M2: Opera Mail wird ein eigenständiges Mail-Programm

Nur wenig Auswahl auf dem Markt mit Mail-Programmen? Traurig, weil die Entwicklung von Thunderbird nur langsam voranschreitet, da das Projekt auf ein Minimum eingestampft wurde? Dann kann man nun ein weiteres Programm nutzen, welches seit vielen Jahren integraler Bestandteil einer Browser-Suite war: mit der Veröffentlichung des WebKit-Browsers Opera Next 15 hat man sich in Norwegen dazu entschlossen, den bis dato in Opera integrierten Mailer M2 auszugliedern und zu einem eigenständigen Produkt unter dem Dach der Opera-Schmiede zu machen.

Opera Mail

So heißt dieser schicke Mailer nicht mehr M2, sondern liegt als erster Release Candidate unter dem Namen Opera Mail für Mac und Windows bereit. Wer dem Mailer eine Chance geben will, findet hier jede Menge Hilfen.

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caschy

Hallo, ich bin Carsten! Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Getaufter und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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31 Kommentare

  1. Der Mailclient wird also in der zukünftigen Opera Version nicht mehr integriert sein? Das finde ich schade. Ich bin seit sehr vielen Jahren begeisterter Opera Nutzer und mochte es besonders, dass ich für meine Mails kein extra Programm brauchte. Gerade da ich Opera immer als portable Version einsetze, war somit das Sichern meiner Mails am Ende des Jahres ein Kinderspiel. Einfach Opera ins Archiv kopieren. Bin trotzdem auf die weitere Entwicklung von Opera gespannt.

  2. Was ist mit der Linux-Version? Gibt’s da keine? Kommt die noch? Ich würde Opera Mail echt gern ausprobieren, gerade auch als Alternative zu Thunderbird.

  3. das befürchtete wird wahr.
    dann kann ich ja getrost auf chrome wechseln und die jahrelange freundschaft zwischen opera und mir auflösen.
    schade. sehr, sehr schade.

  4. das fällt denen jetzt ein wo ich mit eM Client gekauft hab? Hab Opera Mail immer gemocht, aber anders als bei olidie und maddin hat es mich zu sehr gestört, dass immer noch ein Browser drumherum war. Naja, eM Client ist mit seiner Google Synchronisation wahrs. eh nicht zu schlagen und da ich eig. gerne Kontakte, Aufgaben, Kalender usw. gerne zentral pflege, käme Opera Mail wahrs. auch nicht in Frage

  5. Und was ist jetzt der große Vorteil von Opera Mail im Vergleich zu Thunderbird, Outlook oder auch Apple Mail?

  6. Sebastian says:

    Kann das Mail Programm unter Mac OSX irgendetwas, was das Apple Mail nicht kann?
    z.B. Exchange statt IMAP?

    Grüße,
    Sebastian

  7. Solange es keine Möglichkeit für inline PGP gibt ist es kein vollwertiges E-Mailprogramm.

  8. Optisch sehr, wirklich sehr viel angenehmer als Thunderbird — für den ich mir, so gern ich ihn im Moment verwende, wirklich eine Alternative wünschen würde. Aber für alles andere als gelegentliches bzw. privates E-Mailen ist sind Funktionsumfang und Einstellungsmöglichkeiten von Opera Mail leider nicht annähernd umfassend genug.

  9. @mentai: Was fehlt denn Opera Mail, um mehr als nur gelegentlich damit arbeiten zu können? Ich tue das jeden Tag, seit Jahren, und bisher habe ich nichts vermisst. Vielleicht weil ich auch nie den Thunderbird ausprobiert habe 😉

  10. Mir fehlt die Möglichkeit meine Kontakte importieren zu können. Da gibt es bei Thunderbird durch Addons sogar die Möglichkeit die Kontakte mit Google zu synchronisieren. Wodurch ich am PC und auf dem Handy die gleichen Daten habe.

  11. @olidie: Es fehlen ganz schmerzhaft Sortierregeln und ein Kontakte-Synchronisation, weniger schmerzhaft Archivordner, aber grundsätzlich Einstellmöglichkeiten über einen festgelegten Standard hinaus. Man kann nichtmal einstellen, die Signatur über den zitierten Text zu stellen, was zwar nicht „alter Mailstyle“, aber mittlerweile Standard geworden ist. Das Ganze ist das PC-Äquivalent von MacOS Mail, gut genug, so lange man in sehr grundsätzlichen Bedürfnissen bleibt.

  12. Wir ausprobiert, danke für den Hinweis.

  13. Schade, das ganze Programm sieht sehr schön aus und ist deutlich performanter als Thunderbird, aber solange es keine ordentlichen Optionen hat, mit denen ich Google Mail IMAP ordentlich verwenden kann, ist Opera Mail leider für mich nutzlos.

