? Massentierhaltung in 360° auf YouTube

aiEin technisches Thema und sicherlich ein heiß diskutiertes in einem. Zuerst einmal werfe ich meine Sicht der Dinge ein, beziehungsweise meine Meinung zum Thema. Gehe ich in den Supermarkt, dann wundere ich mich oft. Frisches Obst oder Gemüse ist im Kilo nicht günstiger zu bekommen als totes Tier. Ja, das wundert mich wirklich. Und ich behaupte auch, dass fast alle von uns wissen, warum das Stück Fleisch auf dem Teller so günstig ist – beziehungsweise wie das Tier gelebt haben wird, welches wir nun in Stücken vor uns haben. Hurra, wir stehen am oberen Ende der Nahrungskette. Ich bin Fleischesser. Von Herzen. Mit Genuss. Ja, ich verdränge.

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Verdränge, was täglich wahrscheinlich in zig Betrieben in Deutschland und überall auf der Welt abgeht. Das weiss man mit der Zeit einfach, da muss man sich keine Videos auf YouTube anschauen, in denen gezeigt wird, wie kleine Küken geschreddert werden. Nicht so auf den Effekt abzielend, aber dennoch bedrückend ist da die 360 Grad-Geschichte der Tierrechtsorganisation Animal Equality. Die haben eine kurze Doku erstellt und zeigen, wie das wohl abgeht, wenn man ein Schwein ist. Hierfür hat man 360°-Kameras installiert, sodass man als Nutzer einen Rundblick auf das Szenario werfen kann – während das Video läuft.

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Musiker Thomas D von den Fantastischen Vier war von dem Projekt so angetan, dass er dem Video seine Stimme leiht. Bassist Tony Kanal von No Doubt und der Downton Abbey Darsteller Peter Egan begleiten den Film in den USA und Großbritannien. Die Aufnahmen entstanden in den vergangenen 18 Monaten in Deutschland, Spanien, Italien, Großbritannien und Mexiko.

Tja – und was bleibt letzten Endes? Natürlich esse ich weiterhin Fleisch. Aber ich esse tatsächlich seit längerer Zeit weniger Fleisch, da ich mir statt Fleisch in Massen lieber Fleisch in Maßen reinziehe. Dafür lieber ein Stück „besseres Fleisch“. Doch hier ist das eigentliche Problem ja auch nicht verschwunden – selbst das gute Stück Fleisch kann aus dem Körper einer solch armen Kreatur kommen.

Ich schrieb es schon einmal in einem Status auf Facebook, die Politik betreffend. Manchmal kann Unwissen ein Segen sein. Aber eigentlich bin ich dankbar, wenn mir die Wahrheit (in manchen Dingen) – auch wenn sie sich sicherlich nicht einfach skizzieren lässt – gezeigt wird. Ob ich etwas ändere, liegt letzten Endes an mir.

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Hallo, ich bin Carsten! Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Getaufter und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

42 Kommentare

  1. @Cachy: Du hast eine Dreher im ersten Absatz: „Frisches Obst oder Gemüse ist im Kilo günstiger zu bekommen als totes Tier.“ Gemeint war wohl das Gegenteil, oder?

  2. Du hast Recht, es fehlte das Wort „nicht“. Ist nun drin.

  3. Deswegen bin ich im 10ten Jahr vegan und mir geht es nicht nur seelisch besser sondern auch gesundheitlich. Und ich esse leckere Sachen die ich früher nicht mal im regal angeschaut hatte. Kaum zu glauben wie man seinen Speiseplan, seinen Horizont erweitert. Es gibt so viel leckeres und gesundes da draußen wofür man keine fühlenden Lebewesen foltern und ermorden muss. Nicht vergessen, wir sind auch nur Tiere und wollen nicht gegessen werden.

