Caschys Blog

Meine Top 5 Games für die Xbox One im Jahr 2018

Ein Geständnis: Lange Zeit habe ich von Microsoft als Konsolenanbieter wenig gehalten. Primär liegt das auch daran, dass ich gerne RPGs spiele und Sony da aufgrund der vielen JRPGs deutlich besser aufgestellt sehe – auch heute noch. Auch die Xbox One S fand bei mir trotz Laufwerk für Ultra-HD Blu-ray nur zeitweise ein Zuhause. Mein Blickwinkel hat sich aber durch die Xbox One X grundlegend geändert. Mit diesem Upgrade der Xbox One haben die Redmonder in meinen Augen so gut wie alles richtig gemacht. Und deswegen habe ich 2018 zum ersten Mal richtig viele Xbox-Games gezockt, so dass ich in einer Liste meine Spiele des Jahres zusammenfassen kann.

Feststellen werdet ihr dabei aber auch, was ich immer noch als Microsofts Schwäche ansehe: Es ist nur ein Exklusivtitel dabei. Das liegt daran, dass Sony bei exklusiven Games einfach immer noch meilenweit die Nase vorne hat. Gegen „God of War“, „Horizon Zero Dawn“ oder auch nur ein „Detroit: Become Human“, kann in meinen Augen nichts von Microsoft anstinken. Dafür ist die Xbox One X in meinen Augen derzeit die perfekte Multiplatform-Konsole. Als solche habe ich mein Exemplar dann auch lieb gewonnen – habe ich die Wahl, kaufe ich Spiele wegen der technischen Aspekte aktuell meistens für die Xbox One X.

Deswegen findet ihr in meinen Top-Spielen für die Xbox One eben auch hauptsächlich Multiplatform-Titel. Bedenkt auch, dass diese Liste natürlich von meinen persönlichen Vorlieben geprägt ist – wie sollte es auch anders sein. Falls ihr also noch tolle Alternativen auf Lager habt – postet sie sehr gerne in die Kommentare! Außerdem habe auch ich noch ein Leben außerhalb des Gamer-Daseins. Entsprechend zocke ich nicht alles und sicherlich sind einige Perlen, die mir bestimmt gefallen hätten, unter meinem Radar geflogen. Auch da bin ich also für Hinweise genau so dankbar wie bestimmt auch viele andere Leser.

5. Forza Horizon 4

Als „Forza Horizon 4“ auf der E3 2018 vorgestellt wurde, war ich sehr skeptisch: Die Multiplayer- und Online-Features erschienen mir zu dominant. Nach dem Anspielen musste ich jedoch schnell feststellen, dass ich mich getäuscht hatte. So lässt sich der Open-World-Racer wunderbar im Alleingang zocken und macht auch dann mit seiner offenen Spielwelt, den unterschiedlichen Arten von Rennen und vielen Zusatzaufgaben jede Menge Laune. Zumal das Game auch grafisch in nativem 4K einiges hermacht.

Ich gebe zu, dass Rennspiele dennoch nie zu meinen Favoriten zählen werden: Ich stehe halt mehr auf Storytelling in Spielen. Gebt mir also jederzeit lieber ein „Persona 5“ als ein Rennspiel, in dem ich durch Herumwackeln an der Zündkerze noch ein Quäntchen mehr Leistung aus dem Motor kitzeln kann. Aber „Forza Horizon 4“ ist ein tolles Spiel mit viel Atmosphäre, das super unterhält und mit seinem Spaßfaktor lange auf meiner Festplatte verweilen durfte.

4. Lego DC Super-Villians

Eventuell wundert sich manch einer, dass ich diesen Titel in die Liste gehievt habe. Tatsächlich bin ich aber seit PS3-Zeiten Fan der Lego-Games und habe bisher kaum einen Titel ausgelassen. Dabei bringt gerade „Lego DC Super-Villians “ in mancherlei Hinsicht etwas frischen Wind in das Franchise. Meiner Meinung ist es nämlich das erste Lego-Spiel, das wirklich eine gute Story zu erzählen weiß. Außerdem kreiert man sich erstmals für die Geschichte eine eigene Hauptfigur – ähnlich wie in „South Park – Die rektakuläre Zerreißprobe“.

Für mich als Fan von „Batman: The Animated Series“, „Justice League“ oder „Young Justice“ eine Offenbarung: Erstmals in einem der Lego-Titel holte man Veteranen wie Clancy Brown als Lex Luthor, Kevin Conroy als Batman und den grandiosen Mark Hamill als Joker vors Mikrofon. Dadurch erhält die Geschichte und Atmosphäre des Spiels nochmals eine gehörige Aufwertung.

Dazu kommt eine manchmal sogar leicht rotzige Stimmung, zumindest für ein Lego-Spiel, da man eben dieses Mal als Schurke startet. Mit dabei sind viele andere Charaktere aus dem DC-Universum wie der Reverse Flash, Black Manta und Deathstroke aber auch Helden wie Superman, Wonder Woman oder The Flash. Als Comicfan hat dieses Lego-Spiel mir jedenfalls wirklich richtig gut gefallen. Zudem ist es für die Xbox One X optimiert und auch wenn mir leider technische Details dazu fehlen, so sieht es grafisch tatsächlich eine ganze Ecke schöner aus, als etwa „Lego Marvel Avengers 2“. Einzig beim Gameplay muss man sagen: Weiterhin gilt für die Lego-Spiele – kennt man eines, kennt man alle. Denn an der Mischung aus leichten Rätseln und Button-Mashing-Kämpfen hat sich nicht viel getan.

