Microsoft Research: Hyperlapse-Videos per Algorithmus ohne Wackeln erstellen

Timelapse-Videos kennt man mittlerweile, mit Hyperlapse bewegen sich die Zeitraffer-Videos auch noch von A nach B. Diese zu erstellen ist nicht unbedingt einfach, da das Ausgangsmaterial oft von einer Kamera stammt, die am Kopf befestigt ist (GoPro, Google Glass). Lässt man diese First Person Aufnahmen dann einfach schneller laufen, ergibt dies ein verwackeltes Video, das nicht sehr hübsch anzusehen ist. Microsoft Research kann aus diesem Material allerdings ein ansehnliches Video zaubern und erklärt auch gleich, wie das Ganze funktioniert.

Wie man in obigem Video sehen kann, scheint der Algorithmus von Microsoft Research gut zu funktionieren. Zuerst wird der Pfad errechnet, der in dem Video zurückgelegt wird. Danach wird dieser Pfad optimiert. Dabei muss darauf geachtet werden, dass der Blickwinkel der virtuellen Kamera zu den Aufnahmen passt. Daraus entstehen dann Hyperlapse-Videos mit einer weichen Bewegung, ohne das störende Wackeln, das man ohne die Neuberechnung hätte.

Noch gibt es kein Tool, um diesen Prozess automatisch abzuwickeln, Microsoft Research arbeitet aber daran, das Ganze als App für Windows zur Verfügung zu stellen. Da First Person Kameras eher mehr als weniger werden, kann dies durchaus ein sinnvolles Tool sein, dass auch für schöne Videos sorgt. Technisch detaillierter wird der ganze Vorgang im zweiten Video gezeigt.

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Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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12 Kommentare

  1. Sehr coole Technik… da lassen sich ellenlange Urlaubsvideos von Ski-, Snowboard/-mobil-Touren oder ähnliches hervorragend zusammenfassen.

  2. strafe jump!

  3. Nur mal so, falls es Leute gibt, die sowas in der Richtung studieren wollen:
    http://fbmn.h-da.de/index.php/Studienangebote/OBV
    Man kann sich dann im Laufe des Studiums auf Bildverarbeitung fokussieren. Ist meines Erachtens auch interessanter als nur Informatik zu studieren.

  4. Bei dem Part im Gebirge sieht man aber auch sehr deutlich die Grenzen solcher Algorithmen.
    Auf Dauer finde ich solche Videos ziemlich anstrengend und ermüdend zu betrachten – da ist mir ein gut geschnittenes Video erheblich lieber.

  5. Sehr interessant – in meinem Studium (Informatik) haben wir uns auch mit Videobearbeitungsalgorithmen auseinandergesetzt. Sehr spannendes Gebiet auf dem in den nächsten Jahren sicher viele Fortschritte gemacht werden

  6. Christoph B says:

    Gut geschnittenes Video ist aber ziemlich teuer @Leif Sikorski
    Dann doch lieber so. Für lau und in schnell.

  7. Kleines die Stadzszene spielt in Hamburg Altona 😀 😉 Und ich glaube sogar zu wissen wer der Läufer war … Das war zu Wahlzeiten der Europawahl… Da liefen verdammt viele von diesen Leuten rum….

  8. Das mit Altona ist mir auch sofort aufgefallen, da derjenige bei uns an det Haustür vorbeifährt/läuft. 🙂

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