  4. Wieviel Wahrheit darf es denn sein?
    –> http://www.earthlings.de/

  5. Mir ist es ziemlich egal was da so Obst oder Gemüse kostet … braucht man ja net so oft.
    Aber wenn 1kg Rinder-Gehacktes (so wie gestern abend im Auchan) dann 10zl kostet, möchte ich da nicht gerade als besonders günstig titulieren …

  6. Genau vor einer Woche habe ich im Deutschlandfunk (die Sendung Zwischentöne) ein interessantes Interview gehört. Dort wurde darüber diskutiert, mit einer Wissenschaftlerin, ob Pflanzen über Würde haben. Die Forscher sind zu dem Ergebnis gekommen, das Pflanzen über eigene Würde verfügen. Lebewese sind Pflanzen ja sowieso. Das bedeutet für mich, das es für Veganer ganz eng wird mit Ihrer Nahrung da sie ja keine Lebewesen töten, foltern, etc. wollen. Was natürlich die katastrophalen bedingungen in der aktuellen Massentierhaltung nicht unter den Tisch spielen soll, das ist tatsächlich schlimm und muss / sollte geändert werden. Nur wenn Fleisch wieder so teuer wird, das es was besonderes ist (Stichwort: Sonntagsbraten) wird sich wohl etwas ändern.

  7. Heinz Jürgen says:

    Ich würde mir wünschen, dass sich unsere „Volksvertreter“ dieses Video ansehen müssen.
    So lange, bis zumindest die Massentierhaltung verboten und strafbar ist.

  8. der ganze Vegane Mist …..ist natürlich so gesund, und wird so toll produziert das dafür jede Menge Kinder verhungern, weil dadurch viele Flächen durch die so gesunden pflanzengifte…jahrelang belastet werden ….und dann wollen noch irgendwelche selbsternanten Gutmenschenb entscheiden das irgendwas „gesünder“ und „nachhaltiger“ ist ? Lügt euch doch seolber ins Knie , kauft kräftig BIO, das eine ganz tolle Erfindung des Handels ist, nur um noch grössere Gewinne zu erzielen, und sonst Nadda ! oder warum gibt es sonst z.b direkt in Stuttgart Echterdingen, zwischen Flughafen Einflugschneise und der A81,(eine der meistbefahrensten Autohbahnen Deutschlands) BIO Filder Kraut ?

  9. Finde den Veganer ist immer ein so einfaches Spiel.^^

  10. Wow. Hat ja nicht lange gedauert bis jemand das Wort „Gutmensch“ benutzt. Lächerlich. Sie können ja gerne weiter ihre mit Hormonen vollgepumpten Mastschweine konsumieren, aber lassen sie doch einfach die anderen in Ruhe die ihren Weg gefunden haben bei Vega bzw. Vegetarisch. Und das Bio im Supermarkt, wer das kauft kann auch Mastschwein kaufen. Am besten auf dem Wochenmarkt oder direkt beim Bauern kaufen, so mache ich das.

  11. hallo el chapo, wußtest du dass man mit dem getreide was man für 1 kg fleisch braucht 12 menschen satt machen könnte. und es geht ja erst mal nicht um gesünder sondern um tierleidfrei und resourcensparender. leider sind diese diskussionen immer so ermüdent weil ihr omnivoren einfach zu wenig grundwissen habt für eine sachliche diskussion, der regenwald wird abhrolzt für gensoja, denn dann die sogenannten nutzriere hier fressen müssen damit du und deinesgleichen fleisch essen könnt und kuhmilch trinken. einfach mal über den tellerrand schauen und informieren. und eine direkte frage, hast du kein mitleid, kein mitgefühl für diese tiere?

