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Microsoft To Do: Da geht noch was!

Fast 15 Jahre betreibe ich dieses Blog nun. Software war immer mein Ding, besonders, wenn es darum ging mein Leben, auch das digitale, zu vereinfachen. Logo, da kamen dann auch unterschiedliche Apps zum Abarbeiten von Dingen zum Einsatz. In den letzten Jahren haben wir hier im Blog viele To-Do-Apps vorgestellt. Viele sind gekommen, viele wurden auch schon wieder eingestellt. Sowohl privat als auch im Team war lange Wunderlist ein Begleiter. Muss man sicherlich keinem Leser hier vorstellen.

Das Unternehmen machte einen tollen Job und wurde dann von Microsoft gekauft. Damals schwenkten wir sehr schnell auf eine neue To-Do-App um, nicht wissend, dass sich das Aus von Wunderlist noch so lange hinauszögert. 2015 hat Microsoft Wunderlist gekauft, 2017 die Abschaltung „irgendwann“ bekannt gegeben – und seit dem 9. Dezember 2019 steht fest: Am 6. Mai 2020 ist Feierabend, dann wird Wunderlist eingestellt, fast 5 Jahre nach dem Kauf.

Und in der Zwischenzeit?

Da hat Microsoft anfangs extrem träge die To-Do-App namens Microsoft To Do aufgebaut. Mittlerweile sieht es sogar fast aus wie Wunderlist. Dafür hat man „nur“ 5 Jahre gebraucht. Dennoch bin ich die Jahre immer dran geblieben. Aus eigenem Interesse und natürlich für unsere Leser. Persönlicher Ist-Zustand? Im Team setzen wir auf Todoist, haben für jeden Benutzer einen Pro-Account. Da braucht man eigentlich nichts anderes. Die anderen „Großen“ und kostenlosen? Google Tasks ist in meinen Augen ein absoluter Witz, wenn auch plattformunabhängig.

Apples Erinnerungen-App? Ganz nett, aber da fehlen mir Apps für andere Plattformen, des Weiteren kann man nur begrenzt Dinge an Aufgaben anhängen. Begrenzt brauchbar, als Privatperson, die kaum noch einen Rechner brauchen würde, käme es in die lose Auswahl. Asana? Total gut, auch kostenlos, aber keine Push-Notification bei der festgelegten Uhrzeit? WTF! TickTick? Hat sich stark verbessert, würde aber zur Pro-Version greifen müssen – und dann wiederum sehe ich bei Pro eben Todoist vorne.

Kostenlos soll es sein? Tatsächlich brauchbar: Microsoft To Do. Dateien lassen sich anhängen, Aufgaben auch im Team gut verarbeiten – weitgehend plattformunabhängig. Doch auf der anderen Seite denke ich mir oft: Warum arbeiten die so unfassbar langsam? Unter Android kann man über das System schnell in Microsoft To Do sharen und es gibt auch ein Widget. Und unter iOS? Nichts. Keine Möglichkeit, aus dem Browser oder einer App heraus in To Do zu sharen – und ein Widget fehlt auch. Ansonsten mittlerweile eine recht brauchbare App – so wie Wunderlist vor 5 Jahren. Vielleicht entdeckt Microsoft ja bald noch ein paar Nutzerwünsche. Beispielsweise Mails als Aufgaben weiterleiten – bisher gibt es da nur eine Outlook-Integration. Oder eine Kalender-Ansicht. Druckbare Aufgabenlisten! Wöchentliche Ansichten für Aufgaben. Ortsbasierte Erinnerungen. Verbesserte Smart-Listen. Verbesserte Optionen für wiederkehrende Aufgaben. Schlummern von Aufgaben. Und wahrscheinlich würden mir noch 10 andere Dinge einfallen, wenn ich noch kurz nachdenke.

Microsoft To Do: Da geht noch was!

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caschy

Hallo, ich bin Carsten! Ich bin gelernter IT-Systemelektroniker und habe das Blog 2005 gegründet. Seit 2008 ist es Beruf(ung). Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Fan und Vater eines Sohnes. Auch zu finden bei LinkedIn, Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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30 Kommentare

  1. Wunderlist war total überhyped in meinen Augen. Eine simple Liste mit nur wenigen Basisfunktionen. Ab mittlerer Komplexität der eigenen Anforderungen unbrauchbar.

    Ich empfehle, mal einen Blick auf Amazing Marvin zu werfen, auch, wenn die gerade erst am Anfang stehen und zB die Apps erst eine Early Access Version sind.

