Microsoft entschärft „Windows 10 Upgrade“-Aufforderung

artikel_windowsMicrosofts spendable Offerte des kostenlosen Upgrades auf Windows 10 kommt nicht überall gut an. Vor allem nicht bei jenen, die das Upgrade von Windows 7 oder 8.x gar nicht durchführen möchten, sie erhalten nämlich immer wieder die Aufforderung, das Update zu installieren. Microsoft ging hier sogar so weit, dass man sich die Zustimmung zum Upgrade durch geschickte Platzierung der Schaltflächen ergaunerte. Ein Klick auf X war plötzlich Zustimmung, kann man schon so machen, aber dann muss man eben auch mit wütenden Nutzern rechnen. Damit diese nicht noch wütender werden, wird Microsoft mit einem Update nun dafür sorgen, dass man auch sieht, was man da so anklickt, um das Angebot abzulehnen.

Zum kommenden Update gibt es auch ein Statement von Microsoft. Aus diesem geht hervor, dass die Änderung durch Kundenfeedback ausgelöst wurde, da diese die aktuelle Variante verwirrend empfanden. Also mich verwirrt es auch, wenn ich durch den Klick auf ein X eine Bestätigung gebe, es könnte also durchaus an Microsoft liegen, wenn die Nutzer verwirrt sind. Man hat es halt versucht, immerhin hat sich Microsoft auch ein großes Ziel hinsichtlich der Anzahl der Installationen gesteckt. Hier das Statement im Wortlaut:

„We are providing the following official statement to be attributed to Terry Myerson, executive vice president, Windows and Devices Group: Our most important priority for Windows 10 is for everyone to love Windows. Since we introduced a new upgrade experience for Windows 10, we’ve received feedback that some of our valued customers found it confusing. We’ve been working hard to incorporate their feedback and this week, we’ll roll out a new upgrade experience with clear options to upgrade now, schedule a time, or decline the free offer. The ‚Red X‘ at the top corner of the dialogue box will now simply dismiss the reminder and will not initiate the upgrade. We’ll continue to be led by your feedback and always, earning and maintaining your trust is our commitment and priority. We recommend people upgrade to Windows 10 as it’s the most secure version of Windows and take advantage of the free upgrade offer before it ends on July 29.“

Bis zum 29. Juli gibt es das kostenlose Upgrade noch, dann ist der Spuk mit Upgrade-Pop-Ups hoffentlich vorbei. Ist ja schon faszinierend, wie sehr ein solches Update die Gemüter erhitzen kann. 😉

(Quelle: ZDNet)

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Sascha Ostermaier

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18 Kommentare

  1. Freu mich schon darauf wenn es das Upgrade nicht mehr kostenlos gibt und die ersten sich dann darüber aufregen das sie jetzt bezahlen müssen. Das wird so kommen, wetten? 🙂

  2. Sascha Ostermaier says:

    Daran zweifelt glaub ich keiner. 😀

  3. Ich glaub fast, dass MS den Zeitraum für das kostenlose Upgrade nochmals verlängern wird.
    Ich persönlich hab die nervigen Update-Aufforderungen schon längst deaktiviert, dank eines kleinen Tools der Heise-Redaktion geht das ganz schnell und einfach. Bei Bedarf einfach “ Heise nowin10″ googlen.

  4. > Ein Klick auf X war plötzlich Zustimmung, kann man schon so machen, aber dann muss man eben auch mit wütenden Nutzern rechnen.

    Microsoft tat sich schon immer schwer mit Human Interface. Ein UI-Element zur Fensterkontrolle als Ok-Button einzusetzen passt ins Bild.

  5. @Markus Arlt
    Ich platziere folgende Wette:
    Das Update auf Win10 wird auch nach dem 29.07. kostenfrei sein.

    Warum? Kaum jemand würde nämlich ein Update von Win7 auf W10 kaufen. Win7 wäre ohne das Zwangsupdate der letzten 12 Monate ein weiterer Dauerbrenner für die nächsten Jahre, ähnlich wie WinXP. Das galt es zu verhindern.
    Das Update war noch nie ein „Geschenk“, sondern nur Mittel zum Zweck. Es sollen so viele Schäfchen so schnell wie möglich zu Win10 wechseln. Aus dieser Userbündelung ergeben sich für MS nur Vorteile.

