Mastercard: Sichere und vereinfachte Zahlungen bei Amazon

Mastercard hat eine gute Neuigkeit für Kreditkartenbesitzer, welche ihre Mastercard bei Amazon verwenden: Der Mastercard Digital Enablement Service (MDES) wird bei Amazon in 12 Ländern eingeführt, darunter auch Deutschland. Dabei handelt es sich um einen Tokenisierungs-Service.

Falls euch das nun zunächst nichts sagt: Bei diesem Verfahren wird die physische Kartennummer durch einen Token ersetzt. Die Zahlungsinformationen werden für jede einzelne Transaktion also einmalig erstellt und der jeweilige Token kann nur von dem Händler verwendet werden, der diesen angefordert hat.

Neben der Sicherheit hat das einen weiteren Vorteil: Ändern sich die Kartendaten, weil etwa die alte Karte abläuft und eine neue ausgegeben wird, dann muss seitens des Kundens nichts geändert werden. Im Gegensatz zu physischen Karten haben die Tokens nämlich kein Ablaufdatum. Kartendetails werden automatisch aktualisiert.

Die Tokenisierung ermöglicht zudem die Anzeige des eigenen Kreditkartenbildes, was eher für Händler interessant ist: Denn wenn Kunden beim Bezahlvorgang ein Bild ihrer individuellen Kreditkarte erblicken, erhöhe sich laut Marktforschern die Wahrscheinlichkeit, dass sie den Kauf abschließen.

Amazon führt den Mastercard Digital Enablement Service (MDES) noch im Verlauf des Jahres in Deutschland ein. Ein konkretes Datum nannte man aber noch nicht.

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Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden.

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7 Kommentare

  1. „…Denn wenn Kunden beim Bezahlvorgang ein Bild ihrer individuellen Kreditkarte erblicken, erhöhe sich laut Marktforschern die Wahrscheinlichkeit, dass sie den Kauf abschließen.“

    People are crazy…

    • Jo, ich würde eher denken: woher zum Teufel haben die ein Foto meiner Kreditkarte?!?

      Außerdem: dann steht ja doch wieder „irgendwo“ die Kreditkartennummer mit Ablaufdatum… Wird wahrscheinlich nicht im Shop selbst sein sondern bei Mastercard – aber komisch wäre es für mich.

  2. Zumindest seitens Amazon wäre es m.E. sinnvoller, sowas zunächst bei der hauseigenen Visa-Karte zu forcieren.

  3. Ich hoffe, dass VISA hier nachzieht.

  4. Thomas R. says:

    Ich denke nicht, dass das Bild dann die sensiblen Daten enthält. Es geht primär um den Wiedererkennungswert von Kreditkarten die zum Beispiel für oder von der Bank angepasst gestylt wurden.
    Beispiel, auf Amazon-Kreditkarten ist das Amazon Logo drauf, auf N26-Karten hast du ein Logo der Bank und vielleicht noch die Silhouette von Berlin. Auf Karten der Düsseldorfer Sparkassen ist zum Beispiel auch unverkennbar entweder der Rheinturm oder – für Fans – das Fortuna-Emblem drauf. Für Marketing-Menschen und Analysten scheint es da tatsächlich einen Unterschied in der Kauffreude zu machen 🙂

  5. Visa war tatsächlich ein Stück voraus – macht aber nicht so viel Wirbel darum 😉 Amazon wandelt schon seit längerer Zeit Visa Kartennummern in Tokens um. Der Sicherheitsgewinn ist beträchtlich, denn bei einem möglichen Datenabgriff könnte niemand etwas mit den Tokens anfangen, da sie quasi mit Amazon „verheiratet“ sind. Außerdem kümmert sich die Bank darum, dass der Token bei Amazon immer auf die aktuell gültige Karte verweist – also auch wenn die mal erneuert wird wegen Ablauf oder Verlust.

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