Meta geht gegen Desinformations-Kampagnen zum Ukraine-Konflikt vor

Meta hat bestätigt, dass man gezielt gegen Desinformations-Kampagnen und Angriffe auf die Konten von Politikern aus der Ukraine vorgehe. So habe man in den letzten Tagen ein kleines CIB-Netzwerk ausgehebelt, das nicht nur auf Facebook, sondern auch bei Instagram sowie auf anderen Portalen wie Twitter aktiv gewesen ist.

Letzten Endes versuchte man zu externen Websites weiterzuleiten, die sich als neutrale, journalistische Quellen ausgaben, aber nur zum Ziel hatten, negativ über die Ukraine und deren Regierung zu berichten, um das Vertrauen zu untergraben. Es gab dann auf jenen Sites weitere Fake-Konten, welche Zustimmung zu den Artikeln signalisierten, um unbedarfte Leser in die Irre zu führen.

Das neue Netzwerk sei laut Recherchen von Meta mit einem älteren Netzwerk verknüpft gewesen, das man schon im April 2020 entfernt hatte. Man habe außerdem Angriff er Hackergruppe Ghostwriter bemerkt, die sich gegen Politiker und Mitarbeiter des Militärs aus der Ukraine gerichtet hatten. Man weist hier auch nochmal darauf hin, dass es wichtig sei, die 2-Faktor-Authentifizierung zu aktiveren. Denn Ghostwriter starte seine Angriffe üblicherweise über die E-Mail-Konten der Nutzer.

Da man ebenfalls Angriffe auf die Konten von Demonstranten und Stimmen gegen den Krieg aus Russland bemerke, hieve man sein Tool „Locked Profile“ nun sowohl nach Russland als auch in die Ukraine. Zudem habe man temporär die Möglichkeit entfernt, die Freundeslisten von Freunden einzusehen und zu durchsuchen entfernt. Das solle es den Angreifern erschweren, ihre Ziele aufzuspüren. Man rät Menschen aus der Ukraine und Russland auch, bei neuen Freundesanfragen aktuell vorsichtig zu sein, wenn die Personen nicht persönlich bekannt seien. Dies gelte auch für das Öffnen von Dateien oder Links, die von Unbekannten via Messenger gesendet würden.

Wer wohl hinter den Desinformations-Kampagnen steckt, will Meta nicht direkt unterstellen, man erahnt es aber sicherlich.

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5 Kommentare

  1. Sehr gut, dass meta gegen Fakeaccounts und Desinformation vorgeht. Vor allem unrealistische Darstellung junger Influencerinnen mit Fahrradschlauchlippen und Beautyverkaufskram / Mode verschwinden dann hoffentlich zeitnah oder dir 100.000 Fake Travelblogger.

    Dann bleiben vielleicht 20 Prozent private und gute Konten übrig.

  2. Der Konzern, der mit Cambridge Analytica kooperiert und mit Missinformation Geld verdient, bläst jetzt auch in das „Meta für die Ukraine“ – Horn? Ich bin weder überrascht noch begeistert…

    • Weil Meta sonst viel Mist macht, sollen die organisierte Kriegs-Propaganda und Falschinformationen einfach durchwinken?

      • Übrigens wird nur Russische Falschinformation gelöscht. Ukrainische bleibt bestehen. Bei allem was ich gemeldet habe, wurden ausschließlich Pro-Russische Inhalte gelöscht

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