  14. @mentai: Danke. Und einverstanden. Kontaktesynchronisation ist Müll bei Opera. Kann auch nicht verstehen, warum die da schon ewig auf ein proprietäres Format setzen. Absolut kontraproduktiv. Sortierregeln gibt es ja ein paar. Da habe ich bisher nichts vermisst. Auch Zustimmung für die unflexible Position der Signatur. Naja, man muss ja noch Luft für Verbesserungen haben 😉

    @Jonathan: Opera’s M2 kommt bestens mit Gmail IMAP klar. Ich glaube fast sogar besser, als manch anderer Client.

  15. @olidie: „Sortierregeln“ im Sinne von „nach Kriterien in Unterordner umsortieren“, leider Fehlanzeige. Nur zur Anzeige gibt’s Filter, aber die helfen leider nicht überall hin.

    Und, wie gesagt, das ist ja nichts schlechtes. Auch ein Mailclient, der kompetent die grundsätzlichen Dinge macht, hat durchaus seine Daseinsberechtigung. Es ist nur schade, dass die „Power-Tools“ mit so ungelenker Darstellung daherkommen, Opera Mail hätte da durchaus Marktpotenzial.

  16. Also wenn der Client nicht mehr in zukünftigen Opera-Versionen integriert ist, werde ich wohl auch nach ner Browser-Alternative Ausschau halten. Genau das hat mir immer so sehr an Opera gefallen gehabt…

  17. @mentai: wie gesagt, ich kenne Thunderbird und dessen Sortierregeln nicht, aber mit den Labels in Opera M2 konnte ich bisher recht gut arbeiten. Die waren mir zumindest mächtig genug. Jeder hat aber andere Ansprüche 🙂

  18. Ich habe es mal eben getestet. Was Aufbau, Oberfläche und Einstellungen angeht, bin ich damit sehr zufrieden. Gefällt mir um Längen besser als Thunderbird. Ich habe es aber wieder vom Rechner geworfen, da es dort (noch) kein Add-on wie Enigmail für GnuPG gibt. Wenn das mal kommen sollte, fliegt Thunderbird vom Rechner, genau so wie ich Firefox vor Monaten gegen Opera getauscht habe.

  19. wirklich schlechte News 🙁 ich mag die Kombination Browser&MailClient sehr und verstehe nicht wozu man (zumindest privat) ein separates Mail-Programm überhaupt für nötig hält… mal abwarten wohin die Reise mit Opera geht.. schlimmstenfalls muss ich wirklich den Browser wechseln..

  20. Das ist sehr löblich, und prinzipiell würde ich auch viel lieber M2 einsetzen als andere Clients oder (wie seit längerem) Roundcube als Webmail-Client.

    Leider schafft es Opera seit Jahren nicht, die erzwungenen Zeilenumbrüche wegzulassen. Dadurch wird die geschriebene Mail in ihrem Inhalt verändert, was nicht akzeptabel ist. Der Mailinhalt gehört dem Benutzer, nicht dem E-Mail-Programm.

    Etwas detaillierter: wenn ich eine Mail schreibe und sie zwischenspeichere, werden bei diesem Zwischenspeichern alle Zeilen, die länger als der eingestellte Wert (z.B. 76 oder 80 Zeichen) sind, zwangsweise mit hartkodierten Newline-Zeichen versehen. Dies führt beim Editieren von bereits geschriebenen Absätzen zu kammartig verzahnten Zeilen und ist garantiert nicht das, was der Nutzer will.
    Ein „vernünftiger“ Client wie z.B. Opera belässt Zeilen (Absätze) in ihrer vollen Länge, also beispielsweise schreibe ich einen Absatz mit 20 Zeilen, das sind dann 1600 Zeichen. Erst beim eigentlichen Versenden(!) werden die Zeilen zwar aus Gründen des Transportprotokolls mit Newlines versehen, gleichzeitig wird aber eine Kodierung angewendet (format-flowed), so dass auf Empfängerseite diese Zeilen wieder zu einer Absatzzeile zusammengefügt werden können. Ob das Ergebnis korrekt ist, sieht man, dass die Zeilen sich am Fensterrand umbrechen und keine feste Länge haben.

    Da Opera das nicht kann, bringen mir alle anderen dutzende von tollen Features nichts. Es ist schlichtweg nicht akzeptabel, ohne Notwendigkeit den Inhalt der Mail eigenmächtig und nicht transparent zu ändern.

  21. Ich meinte natürlich „ein vernünftiger Client wie z.B. Thunderbird“ … da war wohl der Wunsch Vater des Gedankens. 🙂

  22. Falls es wen interessiert: Opera Mail kann immer noch nicht mit Zeilenbrüchen korrekt umgehen. Wenn man einen Entwurf speichert und später wieder öffnet, sind _hartkodierte_ Zeilenumbrüche drin. Das bedeutet, Opera ändert den Inhalt dessen, was ich geschrieben habe. Das geht auf keinen Fall.

  23. @Rainer

    Ich habe es gerade mal getestet und konnte keine Zeilenumbrüche finden obwohl ich ein paar hundert Zeichen in mehreren Blöcken eingegeben habe…

  24. Ich meinte natürlich „Aber wenn man die DEaktiviert“ …

    @Caschy: Warum kann man seine Kommentare nicht mehr editieren? Die Umstellung auf dieses komische neue Kommentar-Plugin hat meiner Meinung nach nur Nachteile gebracht.

