Look to Speak: Neue Google-App hilft dabei, mit Augenbewegungen Dialoge zu führen

Leider meint es das Leben nicht immer ganz fair mit einem, weshalb der eine oder andere damit umzugehen lernen muss, den Alltag mit einer körperlichen Einschränkung zu bestreiten. Doch wie kommuniziert man mit anderen Menschen, wenn man sich weder bewegen noch akustisch mitteilen kann und im Grunde nur die Augen zur Kommunikation genutzt werden können? Mit dieser Frage beschäftigte sich auch ein kleines Team von Google, das mit Look to Speak nun eine neue, experimentelle und kostenlose App herausgebracht hat, bei der eure Augen das einzige sind, dass ihr zur Bedienung benötigt. Natürlich muss die App erst einmal auf das Smartphone gebracht werden, was in dem Fall noch nicht rein über Blicke funktioniert.

Im Einführungsvideo erklärt das Team, wie die App genutzt wird. Ich habe das Ganze mal auf meinem Pixel 5 ausprobiert und muss schon sagen, dass man sich nach einer kurzen Eingewöhnungsphase recht schnell durch die vorgegebenen Dialogoptionen wählen kann. Ihr seht eine Tabelle mit zwei Spalten. Je nachdem, in welche Richtung ihr blickt, werden die Dialogoptionen nach und nach ausgefiltert, bis ihr nur noch mit links oder rechts zwischen zwei Optionen entscheiden müsst. Diese Textbausteine könnt ihr (hier dann zur Not wieder mithilfe einer weiteren Person) frei anpassen, auch deutsche Texte sind dank der Google-Sprachengine problemlos möglich.

Es gibt auch eine Pausen-Funktion, womit ihr die App in eine Art Ruhezustand setzen könnt, falls ihr sie zwar aktiviert lassen möchtet, ihre Funktionen aber gerade nicht benötigt. Die Sperre ist dann ebenfalls wieder per Blickmuster zu lösen. Ich bin überrascht, wie intuitiv die App funktioniert und kann mir vorstellen (und hoffe es), dass sie schon bald einer Vielzahl Menschen beim Kommunizieren helfen kann.

https://play.google.com/store/apps/details?id=com.androidexperiments.looktospeak

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Nordlicht, Ehemann und Vater, hauptberuflich mit der Marine verbündet. Außerdem zu finden auf Twitter. PayPal-Kaffeespende an den Autor. Mail: benjamin@caschys.blog

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