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Microsoft 365: Neue OneDrive-Funktionen für Geschäftskunden und Privatnutzer

Microsoft OneDrive soll neue Funktionen erhalten, insbesondere Geschäftsanwender dürften von den Neuerungen profitieren. So startet man noch in diesem Monat in eine Preview-Version, die mit „Add to OneDrive“ ein Feature integriert, um freigegebene OneDrive-Ordner anderer Nutzer der eigenen Bibliothek hinzuzufügen. Die geteilten Inhalte können synchronisiert, gemeinsam genutzt und auch gemeinsam bearbeitet werden – ähnlich wie Dropbox-Nutzer es sicher schon seit jeher in ihrer Cloud nutzen:

Microsoft Teams ist als Bestandteil von Microsoft 365 bereits mit den anderen Anwendungen verwachsen. Werden Dateien innerhalb von Teams freigegeben gibt es nun die Möglichkeit, über Teams die Zugriffsrechte wie Freigabelinks anzupassen. So wird es möglich sein, dass OneDrive-Dateien für bestimmte Personenkreise in einem Gruppen-Chat oder auch für private Chats freigegeben werden.

Während derzeit Bibliotheken mit obligatorischen Metadaten schreibgeschützt synchronisiert werden, bringt man in den nächsten Wochen auch eine Unterstützung für synchronisierte Metadaten mit. Wurden durch das tägliche Hin- und Herschieben von Dateien ursprüngliche Nutzer teilweise vom Zugriff auf diese ausgeschlossen, so soll ab Sommer ein derartiger Datei-Umzug unter Beibehaltung sämtlicher Berechtigungen erfolgen.

Konnten bislang nur Dateien mit Maximalgröße von 15 GB in OneDrive und SharePoint hochgeladen werden, so erhöht Microsoft dieses Limit nun auf 100 GB. Gerade für Geschäftskunden, welche mit 3D-, CAD- oder Medien-Dateien hantieren, dürfte dies eine Bereicherung darstellen. Durch die eingeführte differenzielle Synchronisierung dürfte auch die Upload-Geschwindigkeit beschleunigt werden, denn es werden nur die geänderten Teile synchronisiert (nicht die gesamte Datei).

Weitere Workflow-Verbesserungen nimmt man bei den Kommentar-Benachrichtigungen vor: Benachrichtigungen lassen sich im Laufe des Jahres für einzelne Dateien abschalten. Hier sollen auch neue Sync-Reports für Administratoren verbessernd unter die Arme greifen. Neben Optimierungen im Workflow soll auch der Dateischutz verbessert werden: Künftig lassen sich Authentifizierungsrichtlinien wie z. B. OTP-Token in OneDrive implementieren.

Auch Nutzer einer privaten Cloud-Lösung von OneDrive sollen nicht zu kurz kommen: Teilen von Dateien mit Familie, Freundeskreis, etc. sollen durch vordefinierte Gruppen vereinfacht werden. Wollt ihr künftig einen Ordner mit Fußballkollegen teilen, so reicht es, einmalig sämtliche Kollegen – mit Microsoft-Konto – einer Gruppe hinzuzufügen und beim Teilen diese Gruppe auszuwählen. Ist der gewünschte Ordner oder die gewünschte Datei ausgewählt finden sich diese Optionen für die Gruppen unter „Freigeben“. Für die Zusammenarbeit mit Freunden und Familie hat man außerdem Dateiaktivitäten und Kommentare überarbeitet – beide Bereiche sind nun in einer einzigen Ansicht zu finden.

Neben einer Datei-Verschlüsselung werden auch Dateien privater OneDrive-Accounts auf Viren und verdächtige Aktivitäten überprüft. Für Abonnenten von Microsoft 365 Personal oder Family bietet man außerdem Schutzmaßnahmen gegenüber Erpressungstrojanern.

In puncto Optik springt man auf derzeitige Trends auf und stellt einen Dark Mode auch für das Web – wie bereits zuvor für iOS und Android –  für sowohl kommerzielle als auch private Konten zur Verfügung:

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