Wir berichteten kürzlich über den Fall eines Mannes, der auf Grund des Besitzes von kinderpornographischem Material in seiner Gmail-Inbox festgenommen wurde. Google ist aber nicht die einzige Firma, die E-Mails nach Inhalten scannt, die bestimmte Eigenschaften aufweisen. In Pennsylvania kam es nun ebenfalls zu einer Verhaftung, weil eine Person solches Material in seinem Cloudspeicher OneDrive gespeichert hat. Wie im Fall von Google läuft die Anzeige von Microsoft nicht direkt, sondern über das National Center for Missing and Exploited Children.
Erfasst werden die Inhalte aber nicht etwa durch Sichtung, sondern durch eine PhotoDNA Software. Bekannte Bilder werden in ein Raster aufgeteilt, aus jedem Feld werden nur schwarz-weiße Bildinformationen speichert, so quasi eine DNA des Bildes erstellt. Bilder können auf diese Weise schnell abgeglichen werden. Bei übereinstimmender DNA gibt es dann eine Meldung. Ein ebenfalls interessantes Detail, das Microsoft verrät: man ist gesetzlich dazu verpflichtet, diese Inhalte zu melden.
PhotoDNA wurde von Microsoft entwickelt und wird auch von Google, Twitter und Facebook genutzt. Durch den Abgleich mit bekannten Bildern, es ist ja nicht so, dass hier bestimmte Merkmale in beliebigen Bildern gesucht werden, sollte es theoretisch auch ausgeschlossen sein, dass Unschuldige ins Visier genommen werden.