luca+ wird an Gesundheitsämter verteilt

Anfang September haben die Macher der oft kritisierten luca-App ein großes Update mit neuen Funktionen angekündigt. In dieser Woche starten nun zahlreiche Gesundheitsämter mit luca+, einer aktualisierten Version des luca-Systems. Die Neuerungen wurden in den vergangenen zwei Wochen von über 20 Gesundheitsämtern erprobt, so das Unternehmen.

Im Mittelpunkt des Updates steht zum einen die intelligente Kontaktnachverfolgung auf verbesserter Datenbasis, die die Gesundheitsämter bei der Risikoanalyse unterstützt und sie entlasten soll. Zum anderen wurden die Kommunikationsmöglichkeiten mit den über 30 Millionen Nutzer:innen verbessert. Entsprechend der Risikoanalyse können die Gesundheitsämter nun direkt über luca+ mittels des dreistufigen Verfahrens “Informieren, Warnen und Kontaktieren” mit den Bürgern kommunizieren.

Die Grundlage der intelligenten Kontaktnachverfolgung per luca wird außerdem künftig mit erhobenen Eckdaten über den jeweiligen Standort angereichert. Dazu gehören Informationen wie Raumgröße und Belüftung sowie das automatische Erkennen von Orten mit möglicherweise erhöhtem Infektionsgeschehen. Die Gesundheitsämter sollen anhand von luca+ Risiken schneller und differenzierter analysieren können. Nutzer erhalten dann entweder einen Hinweis, eine Warnmeldung über ein erhöhtes Infektionsrisiko oder werden telefonisch kontaktiert.

Ab Oktober soll es auch für die Betreiber einfacher werden: Eine eigene Mobile-App steht dann im App-Store bereit und erweitert das vorhandene luca-Locations-Managementtool.

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Hallo, ich bin Carsten! Ich bin gelernter IT-Systemelektroniker und habe das Blog 2005 gegründet. Seit 2008 ist es Beruf(ung). Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Fan und Vater eines Sohnes. Auch zu finden bei Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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41 Kommentare

  1. Wie wäre es, wenn nur die CoronaWarn App genutzt würde oder wenigstens in den Locations als CheckIn endlich mal eingeführt würde.? Luca ist mir völlig egal… ich will nur eine App für Covid und nicht 10 verschiedene bzw. für jede erdenkliche Funktion eine eigene App. Sowas kann ja auch nur in der BRD laufen.

    • Grumpy Niffler says:

      Bis vor Kurzem war die Corona-Warnapp für Betreiber eher nutzlos. Erst seit Version 2.9 von Anfang September können Veranstalter Warnungen auslösen. Vorher konnte man sich zwar einchecken, aber wenn ein Infizierter die App nicht nutzt oder seinen Infektionsstatus nicht einträgt, dann wurde auch niemand gewarnt. Das machte die App als auch nur halbwegs brauchbare Alternative zu luca bzw Zetteln nutzlos.
      Erst seitdem das geht – was erst einige Wochen sind, luca gibt es seit Monaten – könnte man die App als Alternative verwenden. Wird sicher auch mehr kommen, braucht halt noch etwas, luca hat da einfach schon einen deutlichen Vorsprung.

      • Oliver Müller says:

        Je mehr Menschen die CWA nutzen, desto weniger braucht es das von dir angesprochene Feature, dass Veranstalter Warnungen auslösen können.

    • …und vor allem ist die Corona Warnapp datenschutztechnisch super im Gegensatz zu dem Müll von Luca!!!

    • Eben. Vor allem wurde da doch massiv Geld investiert. Warum sind so simple Funktionen dann nicht schnell umgesetzt? Das ist auch wieder typisch Deutschland. Kommt die App nicht von SAP und Telekom oder wie war das? Was haben die getan, außer das Geld buchhalterisch abgerechnet?

    • LIegt einfach daran, dass die CWA dumm ist. Sie weiß nicht wo du dich befindest, wen du getroffen hast, sondern errät aufgrund von irgendwlchen Berechnungen ob du Kontakt hattest oder nicht. Wie gesagt errät und weiß es im Gegensaz zu luca einfach nicht. Zudem das Hauptproblem Anonymität. Bringt den Gesundheitsämter nichts wenn Sie alle infizierten dennoch erfragen und abtelefonieren und hinterher sein müssen, ob der jenige auch sich dann via PCR Test testen hat lassen. Luca weiß die Adressdaten der Infizierten und übergibt die auf Wunsch des Betreibers direkt an die Gesundheitsämter.
      Die CWA ist sinnlos und bleibt es auch weiterhin.

      • Netter Werbespruch, bringt Dir das bei Deinen Chefs von Luc eine Beförderung?!?