  12. Es gibt vieles, worüber man bezüglich der (Massen)tierhaltung Diskutieren kann, wo man Sachen verbessern kann und neue Sachen probieren kann. Was dabei aber nicht einmal ein bisschen hilft, sind solche Videos, in welchem teilweise einfach falsche Sachen behauptet werden. Das mag dem schockierten Endverbraucher nicht auffallen, aber es fällt auf, wenn man die Materie durch Studium und Arbeit kennt. Eine ehrliche und offene Diskussion gelingt aber nicht, wenn auf der einen Seite solche Videos sind – ich bin durchaus dafür, zu zeigen, wie es in so einem Betrieb aussieht, aber dann bitte mit korrekten Kommentaren – und auf der anderen engstirnige Lobbyisten. Dazwischen geht nämlich der wirklich Betroffene verloren: der Bauer. In Zeiten steigender Marktspannen, sinkender Erzeugererlöse und einer hohen Erwartungshaltung des Verbrauchers, die sich nicht mal minimal in seiner Zahlungsbereitschaft zeigt, kann er nichts verändern, selbst wenn er will. Das müsste man gemeinsam (Konsumenten, Produzenten, Verarbeiter, Tierschutz), aber von so einem „Gemeinsam“ sind die Produzenten dieser Videos genauso weit weg wie Tönnies mit seinen Fleischfabriken.

  13. Ich oute mich! Ich bin der Veganer. Seit Oktober, 2014. Vorher eher das Gegenteil. Ich bemühe mich auch ein Gutmensch zu sein, nicht nur aufs Essen bezogen. Macht alles viel mehr Spaß als früher.

  14. Ich bin Gebürtiger Engländer und bezeichne mich als Missganer – Missionierender Veganer. Meine Frau hat mich dazu gebracht diese neue Achtsamkeit in unseren jetzt Veganen Leben anzunehmen durch Guerillakomikation und passiven Widerstand setzen wir uns für ein Fleischverbot ein schon in der Erziehung sollten Kinder richtiges vermittelt bekommen man darf sie nicht an den Fleiscggeschmack gewöhnen ein weiteres Problem unter Veganern ist Blutzuckdegeneration so muss man bittere Früchte und zerkochte Gemüse auf den Speiseplan holen da die Ernährung wegen hohen Fruchtzuckeranteil nicht nur aggressiv macht sondern auch empfänglich für Typ zwei diabethes also Amputationsgefahr wir leben zusammen in einer betreuten Wohngruppe mit einer älteren Dame die Pescarianerin ist Sie Isst nur Fisch und hat keine körperlichen Schäden ist Top Für wollte ich mal nur erwähnen

  15. @mrt
    Richtig omnivore haben einfach keine Ahnung und sind ganz dumm. Man kann es sich auch einfach machen.

    Dazu noch die üblichen Buzzwords streuen um betroffenheit zu generieren. Das sind dann die Argumente für alles.

  16. Hiasler Franz says:

    Alles richtig und schön, leider gibts halt Menschengruppen die durchaus Fleisch/Tierisches essen müssen. Vegan ist also nicht pauschal für jedermann geeignet. Zumal vieles was Vegan verspeist wird (vornehmlich Soja) nicht unbedingt der Umwelt zuträglich ist.

    Wichtig in dem Zusammenhang ist doch, das es nicht nur „ein gutes Stück Fleisch ist“, sondern das wirklich darauf geachtet wird wo es her kommt. Da hilft es nicht beim Metzger des Vertrauens zu kaufen. Ganz und gar nicht.

    Wirklich sicherstellen kann mans im Rahmen des Verbrauchers eigentlich nur mit Biofleisch. Dort wird kontrolliert und zumeist ist die Herkunft direkt nachzuvollziehen. Zur Not setzt man sich dann eben mal ins Auto und schaut sich den Bauern/-hof an. Und ja, wie in allen Bevölkerungsgruppen, wirds auch hier schwarze Schafe geben, aber wenigstens werden die über kurz oder lang entlarvt, was man von konventionellen Fleischproduzenten nicht gerade behaupten kann.

    Einfach weniger und dafür Bio, dann tun die Paarmarkfünfzig auch nicht weiter weh.

