Microsoft OneDrive: „Dateien bei Bedarf“ standardmäßig für alle Mac-Nutzer

Im Juni 2021 hat Microsoft mehrere wichtige Updates für OneDrive auf macOS angekündigt, darunter ein Update für „Dateien bei Bedarf“. (Files On-Demand) Die neue Funktion ist besser in macOS integriert und wird auch dazu beitragen, neue Funktionen wie Known Folder Move für macOS zu ermöglichen. Seit dem 12. Januar hat Microsoft damit begonnen, „Dateien bei Bedarf“ für alle Kunden, die macOS 12.1 oder höher verwenden, einzuführen. Nutzer haben so alle Dateien im Blick, auf das Gerät werden sie aber erst auf Zuruf geladen. Mit den neuesten Updates können Nutzer so auch alle ihre Dateien im Finder im Abschnitt Speicherort in der Seitenleiste sehen und neue Informationen zu jeder Datei erhalten. Dateien haben im Finder den folgenden Status:

Das neue „Dateien bei Bedarf“ setzt als Dateisystem APFS voraus. Im Jahr 2018 hatte man die erste Version von Files On-Demand für macOS veröffentlicht. Seitdem habe man es für alle Nutzer von macOS 10.14 (Mojave) oder höher eingeführt. Wichtig ist auch für die Zukunft: macOS 12.2 wird die letzte Version sein, die das klassische Files On-Demand unterstützt. Da das neue Programm stärker in macOS integriert ist, wird es langfristig von Apple unterstützt. Die erste Version von Files On-Demand basiert auf einer Reihe von Technologien, die jetzt veraltet sind. Die Umstellung auf die neue Plattform ermöglicht es Microsoft, diese Funktion auch in den kommenden Jahren zu unterstützen. Für zukünftige macOS-Versionen bedeutet dies:

Info von Microsoft:

Files On-Demand ist standardmäßig für alle Benutzer aktiviert und kann nicht deaktiviert werden.

Die Geräte werden automatisch auf das neue Files On-Demand migriert, sobald sie ein macOS-Update erhalten. Sie können dieses Update nicht verzögern, ohne auch ein Update für macOS zu verzögern.

Sowohl unsere Standalone- als auch unsere App Store-Versionen von OneDrive werden sich gleich verhalten.

Benutzer, die eine Entwickler- oder Betaversion von macOS verwenden, werden das gleiche Erlebnis haben wie eine Release-Version von macOS.

Wichtig ist für Nutzer vielleicht, dass sie sich diesen Beitrag anschauen. Zukünftig ist der Pfad nämlich eigentlich festgezurrt und kann nicht geändert werden, der neue „Sync Root“ liegt immer im Nutzerverzeichnis. Sofern ihr daran was ändern wollt, schaut in den Beitrag.

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4 Kommentare

  1. Sehr schön. Mal schauen, ob sich durch die tiefere Integration dann die Fotos.app mittels OneDrive befüllen lässt und die Mediathek auf OneDrive gelegt werden kann.
    So könnte man sich das iCloud-Abo sparen.

  2. Hi, der Artikel ist nun schon etwas älter aber ich denke hier könnte man nochmal aktuell berichten. Die neue „experience“ ist alles andere als gut. Es werden einfach alle lokalen Dateien gelöscht und sind nur noch „on demand“ verfügbar. Ich habe mehrere Tage gebraucht um meine 400GB wieder lokal zu bekommen. In dem MS-Artikel häufen sich mittlerweile über 150 Kommentare – alle negativ. Es ist absolut unbrauchbar und man kann nur jeden warnen auf macOS 12.2 zu aktualisieren, denn ab dann wird OneDrive immer wieder (ohne die Möglichkeit das zu unterbinden) auf die V22 aktualisieren und Files On Demand aktivieren.
    Hier der Artikel/Kommentare bei MS:
    https://techcommunity.microsoft.com/t5/microsoft-onedrive-blog/inside-the-new-files-on-demand-experience-on-macos/ba-p/3058922/page/4#comments

  3. Ich bin jetzt „Opfer“ dieser Änderung geworden und habe leider nicht mehr an diesen Artikel gedacht.
    Deswegen war ich ziemlich überrascht. Letzte Woche „erwischte“ es mein MacBook Air. Ich klappte den Deckel auf und sah sofort, dass mein Wallpaper durch ein Standardwallpaper ersetzt worden war. Als ich es wieder neu setzen wollte, musste ich sehen, dass in OneDrive nicht alle Ordner zu sehen waren, die trudelten erst nach und nach herein, als hätte ich OneDrive gerade frisch installiert.

    Und siehe da, alle Ordner und Dateien hatte das Cloudsymbol mit Pfeil nach unten, dass ich sie runterladen könnte. Ich hab nicht mehr an diesen Artikel hier gedacht und direkt den Support bei Microsoft kontaktiert. Die wussten aber von nichts und meinten, ich solle mich doch bei Apple melden.

    Ich hatte die Sache schon ad acta gelegt, als es heute meinen MacMini erwischte. Alle Dateien „weg“. Wurden zwar angezeigt, aber kein Download vorhanden. Die Festplatte hatte auch gleich 300 GB mehr Platz :-).

    Allerdings befindet sich das OneDrive Verzeichnis auf dem MacMini nicht auf der internen SSD, sondern auf einer externen SSD (auch mit APFS formatiert). OneDrive hat alles dort belassen und nichts in ein neues „Root“-Nutzerverzeichnis gepackt.

    Zumindest bin ich jetzt dahintergekommen, was passiert ist. Beim MBA konnte ich nicht mehr sagen, ob ich zuvor OneDrive geupdated habe, beim MacMini weiß ich aber, dass gestern Abend ein Update reinkam, das ich aus dem App Store gefahren habe.

    • Nachtrag.
      Musste heute Morgen meinen MacMini neu starten und OneDrive meldete sich, dass es den Speicherort nicht finden kann. Daher musste ich die Einrichtung von OneDrive neu starten und war diesmal tatsächlich nicht in der Lage, die externe APFS-formatierte SSD auszuwählen, sondern durfte nur die interne SSD des Macs angeben.

      Allerdings hat OneDrive auch hier gemeckert. Das ging erst sauber über die Bühne, nachdem ich OneDrive deinstalalliert und neu aus dem Mac Appstore geladen habe.

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