Microsoft Surface Studio: Neuer All-In-One mit True Color und 13,5 Mio. Pixeln

microsoft-surface-studio-artikelbildMicrosoft hat heute seinen ersten Surface-All-In-One vorgestellt: das Microsoft Surface Studio. Es handelt sich um ein Gerät mit 28 Zoll Diagonale im Format 3:2. Zwar hat Microsoft die konkrete Auflösung verschwiegen, nennt aber insgesamt 13,5 Mio. Bildpunkte sowie eine Pixeldichte von 192 ppi. Zudem unterstützt der Bildschirm erweiterte Farbwiedergabe im Farbraum DCI-P3, der z. B. für digitale Filmprojektion gebräuchlich ist. Es lässt sich aber jederzeit auch zu sRGB wechseln, um die Inhalte kompatibel zu halten. Microsoft selbst bezeichnet dieses Feature als „True Color“.

Zudem setzt das Surface Studio auf einen Touchscreen, so dass sich auch der Surface Pen verwenden lässt. Im Inneren des Microsoft Surface Studio stecken ein Intel Core i7 mit vier Kernen, 32 GByte RAM und eine Hyrid-Festplatte mit 2 TByte Speicherplatz. Zudem ist eine Nvidia GeForce GTX 980M verbaut, um für Grafikleistung zu sorgen. Microsoft will mit dem All-In-One laut eigenen Aussagen professionelle Anwender und Content-Ersteller anvisieren. Auch eine HD-Webcam sowie 2.1-Lautsprecher sind an Bord.

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Man muss dazu sagen, dass Microsoft sehr lange auf dem Design des Surface Studios herumgeritten ist, das sich nahtlos in die Umgebung einfügen soll. Teilweise nahm dies allerdings auch absurde Züge an, als etwa Microsofts Panos Panay von dem verspiegeltem Chrom des Ständers schwärmte, das sich mit seinen Reflexionen perfekt in die Wohnumgegbung integriere. Interessanter klang da, dass das Surface Studio gerade einmal 12,5 mm dick ist. Zudem ist der Bildschirm stufenlos neigbar, was für Ergonomie sorgen sollte. Einen Preis für das Surface Studio hat Microsoft, genau wie die Verfügbarkeit, aber noch nicht genannt. Als Anschlüsse sind in die Basis Audio, SD-Karte, Mini DisplayPort, Ethernet und viermal USB 3.0 integriert.

Auch der Surface Dial, ein rundes Döschen, dass man auf den Monitor setzen oder am Tisch nutzen kann, um spezielle Funktionen auszulösen, sah spannend aus. Etwa kann man den Dial bei der Bildbearbeitung drehen, um Farben durchzugehen oder in Word Kritzeleien auftauchen und verschwinden lassen – quasi spult man die Krakeleien vor- und zurück. Hier ergeben sich viele Möglichkeiten, die man aber erst in der Praxis mal genauer unter die Lupe nehmen müsste. Sicher wird Microsoft auch hier den Fokus auf 3D legen.

https://www.youtube.com/watch?v=BzMLA8YIgG0

Der Surface Dial kann zudem z. B. auch die Bildschirmhelligkeit beeinflussen, je nachdem in welcher Anwendung ihr aktiv seid. Zum Glück wird der Dial nicht nur mit dem neuen Surface Studio nutzbar sein, sondern auch mit dem Surface Pro 3 / 4 sowie dem bereits erhältlichem Surface Book. Apropos Surface Book: Microsoft zeigt auch das neue Surface Book i7. Ihr erahnt es am Namen: Im Inneren steckt bei dieser Variante ein Intel Core i7 mit deutlich mehr Leistung – doppelt so viel GPU-Leistung wie zuvor verspricht Microsoft etwa.

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Das neue Microsoft Surface Book i7 setzt auf ein komplettes Re-Design, um die notwendige Kühlung mitzubringen – zwei Lüfter werkeln deswegen jetzt im Inneren. Trotz der erhöhten Leistung soll sich die Akkulaufzeit erhöhen. Von 16 Stunden hat Microsoft gesprochen, ohne aber bzgl. der Umstände ins Detail zu gehen. Vorbestellbar soll das neue Surface Book i7 ab heute sein. Je nachdem welche Ausstattung ihr wählt, steigt ihr bei 2.399 US-Dollar ein. Ab November will Microsoft das Surface Book i7 dann ausliefern.

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24 Kommentare

  1. Wenn man sich das Einführungsvideo zum Studio anschaut, hat man irgendwie den Eindruck, dass Microsoft das Studio genauso bewirbt wie Apple das iPad Pro: Man hat einen Stift um auf dem Display zu malen und beim Studio noch diesen Knopf. Dabei spezialisieren beide sich auf eine ganz bestimmte Zielgruppe die eigentlich ziemlich ähnlich ist. Und wenn man dieses bestimme Feature nicht nutzt, hat man bei beiden Geräten ein sehr leistungsfähiges Gerät, was auch die eigentlichen Aufgaben erfüllen kann (Studio als PC, Pro als Tablet). Bin gespannt, ob das bei Microsoft hin haut.

  2. Egal wie geil das Design, wie ausgeklügelt der Standfuß oder leistungsfähig der Rechner sind, dieser All-in-One rauscht meilenweit am normalen Markt vorbei. Der nun wahrlich nicht günstige iMac 27″ Retina ist mit 256GB SSD für schon happige 2400€ zu haben. Surface Studio wird im Euro Raum hingegen locker die 3000€ Marke knacken. Das ist einfach zu viel.

    Die Zielgruppe des Studio sind ambitionierte Designer, der Massenmarkt hat von den vielen Vorteilen nur sehr wenig und am Ende „nur“ einen extrem geilen All-in-One. Selbst das nur halb so teure Surface Book hat sich hierzulande unglaublich schleppend verkauft und da dürfte die Zielgruppe weit höher sein.

    Ich befürchte, dass Microsoft sich hier ein Prestigeprojekt gebaut hat, was am Ende seine Wirkung mangels Verbreitung komplett verfehlen wird. Anders als der iMac, der seit Jahren preisstabil die Apple User bedient, muss Microsoft sich die Käuferschar erst erschließen.

    Viel lieber hätte ich von Microsoft einen Mac Mini Konkurrenten gesehen oder einen leistungsfähigen und eleganten Desktop. Dazu passt, dass man das noch erfolgreichste Produkt, das Surface Pro, diesmal vernachlässigt hat. Dabei hätte Kaby Lake dem immer noch etwas kurzatmigen Tablet gut gestanden.

    Schade.

  3. Warum denn nicht in Widescreen?

  4. Ich bin ehrlich gesagt auch etwas verblüfft wie locker das Geld bei einigen sitzen muss.
    Ein Rechner für 3-5 tausend wenn man ähnliches, wenn auch nicht mit selben schick, bereits für 500-1000 EUR erhalten kann. Unsere Firma mit ca. 200 Rechnern wird sicherlich nicht auf sowas umsteigen.

    Gab es auch etwas zum Surface Pro 5?

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