  17. Andreas Tylla says:

    Das Thema Fisch ist leider auch nicht ohne:http://www.3sat.de/page/?source=%2Fscobel%2F153380%2Findex.html

  18. Sorry, aber eine Diskussion zu dem Thema gleitet mir schnell ins „Religiöse“ – als ob zwischen Vegan und Massentierhaltung keine Positionen möglich seien. Wer sein Leben nach einem für ihn sinnvollen moralischen Kompass ausrichten möchte, hat meine Unterstützung – wer der Meinung ist, diese Moral müsse anderen aufgezwungen werden, hat meine Verachtung. Die wesentlichen Punkte sind im Grundgesetz festgelegt (auch unnötige Tierquälerei) – ich habe durchaus Probleme mit der Massentierhaltung, aber keinerlei Problem damit, dass ich ein Tier esse. Und vegan – nunja, falls ich tatsächlich damit 90 Jahre alt werden könnte (was ich bezweifele), dann wähle ich lieber die ca. 70 mit mehr Spaß und dem ein oder anderen leckeren Steak vom Bauer meines Vertrauens… 😉

  19. Martin Vader says:

    Extremismus ist immer der falsche Weg.
    Wer Pflanzen verteufelt und dem der Tod von Tieren komplett egal ist, der tut der Welt nichts gutes und genauso verhält es sich mit den Veganern die andere Menschen missionieren wollen als gäbe es kein Morgen. Der Mittelweg ist der Richtige und den darf jeder für sich selbst finden. Behandelt alle Lebewesen mit Würde, auch wenn ihr Sie zum Verzehr töten müsst oder töten lasst, dass gehört zum Leben dazu.

  20. Christian Mais says:

    Hallo Caschy, lese sehr gerne Deine gut recherchierten und interessanten Artikel. Bei so viel Technik-Begeisterung kommt manchmal das „menschliche“ zu kurz – daher freue ich mich immer, wenn Blogger auch mal den „Mut“ aufbringen, ein kontroverses Thema anzusprechen und Stellung zu nehmen. Zumal Du den Spagat zwischen vegetarischem oder veganem Leben und unhinterfragtem Flesichkonsum ja auch für Dich klar machst. Man merkt den Kommentaren ja an, dass da viel Potential für Polarisierung drin ist… Von daher meine Bitte: Bleib so kritisch und nutze Dein Image als Multiplikator auch für solche Themen. Das unterscheidet deutlich von reinen „Technik-Bloggern“…

    Herzlich, Christian

  21. Also dieses Video sollten sich mal mehr Menschen angucken, vielleicht ändert sich da auch einmal die Grundeinstellung auf sowas. Jeder wie er möchte, jedoch sollte man für sich und andere einmal langfristig in die Zukunft gucken, um zu schauen ob sowas wirklich sein muss.

  22. Wer meint das der Mensch mit Tieren schlecht umgeht der sollte mal das ein oder andere Altersheim besuchen.
    Wie da Menschen vor sich hin vegetieren und sich die letzten Tage ihres Lebens quälen müssen ist auch nicht schön.

  23. Ich bin auch seit 1 Jahr Vegetarier, esse viel bewusster und gesünder. Natürlich verstehe ich die Leute, die sagen, dass Soja etc. schädlich für die Umwelt ist. Genau das wird auch durch die Medien vermittelt und (Achtung: Aluhut) soll auch geglaubt werden. Die Fleischindustrie ist so mächtig!

    Wenn auch Ihr genauer recherchiert, werdet ihr feststellen, dass ca. 70% des angebauten Sojas für die Massentierhaltung genutzt wird und dass dafür Regenwälder gerodet werden. Die Medien vermitteln auch das Vegetarier und Veganer Soja essen, wobei ich nicht glaube, dass so viele dem Soja-Trend folgen und eher zum regionalem, saisonalem Gemüse greifen.

