Microsoft Authenticator bekommt Adressverwaltung

Den Microsoft Authenticator hat das Unternehmen in der letzten Zeit ordentlich aufgemotzt. Der Authenticator ist nicht mehr nur eine App zum Generieren und Organisieren von Einmalpasswörtern, die kostenlose Lösung kann als vollständiger Passwortmanager genutzt werden, sowohl mobil, als auch am Desktop innerhalb von Chrome und Edge. Funktionell und optisch steckt man damit sogar – das ist meine Meinung – die Lösungen von Apple und Google in die Tasche.

Nun verteilt Microsoft ein Update für seinen Authenticator. Das Ganze seht ihr auch oben in unserem Screenshot, denn da taucht der Reiter „Adressen“ auf. Da wird’s dann auch ein bisschen tricky zu bewerten, wie sinnvoll das Ganze ist. Eine Kontaktverwaltung bieten zahlreiche Plattformen an. Der Authenticator von Microsoft scheint derzeit nichts abzugleichen, man kann Adressen eintragen und auch ein Sync auf das Sicherungskonto kann erzwungen werden – es gibt aber wohl bisher keine Möglichkeit, das Ganze irgendwie online einzusehen – lediglich im Authenticator sind die Adressen.

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Hallo, ich bin Carsten! Ich bin gelernter IT-Systemelektroniker und habe das Blog 2005 gegründet. Seit 2008 ist es Beruf(ung). Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Fan und Vater eines Sohnes. Auch zu finden bei Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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22 Kommentare

  1. Mal sehen, was mir das jetzt an Vorteil bringt.
    Die Chrome Erweiterung, im Übrigen, ist etwas witzlos. Im Geschäftsumfeld kann ich mich daran nicht anmelden, dort nutze ich aber den Authenticator, im privaten Umfeld kann ich mich anmelden, dort nutz ich ihn aber nicht, bzw. nur zur Anmeldung an meinem Microsoft Account.

  2. Ständig neue Funktionen aber mal was sinnvolles wie ein Sicheurngsiotion damit man nach Handywechsel etc. alles wiederherstellen kann, geht bis heute nicht.

    Die Option ist bis heute funktionslos.

  3. RegularReader says:

    Ich mag den Authenticator eigentlich, aber langsam drücken sie viel zu viele Funktionen in die App. Meiner Meinung sollte er nur die Kernaufgabe „Authentifizieren“ erfüllen. Den Passwortmanager finde ich schon zu viel, jetzt kommt noch eine Adressverwaltung. Gefällt mir persönlich nicht so.

  4. Meine Anforderungen wären:
    * App für Android
    * Programm für Windows (10)
    * Programm für MacOS
    * Integration in Chrome unter Windows und MacOS
    * Ausschließlich lokaler Passwortspeicher ohne Daten in der Cloud
    * Sync über privat betriebene Infrastruktur, z.B. WebDAV im Heimnetz, SMB oder Broadcast im heimischen W-Lan.

    Ich nutze aktuell Enpass und bin damit eigentlich recht glücklich. Aber man kann ja vielleicht mal über den Tellerrand hinaus schauen.

    • 🙂 Ha ha, die einleitenden zwei Absätze hab ich anscheinend wegredigiert. Entschuldigung, ich wollte nicht mit einem „interessiert mich nicht was Ihr schreibt, ich hab ne viel wichtigere Frage“ in den Tag starten.

      Wollte voranstellen: Die hier vorgestellten Adressverwaltung kann ich mir nur dann für die Masse als nützlich vorstellen, wenn sie unter Android und iOS das Standard-Adressbuch vollständig ersetzen kann.
      Insbesondere die Integration in die jeweilige Plattform ist ein Must-Have. Ich kann mir nicht vorstellen, dass jemand das Android-Adressbuch nutzt um Namen und Telefonnummern für seine Telefonate zu pflegen und parallel dazu irgend ein anderes Produkt um zu den gleichen Namen die Adressen zu speichern.
      Allerdings sollte das irgend wie möglich sein. Ob das unter iOS auch geht weiß ich nicht, aber jedes dritte Android-Handy kommt ja mit seiner eigenen Kontakte- und Telefon-App. Da wird es sicher eine API geben die man einfach nur nutzen muss.

    • Schaue dir mal vaultwarden an, kannst du auf deinem heimischen Server (Pi whatever) via docker hosten und damit bleibt alles lokal wenn du keine Ports o.ä. öffnest. Die „normale“ Bitwarden-App bzw. Browser-Addin kannst du dann auf den benötigten Endgeräten installieren.

      • Damit ist man dann auch selber verantwortlich für die Erreichbarkeit des heimischen Servers, für die Update des heimischen Server und für ein regelmäßiges Backup des heimischen Servers.

        • Es gibt auch in Deutschland gehostete und DSGVO-konforme Managed Nextclouds. Wer wenig Speicher braucht, zahlt auch nicht viel. Im Zweifel alles besser, als MS und Google die Kontaktdaten und besser noch die OTPs hinterher zu werfen.

          • Wenn man es nicht selber macht, ist es sicherer? Und wieso ist der Hoster Petzner denn besser als Microsoft, Google oder Apple? Sind meine Daten da besser aufgehoben?

            • Weil man weiß das Nextcloud Daten so verschlüsselt sind das selbst der Betreiber darauf nicht zugreifen kann. Dank der DSGVO ist dann auch noch geregelt das offen gelegt werden muss was mit den Metadaten passiert und diese nicht außerhalb der EU geteilt werden dürfen.

              Desweiteren ist dank Open Source recht sicher das Schwachstellen der Software schnell entdeckt und behoben werden.

    • Ich benutze Bitwarden. hab ich zwar nicht selbst gehostet, ist aber ohne Probleme möglich. Fall gewünscht sind auch fertige Docker Container verfügbar. Das gute ist man kann auch per Browser auf sein Wallet zugreifen, da ein Webserver mit eingebaut ist.

  5. Vielleicht könnt ihr mir weiterhelfen.
    Bekommt ihr noch Push-Benachrichtigungen vom Authentifiactor?
    Ich möchte ungern die App deswegen neu installieren.

    • Ich benutze die App nicht, aber dann müssten die ja das Wort „Authenticator“ aus den App Namen nehmen wenn die „Microsoft Push Authentification“ nicht mehr in den „Microsoft Authenticator“ benutzt werden kann.

  6. Der bisherige Authenticator hatte bereits sechs Tracker und 30 Berechtigungen für die Android-App verwendet. So langsam sollte ich endlich umsteigen. Ganz vorne stehen bei mir 2FAS und Aegis. Wie sieht es bei euch aus, steigt jemand für 2FA auf Alternativen um?

    • So weit mir bekannt unterstützt Bitwarden die 2FAS und Aegis Autentificatin in der Premium Version. Bitwarden ist Open Source und daher ziemlich Datenschutzfreundlich.

  7. anstelle die authenticator-funktionalität zu optimieren (sync etc.) wird die app nun vollgemüllt. kann man nicht gut finden.

    • Kommt drauf an was das Ziel ist. Die wollen sich wahrscheinlich richtigen Password Manager entwickeln, so das man nicht 3 verschiedene Apps/Addons am Start haben muss.

  8. Wow, das wird dann Bitwarden wohl die Nutzer abgraben. 2FA ist da ja leider kostenpflichtig und bei MS gibt es dann kostenlos. Weiterhin ist das einzige Plus von Bitwarden das es Open Source ist.

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