3. Assassin’s Creed Odyssey

Schon ab der Ankündigung, dass „Assassin’s Creed Odyssey“ im alten Griechenland spielen und sich auch der entsprechenden Mythologie bedienen würde, war mein Interesse angefacht. Dass Ubisoft im gleichen Atemzug von stark ausgebauten RPG-Elementen, inklusive einem Dialogsystem, gesprochen hat, sorgte bei mir dann für einen gewissen Hype. Das finale Ergebnis hat mich keineswegs enttäuscht. Ja, auch in diesem Ableger des bekannten Franchises gibt es einiges an Monotonie: Man hebt eben doch sich stark ähnelnde Festungen, Banditenlager und Höhlen aus. Auch die Jagd nach Kultisten läuft nach einem recht  geringfügig variierten Schema ab. Doch das ganze ist mit einem motivierenden Loot-System, einer gigantischen Spielwelt und bombastischer Technik so wunderschön verpackt, dass ich mich für unzählige Stunden gerne darauf eingelassen habe.

Es macht einfach immer wieder Spaß eine neue Insel anzulaufen, neue Städte wie Korinth oder Athen zu entdecken, plötzlich auf Kultisten zu stoßen und die Hauptfigur, wahlweise Kassandra oder Alexios, mit neuer Ausrüstung und neuen Fähigkeiten aufzupowern. Zumal man sich Seeschlachten hingeben kann oder sich einfach von den teils wirklich gut erzählten Sidequests von der Hauptgeschichte ablenken lässt. Dabei trifft man sogar teilweise Entscheidungen, die sich auf den weiteren Spielverlauf auswirken und mehr oder minder überraschende Folgen haben.

Manch einer mag kritisieren, dass „Assassin’s Creed Odyssey“ formal eigentlich einen anderen Titel tragen müsste – denn Assassinen oder Templer spielen hier eigentlich keine Rolle. Doch bei solch einem gewaltigen Open-World-Game konnte zumindest ich das problemlos verzeihen.

2. Far Cry 5

Anfang 2018 erschienen, ist „Far Cry 5“  mir doch bis zum Jahresende bei mir im Gedächtnis geblieben. Vor allem weil ich eines mit dem Titel assoziiere: einen Mordsspaß! Zu skurril waren viele Erlebnisse in diesem ironischen Open-World-Shooter, als dass ich den Titel nicht in die Liste hätte hieven können. Unvergessen ist für mich mein spontaner Fallschirmsprung in der Nähe einer riesigen Statue, die ich anschließend im Zuge einer aufploppenden Quest in ihre Bestandteile zerlegte. Heute lache ich auch über manche KI-Aussetzer, bei denen meine NPC-Begleiter es vorzogen sich und mich achselzuckend von Gegnerhorden umnieten zu lassen, statt mal die Waffe zu ziehen.

Und auch wenn „Far Cry 5“ für mich in erster Linie das Gaming-Äquivalent zu einem großen, dummen Hollywood-Blockbuster ist, so ist die Story gar nicht mal so doof. Der Sektenführer Joseph Seed hat für seine esoterischen Gedankenspielchen gute Argumente und behält angesichts des morbiden Endes des Spieles sogar zum Teil recht mit seinen wahnwitzigen Tiraden. Da hat Ubisoft im Übrigen auch Mut bewiesen, denn das überraschende Ende ebnet den Weg für das 2019 erscheinende „Far Cry New Dawn“.

Aber auch dem Gameplay spendierte man eine Generalüberholung: Ubisoft hat in „Far Cry 5“ weitgehend auf generische Sammelorgien verzichtet und sich mehr auf erweiterte RPG-Elemente konzentriert. Das spiegelt sich auch im stark verbesserten Quest-Design und den Anreizen die Spielwelt zu erkunden wider. Auch hilft es, dass der Titel an der Xbox One X in nativem 4K läuft und somit technisch einen hervorragenden Eindruck hinterlässt.

1. Red Dead Redemption 2

Dieses Spiel dürfte euch bald zum Hals raushängen, weil es wohl in so gut wie jeder Liste mit den Spielen des Jahres rund um den Globus auf einem der ersten Plätze landen dürfte: „Red Dead Redemption 2“. Was soll man sagen, mit einem hohen dreistelligen Millionenbudget hat Rockstar Games ein so detailverliebtes Open-World-Spiel kreiert, wie man es wohl noch nie erlebt hat. Hier gibt es keine generischen Städte oder Höhlen – alles erscheint handgemacht. Jeder Ort, fast schon jeder Passant, wirkt bedeutungsvoll und trägt zur Atmosphäre bei. Dazu kommt die bisher ernstzunehmendste Geschichte von Rockstar, welche zwar bisweilen immer noch cartoonhafte Charaktere für humoristische Einlagen integriert, aber ein sehr persönliche und melancholische Note trägt.

Gern bewegte ich mich durch die Welt des Western-Spiels, egal ob verschneite Berge, lauschige Wälder oder raue Saloons. Und wer mit der ellenlangen Singleplayer-Erfahrung durch ist, darf sich nun auf Wunsch ja noch dem Online-Modus hingeben. „Red Dead Redemption 2“ hat für seine toll erzählte Geschichte und die Liebe zum Detail auch außerhalb der Spielepresse viel Staub aufgewirbelt. Falls ihr euch in den nächsten Wochen und Monaten nur in ein Spiel vertiefen könnt, dann sollte die Wahl hoffentlich nicht schwer fallen.

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