    Für alle die sich mit dem Thema befassen wollen, lege ich die Doku: COWSPIRACY (u.a. bei Netflix) ans Herz. Natürlich ist die Doku überspitzt und soll zum Nachdenken anregen. Aber sollte die Doku nur einen Bruchteil Wahrheitgehalt beinhalten, ist es Grund genug den Fleischkonsum einzuschränken und mit offenen Augen durchs Leben zu gehen.

  24. Danke für den Beitrag, caschy!

  25. Super das Thema anzusprechen. Auch als Blogger.

    Hier wurde schon viel geschrieben, teilweise falsch, oder sehr destruktiv. Bestimmt auch viel weil man es nicht besser weiß. Folgender Vortrag ist sehr bekannt (unter Veggies) :

    https://m.youtube.com/watch?v=o0VrZPBskpg

    Daraus möchte ich paar Dinge aufgreifen:

    Fleisch ist ohne Tierleid nicht möglich.
    Jede Woche sterben mehr Tiere als in allen Kriegen Menschen getötet wurden. (meine 600 Mio tiere)

    Es ist zutiefst schizophren gewisse Tiere zu essen, andere nicht.

    Fleisch essen ist so weit verbreitet das es kaum hinterfragt wird.

    Wenn Menschen Rechte haben, unabhängig von Hautfarbe etc haben auch Tiere diese Rechte. Schwarze zu töten und Tiere essen ist moralisch gesehen genau dasselbe.

    Jz sagen viele, bleib mir doch mit der Moral weg. Nennt es Werte wie Freiheit, Gleichheit, Gerechtigkeit. Gegen alle verstoßen Leute die Fleisch essen. Oder sie nehmen Sie nur solange ernst wie sie ihnen nützen.

    Tiere essen, ist das Recht des Stärkeren.

    Bin Vegetarier seit ca. einen Jahr und hab früher gerne Fleisch gegessen. Ich bemerkte aber darin in vielerlei Hinsicht eine Doppelmoral.

    Ich ess keine Menschen, ich beute sie nicht aus. Genauso handhabe ich das auch mit Tieren. Bei Menschen würde auch niemand sagen – Tötet die Dummen! Na gut, außer Hitler der Behinderte systematisch umgebracht hat.
    Intelligenz war nie ein Kriterium und wenn Menschen Schweine essen (aber keine Behinderte oder Hunde) ist das auch absurd zu vertreten.

    Wir halten Affen, unseren nächsten Verwandten, in Käfigen. Gleichzeitig wollen wir selber nicht in Käfigen gehalten werden.

    Jeder hat die Wahl, auch du, der aus moralischer, umweltschädlicher oder meinetwegen sogar nur !aus gesundheitlichen Gründen sinnvoll ist

  26. Das Problem ist doch, dass die Lebensmittelpreise (insbesondere Wurst) in Deutschland viel zu billig ist. Daraus folgt unweigerlich das die Tiere so gehalten werden, sonst könnte man diese Verkaufspreise nicht halten.
    Fleisch aus wirklicher „Biohaltung“ ist teuerer und muss auch teurer sein, sonst könnte man die Tiere nie so halten.
    Zweiter Problem an der Sache ist, auch Wurst ist „Saisonabhängig“. Ich kann nicht erwarten das ganze Jahr Rindfleisch oder ähnliches zu bekommen. Die Tiere müssen auch wachsen und das dauert.
    Wir fahren zu unserem Biobauern um die Ecke, man kann sich die Tiere ansehen (was ja im Prinzip auch eigentlich pervers ist) und dort bekommt man halt manchmal nur diese oder jene Wurst. Die Tiere werden auch direkt dort geschlachtet. Das heißt kein Transport. Im herbst gibts dann auch mal Hirsch und es gibt halt nicht die Mengen an Wurst wie an der Supermarkt Theke.

