtige Software gebunden, die ärmere Eltern nicht kaufen können. Schüler, die nicht, wie ich, weitreichende Computerkenntnisse haben werden so vom Informatikunterricht ausgegrenzt, da sie zu hause nicht üben können.

  3. Asha + MS-Dienste für die nächste Milliarde. Die Strategie ergibt Sinn, denn das sind auch die Konsumenten, die bei wachsendem Wohlstand zuerst PCs, Laptops, etc. kaufen werden – die klassischen Geräte, auf denen Microsoft Platzhirsch ist.

  4. Nein. Wenn Microsoft es wirklich ernst meint, müssen sie dasselbe Konzept wie beim Browser IE verfolgen: Das Prinzip Kostenlos. Geld müsste Microsoft ja genug haben. Ansonsten werden sie endgültig scheitern und Nokia baut ab 2015 Android-Telefone, wenn es dann für sie nicht auch schon zu spät ist.
    Sollte Microsoft den Markt aber dennoch mit kostenlosen Smartphones und Tablets fluten, kann sich der Endkunde auf eine „geile & geizige“ Zeit freuen.

  5. Interessante Strategie. Die Nokia-Jungs können ja gute Low Budget Geräte bauen, vielleicht kann MS tatsächlich auf den Zukunftsmärkten von morgen schon heute der Leader werden. Sie müssen aber aufpassen, dass sie nicht den Markt erschaffen, den die anderen dann ausnutzen. WinMobile, Nokia Symbian und Blackberry haben den Smartphone-Markt erschaffen, Apple hat den ganz großen Durchbruch geschafft, heute räumt aber Samsung ab, mit eher wenig eigenen Neuerungen im Vergleich zu den Entwicklungen von Nokia, Apple und BlackBerry…MS könnte es in den neuen Märkten genauso ergehen. Mit viel Werbung einen Markt geschaffen, und dann von Samsung im Preis unterboten.

  6. @TobiH8 – tja, das ist Lobbyarbeit, und es ist nicht nur dumm, sondern richtig krank!

  7. @max Ist leider so. Ich gehöre ja nicht zu der Gruppe Linuxnutzer, die unbedingt wollen, dass jeder Linux nutzt, aber Akzeptanz sollte schon vorhanden sein. Ich mache ja auch nicht jedem Windows-Nutzer oder Mac-Nutzer das System madig (außer sie labern mich mit ihrem Fanboy-Gerede zu… ;)).
    Außerdem frage ich mich, warum man überall docx verwendet… Leider hat MS da so viel bewirkt, dass docx einen guten Standard, das Open Document-Format, verdrängt hat. Von mir wird keiner ein doc oder docx Dokument bekommen. Und wenn ich eines bekomme, dann kommt es als odt zurück (außer die Formatierung geht kaputt). Ich bin mir allerdings bewusst, dass so etwas nur in der Schule geht und in einem Beruf nichts wird. Traurig aber wahr…

    Noch etwas anderes zum Artikel: Falls diese Billig-MS-Handys zu uns kommen, dann könnte das auch negative Auswirkungen haben: Leute kaufen so ein Gerät und erwarten Windows Phone 8.1 Apps ausführen zu können –> Merken, dass das nicht geht –> Windows Phone 8.1 = Schrott
    Ich denke, dass andere Hersteller deshalb lieber billige Androidgeräte bauen als so etwas halbes. Mein erstes Handy, das Samsung C3300K, hat damals geworben, dass es App-fähig wäre. Was ist daraus geworden? Java Apps liefen mit viel rumgespiele irgendwann mal. Ich als Kunde habe mich da schon irgendwie betrogen gefühlt.

  8. Wie heißt das abgebildete Modell?

  9. @TobiH8

    Du verstehst nicht warum die Schule ein Program nutzt das einen Marktanteil von gut 91% hat und wahrscheinlich jeder Schüler in seinem Berufsleben mal bedienen muss?
    Und schlägst stattdessen vor ein Programm zu nutzen was ein Marktanteil von unter 2% hat und in so ziemlich keiner Firma zu finden ist?

    Nicht dein ernst oder?

  10. kann mich FlyingT nur anschließen. für die masse ist es wichtig den umgang mit windows und MS office zu kennen. linux kann man als alternative anbieten, wer interesse hat, soll sich auch gerne mehr damit auseinander setzen. aber das ganze zu fokussieren… ne.

  11. @FlyingT Wenn es M$ Office für alle verfügbaren Betriebssysteme für Computer geben würde und wenn Du die Lizenzen sponsorst, dann können wir gerne wieder darüber reden. Solange man sich als Schüler eine Windows oder Mac-Lizenz und eine MS-Office Lizenz für über 200€ kaufen muss und dann auch noch einen teuren Computer kaufen muss, finde ich das nicht unbedingt gut.
    LibreOffice kriegst Du auch auf einem 50€ ARM-Rechner zum laufen und der würde bei uns von einem schulischen Verein gesponsort werden, falls den sich jemand nicht leisten könnte.
    Wie gesagt, wenn Du die Finanzierung erledigst, dann können wir weiter diskutieren.

    PS: Bei uns in der Klasse gibt es noch paar Leute ohne Microsoft Office und diese haben ein Problem, wenn sie eine Hausaufgabe machen sollen (LibreOffice ist erlaubt – auch im Informatikunterricht, aber man ist auf sich allein gestellt).

    Ach ja: Bevor hier jemand kommt und sagt, dass ich gesagt habe, dass Microsoft Office schlecht wäre, gebe ich den Tipp die Kommentare von mir nochmal sorgfältig zu lesen… 😉

  12. @TobiH8
    windows ist eigentlich bei fast jedem neuen computer dabei. office starter eigentlich auch.
    eine normale office-lizenz für schüler (Microsoft Office 365 University) kostet 68 euro..

  13. @TobiH8

    Du gehst die sache doch ganz falsch an. Was bringt es einem wenn er mit LibreOffice die granate ist und im Schülerpraktikum wie nen Ochs vorm Berg steht weil die MS Office haben? Richtig nix. Die Schule ist doch kein Zeitvertreib für vormittags sondern soll schon irgendwie auf das weitere Arbeitsleben vorbereiten.

    Noch dazu kostet dich nen office 2000 gerade mal 30€, also der selbe Preis den man auch für ein dictionary of contemporary english zahlt.