  2. Ich war anfangs von To-Do angetan, als nicht pro User nerven mich aber die nicht ausblendbaren Pro Feature Icons. Erinnerungen nicht manuell setzen können als free User Ist Mist. Microsoft To Do lässt Erinnerungen zu jeder Zeit zu. Früher habe ich mir mit Google Notizen beholfen aber die eine Tagesplanung oder 3-4 Aufgaben brauche ich eine zusammenhängende Aufstellung. Alternativ any.do probiert. Am Desktop begeistert von der Ansicht heute, morgen, später usw. Problem? Die App synchronisiert nach einloggen mit selben Google Konto überhaupt nicht. Und ist somit unbrauchbare. Hätte ich gern verwendet da es smarter war als To Do. Desktop und Mobile App müssen jedenfalls synchronisieren damit eine to do app sinnvoll ist (sync bei Microsoft to do klappt quasi in Echtzeit)

  3. „Druckbare Aufgabenlisten!“ Die gibts doch schon seit mehreren Wochen, glaub gar hier über berichtet. Aber ja MS-To-Do ist weit ausbaufähig und man hat zwar an Updates in diesem Jahr stark zugenommen aber nach 5 Jahren… Typischer MS Witz, das sind Profis…

  4. Ich möchte Quire empfehlen (https://quire.io). Gibt es schon einige Jahre, soll mit dem bisherigen Funktionen kostenlos bleiben. Hierarchische Aufgabenlisten für bis zu 30 Teilnehmer mit Diskussionsmöglichkeit jeder Aufgabe, gute Web-App, aber auch Apps für Android und iOS. Erstaunlich schlank und übersichtlich, kann dafür erstaundlich viel.

  5. Nutzen sie Apple App. In Verbindung mit der Familiengruppe von Apple für unseren Privatgebrauch völlig ausreichend.

  6. Hallo, wir nutzen auch Microsoft ToDo. Mehr brauchen wir nicht und dann noch auf allen Plattformen und Geräten nutzbar. Top

  7. Ich verwaltet Termine und todos fast ausschließlich auf dem oneplus 7t pro. Als App nutze ich aCalendar. Termine verwalten top und die Einbindung von gtasks und die Erweiterung der Möglichkeiten darin reichen mir vollkommen.
    https://acalendar.tapirapps.de

  8. Hi Caschy, in der aktuellen Beta ist das Sharing nach To Do endlich, endlich enthalten. Das bisherige Fehlen hat mich von To Do abgehalten, jetzt teste ich das mal.

  9. Bin mit Microsoft To Do mittlerweile absolut zufrieden (komme von Wunderlist). Die Integration über alle Systeme in Verbindung mit Office 365 ist einfach top. Auch visuell gefällt die App mittlerweile.

  10. Wir benutzen Todoist. Hatte schon viele probiert und bin immer wieder zu Todoist zurück.

  11. Ich muss jetzt gezwungenermaßen auf ToDo umsteigen. Aber ToDo hat noch einige Fehler die bei Wunderlist so nicht existieren.

    Das Mausrad kann nicht mitten auf der Tabelle aktiviert werden so das man mit der Maus scrollen kann. Man muss immer das Mausrad benutzen oder man kann in dem kleinen Bereich zwischen den Listen und den Aufgaben klicken um das Mausrad zu aktivieren.

    Die Sortierung nach Wichtigkeit sortiert alle anderen Aufgaben die nicht wichtig sind nicht nach Fälligkeit. Es werden also nicht alle Aufgaben richtig sortiert.

    Mehrere Aufgaben können nicht markiert werden und in eine andere Liste verschoben werden.

    Man kann das Fenster der Listen nicht mehr durch ziehen der Maus in der Größe verändern.

    Aufgabe duplizieren geht nicht. Einfach nur eine Aufgabe duplizieren geht nicht, man muss die Aufgabe umständlich in die gleiche Liste kopieren.

  12. To Do für persönliche Aufgaben, Planner in Teams für übergreifende Aufgaben. Damit lässt sich jetzt schon einiges ordentlich organisieren. Wenn Microsoft demnächst Tasks als allumfassendes Tool bereitstellt, dann bin ich mal gespannt welche externen Lösungen in Verbindung mit Outlook & Co. überhaupt konkurrenzfähig sein sollen.

  13. Interessant, ich empfinde das genau anders herum – ich war lange begeitester Todoist-Nutzer und ja, es ist (für mich) nach wie vor die beste Allround-App. Aber mit 36€ nicht günstig, zumal ich viele von den Funktionalitäten schlicht nicht benötige.