    Im Prinzip hat ja Veggie Alles gesagt. Moralisch ist das Alles total verwerflich, keine Frage. Aber ich verzichte halt nicht so voll und ganz auf Fleisch, aber schaue halt wirklich wo es her kommt. Kostet zwar, aber das spielt ja eigentlich nur eine Nebenrolle.

  27. Ich halte es für unangebracht das Töten von Menschen mit dem Töten von Tieren gleichzusetzen.

  28. Juzam, ich nicht.
    Es gibt keinen Grund. Das sollte ausschlaggebend sein.

    Tiere sind nicht minderwertiger als Menschen.
    Sie haben Gefühle – du hast vielleicht selber Haustiere? Dann kennst du das.

    Man sieht Tiere die Angst haben, man sieht dominates Verhalten. Ich seh keinen Unterschied im Wert.

    Ich hab lange Zeit auch noch Fleisch gegessen, bis ich den oben verlinkten Vortrag von Melanie Joy gesehen habe.

  29. Ich nicht. Es spielt auch keine Rolle, ob man Freddi das Schwein, Bello den Hund oder Muschi die Katze frisst.

  30. Was soll denn dieser Smiley am Anfang vom Titel? …

  31. Peter,

    Erstmal finde ich es toll das du, als einer der wenigsten, dir Gedanken darüber machst woher das Fleisch herkommt. Das ist ein Anfang.

    Das Tiere nicht ein unnötig leidvolles Leben haben ist schon mal was.

    Das Tiere essen moralisch verwerflich ist hast du verstanden, sehr wichtig.

    Viele begnügen sich mit Abwehr Mechanismen indem man Tieren eine andere Wertigkeit unterstellt. Oder sagt, Fleisch essen sei „normal, natürlich, notwendig“. Nichts von dem stimmt.

    Ich wünsche dir (und allen anderen) die Kraft es mit weniger Fleisch, ausnahmsweise Fleisch und dann gar kein Fleisch so versuchen. So hab ich auch angefangen. Sucht leckere Rezepte, kauft vielleicht ein veg Kochbuch.

    Ich kann nicht behaupten durch den Vegetarismus glücklicher oder gesünder zu sein (da ich es vorher schon war). Aber eine realistische Vorstellung zu haben vom eigenen Handeln und sich einer Doppelmoral zu entledigen ist immer gut 🙂

    Es schärft unsere Wünsche, und bringt sie mit dem in Einklang was wir selber für richtig halten.

    Viel Erfolg, vielleicht fühlt sich jemand hierdurch motiviert es mal zu probieren! 🙂

  32. Aus diesem Grund hole ich Fleisch stets vom Bauernhof aus meiner Nähe. Dort haben die Tiere viel Auslauf und die Ställe bieten Tageslicht und sind sauber. Dasselbe gilt auch für Eier, die einfach besser schmecken, wenn man weiss, dass sie von glücklichen Hühnern kommen. Durch die ganze Industrialisierung und den durch Kosumenten verursachten Preisdruck wurden Tiere leider zur Ware.

  33. Faszinierend, wie diese Diskussion – wie praktisch jedes mal – binnen kürzester Zeit aus dem Ruder gelaufen ist.
    Fakt ist: Menschen lassen sich, wenn sie sich mal eine Meinung gebildet haben, mit Worten praktisch nicht mehr umstimmen. Starke Bilder können das schaffen.
    Ich frage mich: wie kann man sich solche Bilder ansehen und ohne etwas zu ändern zur Tagesordnung übergehen?

  34. Marco, hast Du Dich mal gefragt, wo die Brüder Deiner glücklichen Hühner sind? Einfach mal recherchieren, was mit den männlichen Kücken passiert. Da mögen es die Hühner noch so schön haben. ………
    Olli, das frage ich mich auch, wie man es schafft, einfach gleich weiterzumachen, wenn man weiss, was da für unermessliches Leid geschieht.

