Caschys Blog

Loom kommt auf Windows und macOS

Apps zum Aufzeichnen des Desktops gibt es viele. So findet man zahlreiche Desktop-Erweiterungen vor – und Programme wie SnagIt, OBS, Kap oder auch QuickTime erlauben auch das Aufzeichnen. Einfach mal hier im Blog nach Screen Recording suchen und man findet sicher etwas.

Super einfach erlaubt Loom das Aufzeichnen. Das Ganze ist bisher eine Erweiterung für den Browser und der Nutzer kann dabei den ganzen Screen aufnehmen, nur ein bestimmtes Fenster – und wenn er mag, dann kann er die Front-Cam dazu schalten. Vielleicht, wenn man ein Gesicht einblenden will, während man gerade was auf dem Desktop zeigt. Funktioniert im Browser schon ganz gut und Loom hat da wirklich etwas Feines auf die Beine gestellt.

Nun gab das Unternehmen bekannt, dass man im Herbst auf den Desktop komme, unterstützt wird dabei macOS und Windows. Frühen Zugriff auf Loom für den Desktop kann man bekommen, wenn man sich für den Newsletter einträgt, dann kann man die Vorversion testen.

Wie finanziert sich Loom eigentlich? Ich schaue bei solchen Geschichten immer sehr genau nach. In der letzten Zeit stellte ich oft die Unsitte fest, dass Firmen Preise verstecken, verschleiern oder gar nicht nennen. Für mich schon ein Grund, ein Produkt nicht zu nutzen. Bei Loom geht man den Weg vieler Startups aus den USA. Man sammelte Investorengelder ein und versucht nun erst einmal, einen Kundenstamm aufzubauen. Premiumpläne soll es später dann auch mal geben.

Bleibt zu hoffen, dass man da ein Modell für sich findet, welches funktioniert – und zwar von Anfang an. Negativ-Beispiel ist da sicher Evernote. Erst vom Erfolg überrannt, musste man harte Abstriche bei den Free-Nutzern machen. Und weil die Kohle nicht reichte, stellte man sogar still und heimlich den günstigen Plus-Tarif ab, der vielen Nutzern reichen würde.

Irgendwann sind halt alle Investorengelder verballert und dann werden die ganzen Buden, die nicht aufgekauft wurden, wie Dominosteine umkippen. Wird Zeit. Eine Marktbereinigung wird gut tun und den Nutzern auch mal zeigen, dass gute Dienste bezahlt werden wollen.

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