MasterCard schließt sich FIDO an, Bezahlen per Fingerabdruck rückt näher

Die FIDO (Fast IDentity Online) Alliance hat es sich zum Ziel gesetzt, eine Online Authentifizierung einfacher zu gestalten. Dies könnte vor allem durch den Einsatz biometrischer Daten geschehen. MasterCard hat sich der FIDO Alliance nun angeschlossen und will für Online-Zahlungen auf Fingerabdrücke und andere biometrische Daten zurückgreifen. MasterCard ist das erste große Zahlungsnetzwerk, das der FIDO Alliance beitritt.

MasterCard

[werbung] Die FIDO Alliance arbeitet an einem Industriestandard zur eindeutigen Identifikation von Online-Nutzern, will Login-Verfahren vereinfachen und gleichzeitig sicherer machen. Google ist ebenfalls FIDO-Mitglied, mit Fingerabdruck-Scannern in Android-Geräten wird nächstes Jahr gerechnet. Aber auch andere Möglichkeiten zur Identifizierung wären vorstellbar, Nuance (kein FIDO-Mitglid) hat beispielsweise bereits große Fortschritte bei der Nutzung der Stimme zur Authentifizierung gemacht.

Durch den Beitritt von MasterCard ergeben sich nun weitere Felder in denen eine sichere und unkomplizierte Authentifizierung wünschenswert ist. Abhängig von der Situation sind auch unterschiedliche Lösungen vorstellbar, die nun ausgelotet werden müssen. Die Erfahrung von MasterCard im Payment-Bereich ist ebenfalls viel Wert für die FIDO Alliance.

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Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

9 Kommentare

  1. Die Daten landen dann natürlich direkt bei der NSA, was mich mittlerweile irgendwie gar nicht mehr stört. jetzt wo alles öffentlich gemacht wurde und das nicht im geheimen passiert, werden die mir fast schon vertraut und sympathisch. was ich aber weiterhin komplett boykottiere sind payback-karten… da muss ich mich jedes mal zurückhalten um nicht die kassiererin anzubrüllen… NEIN, ICH HABE KEINE SCHEISS PAYBACKKARTE 😉

  2. klaus dieter says:

    da die karten meißt eine hochglanzoptik haben, auf welcher sich der fingerabdruck beim berühren abzeichnet, haben es die kriminellen auch nicht schwerer internetshop-betrug zu begehen…versteht denn keiner, dass es den ganzen unternehmen um das sammeln biometrischer daten und gar nicht um unsere sicherheit geht?

  3. klaus dieter says:

    @ho…echt jetzt? vertraut und sympathisch?

    gibt es wirklich für dich keine vorstellbaren szenarien, was diese dienste alles anstellen könnten?

    möchtest du irgendwann im schlimmsten fall in einem großen gefängnis aufwachen, was zwar aussieht wie deine heimat, sich aber nicht mehr so anfühlt, weil du überall überwacht wirst und dir noch mehr schranken vorgeschoben werden? die freie entfaltung ist jetzt schon für viele schwierig, obwohl sie dabei keinen dritten einschränken…

    irgendwann wird es dann standard, dass man bestimmte bezirke nur noch per fingerabdruckscanner betreten oder verlassen darf etc.pp…

    machthaber sind verrückt, egal wie nett sie im tv wirken…um nach macht über andere zu streben bedarf es einer großen portion narzismus und anderer nervenleiden!

  4. Die Jungs bei Mastercard haben wohl ein kleines Nickerchen gemacht als der CCC wiederholt belegt hat das es sehr einfach ist aus Latenzabdrücken funktionierende Fingerabdruckkopien zu erstellen.

  5. Und ich bleibe einfach beim Bargeld…in Europa habe ich es bisher fast überall schnell, bequem und kostenlos (abgesehen vom Wechselkurs natürlich) abbuchen können, es ist also immer verfügbar, braucht wenig Zeit und Platz. Erfüllt also eigentlich alles, wofür man alles Mögliche in die Cloud schiebt. Dieser Fingerscanner spart mir an der Kasse maximal ein paar Sekunden, und das auch nur, wenn es beim ersten Scan reibungslos klappt (wenn ich rechtzeitig genügend Bargeld aus der Tasche ziehe, nicht mal das). Dazu kommt der wahrscheinliche Upload von Statistiken auf irgendwelche Server, Geheimdienstzugriff inklusive. Durch diese TEchnik werde ich auch nicht unabhängiger von irgendwas, ich tausche ja nur ein Stück Stoff/Papier gegen Plastik, die Wechselkurse werde ich auch nicht los.

    Unterm Strich: Eine Verschlimmbesserung für den Kunden, eine Cashcow für die Kreditfirmen, eine neue Datenquelle für die Geheimdienste. Neee, ich bleib beim Euroschein.

  6. klaus dieter says:

    bei weiteren überlegungen ist der fingerabdruck doch sicherheitsrelevant. zwar nicht für den nutzer, aber wohl für das kreditkartenunternehmen. denn dieses kann jetzt ganz einfach argumentieren, dass die zahlung doch durch den eigenen finger(-abdruck) autorisiert wurde….da hat man dann vor gericht wenig chancen auf erfolg, wenn es darum geht zu beweisen, dass man diese bestellung + zahlung nicht selbst getätigt hat…somit muss das kk-unternehmen und der händler nichts zurückzahlen und die versicherungen dieser werden entlastet und deutlich billiger…

  7. Man kann es nur immer wieder mantra-artig wiederholen:

    „Ein Fingerabdruck ist ein Username, kein Passwort!“

    Mehr gibt es dazu nicht zu sagen.

  8. Analogkäse says:

    Bei Fido musst ich erst an FidoNet und mein 14400er Modem denken.

  9. @klaus Dieter.

    Du hast recht, die sch* ist so unsicher. Ne pin lässt man nicht offen liegen aber die Fingerabdrücke hinterlässt man überall. Lächerlich dann gibt es bestimmt, wie die Alu rfid hüllen für die E Persos demnächst auch gleich sowas, wie Brillentücher zum abwischen der Karte gleich mit dabei