        So viel falsches in einem Beitrag kenne ich aus den letzten Jahren nur von Trump und seinen Anhängern.

        Um es mal klar zu sagen: Anynymität und Sicherheit gewährleistet Dir NUR und AUSSCHLIESSLICH die CWA und niemals luca(+).

        Und um das nicht noch mehr auszuweiten, abschliessend nur soviel: eine Privatfirma mit mehr als undurchsichtigem Geschäftskonzept über eine öffentlich prüfbare App von seriösen Anbietern zu stellen, ist schon fast unverschämt, auf jeden Fall aber schlicht falsch!

    • Genau das sind auch immer meine Gedanken wenn ich solche Artikel lese. Hab Urlaub in Bayern gemacht und dort geht ohne diese Luca App gar nichts. Und das nervt mich. Die Warn App war vorher da. Warum nutzt man diese nicht ? Achso ja! Weil sich Politiker halt einfach so liebend gerne von irgendwelchen Geldmachern schmieren lassen…..

  2. Wurde auch an der Sicherheit der App an sich gearbeitet?

  3. Wieso belässt man es nicht einfach bei telefonischem Kontakt? Das ist doch absehbar, dass Warnmeldungen in einer App Probleme machen, weil nicht angekommen oder nicht gelesen etc..

    30 Millionen Installationen glaube ich ja noch, aber aktive Nutzer nie im Leben. Die Luca App hat einen noch schlechteren Ruf als die Coronaapp.

  4. Ich werde die ****-Software niemals nutzen. Ich verstehe bis heute nicht wieso die App noch öffentlich gefördert wird. Das stinkt dermaßen nach Korruption und „Gesicht wahren“… Wer noch glaubt das seine Daten bei denen sicher sind, dem kann auch nicht mehr geholfen werden.
    Meiner Meinung nach haben sich da welche schön während der Pandemie an Steuergeldern bereichert. Die Daten werden dann vermutlich auch nochmal versilbert. Ich hab null Vertrauen in die Hersteller der App, sorry.

    • Jep. Lücke erkannt, Geld kassiert, dann kam Kritik und wie du sagst… statt sofort auf Abstand zu gehen, machen alle weiter, um ihre „sinnvolle“ Investition zu rechtfertigen und ihr Gesicht zu wahren.

    • Die Luca App Entwickler hatten das Glück zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort zu sein, und selbst selbst gut verkaufen zu können.

  5. Top, wie der Markt das regelt. Es ist einfach völlig absurd, was im Bereich der Kontaktnachverfolgung durch Bund und Länder angezettelt worden ist. Die fehlende Einheitlichkeit, mal abgesehen von den Datenpannen bei der Luca-App, ist das größte Manko. Man hätte direkt eine App forcieren müssen und hier bietet sich halt eigentlich die CWA an – die dann auch attraktiver wäre.
    Aber trotz der vielen Funktionen ist für viele die CWA wirklich nur als reine Warn App brauchbar und daher habe ich sie zwischenzeitlich auch entfernt. Sich mit der CWA einchecken unterstützt fast kein Gastronom oder Veranstalter. Das läuft dann meist auf Luca oder eigene Lösungen hinaus. Wenn es überhaupt noch erfolgt…
    Und den Impfpass habe ich dann lieber in der schlankeren CovPass-App…

    Tjo… Irgendwo muss das Steuergeld ja hin. 🙂

    • Das deckt sich auch mit meinen Erfahrungen, die Check-In Funktion bei der Corona App kam einfach viel zu spät, mit dem Ergebnis, dass diese plus/minus niemand unterstützt. In den letzten 40-50 Restaurants in denen ich war hat kein einziges die Corona App zum einchecken unterstützt. Gut 80% die Luca App oder halt gar nichts in der digitalen Richtung.

    • Oliver Müller says:

      Selbst wenn man die CWA nur für Warnungen nutzt, ist sie weiterhin äußerst sinnvoll. Warum extra noch die CovPass App entwickelt werden musste, kann ich so gar nicht nachvollziehen. Kein Mehrwert gegenüber der CWA. Aber wie du schon sagst, irgendwo muss das Steuergeld ja hin…

