M2: Opera Mail wird ein eigenständiges Mail-Programm

Nur wenig Auswahl auf dem Markt mit Mail-Programmen? Traurig, weil die Entwicklung von Thunderbird nur langsam voranschreitet, da das Projekt auf ein Minimum eingestampft wurde? Dann kann man nun ein weiteres Programm nutzen, welches seit vielen Jahren integraler Bestandteil einer Browser-Suite war: mit der Veröffentlichung des WebKit-Browsers Opera Next 15 hat man sich in Norwegen dazu entschlossen, den bis dato in Opera integrierten Mailer M2 auszugliedern und zu einem eigenständigen Produkt unter dem Dach der Opera-Schmiede zu machen.

Opera Mail

So heißt dieser schicke Mailer nicht mehr M2, sondern liegt als erster Release Candidate unter dem Namen Opera Mail für Mac und Windows bereit. Wer dem Mailer eine Chance geben will, findet hier jede Menge Hilfen.

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caschy

Hallo, ich bin Carsten! Ich bin gelernter IT-Systemelektroniker und habe das Blog 2005 gegründet. Seit 2008 ist es Beruf(ung). Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Fan und Vater eines Sohnes. Auch zu finden bei LinkedIn, Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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31 Kommentare

  1. Der Mailclient wird also in der zukünftigen Opera Version nicht mehr integriert sein? Das finde ich schade. Ich bin seit sehr vielen Jahren begeisterter Opera Nutzer und mochte es besonders, dass ich für meine Mails kein extra Programm brauchte. Gerade da ich Opera immer als portable Version einsetze, war somit das Sichern meiner Mails am Ende des Jahres ein Kinderspiel. Einfach Opera ins Archiv kopieren. Bin trotzdem auf die weitere Entwicklung von Opera gespannt.

  2. Was ist mit der Linux-Version? Gibt’s da keine? Kommt die noch? Ich würde Opera Mail echt gern ausprobieren, gerade auch als Alternative zu Thunderbird.

  3. das befürchtete wird wahr.
    dann kann ich ja getrost auf chrome wechseln und die jahrelange freundschaft zwischen opera und mir auflösen.
    schade. sehr, sehr schade.

  4. das fällt denen jetzt ein wo ich mit eM Client gekauft hab? Hab Opera Mail immer gemocht, aber anders als bei olidie und maddin hat es mich zu sehr gestört, dass immer noch ein Browser drumherum war. Naja, eM Client ist mit seiner Google Synchronisation wahrs. eh nicht zu schlagen und da ich eig. gerne Kontakte, Aufgaben, Kalender usw. gerne zentral pflege, käme Opera Mail wahrs. auch nicht in Frage

  5. Und was ist jetzt der große Vorteil von Opera Mail im Vergleich zu Thunderbird, Outlook oder auch Apple Mail?

  6. Sebastian says:

    Kann das Mail Programm unter Mac OSX irgendetwas, was das Apple Mail nicht kann?
    z.B. Exchange statt IMAP?

    Grüße,
    Sebastian

  7. Solange es keine Möglichkeit für inline PGP gibt ist es kein vollwertiges E-Mailprogramm.

  8. Optisch sehr, wirklich sehr viel angenehmer als Thunderbird — für den ich mir, so gern ich ihn im Moment verwende, wirklich eine Alternative wünschen würde. Aber für alles andere als gelegentliches bzw. privates E-Mailen ist sind Funktionsumfang und Einstellungsmöglichkeiten von Opera Mail leider nicht annähernd umfassend genug.

  9. @mentai: Was fehlt denn Opera Mail, um mehr als nur gelegentlich damit arbeiten zu können? Ich tue das jeden Tag, seit Jahren, und bisher habe ich nichts vermisst. Vielleicht weil ich auch nie den Thunderbird ausprobiert habe 😉

  10. Mir fehlt die Möglichkeit meine Kontakte importieren zu können. Da gibt es bei Thunderbird durch Addons sogar die Möglichkeit die Kontakte mit Google zu synchronisieren. Wodurch ich am PC und auf dem Handy die gleichen Daten habe.

  11. @olidie: Es fehlen ganz schmerzhaft Sortierregeln und ein Kontakte-Synchronisation, weniger schmerzhaft Archivordner, aber grundsätzlich Einstellmöglichkeiten über einen festgelegten Standard hinaus. Man kann nichtmal einstellen, die Signatur über den zitierten Text zu stellen, was zwar nicht „alter Mailstyle“, aber mittlerweile Standard geworden ist. Das Ganze ist das PC-Äquivalent von MacOS Mail, gut genug, so lange man in sehr grundsätzlichen Bedürfnissen bleibt.

