Microsoft streicht wohl 3.000 Stellen

Microsoft strukturiert um. Was in den letzten Tagen schon in der Gerüchteküche brodelte, ist nun Realität. Microsoft wird laut einem Bericht von CNBC 3000 Stellen streichen. Vor allem im Vertrieb wird man Stellen einsparen, rund 10 Prozent der Mitarbeiter müssen wohl dort ihren Hut nehmen. 75 Prozent der Entlassungen werden Stellen außerhalb der USA betreffen. Microsoft wird weiterhin verstärkt auf die Cloud setzen, diese Ausrichtung ist wohl mit ein Grund, warum so viele Mitarbeiter aus dem Vertrieb gehen müssen. Mit Microsoft Azure will man weiter Gas geben, hier ist man bereits eine große Nummer – in dem Geschäft tummeln sich auch Amazon und Google. Die Cloud – ein Bereich, der sicher in den nächsten Jahren noch extrem wachsen wird.

Gegenüber CNBC gab man ein Statement ab:

„Microsoft is implementing changes to better serve our customers and partners,“ a Microsoft spokesperson told CNBC. „Today, we are taking steps to notify some employees that their jobs are under consideration or that their positions will be eliminated. Like all companies, we evaluate our business on a regular basis. This can result in increased investment in some places and, from time-to-time, re-deployment in others.“

Microsoft hat rund 115.000 Mitarbeiter weltweit.

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Hallo, ich bin Carsten! Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Getaufter und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

8 Kommentare

  1. Absolut kein Wunder, dass Microsoft im Vertrieb massiv an Stellen spart. Im letzten Jahr hat Microsoft seine weltweiten Partner schon darüber informiert, wie sie zukünftig personell aufgestellt sein sollten. Der Vertrieb hat dabei eine absolute minimale Rolle gespielt. Wenn man es also zukünftig seinen Partner empfiehlt, dann kann man auch mal selbst den ersten Schritt dahin machen. Bzw. die ersten Schritte dazu wurden wahrscheinlich schon intern getan, das hier ist jetzt erst die erste öffentliche Nachricht dazu.

  2. Ich denke mal, das in Zukunft im Vertrieb immer weniger Leute gebraucht werden, da KI immer mehr abnimmt.

  3. Microsoft hat wohl das gleiche Problem wie quasi alle Großkonzerne. Ab einer gewissen Unternehmensgröße schwimmen immer mehr Mitarbeiter quasi einfach mit, ohne dass sie produktiv gebraucht würden.

    Das war früher im öffentlichen Dienst auch ein ganz massives Problem, hat sich die letzten Jahre aber deutlich entschärft.

  4. Als Windows 10 für Nix angeboten wurde, war der Fall eigentlich schon klar. Jetzt geht es für Microsoft nur noch um’s Überleben und am Markt zu bleiben.

    Apple Nutzer sind mit Windows nicht mehr zu überzeugen. Linux Nutzer wissen warum sie lieber Linux benutzen.

    Der Markt ist gesättigt. Neue Computer lassen sich auch nur noch schwer verkaufen, da die bisherigen einfach schnell genug für den Alltag sind.

    Selbst Computerspieler erreicht man nur noch schwer. Da diese mehr eine neue Grafikkarte brauchen, aber nicht mehr so oft einen noch schnelleren Prozessor und damit auch ein neueres Windows.

    Auch beim Office hat sich nicht mehr viel getan. Die Unterscheide zwischen 2007 und 2010 waren schon minimal. Und auch bei der aktuellen Version gibt es zu 2007/2010 kaum unterscheide. Außer! Das es deutlich langsamer lädt! *kopfschüttel*

    Alle Segmente brechen für Microsoft irgendwie zur Zeit ein. Selbst die XBOX scheint auf dem sterbenden Ast zu sein. Sony scheint sich immer mehr exklusive Titel zu holen womit es für die Spieler in der Xbox-Welt ziemlich mager aussieht.

