Microsoft bleibt bezüglich der Übernahme von Activision Blizzard optimistisch

Microsoft will den Spielepublisher Activision Blizzard für 68,7 Mrd. US-Dollar schlucken. Allerdings muss der Deal noch weltweit durch die zuständigen Kartellwächter durchgewunken werden. In den USA schaut sich die FTC die ganze Sache an. Laut dem Microsoft-CEO, Satya Nadella, sei man aber optimistisch, dass es keine Probleme geben werde. Schließlich werde man auch nach der Übernahme in der Gaming-Branche lediglich der drittgrößte Anbieter sein – nach Tencent und Sony.

Zudem sei die Gaming-Branche immer noch höchst fragmentiert, was Entwickler und Publisher betreffe. Nach der Übernahme von Activision Blizzard würde Microsoft laut Nadella auf Marktanteile über 10 %, aber weit unter 20 % kommen. Selbst Tencent und Sony lägen unter 20 % Marktanteil. Das zeige, dass Microsoft durch die Übernahme keine dominierende Stellung erreiche. Ja, man werde ein „Big Player“ sein, aber immer noch in einem sehr fragmentierten Marktumfeld agieren.

Zudem verweist Nadella darauf, dass die offenste Plattform für Gaming Microsofts Windows sei. Dort dominiere man selbst aber auch nicht, denn Steam sei der erfolgreichste Store. Natürlich sei es kein Geheimnis, dass Microsoft durch die Übernahme von Activision Blizzard seine Position ausbauen wolle. Von einer dominanten Position sei man aber weit entfernt.

Laut Nadella werde die Übernahme Microsoft auch helfen, „das nächste Internet“ zu erschaffen. Damit ist natürlich wieder einmal das Metaverse gemeint. Mit diesem Begriff hantiert man in der Industrie derzeit gerne, allerdings konnte bisher kein Unternehmen wirklich einen konkreten Plan dafür vorlegen. Stattdessen bleibt das Metaverse ein vages Konzept. Für Microsoft gebe es eine enge Verbindung zwischen den virtuellen Spielumgebungen und dem Metaverse als einem digitalen Ort, an dem Menschen zusammenkommen, kommunizieren und interagieren können.

Laut Nadella solle es mehr darum gehen, den Spieler direkt in virtuelle Umgebungen zu hieven sowie eben virtuelle Abbilder der realen Welt zu ermöglichen. Nun denn, ich bin gespannt, wann aus diesem diffusen Konzept wirklich etwas Greifbares wird.

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Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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3 Kommentare

  1. Waren das nicht 68 Milliarden?

  2. „Zudem verweist Nadella darauf, dass die offenste Plattform für Gaming Microsofts Windows sei. Dort dominiere man selbst aber auch nicht, denn Steam sei der erfolgreichste Store.“

    Das ist ein sehr mutiges Statement, wenn man bedenkt, dass gerade Valve im Moment viel Energie investiert, um von Windows unabhängig zu werden, weil es als Plattform immer unangenehmer wird.

    Was „das nächste Internet“ betrifft – nein danke, ich glaube, das ist nichts für mich.
    Wenn ich es mir recht überlege, hätte ich eigentlich gerne was vom alten Internet zurück. So ohne Twitter, Instagram und die ganzen anderen Social Media Sachen…

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