
Wer den ganzen Tag am Rechner sitzt, wird nicht umhinkommen, eine Menge Eingaben auf der Tastatur zur erledigen. Bei mir war das bisher ein Magic Keyboard 2 von Apple mit Nummernblock, auch am Windows-Rechner. Gerade wer mit Windows und Mac hantiert, wird sich sehr darüber freuen, eine einheitlich funktionierende Tastatur zu haben. Man gewöhnt sich zwar an die „falschen Tastenkombinationen“, die man auf einer Mac-Tastatur ausführt, um Windows zu bedienen, doch das Wahre ist das nicht.
Zusammen mit der MX Master 3 stellte Logitech in diesem Jahr auch eine neue Tastatur vor, die im Bundle mit der Master 3 verkauft wird. Dabei handelt es sich um eine Bluetooth- oder Unifying-Tastatur, die sowohl mit dem Mac- als auch mit dem PC funktioniert. Ich habe mir das Gerät mal etwas genauer für euch angesehen.
Design und Verarbeitung
Wie für Logitech üblich kommt auch diese Tastatur mit einem Unifying-Empfänger von Logitech, damit man nicht unbedingt auf Bluetooth setzen muss. Wer den Dongle nicht benötigt, nutzt stattdessen einfach die Bluetooth-Verbindung. Schaut man sich die Tastatur ringsherum an, findet man keine Überraschungen. Das Design ist klassisch, eben wie eine Tastatur mit Nummernblock so aussieht. Die Füße lassen sich im Gegensatz zu anderen Modellen nicht umklappen. Die Tastatur steht also immer etwas schräg, aber nicht viel. Wer jedoch immer plan liegende Tastaturen gewohnt gewesen ist, muss ausprobieren, ob er oder sie damit klarkommt. Die am Boden befindlichen Füße sind gummiert und sorgen dafür, dass die Tastatur beim Tippen nicht davon rutscht.
Am Rücken der MX Keys hat Logitech dann An/Ausschalter und einen USB-C-Port zum Aufladen verbaut. Direkt am Kopf dieser Einheit sitzen das Logi-Logo und die LED für den Akkuzustand. Die verbauten Materialien sind ringsherum extrem gut verarbeitet und fühlen sich sehr wertig an.
Kommen wir zur Tastatur an sich. Dadurch, dass sie sowohl für Mac als auch für PC ist, finden sich an einigen Tasten doppelte Belegungen wie beispielsweise opt/start, cmd/alt, opt/strg. Das erfordert, wenn man zwischen Geräten hin und her wechselt, etwas Übung, geht aber schnell in Routine über. Die MX Keys lässt sich übrigens an drei verschiedene Geräte koppeln, über Einfg, Pos1 und Bild-auf findet ihr drei Tasten, die das Verbinden mit den jeweils gekoppelten Geräten triggern. Das geht schnell von der Hand und spart zwei oder drei Tastaturen auf dem Schreibtisch, je nachdem, wie viele Geräte ihr bedienen wollt.
Was toll ist: Für die MX Master 3 gibt es Logitech Flow, eine Funktion, die euch die Möglichkeit gibt, einfach von einem PC zum nächsten zu wechseln, so, als ob es mehrere Monitore wären. Voraussetzung dafür ist, dass die Maus mit allen Geräten verbunden ist und diese sich im selben Netzwerk befinden. Die Tastatur macht diesen Wechsel mit. Das Bundle erkennt also, auf welchem Rechner es unterwegs ist. Kein manuelles Umschalten. Großartig. Übrigens wird auch die Zwischenablage direkt zwischen den Rechnern synchronisiert.
Die Funktionstasten sind standardmäßig abgeschaltet, das kann aber über die auch hier greifende Logitech-Options-Software gelöst und angepasst werden. Auch die anwendungsspezifischen Profile finden sich dort, denn ihr könnt je nach Anwendung die Funktionstasten auch ganz frei belegen. Je nachdem, welche App ihr gerade öffnet, könnt ihr über die erste Tastenzeile also ein paar Klicks in Menüs oder Tastenkombinationen einsparen. Wirklich nützlich das Ganze.
Wollt ihr das nicht, könnt ihr die Funktionstasten auch gänzlich frei belegen. Alle so, wie ihr es möchtet.
Schreiben mit der MX Keys
Doch kommen wir nun zu den Tasten und dem Schreibgefühl der MX Keys. Ich schreibe täglich ziemlich viel, nicht nur hier im Blog, sondern auch auf Arbeit. Ich bin nie der Typ für mechanische Tastaturen gewesen, zu hohe Tasten und zu viel Travel. Die MX Keys hat mich direkt gefangen mit ihren flachen Tasten, die eine leichte Vertiefung haben und sich somit an die Fingerkuppe anpassen sollen. Lege ich persönlich nicht so viel Wert darauf. Der Druckpunkt muss gut sein und die Tasten müssen sich gut anfühlen und wenig Widerstand haben. All diese Kriterien hakt die Logitech-Tastatur mit Bravour ab. Der Druckpunkt ist hervorragend, sie ist angenehm leise beim Tippen. “Das Schreiben flutscht”, würde man umgangssprachlich sagen.
Logitech selbst sagt, dass man die Tastenanschläge neu „erdacht“ hätte. Ob das in der Tat so ist oder es sich hierbei nur um Marketing-Sprech handelt, kann ich nicht verifizieren. Ich habe leider auch keine Craft da, um den Vergleich mit ihr zu ziehen.
Was auch nett ist: Die Beleuchtung der Tastatur lässt sich nicht nur manuell regeln, sondern passt sich der Hintergrundbeleuchtung an. Auch spart die Tastatur selbstständig Energie, da sie erkennt, ob ihr in der Nähe seid und nur dann die Beleuchtung aktiviert. Niemand da = dunkle Tastatur.
Bezüglich Energie: 10 volle Tage soll man mit aktiver Hintergrundbeleuchtung auskommen, 5 Monate, wenn man die Beleuchtung ausgeschaltet hat. Ich bin aktuell bei knapp 20 Tagen und habe die Beleuchtungsautomatik an. Ich denke, je nachdem ob man ständig im Dunkeln sitzt, wird man irgendwo zwischen 10 Tagen und 5 Monaten herauskommen. Ich aktualisiere den Test, sobald ich das herausgefunden habe.
Mein Fazit zur MX Keys
Logitech haut mit der MX Keys ein richtig gutes Keyboard raus, das seine Stärken vor allem dann ausspielen kann, wenn man mehrere Geräte – idealerweise Windows oder Linux und Mac – im Einsatz hat. Vor allem im Bundle mit der MX Master 3 und Logitech Flow macht die Tastatur richtig Spaß und man bekommt alles, um einen Flug über die Tasten jeden Tag erfolgreich zu meistern.
Knapp 108 Euro kostet das gute Stück aktuell. Wer auf der Suche nach einer guten Tastatur für mehrere Geräte ist, macht hier wenig falsch.
[asa]B07W7KRXDW[/asa]