  35. Was die Küken angeht:
    Kürzlich habe ich erst noch von einer Biologin gehört, dass das Schreddern die humanere Variante der Tötung ist. Das Vergasen, das eingesetzt wird, um die Tiere „am Stück“ noch verfüttern zu können, ist weitaus qualvoller, weil es einem Tod durch Ersticken gleichkommt.
    Es geht hierbei nur um den Vergleich zwischen den beiden Tötungsarten, nicht um eine Bewertung der Tötung an sich.

  36. Die Fronten sind hier offenbar extrem verhärtet, besonders auf Seiten der Vegetarier. Offenbar war keiner dieser Leute schon mal auf einem Bio-Bauernhof (Demeter, Naturland, etc.), denn dann wüssten sie, dass Fleischproduktion auch anders geht.
    Stattdessen schauen diese Leute sich offenbar den ganzen Tag lieber Videos von Tieren auf engstem Raum und unter grausamen Bedingungen an, um sich in ihrer Meinung bestätigt zu sehen, dass ALLE Fleischesser grausame Monster sind, die über Leichen gehen, um Ihren Hunger zu stillen.
    Ich selbst esse sehr gerne Fleisch, aber achte auch auf dessen Herkunft. Dass ein Tier dafür sterben muss, ist mir durchaus bewusst, aber dadurch dass das Tier im Vergleich zur konventionellen Landwirtschaft ein langes und glückliches Leben hatte (das es ansonsten niemals gehabt hätte), ist das für mich moralisch vertretbar. Dass der Tod des Tieres durch einen gezielten Bolzenschuss in das Gehirn des Tieres weniger angenehm ist, als ein Ausbluten mit einer Bisswunde am Hals oder langsames Dahinsterben durch Krankheit, während sich die Aasverwerter schon an die Arbeit gemacht haben, wie es in der Natur der Fall ist, wage ich zu bezweifeln.
    Und bitte lasst diese Tier/Mensch-Vergleiche sein, ihr tötet täglich sicher mehr Tiere auf eurer Windschutzscheibe, als dass so ein Vergleich angebracht wäre.

  37. niemand,

    tolle Flrischproduktion existiert zu 99 Prozent nicht. Du kannst dir gerne auch EU Bio Höfe angucken (oder Die Kriterien) und entsprechend entscheiden.

    Du schreibst das wir denken,dass „ALLE Fleischesser grausame Monster sind, die über Leichen gehen, um Ihren Hunger zu stillen.“
    Ich hasse Pauschalisiereungen, aber defacto beinhaltet das Essen von Tieren auch ihren (gewollten) Tod. Natürlich sind das lecker zubereitete Leichen. Zu 99 Prozent geht es den Tieren halt extrem schlecht.

    Du hast wie jeder die Möglichkeit dich gegen Fleisch zu entscheiden oder zumindest zu erkennen das es moralisch (und von deinen werten gesehen) falsch ist.

    Es geht natürlich darum Leid zu vermeiden. Die Tiere umzubringen ist komplett unnötig. Das auch Tiere ein Recht darauf haben zu Leben, wie Menschen (es hängt nicht von der „Rasse“ oder Spezies ab, auch nicht von Intelligenz) ist doch logisch, oder?

    Du hast nicht das Recht über Leben und Tod von anderen Lebewesen zu entscheiden. Auch nicht weil du es einfach kannst oder es „lecker“ schmeckt.

    Im übrigen töte ich gar keine Tiere an meiner Windschutzscheibe, weil ich Rad fahre. Es geht um Dinge die vermeidbar sind – Tiere essen ist es. Du kannst dich dagegen entscheiden ohne einen Nachteil zu haben (Gesundheit, Umwelt).

    Oder du kannst sagen das es dir egal ist. Die Haltung bringt aber niemanden was.

