
Sollte das Microtargeting in der EU, wie es zur Debatte steht, verboten werden, dann droht Meta damit, seine Plattformen Facebook und Instagram bei uns nicht mehr anzubieten. Dies kündigte man allerdings nicht pompös in einer Pressemitteilung an, sondern vergrub diese Aussagen in dem jährlichen Report für die Secutiries and Exchange Commission.
Des Weiteren argumentiert Meta, dass die Hürden in der EU zu groß würden, um wirtschaftlich zu arbeiten: Man stört sich auch an den Regelungen, die es untersagen, Daten von EU-Bürger in den USA zu verarbeiten und plattformübergreifend zu verknüpfen. Meta gibt sich zunächst aber hoffnungsvoll, dass man eine Übereinkunft mit der EU erzielen könnte. Ansonsten, so das Unternehmen, „werden wir wahrscheinlich in Zukunft nicht mehr in der Lage sein, unsere wichtigsten Produkte, Facebook und Instagram eingeschlossen, in Europa anzubieten“.
Meta kündigt an, in Europa kein Facebook und Instagram mehr anzubieten, wenn die EU #Microtargeting verbietet pic.twitter.com/HbLvtYpqj4
— Christoph Schattleitner (@Schattleitner) February 6, 2022
Meta schiebt dabei natürlich in seiner Argumentation wieder kleinere und mittelständische Unternehmen vor: Man sollte in der EU an die vielen Betriebe denken, die auf Facebook und Instagram angewiesen seien, um Kunden anzusprechen. Aus der Luft gegriffen ist das aber natürlich auch wieder nicht. Mittlerweile hängen viele Firmen wirtschaftlich an Facebook und Instagram, um Neukunden zu gewinnen oder mit Bestandskunden zu kommunizieren. Daher ist wohl auch höchst unwahrscheinlich, dass Meta gänzlich bei uns mit seinen Plattformen Facebook und Instagram den Rückzug antreten könnte.
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