Es ist doch schön zu sehen, wenn EU-Kommissare vor den gleichen Problemen stehen wie der gemeine Pöbel. Neelie Kroes machte ihrem Ärger über den Flughafen Düsseldorf gestern via Twitter Luft. 6 Euro soll man dort für eine Stunde WLAN-Nutzung bezahlen, ein Preis der in den Augen von Kroes Roaming-Gebühren plötzlich günstig aussehen lässt. Kroes lässt sich sogar zu der Aussage hinreißen, dass dies Diebstahl wäre. Und man kann ihr nur zustimmen. Egal ob in Hotels oder Flughäfen, die Preise für die Internet-Nutzung sind teilweise so arg überzogen, dass man sich fragen muss, was damit alles finanziert werden soll.
In #Dusseldorf airport: they charge for #WiFi – it is thievery! We pay huge charges to use airports, people expect connectivity in 2014!
— Neelie Kroes (@NeelieKroesEU) 26. März 2014
Dass solche Tweets ausgerechnet von Neelie Kroes kommen, ist nicht sehr erstaunlich. Die gute Dame kämpft seit geraumer Zeit für den Wegfall der Roaminggebühren, was teilweise auch schon erreicht wurde. Im Februar gab es von der EU eine Umfrage zur Handy-Nutzung im Ausland, die zeigte, dass sich die Wirtschaft durch Roaming-Gebühren einiges entgehen lässt.
Und der Flughafen Düsseldorf? Dieser reagierte und kündigte neue Preise an, die auch eine halbstündige kostenlose Nutzung des WLAN-Netzes beinhalten. Der Rest liest sich dann schon wieder wie immer. Nach dem Gratisangebot kann eine weitere halbe Stunde beispielsweise für 4 Euro gekauft werden. 2,90 Euro zahlte ich vorgestern in UK für ein 24 Stunden 50 MB Roaming-Paket über das Mobilfunknetz. Günstiger als WLAN in Düsseldorf.