    So habe ich Todo eine Chance gegeben und bin echt zufrieden. Mir fehlt eigentlich nur noch die natürliche Texterkennung (soll ja bald kommen) und eine native Alexa-Unterstützung. Ich finde, MS macht da einen tollen Job und ist in Sachen Weiterentwicklung sehr aktiv. Wohlgemerkt: das bezieht sich auf die letzten Monate…

  14. Hallo!
    Warum wird hier immer so viel über MS To-Do oder Wunderlist geschrieben? Wunderlist fand ich damals schon armselig, um ehrlich zu sein. Und MS To-Do ist wohl eher ein schlechter Scherz als ein erwähnenswertes Tool. Das ist natürlich Geschmackssache,aber der Funktionsumfang von beiden kam doch nie an Todoist dran. Todoist war lange Zeit mein Favorit und ich schätze es immer noch.
    Aber im Vergleich zu Amazing Marvin ist Todoist ein beinah nackiges Tool. Über Amazing Marvinsolltet Ihr mal schreiben. Es ist momentan noch nicht teamfähig und die mobile App hat Nachholbedarf, aber das sehr innovative Entwicklerteam hat beides bereits auf seiner Shorttime-Roadmap und bringt in kurzen Frequenzen umfangreiche Updates . Wäre schön, wenn Ihr Amazing Marvin mal in den Fokus nehmen würdet. Dagegen können die meisten bekannten Tools echt einpacken und ich habe viele getestet.

    • FriedeFreudeEierkuchen says:

      Das Tool mag gut sein, aber mir persönlich wäre der Preis zu hoch. Das ist das Problem bei den ganzen Abo-Modellen: Wirtschaftlich sind die Preise gerechtfertigt, aber sobald man mehr als ein Tool nutzt, addieren sich die Fixkosten gewaltig.
      Während ich noch zähneknirschende 11$ für mein Onlinebackup zahle, kann ich bei meiner Kleinfirma nicht beliebig viele Dienste dazu addieren, ohne dass es völlig unwirtschaftlich wird. So kannst du mit ToDo-Verwaltung, Rechnungsverwaltung und Zeiterfassung schon bei 50€ im Monat oder mehr sein. Dann hast du noch keine Produktivsoftware, kein Backup, gar nichts. Irgendwann musst du vielleicht auch noch dein OS im Abo nutzen – MS drängt die Nutzer ja immer stärker dazu.
      Ich nutze so viel Open Source wie möglich, dazu einige gekaufte Programme, bei denen ich dann fallweise entscheide, ob das neue Update wirklich nötig ist oder ob ich noch eine Weile warte.

  15. Ich werfe mal noch Trello in den Ring. Kann man kostenlos schon einiges mit machen und ist für mich super zu bedienen. Allerdings muss einem egal sein, dass die Daten auf irgendwelchen fremden Servern liegen.

  16. FriedeFreudeEierkuchen says:

    Wer es nicht unbedingt kostenlos haben will und wer gerne die Daten nicht zwingend einer Cloud anvertrauen will, sollte sich „MyLifeOrganized“ ansehen. MLO ist auf Windows, macOS, iOS und Android verfügbar. Die Anwendung und die Apps bieten wahnsinnig viele Möglichkeiten, womit auch sehr anspruchsvolle Nutzer bedient werden. Im Gegensatz zu den meisten anderen Lösungen bekommt man unbegrenzte Hierarchien, so dass man auch sehr komplexe Projekte in einer beliebigen Tiefe abbilden kann. Wer nicht den Cloud-Sync bezahlen oder nutzen möchte, kann auch per WiFi synchronisieren. Ich nutze die Software unter Windows und Android seit vielen Jahren. Nachdem ich jetzt einige Clouddienste kommen und gehen sah, fokussiere ich mich bei wichtigen Anwendungen lieber auf Lösungen, die auch unabhängig weiter funktionieren.

  17. Ich nutze mittlerweile Office365 Business Essential (ca. 4€ im Monat) und bekomme dafür
    – Microsoft Planner + Microsoft To Do für mein „Private Kanban“
    – Microsofts Teams / Sharepoint + Office Online (mit 2 TB Speicher)
    – Outlook mit eigener Domain
    Klar, Daten in der Cloud und so. Aber ehrlich gesagt habe ich meine Daten lieber bei Microsoft, als bei irgendeinem Startup 😉

  18. Jäätelönalle says:

    Wunderlist hat 4 Hierarchieebenen: Ordner -> Liste -> Task -> Subtask

    Bei MS To Do finde ich nur 3 Hierarchieebenen: Liste -> Task -> Subtask

    Gibt es eine kostenfreie (oder günstige Einmalzahlung) Wunderlist alternative mit 4 Hierarchieebenen? Oder habe ich die 4. Ebene bei MS To Do nur übersehen? Teamfähigkeit brauche ich nicht. Synchronisation über mehrere Geräte ist aber notwendig.

    Ich will nicht wieder x Dienste testen müssen wie bei meinem Wechsel von rememberthemilk zu wunderlist.

  19. To-Do wurde mit der Zeit wieder aktualisiert, auch Dateien können hinzugefügt werden wie z.B. Bilder. TOP
    ABER peinlich das man wieder wohl die Updates nur für PC, Android und iOS raushaut. Die alten eigenen Geräte a la Lumia werden wieder mal nicht unterstützt. Wiso sollte man überhaupt noch MS Hardware jedweder Art noch kaufen wenn man die Kunden dann über kurz oder lang total im Stich läßt? Seit wenigen Jahren (Nadell als CEO) ist das ehe der Alltag, SO NICHT!

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