    Wieso sollte Man Tiere essen und Menschen nicht? Wieso sollte man bestimmte Tiere essen, aber die eigenen Haustiere nicht? Wer gibt dir das Recht anderes Leben zu töten?

  38. Das Video hat mich schockiert. Im Prinzip weiß ich das aber längst und verdränge es. Ich habe mein Gewissen die letzten Jahre damit verarscht, dass ich weniger und nur Bio-Fleisch esse, aber das ist auch nur eine weitere Beschönigung.

    Natürlich ist es derzeit noch unangebracht, Tier und Mensch den gleichen Wert zuzuordnen, aber ich erinnere daran, dass es auch mal üblich war, Sklaven nicht den selben Wert wie den Sklavenhaltern beizumessen.
    Vielleicht ist unsere allgemeine Moral eines Tages auch so weit, dass wir wenigstens die Tiere die uns noch einigermaßen ähnlich sind, auf keinen Fall töten oder gar schlachten wollen und dürfen.

    Ich versuche jetzt mal mit dem Fleischessen aufzuhören, was ich früher schon mal vier Jahre geschafft hatte. Es geht schon ohne.

  39. @niemand
    Ohne Frage, die Fronten sind verhärtet. Was dieses „besonders auf Seiten der Vegitarier“ völlig überflüssig macht, denn wären Fleischesser anders, gäbe es keine verhärteten Fronten. Dein ganzer Text ist mit herabgelassenem Visier und gezückter Speerspitze geschrieben, umso absurder deine „Feststellung“ anmutet.
    Oft ist es die Unwissenheit über die Zustände unserer industrialisierten Tierproduktion, der mit solchen Filmen entgegengetreten wird. Natürlich hilft das nicht bei Gleichgültigkeit. Man kann die Augen davor verschließen, oder man kann sich sein Fleischkonsum schönreden (Fleisch nur vom Bio-Bauern). Mit beidem Ändert man nichts an den Gegebenheiten. Letztlich geht es bei den Filmen nicht darum zu missionieren, sondern eine Sensibilität dafür zu schaffen, dass Tiere für unseren Genuss leiden und sterben – auch auf einem Biohof. Jedem ist es selbst überlassen seine Konsequenzen daraus zu ziehen. Einige verzichten danach auf Fleisch, weil es eben nicht notwendig ist, Du eben nicht. So what. Man wird niemanden Überzeugen, der nicht überzeugt werden will. Das haben leider viele Harcore-Veganer noch nicht begriffen, Deshalb wohl das Negativimage.

  40. Auch das Bild vom Schlachtvieh, das bis zur Schlachtung auf dem Biohof ein „glückliches Leben“ führt ist doch schon eine typische Beschönigung, damit man sich das Gewissen leichter macht, Tiere zu essen. Erstens sind Tiere im eigentlichen Sinne nicht „glücklich“, sondern allenfalls bei guter Haltung weniger gestresst und gequält, zum anderen werden sie dann ja doch umgebracht. Da ist es irgendwie paradox bis zynisch, von glücklichen Tieren zu sprechen.
    Nichtsdestoweniger: wenn es per Gesetz nur noch Bio-Hof Fleisch geben dürfte, wenn endlich diese brutalen und absolut zu verachtenden Tierfabriken verboten würden, auch der Import von solchem Fleisch, wären wir ein gewaltiges Stück voran gekommen.
    Genauso wie bei Zigaretten, könnte man schon mal vorschreiben, dass Bilder von diesen Tier-KZ auf die Packungen gedruckt werden und fette Texte, etwa: „Dieses Fleisch enthält Schwein, das ohne Betäubung kastriert wurde.“ oder: „Mit dem Kauf dieser Wurst unterstützen Sie die brutale Massentierhaltung“, etc.

  41. Ich habe hier noch einen eindrücklichen Beitrag zum Biofleisch. Keine Angst, keine grausamen Bilder nur etwas Realität: https://youtu.be/d8ZSNtEUct0