
Eine endlose Story, möchte man fast sagen: Facebook wollte eine eigene Stablecoin namens Libra einführen. Schon 2019 stellte man die Sache vor, verlor dann aber rasch zahlreiche Partner. Mittlerweile heißt Facebook nunmehr Meta und auch der Name Libra wurde nicht erhalten. Stattdessen gliederte man die ganze Operation in die sogenannte Diem Association aus. Es blieb aber bei dem Vorhaben eine neue Kryptowährung aufzubauen. Doch diese Pläne werden laut Bloomberg nach zahlreichen rechtlichen Hürden nun wohl komplett begraben.
So solle die Diem Association derzeit den Verkauf all seiner Assets abwägen. Das soll dabei helfen, einen Teil des Kapitals an die beteiligten Investoren zurückzuzahlen. Gemeinsam mit Investment-Banken suche man da aktuell nach der gangbarsten Lösung. Auch sei bereits der Prozess in Gange, für die Mitarbeiter innerhalb neue Positionen zu finden. Am Ende wolle Meta bzw. die Diem Association aktuell nur noch versuchen, die Verluste zu minimieren.
Zuletzt rannte Diem gegen eine Wand, als die U.S. Federal Reserve sich einschaltete, bevor man gemeinsam mit Silvergate Capital Corp. die Stablecoin, gebunden an den US-Dollar, in Umlauf bringen konnte. Letzten Endes verpufften also alle bisherigen Pläne wegen fehlender Genehmigungen in der Luft. Offen ist, was ein möglicher Käufer nun mit den bisherigen Entwicklungen und der Marke Diem anfangen könnte. Auch ob bei einem Käufer ein Interesse daran bestünde, die bisherigen Mitarbeiter weiterzubeschäftigen, ist mehr als offen.
Meta investierte nicht allein in Diem. Zu den Geldgebern gehörten auch Investment-Unternehmen wie Andreessen Horowitz, Union Square Ventures, Ribbit Capital, Thrive Capital sowie Temasek Holdings Pte., ein staatlicher Betrieb aus Singapur. Aber auch Coinbase Global Inc. oder z. B. Uber und Shopify sollen beteiligt gewesen sein. Für das Aus von Diem sorgten wohl Bedenken der US-Regierung, dass die großen Tech-Konzerne über die Stablecoin zu immense wirtschaftliche Macht erlangen könnten. Daher wollte man Stablecoin-Herausgeber genauso streng regulieren wie Banken.
Letzten Endes hat sich Meta aber noch nicht zur ganzen Angelegenheit geäußert. Ich denke aber ebenfalls nicht, dass wir von Diem noch viel hören werden.
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