    Und mit den überteuerten Convertible Laptops erreicht man nicht wirklich die Masse. Das ist irgendwie ein Versuch wohl Apple Nutzer anzulocken. Doch die bleiben eisern, treu (und fast schon fanatisch) bei ihren Macs. 😉

    Zuletzt liebäugelte ich auch nur kurz mit einem Convertible – wollte aber mehr RAM… mind. 16 GB. Doch der Preis hierfür war 10 mal so hoch wie für einen normalen PC (mit soviel RAM). Und auch die anderen Leistungsdaten waren meinem älteren Computer total unterlegen. 7 Jahre alte Technik (von den Leistungsdaten ausgehend) wird hier Superteuer – nur verkleinert – wieder verkauft. Das man damit keinen Gewinn macht, ist klar! Niemand dürfte so was wirklich kaufen wollen.
    (Ja ich brauche 16 GB RAM: für Blender, VMs und andere RAM-Intensive Dinge)

    Der Stellenabbau ist also unausweichlich oder man bringt doch noch Geräte mit Top-Leistung zu vernünftigen Preisen auf dem Markt. Mit Windows und Office wird man jedenfalls kaum noch Geld verdienen können.

  5. Hoffentlich investiert Microsoft ein bisschen mehr in den Support – hier gibt es nach meiner Erfahrung erhebliche Defizite. Wenn man mit den Produkten hat, wird man von einer Abteilung in die nächste weitergereicht, es ist völlig undurchsichtig, warum man bei dem einen Produkt Telefonsupport erhält, bei dem anderen aber Wochen auf E-Mail-Antworten warten muss, die dann nicht wirklich weiter helfen. Das ist bei einem Anbieter für kostenpflichtige Services nicht hinnehmbar.

  6. @wpressy:

    „Mit Windows und Office wird man jedenfalls kaum noch Geld verdienen können.“
    Doch, das kann Microsoft – auch wenn sie es allein damit nicht müssten. Im Januar diesen Jahres lag der Nettogewinn immerhin bei über 5 Milliarden Dollar mit stabilen Zuwächsen im Consumer- (das, was du betrachtet hast) und Business-Bereich.

    Der Business-Bereich – Server, Dienste, Cloud.

    Ein paar Zahlen:

    Microsofts ERP (Dynamics NAV) Marktanteil bei ca. 15% (SAP pendelt bei 25%), Microsofts Cloud Marktanteil liegt mit ca. 25% auf Platz 2 (Branchenprimus AWS bei knapp über 40%), Office aus der Cloud (Office 365) Microsoft ca. 40%, Google bei ca. 22%, Microsofts Groupware (Exchange) hält knapp 70% Marktanteil, Microsoft SQL Server (Datenbankserver) boomt mit bald 50% aller SQL-Installationen…ach und knapp 40% aller Webserver laufen auf einem Windows-Server, fast so viele wie mit Apache.
    XBOX und Surface (und wohl auch Windows als Desktop-OS) sind strategische Produkte, die müssen nicht zwingend Geld abwerfen. Samsung verdient ja an den Telefonen auch nicht wirklich was 😉
    Die Apple-Nutzer muss man auch nicht mehr zum Systemwechsel bewegen, die nutzen gerne mal das Office und damit die Cloud von Microsoft – schon sind die im Boot 🙂

    Und das „Gerät mit Top-Leistung zu vernünftigen Preisen“ gibt es mMn schon. Aber über Geschmack lässt sich bekanntlich streiten.

  7. Microsoft geht jetzt einfach noch stärker den B2B Weg. Da braucht man nicht mehr so viele VTler. Und das ist auf jeden Fall clever. Die Zukunft liegt im Hosten von Cloudlösungen.

  8. @Frank
    Im Business Umfeld verdient sich Microsoft auch mit den „klassischen“ Windows Lizenzen, Volumenverträgen etc. immer noch dumm und dämlich. Keine Sorge, denen geht es solange Windows weiterhin ein quasi Monopol auf den Desktop PCs hat noch weiterhin bestens.

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