  25. Interessant, heute stelle ich genau das gleiche fest. Keine Ahnung was gestern noch anders war bzw. was ich geändert habe.
    Die Funktion um deaktivieren finde ich allerdings nicht in den Einstellungen. Aber wenn diese Probleme verursache dann benötige ich sie auch nicht.
    Daran sollte wirklich gearbeitet werden! Allgemein ist mir noch aufgefallen, dass es scheinbar keine Möglichkeit gibt alle Einstellungen an einem Ort gebündelt zu finden und zu ändern. Für jede Kategorie (Eingang, Schreiben …) muss ich erst die Funktion aufrufen und dort die Einstellungen öffnen.

    Aber bin sonst sehr zufrieden mit Opera Mail auch wenn Thunderbird vorläufig nicht gelöscht wird.

  26. Ich stelle an einen Mail-Client eigentlich wesentlich mehr Anforderungen, als die meisten bieten.
    Für mich ist wichtig, dass ich selbst die Synchronisationsregeln festlegen kann. Das bietet Opera-Mail genausowenig, wie z.B. Thunderbird. Es ist doch wenig hilfreich, wenn mein lokaler Client vollsynchron zum Server läuft. Versehentliches Löschen auf dem Server löscht somit beim nächsten Sync auch den lokalen Inhalt. Doch Lokal soll mir doch eigentlich Sicherheit bieten.
    Was Optik und Geschwindigkeit angeht, ist OM gut dabei. Genauso der Umgang mit Time-Outs, etwas das z.B. Thunderbird noch nie auf die Reihe bekommen hat. Wer mal größere Mengen an Mails lädt (10-tausende) weiß wovon ich spreche.
    MIt der recht groben Filterfunktion kann man privat in den meisten Fällen leben. Wer aber viele Mailkonten verwaltet mit regem Mailverkehr, dem fehlen ganz klar automatische Filter-/Sortierregeln und lokale Ordner/Archive.
    Absolut mangelhaft ist die fehlende Importmöglichkeit von Adressen. So etwas Primitives, wie der Import von Daten im z.B. csv-Format, kann man von Entwicklern dieses Niveaus schon erwarten. Denn sowas wird sonst fix zum Ausschlusskriterium. Wer hunderte Adressen hat, möchte ungern jede Mail einzeln anklicken um die Adresse zu übernehmen.

    Mein Fazit:
    + Optik
    + Geschwindigkeit
    + Stabilität
    – Adressimport
    – Filterregeln
    – Synchronisationsregeln
    – lokale Ordner

    Ich würde OM somit nur bedingt empfehlen.

    • Und welchen Client würde Du empfehlen? Ich war mal versucht, komplett zu gmail zu wechseln, doch das hat sich erledigt. Bisher arbeite ich mit Opera weiter,
      schaue mich aber für die Zukunft um. emclient ist ja nett, aber das Lizenzmodell, für Laptop und Desktop (und Tablet) zahlen zu müssen schreckt etwas ab.

  27. Hallo olidie,
    eine wirkliche Empfehlung kann ich nicht angeben, da ich mit keinem wirklich zufrieden bin. Bisher habe ich nur Koma-Mail gefunden mit der Möglichkeit die Synchronisationsregeln selbst festzulegen. Aber dieses erwies sich leider als recht behäbig und instabil. Vielleicht muss ich noch hinzufügen, dass ich keine installierbaren Programme verwende sondern ausschliesslich jene, die auch portabel nutzbar sind.
    Im Einsatz habe ich weiterhin Thunderbird, auch wenn ich nicht wirklich glücklich damit bin. Die Crux ist nämlich: Möchte ich die Daten dem Sync-Modus entziehen, muss ich sie in lokalen Ordnern speichern. Um vernünftig mit meinen Daten arbeiten zu können, ist es aber sinnvoll auch die IMAP-Ordner lokal zur Verfügung zu halten, somit doppelte Speicherung der Daten.
    Ich hätte ja nichts dagegen für einen ordentlichen Mail-Client auch Geld auszugeben, aber scheinbar ist niemand daran interessiert Programme zu erstellen, die der User kpl. nach seinen Bedürfnissen konfigurieren kann. Kann aber auch sein, dass ich nur noch nicht auf das richtige gestossen bin.
    Eines ist mir allerdings beim OM noch aufgefallen – sowohl positiv auch als negativ:
    Wähle ich einen Kontakt im Adressbuch aus
    + Anzeige aller eingegangenen Mails von diesem Kontakt
    – es fehlen die an diesen Kontakt gesendeten Mails, dann wäre ein Gesprächsverlauf ersichtlich

    • Vielen Dank für Deine ausführliche Antwort, McBarby.

    • Leider kann ich in Opera meinen Kommentar nicht bearbeiten und muss deshalb einen neuer verfassen 😉

      Bei mir (Opera 12.16) zeigt der Mailclient beim Anklicken eines Kontakts beides an: empfangene und gesendete Mails. Also wurde da mal wieder verschlimmbessert.

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