
So kontrovers wie der Fall von Steven Avery ist auch „Making a Murderer“ als Serie. Die Reihe befasst sich mit der Frage, ob Avery bei seiner ersten Verurteilung wirklich unschuldig gewesen ist und vielleicht erst durch die 18 Jahre Gefängnis und entsprechende Brandmarkung durch die Gesellschaft zum Mörder wurde. Allerdings gab es auch viel Kritik an der Netflix-Serie, welche laut Staatsanwaltschaft etwa bewusst einige Tatsachen unterschlage oder belastende Beweise abschwäche. Zudem haben die Angehörigen der von Avery 2005 ermordeten Tracy Halbach harsche Kritik an „Making a Murderer“ geübt. Laut ihnen werde hier aus brutalen und tragischen, realen Ereignissen einseitiges Entertainment fabriziert.
Vielleicht zeichnen die neuen Folgen der Serie ja ein facettenreicheres Bild. Es stecken mit Laura Ricciardi und Moira Demos die gleichen Produzentinnen dahinter, wie schon bei den ersten 10 Episoden. Wer sich gerne im TV Formate wie „Medical Detectives“ oder „Autopsie – Mysteriöse Todesfälle“ ansieht, dürfte auch bei „Making a Murderer“ nicht ganz falsch liegen. Denn auch hier geht es um reale Ereignisse und deren diffuse Umstände.
Die erste Staffel von „Making a Murderer“ könnt ihr euch bei Interesse bereits auf Netflix ansehen. Wann die neuen Episoden erscheinen, ist derzeit noch offen.