
Einen spannenden Schritt ist Microsoft gegangen. Bereits letztes Jahr hat das Unternehmen eine Erweiterung für die Desktop-Version seines Edge-Browsers angeboten. NewsGuard zeigt bei Seiten an, wenn diese nicht vertrauenswürdig sind. Also was den Inhalt angeht, nicht von der technischen Seite betrachtet. NewsGuard ist dabei ein Start-Up, das von ehemaligen Journalisten ins Leben gerufen wurde. Anhand verschiedener Kriterien werden News-Seiten so bewertet.
Eine Erweiterung ist NewsGuard in der mobilen Edge-Version aber nicht, die Option ist direkt integriert. Option bedeutet auch, dass man es nicht nutzen muss. In den Einstellungen kann man festlegen, ob man von „schlechten“ Seiten gewarnt werden möchte oder nicht. Eine solche Warnung gibt es laut Guardian beispielsweise beim Aufruf der Seite von Mail Online:
Microsoft selbst hat da nichts mit zu tun, welche Seiten eine solche Meldung erhalten, wird von NewsGuard entschieden. Das Geschäftsmodell von NewsGuard basiert darauf, die Technik für andere Firmen zu lizenzieren, die sich bei der Bewertung von News-Seiten im Kampf gegen Fakenews quasi nicht selbst die Hände schmutzig machen wollen.
So an sich ist das eine tolle Sache, die ich auch so manchem in meinem Umfeld empfehlen würde. Das Hinterfragen von News ist heute quasi nur noch rudimentär existent, je hanebüchener eine Story ist, desto schneller wird sie als wahr verbreitet. Da können solche Hinweise durchaus hilfreich sein. Sofern man denn überhaupt Interesse an echten Stories hat.