  6. Die einzige App, die funktioniert hat, als das Land sie brauchte! Nutze nur noch Luca, Rest ist längst deinstalliert.

  7. Eintagsbetreiber says:

    An alle, die hier die Betreiber bashen, dass diese nur Luca anbieten und keinen CWA-Checkin:
    Ich habe mich darüber auch lange Zeit aufgeregt, bis ich vor einiger Zeit eine Veranstaltung mit einem Verein geplant habe. Bei der Recherche kam dann heraus, dass die CWA (zumindest bei uns in Niedersachsen) nicht zur Konaktnachverfolgung zugelassen ist. Die Leute müssten dementsprechend ZUSÄTZLICH zum CWA-QR-Code-Checkin einen Zettel ausfüllen, oder sich per Luca einchecken. Letztendlich also völlig sinnfrei.
    Für andere Bundesländer kann ich nicht sprechen, aber in NDS ist es eben so. Die Anforderung an eine digitale Erfassung ist hier, dass die Daten für 4 Wochen gespeichert werden, Name und Telefonnummer7Mail enthalten und bei Bedarf an das Gesundheitsamt übermittelt werden können. All das kann die CWA (zum Glück, das ist ja ihr datenschützendes Konzept) nicht abbilden.
    Außer Frage steht natürlich die sinnlosigkeit dieser Gesetzgebung.

    • Oliver Müller says:

      Korrekt, leider ist es ausschließlich in Sachsen möglich, die CWA zu nutzen, ohne parallel noch Kontaktdaten erfassen zu müssen. Das ist ein politisches Problem, da können die Betreiber nichts zu.

      • Ist nicht nur in Sachsen möglich. In NRW ist gar keine Kontaktnachverfolgung mehr vorgeschrieben. Veranstalter können also einfach freiwillig CWA anbieten oder auch gar nichts machen.

        • Und die fehlende Verpflichtung zur Kontaktmachverfolgung in Kombination mit einer 2G Regelung hat dann hier in Münster dazu geführt, das sich bei einer offiziellen Party im Club Nova 64 Clubbesucher mit Corona infiziert haben und niemand die anderen 236 Besucher informieren konnte.
          Wohlgemerkt 2G (Geimpfte oder Genesene).

          Also, egal ob es um Apps oder um’s Zettel ausfüllen geht.
          Lasst uns bitte nicht über Sinnhaftigkeiten diskutieren.

          Sinn macht seit über zwei Jahren in Deutschland nur noch, selbst auf seine Liebsten aufzupassen und sich auf nichts mehr zu verlassen!

        • Der erste Teil bzgl. NRW ist korrekt, der zweite eher nicht so.
          Ohne allgemeine Vorschrift fehlt eine Erhebungsgrundlage.
          Datensammeln darf also nur, wer explizit angewiesen wurde.

          Aber wie eigentlich immer in DE; sinnentkoppelt weiter so …

      • Die Betreiber könnten, theoretisch, geschlossen mal zur Landesregierung hingehen und um Behebung dieses Missstands bitten… Oder die kack luca-App einfach nicht nutzen…

        Ja, es ist ein politisches Problem, aber Politik ist auch nicht in Stein gemeisselt oder Gott gegeben.
        Vielerorts hat man nur den Status Quo in Regeln gegossen… Frei nach dem Motto: Wenn eh alle luca nutzen, können wir es auch vorschreiben.

        Sich jetzt darauf zurückzuziehen, dass die Politik das nicht will/wollte verkennt, dass die Politik viel wollen kann, aber am Arsch ist, wenn deren Vorgaben Mist sind.

        Mir ists egal, was die Politik mit luca vorschreibt, ich nutze die App nicht, basta… füll ich halt nen Zettel aus, aber dieser handwerkliche Super-GAU kommt mir nicht aufs Smartphone!

      • Wie sind die Erfahrungen damit in Sachsen?

  8. Wir gehen sehr viel Essen und nach meiner persönlichen Erfahrung interessiert sich nahezu niemand mehr für den Impfstatus in den Restaurants und absolut niemand mehr für die Kontaktnachverfolgung per Formular oder Luca App.

  9. Ich liebe die Luca-App. Endlich mal etwas in der Pandemie, was einfach so von Anfang an funktioniert hat. Selbst meine 85jährige Mutter nutzt sie problemlos und freut sich, keine Zettel ausfüllen zu müssen und mal etwas manchen Jungen voraus zu sein. Und dann noch beim Thema Smartphone. Ein Fest!

  10. Dürfen Minderjährige bei der Datensammelei von Luca diese App überhaupt nutzen? Ich bezweifle es zumindest. Die einzige App, die DSGVO- konform mit QRCode in z.B. Bildungseinrichtungen zum CheckIn Minderjähriger ohne Speicherung von personenbezogenen Daten dafür zugelassen ist, ist die CWA. Auch die Daten dürfen nicht lokal gespeichert werden. Ich verstehe Gesundheitsämter nicht, die auf Luca setzen.

  11. luca App? Braucht ganz NRW nicht mehr, weil es keine Kontaktverfolgung mehr gibt.

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