Microsoft Sprachencommunity: Crowdsourcing bei den Redmondern

Microsoft listet im offiziellen Windows Store mittlerweile eine App für die Sprachencommunity. Darüber betreiben die Redmondern im Wesentlichen kostengünstiges Crowdsourcing. So wird die eigentliche Arbeit des Unternehmens auf Freiwillige ausgelagert, um Geld zu sparen. Crowdsourcing durch große Unternehmen steht oft in der Kritik und auch ob Microsoft sich auf diese Weise Freunde macht, ist natürlich so eine Sache. Falls ihr Interesse habt, könnt ihr auf diese Weise jedenfalls Microsoft bei besseren Übersetzungen unterstützen.

Über die Sprachencommunity könnt ihr Screenshots aus Windows 10 bzw. von Apps einreichen, bei welchen die Übersetzung möglicherweise kritikwürdig ist. Zugleich dürft ihr Vorschläge für Verbesserungen machen. Seien wir ehrlich: Diese Arbeit sollte Microsoft normalerweise nicht unbezahlten Freiwilligen aus der Community übertragen, sondern den eigenen Mitarbeitern. Ich hoffe daher persönlich, dass sich nicht allzu viele Nutzer am Projekt beteiligen – darüber kann man aber natürlich geteilter Meinung sein.

So wird die Sprachencommunity eure Vorschläge auch mit denen anderer User synchronisieren. Ihr habt dann auch die Chance über den besten Vorschlag abzustimmen. Um die App herunterzuladen, benötigt ihr ohnehin das Windows 10 Fall Creators Update, welches für Normalsterbliche erst ab dem 17. Oktober zur Verfügung steht. Aktuell können also somit nur Windows Insider teilnehmen.

Haltet ihr mehr als ich von Microsofts Schachzug die Übersetzungsarbeit teilweise auf die unbezahlte Community auszulagern? Ich sehe solche Aktionen generell sehr kritisch, wenn große Konzerne auf diese Weise vorgehen und eine Art Gemeinschaftsgefühl instrumentalisieren, um Kosten zu sparen. Aber ein anderer mag das vielleicht eher als Chance sehen, welche die Redmonder den Nutzern einräumen.

Sprachencommunity
Sprachencommunity
Entwickler: Microsoft Corporation
Preis: Kostenlos
  • Sprachencommunity Screenshot
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André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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3 Kommentare

  1. Kommt drauf an, was für die User letztlich dabei rausspringt. Vielleicht irgendein Prämienpunktesystem oder vergünstigte Software oder so. Die lassen sich in Redmond bestimmt was einfallen!

  2. Wer eine Sprachcommunity sucht, bei der er nicht kostenlos die Arbeit für ein Multimiljardenunternehmen leistet, ist bei dict.cc herzlich willkommen. 🙂

  3. Seit dem „Win95 Disk Zerleger“ ist der gemeine Windows-User doch schon entsprechend abgehärtet. 😀
    Schlimmer finde ich eigentlich die Store-Apps. Da wird „Share“ auch gerne mal mit „Aktie“ übersetzt und natürlich kann man bei solchen Programmen auch die Sprache nicht selber auswählen.

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