  6. Nur weil etwas kostenlos aufgezwungen wird ist es nicht automatisch legitim.
    Hinzu kommt, dass ab August der Kunde nicht „nur“ mit den eigenen Daten bezahlt sondern zusätzlich auch Geld ausgeben muss. Viele kommen mit dem Google-Vergleich, aber bei Google sind die Dienste wenigstens unentgeltlich wenn man schon die eigenen Daten Google zur Verfügung stellen muss. Microsoft aber will doppelt kassieren mit dem Verkauf von Kundendaten an Werbetreibende und beim Kunden. Und DAS ist das unverschämte an der ganzen Sache! Zahlende Kunden sollten eine Werbe- und trackingfreie Windowsversion bekommen.

  7. Spendable Offerte … Was eine Wortwahl. Das war nicht spendabel das war , wir müssen unbedingt win10 verteilen weil wir sonst keine Sonne mehr sehen.

    Wer was anderes erzählt hat keine Ahnung. Die verschenken Windows nicht ein Jahr lang weil sie so gut Menschen sind sondern weil ihnen der arsch auf Grundeis ging. Und das ist Fakt Punkt.

  8. sunworker says:

    @Bulli
    Für die meisten User auch. W10 ist nämlich klasse.Aber eine W10 Pro 64bit Lizenz gibt es bei Ebay ab 12 Euro…

    @Malte
    Diesen Unsinn hört man ja öfter, meist sind es dann Android User. Hast du auch ein Android Phone? Dann ist deine Aussage genauso lächerlich wie die der anderen Android User. Wenn man irgendwo mit Daten zahlt, dann bei Google. Google schneidet alles mit, wirklich alles.

    MS ist da Kinderkram gegen, ausserdem ist auch alles leicht abschaltbar: per kostenlosem Tools (https://www.oo-software.com/de/shutup10).

    Und bevor wieder der übliche Schwachsinn kommt: ich habe auch Android.

  9. Genau Microsoft will mit Kundendaten Geld verdienen, aber wie meint Malte es mit dem 2 mal verdienen? Wofür soll der Kunde dann Geld ausgeben. Ich kenne Microsoftsstrategie noch nicht.

  10. @Markus Arlt

    Da wette ich dagegen. In meinem Freundes- u. Familienkreis ist jeder froh, wenn das Generve endlich aufhört.

    Und wie hier schon von anderen geäußert: Nach spätestens sechs Monaten wird es wieder eine for-free-Phase geben und ich wette darauf, daß das Generve dann wieder losgeht.

    Ich für meinen Teil warte noch bis Windows 11. Sollte es da ähnliche Zwangsupdates (gemeint sind die normalen Updates, nicht Upgrades des OS) dann werde ich Microsoft komplett den Rücken kehren. Das habe ich schon mit sämtlichen anderen Produkten wie Ms-Office usw. getan und werde das dann auch mit dem OS machen. Einen Wechsel auf Linux habe ich bis jetzt immer aus Bequemlichkeit vor mir hergeschoben. Aber lieber die Umgewöhnung, als bei jedem Update aufpassen zu müssen, daß man sich keine diversen KBs einfängt, die einen mit Win10 Werbung zuballern und evtl. noch durch einen Klick auf X installieren.

  11. Thomas Baumann says:

    „Our most important priority for Windows 10 is for everyone to love Windows“
    Der war jetzt klasse. @Microsoft: Dann macht es nicht so hässlich!
    Wobei das gleiche geht an Äpple. OSX 10.10 ff ist auch alles Andere als eine Augenweide… Da kopiert jeder von jedem, aber nur das Schlechte.

  12. Thomas Baumann says:

    Ahja und an alle Upgrade-Aufforderung geplagten: Deinstalliert das Update KB3035583 und verbietet dessen Neuinstallation. Zack, Ruhe ist. Anleitungen gibt’s genug im Netz.

  13. Ich würde Win 10 ja mal gerne ausprobieren aber das Upgrade von Win 7 Prof 64Bit bricht ab und am Ende gibt’s nen unbekannten Fehler…
    Gebe ich den Fehlercode bei Google ein gibt es genug Seiten mir Treffer. Das fängt an mit der Lösung keine USB-Geräte anzuschließen beim Upgrade oder der Reparatur von einem ohne Probleme laufenden Win 7 usw. Ich soll mehr Zeit als notwendig investieren, um ein System zu ersetzen, das sauber läuft? Nö, keine Lust.