  12. Wir ausprobiert, danke für den Hinweis.

  13. Schade, das ganze Programm sieht sehr schön aus und ist deutlich performanter als Thunderbird, aber solange es keine ordentlichen Optionen hat, mit denen ich Google Mail IMAP ordentlich verwenden kann, ist Opera Mail leider für mich nutzlos.

  14. @mentai: Danke. Und einverstanden. Kontaktesynchronisation ist Müll bei Opera. Kann auch nicht verstehen, warum die da schon ewig auf ein proprietäres Format setzen. Absolut kontraproduktiv. Sortierregeln gibt es ja ein paar. Da habe ich bisher nichts vermisst. Auch Zustimmung für die unflexible Position der Signatur. Naja, man muss ja noch Luft für Verbesserungen haben 😉

    @Jonathan: Opera’s M2 kommt bestens mit Gmail IMAP klar. Ich glaube fast sogar besser, als manch anderer Client.

  15. @olidie: „Sortierregeln“ im Sinne von „nach Kriterien in Unterordner umsortieren“, leider Fehlanzeige. Nur zur Anzeige gibt’s Filter, aber die helfen leider nicht überall hin.

    Und, wie gesagt, das ist ja nichts schlechtes. Auch ein Mailclient, der kompetent die grundsätzlichen Dinge macht, hat durchaus seine Daseinsberechtigung. Es ist nur schade, dass die „Power-Tools“ mit so ungelenker Darstellung daherkommen, Opera Mail hätte da durchaus Marktpotenzial.

  16. Also wenn der Client nicht mehr in zukünftigen Opera-Versionen integriert ist, werde ich wohl auch nach ner Browser-Alternative Ausschau halten. Genau das hat mir immer so sehr an Opera gefallen gehabt…

  17. @mentai: wie gesagt, ich kenne Thunderbird und dessen Sortierregeln nicht, aber mit den Labels in Opera M2 konnte ich bisher recht gut arbeiten. Die waren mir zumindest mächtig genug. Jeder hat aber andere Ansprüche 🙂

  18. Ich habe es mal eben getestet. Was Aufbau, Oberfläche und Einstellungen angeht, bin ich damit sehr zufrieden. Gefällt mir um Längen besser als Thunderbird. Ich habe es aber wieder vom Rechner geworfen, da es dort (noch) kein Add-on wie Enigmail für GnuPG gibt. Wenn das mal kommen sollte, fliegt Thunderbird vom Rechner, genau so wie ich Firefox vor Monaten gegen Opera getauscht habe.

  19. wirklich schlechte News 🙁 ich mag die Kombination Browser&MailClient sehr und verstehe nicht wozu man (zumindest privat) ein separates Mail-Programm überhaupt für nötig hält… mal abwarten wohin die Reise mit Opera geht.. schlimmstenfalls muss ich wirklich den Browser wechseln..

  20. Das ist sehr löblich, und prinzipiell würde ich auch viel lieber M2 einsetzen als andere Clients oder (wie seit längerem) Roundcube als Webmail-Client.

    Leider schafft es Opera seit Jahren nicht, die erzwungenen Zeilenumbrüche wegzulassen. Dadurch wird die geschriebene Mail in ihrem Inhalt verändert, was nicht akzeptabel ist. Der Mailinhalt gehört dem Benutzer, nicht dem E-Mail-Programm.

    Etwas detaillierter: wenn ich eine Mail schreibe und sie zwischenspeichere, werden bei diesem Zwischenspeichern alle Zeilen, die länger als der eingestellte Wert (z.B. 76 oder 80 Zeichen) sind, zwangsweise mit hartkodierten Newline-Zeichen versehen. Dies führt beim Editieren von bereits geschriebenen Absätzen zu kammartig verzahnten Zeilen und ist garantiert nicht das, was der Nutzer will.
    Ein „vernünftiger“ Client wie z.B. Opera belässt Zeilen (Absätze) in ihrer vollen Länge, also beispielsweise schreibe ich einen Absatz mit 20 Zeilen, das sind dann 1600 Zeichen. Erst beim eigentlichen Versenden(!) werden die Zeilen zwar aus Gründen des Transportprotokolls mit Newlines versehen, gleichzeitig wird aber eine Kodierung angewendet (format-flowed), so dass auf Empfängerseite diese Zeilen wieder zu einer Absatzzeile zusammengefügt werden können. Ob das Ergebnis korrekt ist, sieht man, dass die Zeilen sich am Fensterrand umbrechen und keine feste Länge haben.

    Da Opera das nicht kann, bringen mir alle anderen dutzende von tollen Features nichts. Es ist schlichtweg nicht akzeptabel, ohne Notwendigkeit den Inhalt der Mail eigenmächtig und nicht transparent zu ändern.

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