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„Lookout“: App von Google soll Blinde unterstützen

Google hat mit „Lookout“ eine neue App vorgestellt, welche Blinden helfen soll sich in der Umgebung zurechtzufinden. Denn das wird speziell in vielen Büroumgebungen, die heute deutlich öfter regelmäßigen Veränderungen unterworfen sind als früher, immer schwieriger. „Lookout“ soll noch 2018 seinen Einstand im offiziellen Play Store geben. Leider ist die Anwendung bisher aber nur für die USA bestätigt.

„Lookout“ funktioniert auf folgende Weise: Man trägt sein Pixel-Gerät z. B. um den Hals oder lässt es aus einer Brusttasche hervorlugen. Wichtig ist in jedem Fall, dass die Kamera vom Körper wegzeigt. Die geöffnete App kann über verschiedene Modi die Umgebung erfassen. Anschließend kann sie passende Audio-Informationen ausgeben. Etwa kann das ein Hinweis auf einen Wegweiser zum WC sein, das Vorlesen eines Kochrezepts oder auch Anmerkungen zu einem umgestellten Stuhl oder einer Person im Weg.

Vier Modi soll „Lookout“ Blinden anbieten: „Home“, „Work & Play“, „Scan“ und „Experimental“. Je nach aktiviertem Modus wählt „Lookout“ andere Informationen zur Übermittlung aus. Zuhause erfolgen etwa Hinweise auf die Couch, den Geschirrspüler oder auch den Wohnzimmertisch. Auf der Arbeit etwa achtet die App dann eher auf Dinge wie den Fahrstuhl oder eine Treppe. Dank Machine Learning will man die App fortwährend verbessern, um herauszufinden, zu welchen Objekten sich Blinde Hinweise wünschen bzw. in welcher Frequentierung sie angemessen sind.

Laut Google werde das Gros der Daten direkt auf dem jeweiligen Gerät verarbeitet. Eine Internetverbindung ist für „Lookout“ also nicht zwangsweise notwendig. Die Idee klingt auf jeden Fall gut, denn Apps für Blinde sind nicht unbedingt verbreitet wie Sand am Meer. Bleibt zu hoffen, dass Google „Lookout“ am Ende auch außerhalb der USA anbietet.

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