    Auf nem Laptop lief das Zpgrade durch. Ergebnis ein schwarzer Bildschirm, da der Intel Treiber nicht sauber läuft. Externer Bildschirm funktioniert…gibt auch viele Beiträge dazu im Netz aber am Ende heißt die Lösung immer: zurück zu Win 7.

    Bin gespannt wie das Ganze weitergeht.

  14. Ha, ha, ha. Richtig so!

    Microsoft muss Entschädigung wegen Zwangsinstallation von Windows 10 bezahlen

    Microsoft muss einer Unternehmerin 10.000 US-Dollar bezahlen, weil das überraschende Update auf Windows 10 ihr System lahmlegte. Da sie das Update überhaupt nicht wollte und durch den Ausfall Verluste erleiden musste, verklagte sie Microsoft – und bekam Recht. …

    http://www.gulli.com/news/27605-microsoft-muss-entschaedigung-wegen-zwangsinstallation-von-windows-10-bezahlen-2016-06-28

  15. @tobias
    Ja, das trifft aber nur auf einen bestimmten Zeitraum zu. Es war auch mal anders. Ganz ohne Bestätigung, mal mit teilweiser Bestätigung oder es musste auch mal alles mögliche bestätigt werden, bevor das Upgrade startete. Laufend wurde geändert. Mal Popup Fenster, mal Rollfenster. Da werden viele Nutzer über andere Erfahrungen berichten, weil jeder diese zu einem anderen Zeitpunkt gemacht hat.

  16. Was mich am meisten ankotzt, ist, dass mir das Upgrade angepriesen wird, obwohl ich ein MSDN-Abo hab.
    Wenn ich Windows 10 will, kann ich es mir jederzeit runterladen und mit Key aktivieren. Das kann ich jetzt und genauso gut in 3 Jahren machen. Ich brauch hier nichts „kostenlos“, weil es sowieso im Abo dabei ist.
    Wenn wir genau sind, sollte MS die MSDN-Abo-Kosten senken, wenn sie jetzt anfangen, das OS zu verschenken.
    Die paar Zeilen Code waren wohl zu viel Aufwand, um bei MSDN-Abo-Usern das Update zu unterdrücken, dabei ist es über den Key der aktuellen Windows-Version für MS eh sofort sichtbar, woher er kommt.

  17. Habe hier auf meinem PC (nicht mehr der neueste) WIN 10 laufen. An allen Ecken und Enden zwickt es mit der Kompatibilität. Es läuft, aber nicht rund genug. Habe auf meinem leistungsstärkeren Samsung Notebook nun WIN 7 Ulimate installiert und alles läuft wie es sollte. Davon kann ich bei WIN 10 nur träumen.
    Sollte WIN 10 eine Kaufversion werden werde ich an meiner „FREE-Update-Version“ lange üben ob es das Geld Wert ist meine anderen Gerät upzudaten. Bisher jedenfalls nicht. Ob M$ am Treibermangel Schuld hat oder nicht, interessiert mich nach den vielen Monaten Verfügbarkeit von WIN 10 nicht mehr. Irgend jemand pennt hier gewaltig. WIN 7 ist fast perfekt, während WIN 10 noch weit davon entfernt ist. Mit beiden kann man übrigens genau das Gleiche machen. Also warum Updaten, wenn das Ergebnis keinen Vorteil bringt, höchstens Ärger wegen Mangel an Hardwarunterstützung?!
    Wird ohnehin Zeit auf Mac OS umzusteigen wenn das bei M$ so weiter geht..

  18. So… Obwohl ich dachte, alle Win10-upgrade-relevanten Updates auf meiner Win7-Maschine ausgeblendet zu haben, kam eben nach der Installation der Updates nach dem Hochfahren ein Win10-Werbefenster.

    Und das war dann wohl die entschärfte Version.

    1. Jetzt upgraden
    2. Nicht jetzt
    3. Noch dreimal erinnern
    4. NICHT WIEDER ERINNERN

    So ist die Werbung doch völlig ok. Warum nicht gleich so? Damit hätte sich Microsoft in den letzten Monaten eine Menge Zorn erspart und vllt. wäre sogar der ein oder andere, der jetzt aus Frust def. nicht upgraded, doch zu Win10 gewechselt.

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